anti-ramadanSchon im Jahr 2010, als die französischen, linken Buntmenschen ihre 150-jährige Migrantengeschichte seit 1860 begeistert feierten, zogen wütende „Identitäre“ vor das Rathaus und trauerten um den Untergang, den „Tod“ ihrer ehemals so prachtvollen, stolzen Stadt der Liebe und der Lichter, die zu einem Schmelztiegel fremder Besetzer geworden ist und immer heftiger von verfassungsfeindlichen Muslimen beherrscht wird. Am Mittwoch, 9. Juli, zogen die „zwangsgestörten Islamophoben“ (islamophobes obsessionnels) des islamfeindlichen Internetblogs „Riposte Laïque“ (ungefähre Übersetzung: Die Laizisten schlagen zurück), der insbesondere von islamfeindlichen Lehrern und teilweise Ex-Linken betriebenen wird, und der Netzseite „Résistance Républicaine“ mit einer kleinen Gruppe erneut vor das Rathaus, um lautstark gegen eine städtische Ramadan-Veranstaltung zu protestieren.

(Von Verena B., Bonn)

Die Demonstranten („kein Schleier, keine Burka, keine Islamisierung“) verliehen ihrem Protest gegen den Ramadan Ausdruck und erklärten ihre Solidarität mit den zugezogenen Kabylen. Die Kabylei ist die Region in Algerien, in der die Mehrheit der Bevölkerung der Kabylen die Berbersprache Kabylisch spricht. Es sind aber auch die Namen Tamurt Idurar (Land der Berge) oder Tamurt Leqbayel (Land der Kabylen) gebräuchlich, vor allem in der dort lebenden Bevölkerung. Die Kabylei ist eine der Regionen, in der sich ein Großteil der Bevölkerung gegen den islamischen Fundamentalismus stellt. In den letzten Jahren ist es vielfach zu Übertritten zum Christentum gekommen. Die Kabylei zählt zu den ärmsten Gebieten in Algerien. Der Boden ist steinig und meist sehr trocken und die bäuerliche Arbeit wenig ertragreich, jedoch gibt es kaum wirtschaftliche Alternativen. Hier drängt sich die Bevölkerung mit der höchsten Dichte im ganzen Land. Die Arbeitslosigkeit ist erdrückend, und die Regierung ändert daran wenig. Die meisten, die eine bessere Zukunft wollen, wandern daher hauptsächlich nach Europa (meist Frankreich) oder nach Kanada aus.

Führende Protagonisten von ,Riposte Laïque’ und einige ihrer Vorfeldgruppierungen, wie die Pseudo-Initiative ,Résistance Républicaine’ von Christine Tasin, riefen im Juni 2010 Seite an Seite mit dem Bloc identitaire dazu auf, am 18. Juni ein Trink- und Essgelage unter freiem Himmel mit Rotwein und Schweinefleisch abzuhalten. Dieses sollte im 18. Pariser Bezirk – einem Stadtteil mit hohem Einwandereranteil – in unmittelbarer Nähe einer Moschee stattfinden. Die in den Mittelpunkt gerückten Viktualien sollten dafür sorgen, dass (gläubige) Moslems unbedingt ausgeschlossen bleiben mussten; jüdische Menschen übrigens auch, selbst wenn dies in dem Falle mutmaßlich nicht die Hauptintention war. Die geplante „Provokation“ wurde drei Tage zuvor durch die Pariser Polizeibehörden untersagt, eine angekündigte antifaschistische Demonstrationen allerdings auch gleich mit.

Paris selbst war schon seit jeher ein beliebtes Ziel für Auswanderer. Nach dem Ersten Weltkrieg kamen Menschen aus Armenien, aus Polen, aus der Ukraine und aus Russland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Paris für viele Gastarbeiter vor allem aus Südeuropa (aber auch Osteuropa) ein neues Zuhause. Weiterhin suchten viele Auswanderer aus den ehemaligen französischen Kolonien ihr Glück in Paris. Sie kamen aus Schwarzafrika, Maghreb, den Antillen. Ihr Vorteil: Die französische Sprache war ihnen nicht fremd. In einer völlig neuen Umgebung ist das schon eine große Hilfe.

Die jüngste und größte Einwanderungswelle stammte aus den ehemaligen französischen Kolonien, etwa von den Antillen, dem Maghreb und Schwarzafrika, aber auch aus Indochina. In den Vororten von Paris ist der Anteil der nicht-europäischen Einwanderer weit höher, vor allem in den nördlichen und östlichen, wo Armut, Arbeitslosigkeit und soziale Probleme verbreitet sind. Es besteht ein Trend zur Segregation und Ghettobildung. Da Frankreich die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit seiner Bewohner nicht statistisch erfasst, gibt es wenig genaue Daten zur ethnischen Zusammensetzung der Pariser Bevölkerung. In Paris selbst liegt der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund (mindestens ein Elternteil nicht in Frankreich geboren) bei 41 Prozent, davon hat mehr als die Hälfte Wurzeln außerhalb Europas. In der Region Île-de-France liegt er bei 37 Prozent, in einigen Vororten bei über 50 Prozent. Insgesamt sind nach einer Erhebung aus dem Jahr 2006 17 Prozent der Bewohner der Region Île-de-France Einwanderer, 35 Prozent haben einen Migrationshintergrund. Heute dürften diese Zahlen wesentlich höher liegen. Erschreckende Bilder der brennenden Autos sind vor allem aus den Vororten von Paris, den sogenannten Banlieues, bekannt.

Von antifaschistischen, gewalttätigen Demonstrationen gegen die Anti-Ramadan-Kundgebung ist nichts bekannt. Wenn man diese erleben will, muss man nach Deutschland kommen, denn hier herrscht Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht für alle, die Deutschland abschaffen wollen. „Und bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt“ ist deren Parole. Und das ist in Ordnung, denn hier kann jeder seine Meinung frei äußern, sofern es auch die Meinung der (Anti-) Faschisten ist!

Hier das Video dazu:

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21 KOMMENTARE

  1. Jene Bevölkerungsgruppe, die die größten wirtschaftlichen und bildungstechnischen Schäden anrichtet, nimmt sich heraus religiöse Rechte zu fordern… Ein Unding! Tragen kaum etwas Positives zur Gesellschaft bei, wollen aber „Herrenmenschen“ sein.
    Der Ramadan gehört in Europa verboten, weil er ungesund ist, andere im Leben einschränkt und zudem die Gewaltbereitschaft fördert.
    Ramadan? NEIN Danke!

  2. Auf oumma.com sollte man nicht verlinken. Dies ist eine linksextreme, pro-islamistische Webseite. Dort wird gegen den Staat Israel gehetzt.

  3. Überall in Europa wird man langsam, ganz langsam wach. Und es kommt Bewegung in einen langsam wachsenden Widerstand, der sich mehr und mehr potenziert. Das lässt hoffen!

  4. @cendrillon

    Der Begriff „UMMA“ ist jedem PI- Leser geläufig, also ein Hinweis den du dir sparen kannst. Zumindest hier!

  5. „Ex-Linke“ gibts sowas wirklich?
    Links sein ist doch wie Moslem sein.
    Austritt nur gegen den Tod!

    Das Gute wird Schlecht sein und das Schlechte wird Gut sein.
    So stehts geschrieben, so wird es auch geschehen!
    Das Boese wird die Welt regieren. Obanana und seine Satanistenblutslinie wirds freuen!

  6. Was die Zahlen betrifft:
    40 bis 50 Prozent mit Wurzeln Außerhalb von Europa!
    Das macht jedem „normal Begabten“ Menschen nur noch Angst!
    Keinerlei gewachsene Soziale Strukturen, das ist vergleichbar mit Stalin.
    Menschen aus dem Osten in den Süden Deportieren,
    die Menschen aus dem Süden in den Osten Deportieren!
    Wer sich wehrt: Ab in den Gulag. Was für eine schöne neue Welt wird da wohl geschaffen?
    Europa ist längst aus den Fugen geraten es wird nur jeden Tag Unerträglicher.

  7. #7 Minna Unsinn (21. Jul 2014 19:03)

    #1 Esper Media Analysis (21. Jul 2014 18:08)

    Geht nicht, da diese frz. Bewegung laizistisch ist – PI aber nicht.

    ?
    Der Glaube oder auch Nicht-Glaube an irgendein höheres Wesen ist bei PI nebensächlich.

  8. Laizismus auch Laisser Faire genannt ist eine Lebenshaltung die bedeutet, Leben (Laisser) und Leben (Fairer) lassen. Also die Muslime düfen ruhig ihren Ramadan feiern, halt nur nicht vor dem Bahnhof, so dass die Oma über die ermatteten erschöpften teilweise bewusstlosen Menschen stapfen muss. Und zweitens: Dieses Ramdan ist natürlich kein Fasten. Fasten (galicisch: Fastrado) ist die Versnkung in Gott durch wochenlangen Entzug der Nahrung 24 Stunden lang. Und nicht ab 21 Uhr sich lebensgefählrich die Plautze voll hauen. Kein Wunder, dass Muslime doppelt so oft an Diabetes leiden wie die Deutschen oder Russischen Mitbürger, von den Vietnamesen ganz zu schweigen. Aber das ist nur eine der Nebenwirkungen dieses Ramadan, eine zweite ist der Kontrollverlust durch übermäßiges Fressen am Abend. Jeder weiß doch, keine Kohlenhydrantgen nach 18 Uhr und Du bleibst gesund. Allen diesen Regeln zum Trotz treiben die Muslime ihren Ramadan. Schädigen dabei Körper Geist und Seele. Wobei vielen ihnen ja den Geist absprechen. Denn es ist der Geist Allahs der fastet nicht der Muslim, es ist das Wirken Allahs, wenn sich Millionen von Muslimen gegenseitig massakrieren und darüber die Christen vergessen. Insofern nimmt wenigstens noch die ISIS diese Aufgabe wahr. Das Land von Ungläubigen zu säubern. Bleibt wie schon 1960: Allah ist Groß Allah ist mächtig Wenn er auf dem Tisch steht ist er einssechzig. Eine Größe die viele der männlichen Muslime nie in ihrem Leben erreichen. Auf einen fröhlichen Ramadan!

  9. Wahrscheinlich standen wieder nur eine Handvoll Franzosen für ihr Land vorm Rathaus. Wo ist der Rest der Franzosen?

    Ich werde es höchst wahrscheinlich nie nie nie niemals begreifen.

  10. Da Frankreich die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit seiner Bewohner nicht statistisch erfasst, gibt es wenig genaue Daten zur ethnischen Zusammensetzung der Pariser Bevölkerung.

    Das mag sein. Bei meiner Fahrt mit dem RER letzten November vom Flughafen CDG ins Zentrum jedenfalls war ich der einzige Weiße in einem gut besetzten Großraumwagen.

  11. In Paris selbst liegt der Anteil der Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund (mindestens ein Elternteil nicht in Frankreich geboren) bei 41 Prozent, davon hat mehr als die Hälfte Wurzeln außerhalb Europas

    Das heisst, in einer Generation wohnen in Paris fast so viele Nichtfranzosen wie Franzosen und das – wenn man die Einwanderungspolitik Frankreichs nicht als Krieg gegen das eigene Volk begreifen will – ganz ohne Krieg.

    Das hätten die Franzosen vor 70 Jahren schon haben können, auch ganz ohne Krieg.

    Dumm nur, dass progressive Franzosen damals nicht auf die Idee gekommen sind, runde Tische gegen Deutschen…ääähhh… Ausländerfeindlichkeit einzurichten und zu mehr Bereitschaft zur Toleranz und Willkommenskultur aufzurufen.

    Und wenn man noch weiter in der Geschichte Frankreichs zurückgeht, sind auch alle Kriege gegen England sinnlos gewesen, die dazu dienten, dass Franzosen ihr Land Frankreich bevölkern, behalten und an ihre Kinder vererben können.

  12. Na.
    Vielleicht sollte man in Europa nicht mehr so oft auf die Straße oder den Keller gehen. Gas ist schwerer als Luft.

    ÜBERFALL BEREITS IM JUNI
    Isis-Kämpfer plündern Chemiewaffenlager im Irak

    09.07.2014, 01:22 Uhr
    Ein Brief des irakischen Uno-Botschafters enthüllt: Isis hat ein Chemiewaffenlager im Irak eingenommen.
    Machtlos musste die irakische Regierung dem Überfall der Rebellen zusehen – buchstäblich, per Überwachungskamera.
    Handelsblatt vom 21.

  13. Man kann hier schon anhand des Geburtsortes bzw. der Nationalität der Mutter/der Eltern erkennen, wie schlimm die Zustände in Frankreich schon sind:

    http://www.insee.fr/fr/themes/detail.asp?ref_id=ir-sd20101

    Schon alleine wenn man die muslimischen Hauptherkunftsländer anschaut, dann ist die Statistik schlimm und wenn man bedenkt, dass heutzutage die meisten Muslime, die Kinder gebären, in Frankreich schon geboren sind, dann ist es noch viel schlimmer:

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:TWnFZYm0Tq0J:www.insee.fr/fr/ppp/bases-de-donnees/irweb/sd20111/dd/excel/sd20111_n6dbis_fe.xls+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=ch

    In Frankreich sind übrigens tatsächlich hauptsächlich die Vororte überfremdet und nicht die zentralen Städte. Hier liegt ein Unterschied zu Deutschland.

  14. Hier ein bestürzender Bericht über die nur knapp verhinderte Erstürmung und Zerstörung der Synagoge von Sarcelles (nördlich von Paris). Bemerkenswert ist die Feststellung, dass zum ersten Mal auffallend viele Türken „Tod den Juden“ skandierten (bisher waren es vor allem die mehrheitlich arabischstämmigen Demonstranten bei solchen Anlässen):
    (…)
    «On va vous mettre à feu et à sang»

    Mais certains vieux habitants juifs du quartier savaient dès samedi soir que la situation allait dégénérer le lendemain. C’est pourquoi ils se sont calfeutrés chez eux. Le rabbin a demandé aux jeunes du service de sécurité d’être sur place le dimanche. Étaient présents devant la synagogue aux côtés des forces de l’ordre les ultras du Betar, de la Ligue de défense juive (LDJ) auxquels s’ajoute le service de protection de la communauté juive. À 13 heures, l’ambiance est électrique.
    (…)
    «C’est la première fois que je vois des manifestants avec des drapeaux turcs dire mort aux Juifs.» (…)

    http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2014/07/21/01016-20140721ARTFIG00348–sarcelles-tu-leur-montres-une-carte-ils-ne-savent-meme-pas-o-est-la-palestine.php

    Nach den pogromartigen Ausschreitungen in Sarcelles und Barbès (Paris) steht die jüdische Gemeinschaft von Frankreich unter Schock:

    http://www.lefigaro.fr/politique/2014/07/21/01002-20140721ARTFIG00334-la-communaute-juive-sous-le-choc.php

  15. „L’Islam ne passera pas!“

    Wunderbar!
    Merci!
    Mein Abend ist gerettet.
    Darauf gleich ein Gläschen französischen
    Merlots (haram).
    Vive la France!

  16. Laizismus (genauer: Laizität, von „laïcité“) beschreibt religionsverfassungsrechtliche Modelle, denen das Prinzip strenger Trennung von Kirche und Staat zugrunde liegt.

    Berühmte Beispiele:

    Frankreich (Artikel 1 der Verfassung von 1958); Trennung von Staat und Kirche durch ein Gesetz von 1905

    Japan (Artikel 20 und 89 der Verfassung von 1947, im Artikel 28 der alten Meiji-Verfassung von 1889 nur nominell, vgl. Staats-Shint?)

    Korea (Süd) (Artikel 20 der Verfassung der Republik Korea)

    Da von „Laissez-faire“ zu sprechen grenzt schon an typisch deutsche Ignoranz und Dummheit, hat nämlich Laizität absolut nichts mit Laissez-faire zu tun. Es hat auch absolut nichts mit Glauben oder Unglauben zu tun.

  17. In Frankfurt hat die Polizei den Antisemiten sogar ihre Lautsprecheranlage zur Verfügung gestellt!

    Ähnliche Kritik kommt auch aus anderen Städten. In Frankfurt am Main stellte die Polizei propalästinensischen Demonstranten ihre Lautsprechanlage zur Verfügung, offenbar um zu deeskalieren. Diese nutzten die Technik, um unter anderem „Kindermörder Israel“ zu skandieren.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article130413581/Wir-erleben-eine-Explosion-an-gewaltbereitem-Judenhass.html

  18. @#6 hoppsala (21. Jul 2014 18:58)

    “Ex-Linke” gibts sowas wirklich?
    Links sein ist doch wie Moslem sein.
    Austritt nur gegen den Tod!
    ################################################
    Es gibt jede Menge davon, selbst hier auf PI.
    Es ist ein Reifungsprozess, den nicht alle durchlaufen (viele Linke sind unfähig ihr Programm zu hinterfragen).
    Austritt kostet aber tatsächlich Aufgabe mancher wichtiger langjähriger Beziehungen und Freundschaften 🙁

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