1

Sozialismus am Vormarsch

Helmut Kohl sagte einmal: wenn die Staatsquote 50 Prozent übersteigt, sind wir im Sozialismus angelangt. Die Bundesrepublik ist – zumindest nach den frisierten und jedes Jahr von den Politikern „angepassten“ Statistiken – äußert knapp darunter. Wenn jedoch fairerweise die im Rahmen der EU eingegangenen Verpflichtungen dazu addiert werden, hat die Bundesrepublik diese Grenze wohl schon hinter sich.

(Von J. Cimrman, Prag)

Wie es sich in allen sozialistischen Staaten in der Vergangenheit gezeigt hatte, haben die sozialistischen Machthaber nie ein Problem mit den Großbetrieben und Konzernen, die mit ihnen eine Einheit der wirtschaftlichen und politischen Interessen bilden. Ob IG Farben bei den nationalen Sozialisten, die Buna-Werke bei den DDR-Sozialisten oder die Großbanken bei den EU-Sozialisten: die eine Hand wusch immer die andere.

Womit die Sozialisten aber sehr wohl ein großes Problem haben ist, wo sie wegen immenser Vielfalt nicht regulieren können, wo sie wegen fehlender Größe und leichter Durchschaubarkeit mit keiner Gegenleistung für zugeschusterte Steuermillionen rechnen können: bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen, bei den Gewerbetreibenden, bei den Dienstleistungsfirmen.

Deshalb wundert es nicht, wenn Focus zu Recht feststellt:

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Doch in der Politik sind viele Unternehmer abgemeldet und dringen mit ihren Anliegen kaum noch durch. Das gefährdet nicht nur Arbeitsplätze.

steuernDie nebenstehende- durchaus auch unterhaltsame – Seite stammt aus einer Speisekarte, fotografiert an der Ostsee vor zwei Wochen. Sie verdient es gewiss, publik zu werden. Denn genau so und nicht anders wird aufziehender Sozialismus in Deutschland von den Abertausenden redlicher Bürger, die sich in erster Linie selbst ausbeuten und die sicherlich an dem Steuer-Subvention-Karussell nicht teilnehmen, wahrgenommen.