PI hat eben erst auf den Alleinschuld-Paragraphen im Versailler Vertrag hingewiesen, aber auch andere Medien beschäftigen sich mit der Frage: Lange Zeit galt es als ausgemacht, daß das deutsche Kaiserreich angeblich die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. Dies war dann auch die Kernthese im Versailler Diktatfrieden, in dessen politischer Folge aus der von Anfang an politisch und moralisch geschwächten Demokratie der Weimarer Republik schließlich die nationalsozialistische Herrschaft erwuchs… Auch das Compact-Magazin findet die Frage, warum dieser Erste Weltkrieg ausbrach, von mehr als bloß historischem Interesse, und hat hier ein Video zum Thema ins Internet gestellt.

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49 KOMMENTARE

  1. Im Video kommt heraus, dass DDR-Schulbücher die Kriegsziele der Alliierten ganz offen und ehrlich geschildert haben, während die BRD den Schuldkult betrieb! Geil!

  2. @#2 kewil

    Das ist auch nachvollziehbar, da die Entente zum einen aus den ohnehin bösen kapitalistischen westlichen Staaten bestand und zum anderen aus dem russischen Zarenreich, und der Zar war ja ohnehin der Böse schlechthin, sonst wäre die Revolution von 1917 ja nicht nötig gewesen. 😉

  3. # 3 Pantau 10.07.14 9:28

    Nein, der Zar war natürlich herzensgut und immer um das Wohl des Volkes bemüht.Solche Nebensächlichkeiten wie der „Petersburger Blutsonntag “ von 1905 fallen da ja kaum ins Gewicht.Das 1917 Rußland vollkonmmen verwüstet und am Ende war hat die Menschen ja nur noch stärker an ihn gebunden. Deswegen konnte er ja nur durch finstere Machenschaften gestürzt werden (Ironie aus).
    Dieser Verbrecher ist nur ein Zeugnis dafür, daß der verkommene Westen sich selbst mit dem Teufel verbündet, um seine Ziele zu erreichen.Der zweite Teufel war Stalin mit den bekannten Ergebnissen.

  4. #2 kewil (10. Jul 2014 09:09)
    Im Video kommt heraus, dass DDR-Schulbücher die Kriegsziele der Alliierten ganz offen und ehrlich geschildert haben, während die BRD den Schuldkult betrieb! Geil!
    ———————————

    Ich als DDR Kind habe auch gelernt, dass Entwicklungshilfe nicht mit Geld und Asyl funktioniert, sondern mit Erntemaschinen, Lehrern…etc.
    Die DDR Futzies haben schon viel Mist erzählt, wenn es um den Sieg des Sozialismus geht. Aber dennoch waren einige Aussagen und Ansichten noch nicht verhunzt und versehentlich noch ehrlich.
    Danach kann man aber heute suchen!

    Heimatliebe hat uns in der DDR keiner abtrainiert. Und die fehlt mir so.

  5. zu#5 lorbas

    eins ist sicher (nein nicht die rente!!!):

    vor d i e s e m deutschland mit d i e s e n exzellenten qualitätspolitikerInnen muss niemand angst haben – oder gerade eben doch???

  6. Wolfgang R. Grunwald
    Gut erkannt. Jacob Heinrich Schiff von der Wall Street spielt bei der Finanzierung der Bolschewisten in RUS eine entscheidende Rolle.
    Die Brüder Warburg ebenso. Genau so wie beim Federal Reserve Act von Dezember 1913.

  7. Kewil,
    Deine Artikel zu lesen sind mir stets ein Genuss.
    Super Arbeit.
    Wir brauchen ein neues Zeitalter der Aufklärung um diesen Elenden Vergangenheitsaberglauben ein für allemal loszuwerden.

  8. politisch und moralisch geschwächten Demokratie der Weimarer Republik ..
    ——————————————
    Das hatte wohl weniger mit geschwächter Demokratie zu tun, sondern mit dem furchtbaren Elend, das bösartige immer noch die Goldenen Zwanziger Jahre nennen. Das sind die Profiteuere, die Schieber, die Schmarotzer usw.

    Am allerschlimmsten ist jedoch, dass wir Deutsche immer noch die auszuplündernden Besiegten im Waffenstillstandszustand sind:

    BM Genscher….
    – Die Bundesregierung schließt sich der Erklärung der Vier Mächte an und stellt dazu fest, daß die in der Erklärung der Vier Mächte erwähnten Ereignisse und Umstände nicht eintreten werden, nämlich daß ein Friedensvertrag oder eine friedensvertragliche Regelung nicht beabsichtigt sind.

    http://www.2plus4.de/chronik.php3?date_value=17.07.90&sort=001-002
    vom 17. Juli 1990 in
    „Paris – Drittes Treffen der Außenminister der Zwei-plus-Vier unter zeitweiliger Beteiligung Polens“

    Alles gesagt?!
    Wir werden IMMER die Alleinschuldigen bleiben!

  9. #4 Zwiedenk

    Nein, der Zar war natürlich herzensgut und immer um das Wohl des Volkes bemüht.Solche Nebensächlichkeiten wie der “Petersburger Blutsonntag ” von 1905 fallen da ja kaum ins Gewicht.. bla, bla…

    Schwachsinniger Beitrag. Ich hatte lediglich auf die Sichtweise des Ostblocks abgestellt, ohne dabei zu werten, ob sie in diesem Falle richtig oder falsch ist. Es ging also lediglich um ideologische Konsistenz. Vielleicht könnten Sie zukünftig Ihre pawlowschen Reflexe etwas mehr kontrollieren.

  10. # 13 Pantau

    Entschuldigung, daß ich Ihren kruden Gedanken nicht folgen konnte. Aber dafür sind Sie hier ja bekannt.Hoffentlich haben Sie das auch mit allwissenden Frau abgesprochen.Halten Sie mal besser Ihren Schnabel, wenn Sie sich nicht vernüftig ausdrücken können.

    # 9 bonn 1964

    Dabei vergessen Sie, daß Schiff das vor dem Hintergrund der zaristischen Judenprognome tat.

  11. OT

    Möchtegern-EU-Großfürst Martin Schulz zieht Antrag auf einstweilige Verfügung gegen AfD-Jugend NRW zurück, da ohne Aussicht auf Erfolg:

    Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz (SPD), ist mit seiner Klage gegen die Junge Alternative Nordrhein-Westfalen gescheitert. Gegen diese wollte Schulz eine einstweilige Verfügung erwirken, nachdem die AfD-Jugend ihn im Wahlkampf mit erhobenem Arm und der Bildunterschrift „Keine Großreiche! Für niemanden!“ abgebildet hatte.

    http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/schulz-muss-sich-nazi-vergleich-gefallen-lassen/

  12. @#14 Zwiedenk

    Entschuldigung, daß ich Ihren kruden Gedanken nicht folgen konnte. Aber dafür sind Sie hier ja bekannt.Hoffentlich haben Sie das auch mit allwissenden Frau abgesprochen.Halten Sie mal besser Ihren Schnabel, wenn Sie sich nicht vernüftig ausdrücken können.

    Wenn sich hier nur noch Leute artikulieren dürfen, welchen Sie geistig folgen können, wird es hier sehr, sehr einsam werden. Besuchen Sie die VHS, machen Sie einen Kurs in Textverständnis oder Logik, gehen Sie zum Psychiater Ihres Vertrauens aber belästigen Sie andere Leute nicht dauernd mit Ihren geistigen Unzulänglichkeiten.

  13. Ein komplexes Geschehen wie ein Krieg unter mehreren Staaten lässt sich nie durch eine eindimensionale Kausalitätskette beschreiben. Insofern ist es völlig naiv und unwissenschaftlich, aber propagandistisch eben sehr wirksam, einem einzelnen Land eine Alleinschuld zuzuschreiben. Wenn man sich im übrigen die Grenzen Deutschlands vor dem Ersten Weltkrieg anschaut, fällt es schwer, zu glauben, dass Deutschland Expansionswünsche gehabt haben könnte. Der erste Weltkrieg war mindestens im gleichen Maße von anderen Ländern provoziert, wie er von Deutschland anderen Ländern erklärt wurde. Es war die klassische Mehrere-gegen-Einen Situation, wo verschiedene Staaten glaubten, dass jetzt eine günstige Gelegenheit gekommen wäre, Deutschland gemeinschaftlich in die Knie zu zwingen. Wie in allen Kriegen zu allen Zeiten. Nachdem die Sieger die Geschichte auf Jahrzehnte hinaus festgeschrieben haben, ist es angenehm zu lesen, dass auch andere Sichtweisen für den an der Wahrheit Interessierten verfügbar sind.

  14. # 19 Pantau

    Sie verbreiten wie üblich nur heiße Luft zund persönliche Anfeindungen.Offenbar bekommen Ihnen die Grubengase nicht, würde ich mal mit Ihrem Vorarbeiter drüber unterhalten,sprechen Sie das aber vorher besser mit Ihrer Frau ab.

    # 20 Honigmelder

    Der Krieg hat viele Väter.England hatte Angst, daß das Reich es wirtschaftlich und politisch an die Wand spielte,Frankreich wollte Rache für 1870/71, dem Zaren saßen die Reovlutionäre im Nacken und das Reich fühlte sich zu kurz gekommen.Lediglich Österreich-Ungarn hatte einen realen Grund, nämlich diesen feigen Mord.Im Grunde suchten alle nur einen Grund und der wurde geliefert – von wem auch immer.

  15. @#21 Zwiedenk

    Ich hatte keine Ahnung, dass ich Sie damals mit meiner Argumentation derart verletzt hatte. Es ist bestimmt schlimm für Sie und ich finde es total gut, dass Sie hier und jetzt die Möglichkeit nutzen, Ihren Schmerz zu artikulieren. Kommen Sie, lassen Sie alles raus, Sie tun sich selbst keinen Gefallen damit, wenn Sie Ihre Tränen unterdrücken.

  16. @16 Zwiedenk,

    Ich hoffe, dass ich das missverstanden habe. Sie benutzen blutige Ausschreitungen gegen Juden, die zur Zarenzeit stattfanden als moralische Rechtfertigung der bolschewistischen Massenvernichtung? Das wäre ganz schön gruselig!

    Beziehen Sie sich da auf das herem Prinzip? Mir ist klar, dass diese Idee der Vernichtungsweihe Anhänger hat, man findet aktuell, nach der Ermordung der drei israelischen Jugendlichen in den englisch sprachigen Kommentarbereichen einige.Aber ich versuche , wenn ich über so was stolpere, mir die Kommentatoren als völlig isolierte Fanatiker vorzustellen.Allerdings sind es auch so viele, dass man sie nicht ignorieren kann.

    Ich möchte Ihnen hier nicht unterstellen, dass Sie die bolschewistischen Verbrechen, denen Millionen Christen zum Opfer fielen, verharmlosen wollen. Gleichwohl könnte die Logik Ihrer Aussage genau dahin führen.

    Mag sein, dass Jakob Schiff so dachte, ich weiß es nicht. Da müsste ich mich zuerst mit ihm und etwaigen überlieferten Aussagen beschäftigen.

    Über eine Schuld des Zaren an antijüdischen Ausschreitungen gehen die Meinungen stark auseinander. Auch die angegebenen Opferzahlen sind, je nach Warte, sehr unterschiedlich, wie auch die Beschreibung der Umstände.Es ist heute üblich, historische Ereignisse aus einer sehr dezidieren moralischen Position heraus zu bewerten, auch wenn umfassende Geschichtskenntnisse fehlen. Wer ist schon davon frei davon? Mir stellt sich allerdings immer öfter die Frage, ob das gut ist und wo das hin führt.

    Also, ich gehe davon aus, Sie falsch verstanden zu haben, wollte aber die Verknüpfung, die Sie herstellen nicht unhinterfragt lassen.

  17. bin ich früher auch schon drauf gekommen das der 1 weltkrieg auslöser für den 2 war

    aber auf mich hörte ja keiner 🙂

  18. # 24 Jean Jean 10.07.14 12:38

    Da haben Sie mich falsch verstanden.Das war der Grund für das Eingreifen von Schiff, ich habe da nichts bewertet. Da dieser bereits 1920 starb, hat er nicht mehr miterlebt, was aus seinem „Werk“ geworden ist.Er konnte ja nicht ahnen, daß der Verbrecher Stalin genau da weiter machte, wo der Zar aufhörte.Es war halt eine andere Zeit und es gab genug,die in den Bolschewisten eine Hoffnung auf eine bessere Zeit sahen. Leider war das nichts.

  19. #23 Pantau 10.07.14 12:36

    Das haben Sie jetzt aber tön gesagt. Nun können Sie Frauchen erzählen, was für ein Held Sie sind
    🙂

  20. Nachtrag zu 26

    Angeblich soll Schiff sogar für die Hinrichtung des Zaren und seiner Familie verantwortlich sein.Aber diese Quellen erscheinen mir dubios.

  21. Die Video- Diskussionsrunde ist ein geschichtlicher Hochgenuss!
    Mit dem Zusammenbruch der Alleinschuld- Propaganda durch Christopher Clarks Buch wurde der linken Schuldkult- und Deutschlandabschafferfraktion ein empfindlicher Schlag versetzt.
    Leider wird das nur geschichtlich interessierte Kreise berühren, die tumbe Masse hat durch gewollt miserable Bildung keinerlei Ahnung vom ersten Weltkrieg und seinen Folgen.

    Auf die Frage deutscher Hofhistoriker nach der Wirkung seines Buches als „Balsam für die deutsche Volksseele“ antwortet Christopher Clark: „Nur in Deutschland wird mir vorgeworfen, ich wäre deutschfreundlich!“

  22. @26 Zwiedenk,

    danke für die rasche Antwort.Die Zeit bis 1920 war keineswegs unblutig, im Gegenteil. Die neuen Herren begannen im Blutrausch ihre Regeln zu verbreiten.Von einer Politik des „Weitermachens“ zu reden ist da etwas irreführend, denn die gesamte Gesellschaft wurde ja „umgegraben“, die verhasste traditionelle Kultur vernichtet.Aber geschenkt.

    Ich möchte nicht behaupten, dass jede Handlung der Bolschewisten vorhersehbar war.Gleichwohl kann man den Eliten jener Zeit durchaus eine vorsätzliche Blindheit (bis hin zur Unterstützung) unterstellen, die dem einen oder anderen Eigeninteresse geschuldet war.

    Was allerdings im Nachhinein auffällt ist, bis auf wenige „Ausreißer“, jetzt z.B. während der aufgeladenen Ukrainedebatte, dass die bolschewistischen/ stalinistischen Morde wenig Beachtung finden und zum Teil als “ Folge notwendiger Modernisierung“ gerechtfertigt werden.

    Rückwärts gelesen lässt sich leicht moralisch urteilen, das kennen wir zur Genüge. Und doch muss man sich fragen, wie und mit wessen Hilfe die kommunistischen Massenmorde möglich wurden und wie es kommt, dass sie so gar keine Rolle dabei spielen, wenn Lehren aus der Geschichte gezogen werden.

    Meine Vermutung ist, dass es auf Grund eigener Beteiligung oder Duldung, (man denke an den Pakt mit Stalin im 2.WK) einfach die schöne Selbstdarstellung stört, die auch heute noch ihre Rolle erfüllt, wenn von einer moralischen Anhöhe hinunter Urteile gefällt und Kriege moralisch begründet werden.

    Ich denke, auch im Falle der Sowjetunion, ihrer Ideologen, Organisatoren und der vielen willigen Vollstrecker des Massenmordes, waren die Handelnden, sofern sie nicht von vorneherein Psychopathen waren, überzeugt davon einer höheren Morl zu folgen, die jedes Blutvergießen rechtfertigte.

    Es wird zwar Einiges über die verheerenden Wirkungen der Planwirtschaft geschrieben, aber viel zu wenig über die gedanklichen oder „moralischen“ Grundlagen, die die zeitgenössischen Akteure dazu beflügelten sich zu Herren über Leben und Tod und als eine Art Werkzeug der Vorsehung zu verstehen.

    Diese Blindheit scheint eine Vorbedingung dafür, dass heute Z.B. das große „Transformationsprojekt“, das die Zerstörung der europäischen Völker als Verpflichtung vor der Geschichte hinstellt, so reibungslos und unangetastet voranschreiten kann. Das nächste Experiment an Millionen Menschen, dass wie wir hier wissen, tödlich enden wird, wenn es nicht aufgehalten werden kann.

    Die Meinung der „Versuchstiere“ spielte weder damals in Russland, noch heute im Westen eine Rolle.Das Projekt „bessere Zeit“, bessere Welt, bessere Zukunft hat auch heute gar keine echte Massenwirksamkeit.Es wird exekutiert.

  23. Danke für die Opposition auf PI gegen die politische Geschichtsschreibung. Ihr seid wie ein Leuchtfeuer in der Dunkelheit.

  24. # 30 Jean Jean 10.07.14 13:40

    In dieser Zeit tobte der, auch vom Westen durch Interventionstruppen untersützte,Bürgerkrieg.Schiff bekam daher das Ende der Revolution nicht mehr mit…..dies war die Niederschlagung des Kronstädter Matrosenaufstandes 1921.Danach starb Lenin und das Monster Stalin wütete in Rußland, wobei der eitle Trotzki bis zum Ende nicht begriff, daß genau Kronstadt auch sein Verderben war.Die Opfer Stalins werden in der Tat immer weiter verdrängt – das widert mich genauso an.Was viele nicht wissen: Stalin ermordete mehr deutsche Kommunisten als Hitler.Aber im Grunde passt das ins Bild: Das eine Monster verlor den Krieg, also waren die Opfer des anderen Monsters zu vernachlässigen.Auch hier war Weltkrieg II die forsetzung von Nummer I .

  25. Auch wenn ihrerseits ideologieschwangere DDR-Geschichtsbücher sicher nicht als neutrale und sachliche Quellen ohne Vorbehalte zu akzeptieren sind, haben die beiden Herren durchaus einige interessante Ansätze, Ansichten und Hinweise.

    Aber was soll es?

    Eine Neubewertung der deutschen Kriegsschuld wird es ebensowenig geben wie eine Knopp-Sendung über „Hitlers Wegbereiter“ oder „Die Schergen der Entente“, einfach aus dem Grund, dass sich die Ewige Schuld Deutschlands am Elend aller Welt für alle Welt bisher wunderbar bewährt hat und weil die Nutzniesser des Versailler Vertrages allesamt die Staatspleite ausrufen dürfen, sollten sie ungerechtfertigt eingetriebe Reparationen an uns zurückzahlen müssen.

    Auch nicht zu vergessen der Image- und Übermoralitätsverlust der „Guten“ und der Imagegewinn der „Bösen“.

    Man stelle sich vor, die Weltpolizei entpuppt sich als korrupter und satt geschmierter Bulle und die Weltrichter als ebenso käuflich und parteiisch…

    Das wäre weitaus schlimmer für diese Leute als der Bankrott einiger Staaten, hier liegt der wahre Sprengstoff und deshalb werden Leute, welche nach der wahren Geschichte suchen, immer einsame Rufer in der Wüste bleiben.

  26. #2 kewil (10. Jul 2014 09:09)

    Im Video kommt heraus, dass DDR-Schulbücher die Kriegsziele der Alliierten ganz offen und ehrlich geschildert haben, während die BRD den Schuldkult betrieb! Geil!

    Warum geil?
    Wer mit der „DDR“ zu tun hatte erinnert sich natürlich, daß die Schandtaten der sogenannten „Imperialisten“ groß herausgestellt wurden, die der Anderen dagegen unter den Teppich gekehrt wurden. Außer Lenin und seiner Truppe waren folglich nur „kriegslüsterne Imperialisten“ am Werk, die sich um Europa gestritten hätten.

    In Bezug auf den 2. Weltkrieg war das nicht anders, so wurde jedes Jahr der „Zerstörung Dresdens durch angloamerikanische Bomber“ gedacht; die Bombardierung von Flüchtlingen und die Massenvertreibungen durch die „heldenhafte, ruhmreiche Sowjetarmee“ hingegen verschwiegen.

  27. Die deutschen „Eliten“ haben kein Interesse an der Wahrheit, da sie dann ihre Jobs und Privilegien verlieren würden, die sie als Statthalter der Allierten in der BRD genießen.

    Und die „Sieger“ von damals haben natürlich erst recht kein Interesse an der Wahrheit, da man sich so ja in den Hollywoodfilmen immer schön als Helden und die Deutschen als Monster darstellen kann, Deutschland weiter besetzen, fremdbestimmen und ausplündern kann.

    Der Unterschied ist, dass nach dem 1. WK die deutschen Eliten noch für Deutschland gearbeitet haben, nach dem 2. WK aber dagegen bzw. mit den Besatzungsmächten kollaborieren. Das ist etwas, was man ja den Franzosen von 1940-44 vorgeworfen hat.
    Nichts anderes läuft aber hier seit 45 ab.

  28. Auch der neue Nordkirchen-„Bischof“ Ulrich möchte seine Gechichts(un)kenntnis öffentlich machen. In „idea“ behauptet er, dass Deutschland am I. WK allein Schuld habe.

    Obwohl dieser Mann früher mal Schauspieler war, mischt er sich auch in andere Sachen ein: So gratuliert er den Mohammedanern zum Ramadan – dem Monat, in dem Christen am meisten bedrängt und umgebracht werden – und wünscht Gottes Segen!? Wenn Ulrich den Koran nicht gelesen haben sollte, handelt er sehr leichtfertig und entmutigt Christen, für ihren Glauben einzugestehen. Hat er den Koran aber gelesen und redet soviel dummes Zeug, dann sollte er aus der Kirche ausgetreten werden!

  29. @32 Zwiedenk ,

    wie kommt es, dass Sie Lehnin nicht als Monster gesehen wird? Es wird heute viel eher von Stalinismus gesprochen, vermutlich um das Grauen einer Person zuzuschreiben, nicht den ideologischen Wurzeln. Unter Lehnin wurden die Gesetze geschrieben, die die Tribunale anwendeten und die zu den Massenerschießungen führten.

    In gewisser Weise waren diese Gesetze Vorläufer der heute propagierten „antirassistischen“ Rechtsauffassung – Urteil nach Ansehen der Person, politische Macht (Teilhabe) oder Verdrängung je nach Abstammung aus einer Minderheit oder „Unterdrückergruppe“.Lehnin regierte mit Hilfe einer, wie es heute heißt „Regenbogenkoalition“ aus gnadenlosen ehemals „Ausgegrenzten“ Rächern.

    Wenn man darüber nachdenkt, dann bekommt der Begriff der „Altbevölkerung“ erst seine wirkliche Bedeutung.

    Lehnins antichristliche Hasspropaganda fand bereits vor der Revolution Verbreitung und wirkte sich dann sowohl gesetzgeberisch, als auch in Form von Kirchenzerstörungen, Verfolgung und Massenmord real aus.

    Sicherlich wird heute vieles mit der Kampfsituation der Revolutionszeit begründet,der Nähe der Kirche zum Zaren, der zum Teufel erklärt wird, aber es existierte bereit vor den Kampfhandlungen die antichristliche Hassideologie, die sich dann in Grausamkeiten entlud, sobald die Möglichkeit sich bot.

    Die Nahmen Vordenker der Vernichtung, sollten allgemein bekannt sein,wie auch die der Vollstrecker.Sie sollten geächtet sein – das ist nicht der Fall.

    Mir ist da Vieles unklar. Manche Antwort auf eine sich stellende Frage möchte man fast nicht suchen, so verstörend kann sie sein, wenn man sie mit der heutigen Entwicklung in Zusammenhang bringt.

    Man muss sich z.B. fragen, wie es möglich war, dass ehemalige (?) Trotzkisten im Gewand der Neocons so viel Einfluss auf die Politik der USA erlangen konnten, wie ihr Denken so wirkungsmächtig werden konnte, dass sie Amerika in eine nicht mehr endende Kette von Kriegen verwickeln konnten.

    Große Teile der Geschichte haben sich zu kulturell verbreiten moralischen Erzählungen verdichtet, die die Identität des Westens formen. Andere große Teile werden abgekapselt und erlangen durch Verschweigen eine Macht, die nicht unmittelbar zu erkennen ist.

    Versucht man sich das bewusst zu machen, leuchten überall Fragezeichen auf.

    Zum ersten Weltkrieg ebenso wie zum Charakter der UDSSR.Gerade wenn Geschichte für beendet erklärt wird, entfaltet sie ihre Macht.

    Gerade, wenn man denkt, man habe ein festes Urteil, ist es oft nur nebenbei eingesaugte, in der Gefühlsebene verankerte Erzählung.

  30. Zwiedenk,
    Ja, dass ist korrekt. Schiff half den Japanern auch schon finanziell im russisch/japanischen Krieg.
    Die Finanzierung der Bolschewisten zahlte sich letztlich für die Wall Street Banker aus. Die Sowjets zahlten in purem Gold in den 20ern ein Vielfaches zurück.
    Hochinteressant finde ich die Überfahrt Trotzkis mit den trainierten Bolschewiken für die Revolution, die hauptsächlich aus RUS-Kriegsgefangenen aus dem Krieg RUS-Japan bestand. Wieso deren Weiterfährt von Halifax überhaupt klappte ist meiner Ansicht nach durch Mandel House o. Bernhard Baruch möglich gewesen.
    Die ethnische Zusammensetzung führender Kommunisten verstehe ich allerdings nicht. Das fängt ja schon bei Marx an. Vielleicht hat dafür jemand hier eine Erklärung.

  31. @33 nicht die mama,

    Sie haben Recht, was das Regime angeht.Da ist Zuversicht eher nicht angebracht. Aber jedes kleine Bausteinchen, das uns durch das Internet gegeben wird um zu verstehen, oder doch den Versuch machen zu können zu verstehen, ist wie ein Haarriss im monolitischen Geschichtsbild der Herrschenden.

    Wie ein kleines unterirdisches Rinnsal können sich Gedanken verbreiten und das schier unumstößlich wirkende Gebäude herrschender Geschichtsauslegung unterspülen. Man liest und denkt und mit etwas Glück kann man sogar hier und dort darüber reden.Das ist nicht viel, aber auch nicht nichts.Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.Und wenn man nur selbst ein bisschen freier denken kann, dann ist das auch schon was wirklich Schönes.

    Kewils WK I Serie ist da echt prima.

  32. @38 bonn1964 ,

    da gibt es wohl viele unterschiedliche Erklärungsansätze,je nachdem ob z.B. die soziale/wirtschaftliche Situation ( Verstreutheit,intellektuelle streng kontrollierte Enge im Ghetto,Schock nach der Emanzipation und Identitätssuche, Youth bubble und Verarmung in Russland), oder die religiös geistesgeschichtliche Entwicklung ( the jewish revolutionary spirit) den Ausgangspunkt bietet. Kevin McDonald befasst sich in “ Kultur der Kritik“ mehr mit den Auswirkungen natürlicher Gruppeninteressen und das seltsamste,was ich mal als Erklärung bei den Gates of Vienna las – es sind „die europäischen Gene“ LOL. Was auch immer.

    Mit Sicherheit gibt es eine Menge vernünftiger Erklärungsansätze für dieses eigentlich ziemlich unbekannte, aber auffällige Phänomen, das eine breitere, sachliche Diskussion und Forschung nötig hätte. Es gibt so viele weiße Flecken auf der historischen „Landkarte“, die „Expeditionen“ wert wären.Aber in dieser Hinsicht ist die Erde eine Scheibe und Entdecker sind rar.“Wissensgesellschaft“ und Neugier scheinen sich auszuschließen.

    Da langweilt man uns lieber mit Quark von Guido Knopp zu Tode, statt mal was Neues zu bieten.

  33. @JeanJean

    Ich sehe Lenin nicht als “ Monster „. Der hat noch an das geglaubt was er da gemacht hat. Er und Trotzki (Bronstein, im übrigen Jude)haben Verbannung und Exil durchgemacht. Außerdem hatten sie große Teile der Arbeiter-und Bauernschaft hinter sich. Die Rote Armee war schließlich keine Wehrpflichttruppe oder ein Söldnerhaufen. Das die orthodoxe Kirche ganz oben auf deren Liste stand war doch klar. Schließlich arbeitete die mit dem Zaren und den “ Weißen “ zusammen. Das würde ich, jedenfalls damals, nicht als Christenverfolgung werten. Zu den “ Weißen „, die auch vom Westen unterstützt wurden, ist noch zu sagen, daß deren Grausamkeiten auch nicht besser waren. In diesem Bürgerkrieg schenkte sich keine Seite was. Danach war Lenin zu krank, um überhaupt noch eingreifen zu können. Da agierte bereits Stalin hinter den Kulissen.Was ich ihm allerdings vorwerfe ist die Niederschlagung des Kronstädter Matrosenaufstandes. Damit machte er dem Verbrecher den Weg frei und somit ist auch er für das was kam mit verantwortlich. Nebenbei ist zu bemerken, daß bei den Bolschewiki bemerkenswert viele Juden vertreten waren.
    Ich habe mich mit der Geschichte Rußlands vor langer Zeit mal intensiv beschäftigt. Da sieht man manches anders. Zu empfehlen sind in dem Zusammenhang die Bücher von Isaak Deutscher, der damals aus der KP Polens flog und trotzdem die ganze Sache neutral behandelt.

  34. Gerade ist von Prof. Sean McMeekin „Russlands Weg in den Krieg“ auf deutsch erschienen. Hier wird umfassend und detailliert die herausragende russische Verantwortung für den 1. Weltkrieg nachgewiesen.
    Gerry Docherty und Jim Macgregor hingegen haben die britische Kriegsschuld in ihrem „Hidden History“ brillant analysiert.
    Es gibt viele solcher bahnbrechender Werke, die Clark und Münkler weit in den Schatten stellen.
    Die Bücher zur Revision des Geschichtsbildes sind da und warten nur darauf gelesen zu werden.

  35. @43 Zwiedenk ,

    dass Sie Lehnins Glauben an die Sache für ihn als Punkt werten, mag man gelten lassen.Opportunisten verachtet man wirklich üblicherweise mehr als Überzeugungstäter. Allerdings denke ich nicht, dass die Leute neben oder nach ihm nicht ebenfalls der Überzeugung waren das moralisch Richtige, Notwendige zu tun. Sie hielten sich mit Sicherheit nicht für Verbrecher.Sie entsprachen einem moralischen Ideal, selbst wenn sie quälten und raubten.

    Da ist die Frage interessant, weshalb Menschen auf die Idee kommen, die Welt würde besser,wenn man einen ziemlich großen Teil der Menschen ermordet, über die man in seinem Herrschaftsbereich Macht ausüben kann. Ich glaube die kommunistische Faustregel lag bei 10% die man erledigen musste, um die anderen dann wie Vieh ausbeuten zu können.

    Ein moralischer Freibrief zum Mord, der Leuten in die Hand gedrückt wird, die auf die ihnen übergebenen Opfer einen unglaublichen Hass haben, könnte auch durch die beste Sache nicht gerechtfertigt werden, denke ich.So was hat Wurzeln, denn die sadistischen Mörder sehen sich ja im Recht und bis heute wird dieser Teil der Geschichte nicht öffentlich diskutiert, wenn man von kleinen Zirkeln absieht, die aber auf die kulturelle, massenwirksame Darstellung keinen Einfluss haben.

    Ich habe ja schon oben eingeräumt, dass viele der Geistlichen, Bischöfe und Priester während der Kämpfe unter dem Vorwurf der Unterstützung des Gegners getötet wurden.Weshalb aber sollten Christen für die Roten sein, die das Christentum vernichten wollten? Das wiederholte sich alles auch in Spanien.

    Nun wissen wir aber, dass die antichristliche Ausrichtung der Kommunisten bereits vorher ideologisch formuliert worden war, die Gegner der Kommunisten in der Propaganda entmenschlicht wurden und die Ermordeten Priester, Nonnen und auch Gläubigen nicht unbedingt während der Kampfhandlungen zu Tode kamen, sondern außerhalb der Kämpfe gequält und ermordet wurden. Im spanischen Bürgerkrieg gehörte Vergewaltigung und Folter zum üblichen Vorgehen der Kommunisten.Die Schändung und Vernichtung der Gotteshäuser sowieso.

    Da muss man sich doch fragen, woher der Hass kommt, der sich mit der bloßen Tötung des Gegners nicht begnügt.

    Was die Gewalt während der russischen Revolution angeht, denke ich auch, dass beide Seiten schuldig wurden.Hier gibt es denke ich nebeneinander stehende Opfergeschichten. Was allerdings nach der Machtübernahme geschah, lässt sich nicht durch irgend Etwas moralisch rechtfertigen, das davor geschah.

    Wir haben eine ähnliche moralische Einseitigkeit, wenn wir in das heutige Süd Afrika blicken.70 000 ermordete Weiße spielen in der öffentlichen Darstellung der tollen „Regenbogenrepublik“ keine Rolle. Die weiße Haut macht sie nach der heutigen Ideologie zu Schuldigen.Es ist eine aus der Zeit der Apartheid biologisch vererbte Schuld die selbst kleine Babys zu „Tätern“ macht.Man kann da auch an die ungeheuerliche Rede von “ Dresden, war keine unschuldige Stadt“ denken,die ebenfalls das Verbrennen kleiner Kinder zu einer moralischen Handlung, einer höheren Gerechtigkeit erklärt, die in diesen ganz speziellen Situationen über dem sonst so „heiligen“ Menschenrecht steht.Die „Vernichtungsweihe“ erwähnte ich oben schon.

    Das Prinzip zieht sich durch die gesamte Schulddebatte, die über Europa und Amerika ausgebreitet wurde.Bestialische Morde gelten als gerechtfertigte Antwort auf vergangenes Unrecht,sobald es sich um weiße Opfer handelt.Die Unterhaltungsindustrie heizt den Hass sogar noch an.

    Wenn die Idee der Vergebung einem „kein Vergeben, kein Vergessen“ weicht,und Kollektive aus Opfern ewigen Täterkollektiven gegenübergestellt werden, wird der Spruch der Antifa „Wir haben euch was mitgebracht – Hass Hass Hass! “ zum moralischen Wert an dem sich das lobenswerte Engagement der Akteure bemisst. Wut, Raserei, Quälerei und am Schluss Mord.

    Gerade von der Seite derer, die den Hass auf „Unterdrücker“ also nach heutiger Lesart Weiße und/oder Christen verbreiten, und das sind ja mittlerweile so ziemlich alle Angehörigen der Eilte auf die eine oder andere Weise, werden, was an Zynismus kaum zu überbieten ist, die „Hassrede Gesetze“ vorangebracht.

    Wir haben es mit einer Zweiteilung der Moral zu tun, die dem europäischen, christlichen Universalismus eigentlich fremd ist, so fremd, dass ich mir früher gar nicht vorstellen konnte, so eine Weltanschauung könne irgendwas mit Moral oder dem Konzept von Moral zu tun haben, es könne so ein moralisches Wertesystem überhaupt geben.

    Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu durcheinander zusammengeschrieben, bin ein bisschen in Eile, wollte aber antworten, denn ich lese Ihre Gedanken immer mit großem Interesse.

    Ein weites, weites Feld .

  36. Vielleicht auch nicht ganz uninteressant in diesem Zusammenhang zu wissen:
    Hintergrundinformationen zur LUSITANIA

    Der Untergang der Lusitania hat ja – zum. nach offizieller Geschichtsschreibung – die USA in den WKI gebracht … und diese(n) damit entschieden, wer nach dessen Ende auf der Seite der Sieger (= die „Heiligen“) und der Besiegten (= die „Verbrecher“) zu stehen hat.

    (im folgenden Posting mehr dazu)

  37. Zum Ende und der Beurteilung des WKI … u.a. „Randnotizen“:

    Dass sich an diesen beiden Seiten, was die jeweiligen Völker betrifft, auch nach dem WKII nichts ändern durfte und nachweislich auch nicht hat, war und ist für die Massenmedien und deren (Gräuel-)Propaganda und ihrer ersten Zielgruppe: den leicht zu beeinflussenden besonders schlichten Gemütern, die selbst wohl nie irgend-welche Schrecken des Krieges, wie die Front, Bombennächte, Flucht und Vertreibung, die direkten Nachkriegsjahre u.a. je erlebt haben (z.B. im sicheren bzw. neutralen Ausland), natürlich besonders empfänglich. In den ersten Jahrzehnten war diese Gruppe allerdings noch deutlich in der Minderheit.

    Der zweit-wichtigste Gruppe war die der Ignoranten all jener (Kriegs- u.a.) Verbrechen der eigenen (Sieger-)Seite, denen es stets leicht fiel, mit dem Finger auf andere zu zeigen, selbst wenn ihre – bis dato! – gefeierten „Idole“, (z.B. die der Roten) mehr als 90 Jahre lang – ( Das Schwarzbuch des Kommunismus: Unterdrückung, Verbrechen und Terror ) – nachweislich Schuld am Millionenfachen Tod und Verderben unter die Menschheit brachten.

    Zur dritten Kategorie gehören mMn die von den Besatzungsmächten besonders geförderten geistigen (gern Nachwuchs-)Eliten in den Schulen und Universitäten“ und last, but not least: „unsere“ heutigen politischen Volksvertreter (gernauer: Volks-Zertreter!).
    … machen das historische Interesse bzw. dem mehrheitlichen Desinteresse, für alles was von irgend-welchen bis dato festgelegten „Fakten“ abweicht, natürlich besonders verwerflich, oder trägt zumindest den Makel des unglaubwürdigen. (nach dem Motto: Es kann nicht „passiert“ sein, was nicht sein darf! oder: was nicht „logisch“ passt, wird eben passend gemacht!)

    Selbst wenn schon seit mehreren Jahrzehnten ausländische (= nicht-deutsche) Autoren, Historiker, Professoren u.v.a. mehr, längst mehrheitlich (!) dazu übergegangen sind, den WKI und WKII so objektiv wie möglich, inkl. sämtlichen erreichbaren Hintergrundinformationen zu bewerten, so wurden diese beiden Weltkriege im selben Zeitraum in Deutschland, immer mehr zu einem völlig einseitigen Zerrbild ihrer selbst dargestellt.

    Warum und wie konnte es überhaupt so weit kommen?
    Nun, die deutsche Klient der vorab genannten Personenkreise muss-te ja stets mit dem Wegfall ihres finanziellen Futtertrogs als Autor-en (eine bemerkenswerte Ausnahme hierbei: Jörg Friedrich, der aktuell wieder eine Diskussion zum WKI angestoßen hat und in D in den Massenmedien dafür fast komplett ignoriert wird ) bei ihren Verlagen fürchten. Als sog. Historiker ( das ist übrigens KEIN geschützter Titel! d.h. jeder Dahergelaufene, der sich „passend“ äussert, kann und darf sich so nennen oder als solcher bezeichnet werden!), oder auch die staatlich angestellte Professoren, sorgen sich stets mehr um ihre Pfründe oder der Höhe ihrer Pensionen als um DIE (ganze!) WAHRHEIT … und jeder einzelne davon scheut auch noch dazu, all die Verleumdungskampagnen in den Massenmedien, wenn sie es nur wagen sollten, auch nur um Nuancen vom offiziell verordneten Geschichtsbild abzuweichen.

    George Orwells „1984“ kann mMn schon längst nicht mehr als Science Fiction-Roman bezeichnet werden. Es ist schon lange bittere Realität, was sich wie ein roter Faden durch sein Buch zieht: Die Massen werden durch Lügen, Betrügen, gegenseitiger Aufhetzungen, Falschmeldungen, Verharmlosungen, Ausbeutung u.v.a. mehr, am Erkennen der GANZEN Wahrheit gehindert.

    Gott sei es gedankt, dass noch viele Wahrheiten – für die, die daran überhaupt noch interessiert sind – (noch) im Internet zu finden sind.
    Nur, wie lange schauen sich dies die dafür Verantwortlichen wohl noch an?

  38. Bei uns hörte der geschichtsunterricht in den 50er und 60ern immer mit dem beginn des 1. weltkrieges auf.
    ich hatte aber alle verfügbaren geschichtsbücher gelesen und am meisten beeinflußt hat mich eins aus den 20ern, in dem die folgen des 1. wk dargestellt waren – besonders das schanddiktat von versailles. Ich muß heute abend mal danach suchen und ein paar der kernthesen hier wiedergeben. Hoffentlich finde ich das buch!

  39. @ JeanJean

    Man muß hier auch die Ursache für das alles sehen.Marx analysierte messerscharf die Zustände des aufkommenden,INTERNATIONALEN Kapitalismus. Denn der war schon “ global “ , da waren die Patentschwätzer, die das heute propagieren, noch gar nicht in der Planung.Wie lebte denn das „einfache“Volk? In Armut und Elend, im Ruhrpott hatte jeder seinen privaten Garten und Stall, weil die Löhne nicht ausreichten.Kam ein Bergmann um, konnte die Witwe sehen wie sie sich und ihre Kinder durch bekam.Nicht umsonst kam es immer wieder zu großen Streiks.Auf dem Land sah es auch nicht besser aus. Das unter solchen Umständen versucht wurde ein anderes Modell durchzusetzen dürfte mehr als verständlich sein.In Rußland sah die Lage ja noch schlechter aus.Auch auf die Gefahr gerupft zu werden: Marx und Engels haben versucht eine andere, bessere Welt durchzusetzen.Leider wurde daraus nichts, was aber die vollkommen richtige und noch heute geltende Analyse des Kapitalismus von Marx nicht entwertet.Auch heute haben wir wieder Lohndrücken und Gewinnmaximierung auf Kosten der Arbeitnehmer.Mal sehen, wie lange das noch gut geht.Irgendwie entwickelt sich alles wieder rückwärts.
    Allerdings frage ich mich auch, was Lumpen ala Stalin,Hitler,Pol Pot und wie sie alle hießen eigentlich von ihren Mordorgien hatten. Allmachtgefühle? Ich werde das nie begreifen.Eins muß aber auch noch gesagt werden:Ohne die ganzen Helfer hätten diese Kreaturen ihre Taten nicht durchführen können.Der Mensch ist schon ein merkwürdiges Laborprodukt.

  40. zu #48 Kulturhistoriker

    Ergänzung
    Das besagte Buch:
    Geschichtsbuch für die deutsche Jugend …
    Für die Jüngeren
    Leipzig 1925, Verlag von Quelle und Meyer

    Gewidmet Deutschlands Jugend
    zum Verständnis der Gegenwart und Vergangenheit, zur Begeisterung an allem Großem, zur Vertiefung der Liebe zu Volk und Vaterland, zur Erweckung des Willens, für das Vaterland und damit auch zum Besten der ganzen Menschheit einst alle Kraft einzusetzen
    Auf den Seiten 276 – 287:
    57. Kapitel. Das Diktat von Versailles (28. Juni 1919)
    Untertitel:
    I. Der Völkerbund
    II. Länderabtretungen ohne Abstimmung
    III. Landabtretungen durch Abstimmung
    IV. Deutschland und seine Nachbarn
    V. Strafbestimmungen
    VI. Die Wehrlosmachung Deutschlands
    VII. Die Wiedergutmachungen
    58. Kapitel. Das Schicksal der früheren deutschen Bundesgenossen
    Im einzelnen:
    Zu dem jeweiligen Thema werden die wichtigsten Bestimmungen genannt. Daran schließt sich jedesmal die Frage an: Was bedeutet das?
    Nur ein ganz kurzes Beispiel:
    Zu Punkt VI.
    6. Verboten sind militärische Übungen aller Art in Schulen und Vereinen.
    Was bedeutet das?
    Eine Knebelung unserer Freiheit und Selbstbestimmung

    bei Gelegenheit könnte ich ja die besagten Seiten abschreiben und als Datei speichern, um sie hier bei Bedarf schnell einfügen zu können.

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