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Göppingen: Demo gegen ISIS ohne OB Till

göppingen_demoAm Samstag den 30. August, fand in Göppingen eine Kundgebung gegen ISIS statt. Der Veranstalter, die European Syriac Union (ESU) wurde durch Sargon Hanna, den Vorsitzenden für die Region Stuttgart zwischen Esslingen und Ulm vertreten, der eine Schutzzone für Jesiden, Aleviten, Chaldäer und Christen im Irak forderte. Der Göppinger Oberbürgermeister Guido Till von der SPD (kleines Foto) ließ durch seinen Sprecher mitteilen, dass er bei dieser Kundgebung kein Grußwort halten werde und zog es vor bei der Antifa vorbeizuschauen.

Die ESU ist ein Zusammenschluss syrischer Exilorganisationen in Europa und vertritt vor allem die christlichen Minderheiten im Grenzgebiet zwischen Syrien, dem Irak und der Türkei. Der Verein ist eng mit der syrisch-orthodoxen Gemeinde von Antiochien verwoben, der in und um Göppingen rund 2500 Gläubige angehören. Die meisten von ihnen stammen aus der Türkei.

Moderator der Kundgebung war Jakob Bugday. Redner waren Ziparo Demir und Yakup Tunc, Mitglied der ESU; Pfarrer Stefanos von der syrisch-orthodoxen Kirche; Pfarrer Michael Hagner von der evangelischen Kirchengemeinde Rechberghausen als Vertreter von Dekan Ulmer; Elias Cello vom Erzdiozöseanrat der syrisch-orthodoxen Kirche, ein Vertreter der Jesiden und der Kurden, Simon Jakob als Vertreter vom Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland, Sami Sagur und Kano Suryoyo. Ferner trat ein Chaldäischer Pfarrer auf, der kurz zuvor aus Mossul vertrieben worden war.

Vor einer Woche auf der Stuttgarter Kundgebung gegen ISIS (PI berichtete) sprach Volker Kauder und alle anderen Parteien nahmen leider nicht teil. In Göppingen sprach lediglich der Landtagsabgeordnete der Grünen, Jörg Mathias Fritz. Die anderen Göppinger Parteien inklusive des Göppinger Oberbürgermeisters Guido Till, ließen die orientalischen Christen, Aramäer, Chaldäer und Jesiden im Stich. Till hatte aber durchaus Zeit bei einer zum gleichen Zeitpunkt stattfindenden Antifa- und Neonazidemo in unmittelbarer Nähe vorbeizuschauen:

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Wären es verfolgte Muslime und keine Christen, Aramäer, Chaldäer oder Jesiden gewesen, so hätte er sich vermutlich, wie beim muslimischen Fastenbrechen, die Zeit genommen. Die dort ebenfalls anwesenden Grauen Wölfe hatten OB Till nicht im Geringsten gestört, er faselte von Integration: „Teilhabe und Verantwortung sind wesentliche Bestandteile von Integration, die uns gerade mitten in der Stadt herzlich willkommen ist“, sagte er.

So sieht also politische Unterstützung in Göppingen aus, bei den Grauen Wölfe ja, bei verfolgten syrischen Christen, Aramäer, Chaldäer und Jesiden nein.

Alle Redner forderten die Einrichtung einer Schutzzone im Irak. Ferner Unterstützung mit Hilfslieferungen an die Vertriebenen in den Lagern. Kritisiert wurde, dass 1.000 türkische Staatsbürger auf der Seite der ISIS kämpfen und deren verletzte Kämpfer in türkischen Krankenhäusern medizinisch versorgt werden, um dann wieder für die ISIS in den Krieg zu ziehen. Die Beiträge der Redner waren teilweise sehr emotional und erschütternd, einzelne kämpften mit den Tränen, vor lauter Hilflosigkeit gegen den Terror der ISIS. Das Spektrum er Teilnehmer war breit gefächert. Von der syrisch-orthodoxen Kirche, die Aramäer, Chaldäer, Jesiden, Kurden, säkulare Muslime bis zu der einzigen Person die eine Israel-Fahne hochhielt.

Was auffiel war, dass kein Redner sich in einer Opferrolle erging, wie man das bei muslimischen Kundgebungen erleben kann, sondern konstruktiv ein Ende der Gewalt der ISIS gefordert wurde und ein friedliches Miteinander aller Religionen im Irak und Syrien.

Vor der Kundgebung zog der Demonstrationszug mit ca. 1.500 Teilnehmern durch die Göppinger Innenstadt und auch an der salafistischen Masjid As Salam Moschee vorbei. Hier ein Foto von einem älteren Lies-Infostand vor einiger Zeit:

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Die Kundgebung verlief vollkommen friedlich. Hier einige Bilder der Veranstaltung:


Weitere Bilder gibt es hier.

Kontakt:

» E-Mail: Oberbuergermeister@goeppingen.de




Jeder Dritte will oh Wunder keine Zigeuner

Jeder dritte Deutsche fände Sinti und Roma als Nachbarn „sehr oder eher unangenehm“. Vermeldet empört der im Abstieg befindliche SPIEGEL. Selbst noch diese Meldung dürfte gefälscht sein, denn in Wahrheit will kein Deutscher einen Zigeuner als Nachbarn, nicht einmal die SPIEGEL-Redakteure, die immer so verlogen links tun. Kann mir nicht verkneifen zu sagen, hätte der SPIEGEL mehr die objektive Wahrheit geschrieben anstatt verlogener roter Ideologie, stünde es besser um ihn! So und jetzt warten wir auf die Reportage, wie ein Zigeuner-Clan im SPIEGEL-Hochhaus bereichernd Unterschlupf findet!




Interview – Zehn Jahre „Blaue Narzisse“

felix_menzelEbenso wie PI feiert auch das konservative Onlinemagazin Blaue Narzisse gerade sein zehnjähriges Jubiläum. Chefredakteur Felix Menzel (Foto) erklärt gegenüber PI, warum sein Magazin trotz allerhand Gegenwind stetig gewachsen ist, welche Themen ihm wichtig sind und welche Hürden es bei der Organisation des zwischentages, einer Büchermesse, die am 6. September in Düsseldorf stattfindet, zu überspringen gibt.

PI: Herr Menzel, die Blaue Narzisse feiert dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Eine ziemlich lange Zeit für ein nonkonformes Magazin, betrachtet man die Lebensdauer vergleichbarer Projekte, die fast täglich mit dem allgegenwärtigen „Nazi-Vorwurf“ konfrontiert werden. Wie erklären Sie sich dennoch diesen Erfolg?

Menzel: Ich habe das Gefühl, daß viele, die mit dem „Nazivorwurf“ zu kämpfen haben, vor allem einen entscheidenden Fehler begehen: Sie lassen sich ihre Themen vom Gegner vorschreiben und denken den ganzen Tag über die gemeine Antifa nach. Im schlimmsten Fall distanzieren sie sich auch noch von jeder – sowieso nicht vorhandenen – Nähe zum Nationalsozialismus. So verständlich diese Reaktion ist, so viel bleibt doch dabei auch auf der Strecke, nämlich die Auseinandersetzung mit den Themen, die für die Zukunft Deutschlands und Europas entscheidend sind.

Welche Themen waren Ihnen denn in den letzten zehn Jahren wichtig und worüber grübeln sie heute nach?

Die ersten zehn Jahre Blaue Narzisse waren geprägt von dem jugendlichen Kampf um eigentlich selbstverständliche Freiheiten, der Suche nach Alternativen zum Zeitgeist und der tiefgründigen Beschäftigung mit der europäischen Kultur. Aktuell erscheint uns die Flüchtlingsproblematik als ein sehr wichtiges Thema, da in diesem Jahr wahrscheinlich unglaubliche 200.000 Asylanträge in Deutschland gestellt werden. Aber auch bei diesem Thema versuchen wir einen ganz eigenen Zugang zu finden und so beschäftige ich mich derzeit sehr intensiv mit der Überbevölkerung der Welt. 2025 werden wir vermutlich eine Weltbevölkerung von acht Milliarden Menschen erreichen. Was passiert, wenn sich auch nur ein Bruchteil von ihnen auf den Weg in unseren westlichen „Kristallpalast“ aufmacht?

Mit einem eigenen Büro in Dresden, dem „Zentrum für Jugend, Identität und Kultur“, haben Sie Ihre Arbeit stetig professionalisiert. Können wir überhaupt noch auf Provokationen hoffen? Oder sind Sie nach Ihrer legendären Auseinandersetzung mit Claudia Roth ruhiger geworden?

Mit Provokationen sind jetzt auch mal andere dran. Ich hoffe immer noch darauf, daß junge, nonkonforme Aktivisten Anfang 20 mit einer expressionistischen Haltung zumindest einmal in ihrem Leben den Mut aufbringen, ein überdeutliches Zeichen zu setzen und damit auf die Unfreiheit in diesem Land hinweisen. Für mich persönlich ist diese Zeit des Aktivismus jedoch definitiv abgelaufen: Es fühlt sich nicht authentisch an, sich dauerhaft darauf zu konzentrieren, in einer kaputten Welt für ein letztes Symbol der Vitalität zu sorgen. Ich bin sozusagen angekommen bei einem pragmatischen Realismus: Meine Aufgabe sehe ich darin, die Absurditäten unserer Politik und Meinungskultur aufzudecken, und dabei zu helfen, daß Institutionen entstehen, die dem etwas entgegensetzen können.

Parteien scheinen ja nun nichts für Sie zu sein. Aber Sie haben mit der Organisation der Freien Messe „zwischentag“ eine weitere wichtige Aufgabe übernommen. Ist es in diesem Land der rot-grünen Sittenwächter überhaupt noch möglich, solche Projekte umzusetzen? Und wenn ja, wie?

Als ich vor über zehn Jahren damit begonnen habe, erste Vorträge zu organisieren, war es nie ein Problem gewesen, Räumlichkeiten zu finden. Die Antifa gab es natürlich auch damals schon, aber – zumindest ist das mein Eindruck – ist ihr Gedankengut und ihre feige Vorgehensweise in die Mitte der Gesellschaft eingesickert. Es ist heute wirklich fast nicht mehr möglich, Veranstaltungen wie den „zwischentag“ mit mehreren Hundert Gästen zu organisieren – einfach, weil die Vermieter der Hotels, die wir dafür benötigen, zurecht sehr große Sorgen wegen der Folgen haben. Es geht ihnen dabei weniger um das Kasperletheater der Antifa vor ihrer Haustür, sondern mehr um den öffentlichen Druck, den Zeitungen und auch unser Staat ausüben. Trotzdem kann ich versichern: Wir werden alles dafür tun, daß der „zwischentag“ am 6. September in Düsseldorf ein großer Erfolg wird und es noch viele weitere Büchermessen des nonkonformen, konservativen und islamkritischen Spektrums geben wird.

Vielen Dank für das Gespräch!

» Lesetipp: Die besten Texte aus zehn Jahren Blaue Narzisse sind soeben in einem kleinen Heft erschienen und kann bei Blaue Narzisse direkt bestellt werden.


(Weil auch PI gerade sein Zehnjähriges hat, erscheint auf BlaueNarzisse.de demnächst ein Interview über das Wie und Wohin von PI)




2004: Islamischer Terror in Beslan – 2014: Asyl-Tschetschenen in Deutschland

beslanAm 1. September jährte sich eines der dunkelsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte Russlands zum 10. Mal. Am 1. September 2004 überfiel eine Gruppe tschetschenischer Dschihadisten eine Schule in Beslan und nahm 1.100 Erwachsene und Kinder als Geiseln. Die Geiselnahme endete in einem blutigen Massaker. Es war der erste Schultag in der Schule in Beslan, der in ganz Russland als „Tag des Wissens“ gefeiert und mit Musik und Darbietungen festlich begangen wird. Um 9 Uhr Ortszeit klingelte die Schulglocke – sie signalisierte auch den Beginn einer dreitägigen Geiselhaft durch Muslime, die grausam verlief und blutig endete.

(Von Alster)

Die Glocke war das Signal für 32 bewaffnete tschetschenische Dschihadisten, unter ihnen zwei Frauen, die Schule Nr. 1 zu stürmen. An jenem 1. September 2004 begleiteten viele Eltern und Angehörige die Kinder zur Schule. Da die Kindergärten in Beslan an dem Tag geschlossen blieben, wurden auch die Jüngsten, zum Teil Babys, mitgenommen.

Dann starben, zwei Jahre nach dem Geiseldrama im Moskauer Dubrowka-Theater, im Namen der „Religion des Friedens“, des Islams, in diesen Tagen, im September 2004 über 330 Menschen. Mehr als die Hälfte davon waren unschuldige Kinder.

Es gibt nun in Beslan einen Friedhof „Stadt der Engel“ – so genannt, weil ein Junge, ein Überlebender des Geiseldramas sagte: „Es ist, weil alle Kinder, alle Menschen, die hier begraben wurden Engel sind. Sie waren alle schön und lieb. Aber es war ihr Schicksal.“

Die Medien haben diesen Jahrestag offenbar bewusst oder unbewusst verdrängt. Im Hamburger Abendblatt feierte man am 1. September das zehnjährige Bestehen der Initiative „Laut gegen Nazis“.

Die „Junge Freiheit“ berichtete über Beslan auch aus der Sicht von Putin. Beslan ist nun 10 Jahre her – 10 Jahre, in denen Überlebende und Angehörige weiter litten und noch leiden… 10 Jahre, in denen die EU die Schleusen vor allen Dingen für Angehörige des Islam immer weiter geöffnet hat. Inzwischen kommen immer mehr radikalisierte Asylbewerber aus dem Kaukasus und machen Jagd auf Andersgläubige.

Unter dem Titel „Die Angst vor den Tschetschenen“ wurde berichtet, dass im früheren Notaufnahmelager Marienfelde einhundert Tschetschenen rund 30 christliche Syrer verprügelt hätten. Fünf Syrer kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Zwei wurden eingewiesen. Die Polizei habe mehrfach ausrücken müsse, um zum Teil unter Androhung von Schusswaffengebrauch für Ruhe zu sorgen, als die Situation zu eskalieren drohte. Die Syrer seien daraufhin aus dem Asylbewerberheim geflohen. Auch die Tschetschenen sollen in ein anderes Heim kommen. Gegenüber den Syrern hätten die Tschetschenen geprahlt, in Syrien im Heiligen Krieg zu kämpfen.

Fast 14.000 Asylbewerber kommen aus dem Kaukasus.

Der Gewaltexzeß in Berlin war keine Ausnahme. Im nordrhein-westfälischen Herford attackieren Anfang August mehrere Tschetschenen einen von kurdischen Jesiden betriebenen Imbiß. Der Grund: Im Schaufenster hing ein Plakat, das zu einer Demonstration gegen den Terror des „Islamischen Staates“ (IS) im Irak aufrief. Fünf Männer aus der russischen Kaukasusrepublik griffen sofort an und verletzten einen jungen Jesiden mit einem Messer. Im August mißhandeln radikalislamische Tschetschenen in einem Asylbewerberheim in Eisenhüttenstadt ein Ehepaar wegen deren angeblich „unsittlichen Verhaltens“. Auch in Österreich geraten islamistische tschetschenische Asylbewerber mit schweren Gewalttaten und antisemitischer Propaganda immer wieder in die Negativschlagzeilen.

Heute erleben wir die von der EU und den USA gewollte Konfrontation mit Russland. Was hat das mit Beslan oder dem Islam zu tun? Wir, das geschwächte Europa, verlieren mit Russland einen Verbündeten im Kampf gegen den islamischen Terror!




Flughafen Tegel wird Olympisches Dorf

Humor haben sie, die Berliner, das muß man ihnen lassen. Sie wollen sich für die Olympiade 2024 oder 2028 bewerben und dazu soll auf dem Flughafen Tegel das Olympische Dorf entstehen, wie der Tagesspiegel berichtet! Da PI gegen die Verschleuderung von Steuergeldern ist, schlagen wir vor, Tegel als Flughafen zu behalten – die Olympioniken sollten doch irgendwo landen können – und stattdessen den Phantom-Flughafen BER in ein Olympisches Dorf zu verwandeln. Vielleicht ist das bis in zehn Jahren machbar und mit Wowi als Bauleiter durchaus realistisch!?




Neue Online-Satirezeitung von Bernd Zeller

Darauf hat die Welt nicht gewartet und ist nun umso überraschter: Die zellerzeitung.de gesellt sich zu den bisherigen Satireangeboten im Internet wie tagesspiegel.de oder taz.de. So regelmäßig wie möglich gibt es Neuanwendungen der sieben Gag-Formate auf aktuelle News, wobei der eine oder andere Schmunzler unter den Lesern zum Stammleser werden dürfte. Auch notorische Schenkelklopfer zählen zu den Lesern.