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Fürth: Möbelhaus wird Asylantenheim

moebelhaus_hoeffner„Refugees welcome“ heißt es auch im fränkischen Fürth. Etwa 200 „Flüchtlinge“ sind letzten Donnerstag in der Kiderlin-Turnhalle in der Schwabacher Straße angekommen, wo bereits bestens für die Religionsausübung von Korangläubigen gesorgt ist: In der Nr. 58 befindet sich nämlich die Fürth Türk Ocagi – Selimiye Camii Moschee. Hunderte Stockbetten und zehn Sanitärcontainer standen schon bereit, auch Essen wurde verteilt. Die Turnhalle soll maximal drei Wochen als Notquartier dienen, danach soll der Schul- und Vereinssport wieder wie gewohnt stattfinden. Verlässliche Prognosen wagt Regierungspräsident Thomas Bauer diesbezüglich allerdings nicht.

(Von Verena B., Bonn)

Das liegt vor allem daran, dass in der Nacht zum Mittwoch die vorübergehende Sperre für das zuletzt besonders überlastete Bayern im bundesweiten Verteilungssystem für Asylbewerber wieder aufgehoben wurde. Auch andere Bundesländer hätten keine Kapazitäten mehr. Jetzt fürchtet Bauer, dass zusätzlich zu jenen Menschen, die ohnehin in Zirndorf stranden und zu jenen 40 Nationalitäten, für die man hier explizit zuständig sei, noch diese Woche tausend „Flüchtlinge“ von Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderen Ländern nach Bayern, genauer gesagt nach Zirndorf geschickt werden könnten.

Aber da ist ja auch noch das ehemalige Möbelhaus Höffner, das seinen Standort in Rondorf im November 2013 geschlossen und nach Steinach verlegt hatte. Jetzt wird daraus eine weitere Außenstelle der Zirndorfer Erstaufnahmeeinrichtung für zunächst 500 „Flüchtlinge“ – und zwar „längstens für zwei Jahre“, sagt der Regierungspräsident. So sei es mit dem Eigentümer besprochen.

Vorerst 500 Menschen, die „geflüchtet sind vor Krieg und Leid“ will die Regierung von Mittelfanken (Ansbach) hier ein erstes Dach über dem Kopf anbieten. Seit dem Wochenende arbeiten die Handwerker fieberhaft daran, die ehemaligen Ausstellungsräume in einen Zustand zu versetzen, der allen hygienischen Standards genügt. Fußböden werden frisch versiegelt, Lampen aufgehängt und Stockbetten zusammenmontiert. Hinter dem Komplex wurden zehn beheizbare Sanitärcontainer mit WCs, Duschen und Waschbecken aufgestellt. Hoffentlich wird nicht vergessen, jedem Flüchtling bei der Ankunft einen Koran auszuhändigen und beim Catering halalkonformes Essen zu bestellen, einen Heimleiter, Hausmeister, Sozialbetreuer, staatlich geprüfte, moralisch einwandfreie Security-Wächter zum Schutz vor Rechtsradikalen, Dolmetscher und deutsche Putzfrauen einzustellen, damit der Betrieb reibungslos läuft. Jeder Asylbetrüger Flüchtling kostet den Steuerzahler 1.200 Euro, aber das macht nichts, denn Deutschland ist ein reiches Land, nur die Bevölkerung wird immer ärmer.