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Naika Foroutan jongliert mal wieder mit Zahlen

Naika Foroutan jongliert mal wieder mit ZahlenZum Auftakt der „Jungen Islam Konferenz“ in Hamburg durfte auch die den PI-Lesern aus diversen Beiträgen (z.B. hier und hier) bekannte Naika Foroutan, stellvertretende Direktorin des „Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung“ (BIM) mit einer ihrer mehr als nur zweifelhaften, aber mit Millionen geförderten Studien nicht fehlen. Hier stellte sie auf der Grundlage einer „repräsentativen Umfrage“ (für die immerhin 422 von ca. 1,9 Millionen Hamburgern befragt wurden, darunter 5 Prozent Mohammedaner) unter anderem fest, dass zwar fast jeder dritte Hamburger die Muslime als Bedrohung sehe, die meisten Hamburger die muslimische Kultur jedoch als Bereicherung erlebten.

(Von Hinnerk Grote)

DIE WELT berichtet unter der Überschrift „Jeder dritte Hamburger sieht Muslime als Bedrohung“:

Rund ein Drittel der Hamburger ist gegenüber Muslimen negativ eingestellt. Zu diesem Ergebnis kommt die erste repräsentative Umfrage über die Haltung der Hamburger zu Musliminnen und Muslimen in Deutschland. Danach sehen 26 Prozent der Befragten das soziale Miteinander durch Muslime bedroht, 20 Prozent die Sicherheit und Ordnung. 21 Prozent der Hamburger nehmen Muslime sogar als „soziale Belastung“ wahr.

„Diesem Anteil an der Bevölkerung kann eine tendenzielle Neigung zu rechtspopulistischen Themen zugeschrieben werden“, heißt es in der Erhebung des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität. Die Mehrheit der Hanseaten, so ein weiteres Ergebnis, zeige dagegen ein sichtbares Maß an Offenheit und Toleranz. Fast 60 Prozent bezeichnen die muslimische Kultur als Bereicherung für Deutschland.

„Ein Drittel der Hamburger Bevölkerung sieht Muslime als aggressiv, bildungsfern und Bedrohung für das soziale Miteinander“, heißt es in der Studie. Für die wurden 422 Hamburger im Alter von 16 bis 89 Jahren befragt. Diese Stichprobe gilt nach Angaben der Forscher als repräsentativ. Fünf Prozent der Befragten waren Muslime.[…]

Nun mag es Foroutans Geheimnis bleiben, wie eine Umfrage mit lediglich 422 Befragten zu einem repräsentativen Ergebnis führen soll. Vielleicht hat sie ja die Studenten des Fachbereichs Soziologie oder einen kleinen Bruchteil der Mitarbeiter der Migrationsindustrie befragen lassen – die Stimmung in der deutschen Bevölkerung ist jedoch eine andere.

Mit Toleranz reagiert ebenfalls fast jeder zweite Hamburger, wenn muslimische Lehrerinnen in der Schule mit einem Kopftuch auftreten. 44 Prozent stimmen der Aussage zu: „Eine muslimische Lehrerin sollte das Recht haben, im Schulunterricht ein Kopftuch zu tragen.“ 52 Prozent der Hamburger lehnen das ab.

Muslimische Kultur als Bereicherung

Die negative Haltung der Hamburger gegenüber Muslimen zeigt sich darüber hinaus in der Einstellung, Muslime seien aggressiver (33,6 Prozent der Befragten), und muslimische Eltern seien nicht so bildungsorientiert. „Die meisten Hamburger erleben die muslimische Kultur jedoch als Bereicherung“, fasst Naika Foroutan vom Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung die Ergebnisse zusammen.

Ob Foroutan wohl auch die Hamburger befragt hat, die ihre Kinder nicht mehr an bestimmten Schulen anmelden, weil dort der Ausländeranteil inzwischen 100 Prozent beträgt? Ob sie auch diejenigen Hamburger befragt hat, die selbst oder deren Angehörige Opfer mohammedanischer Bereicherung geworden sind? Oder ist das ihrer Ansicht nach der Anteil an der Bevölkerung, dem eine tendenzielle Neigung zu rechtspopulistischen Themen zugeschrieben werden kann? Und zu dem nach ihrer Ansicht sicher auch jene gehören, die sich die berechtigte Frage stellen, wie es sein kann, dass die Betreuung eines einzigen „jugendlichen Flüchtlings“ pro Tag 237,89 Euro kostet. Alles Rechtspopulisten, Rechtsextremisten – Nazis eben?

Bedauerlicherweise schlägt der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz (SPD), in die gleiche Kerbe:

Schirmherr Bürgermeister Olaf Scholz: „Wir alle sind Hamburg, ganz unabhängig von der Religion, der wir anhängen, oder einer Anschauung des Lebens, die uns auf Religion verzichten lässt. Der Islam ist längst in unserer Stadt angekommen.“ Mit Blick auf den Terror der Milizen des Islamischen Staates (IS) sagte Scholz: „Wir blicken in den Abgrund von Gewalt.“ Die Dschihadisten beriefen sich zu Unrecht auf den Islam – darin sei er sich mit den muslimischen Verbänden einig.

Und die WELT greift all diese Aussagen auf, ohne sie zu hinterfragen oder gar kritisch zu kommentieren. Wirklichen Journalismus stellen wir uns anders vor.

Hier noch ein kurzes Video zu Foroutans Zahlenspielen aus dem Jahre 2010: