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Peter Boehringer über Geld und Gold

Als politischer Mensch und sensibler Beobachter musste man sich meines Erachtens schon vor Jahrzehnten die Frage stellen, wie einige wirtschaftspolitische und auch gesellschaftliche Entwicklungen noch zum offiziell behaupteten marktwirtschaftlichen, demokratischen und freiheitlichen System (freiheitlich-demokratische Grundordnung – »FDGO«) passen. Wenn dann trotz massenmedialer Beschwichtigung und Schönrednerei irgendwann die Diskrepanz zwischen beobachteter und berichteter Realität zu groß wird, dann muss man – will man nicht ignorant oder schizophren mit Lebenslügen und Widersprüchen leben – sein Bezugssystem ändern. Dies erfordert Zeit und den Willen zur tabufreien Analyse – und damit Energie.

Die Motivation für diesen geistigen Kraftakt lieferte bei mir damals vor etwa 15-20 Jahren der öffentlich-rechtliche und systemtragende Mainstream, der schon damals den gesunden Menschenverstand und eine gewisse Grundintelligenz beleidigte. Heute ist dieses ein bekanntes und geradezu alltägliches Phänomen bei immer mehr Menschen, die nach meinen Erfahrungen – das entnehme ich auch vielen Leserzuschriften – nach Auflösung der Widersprüche in unserem Finanz- und Gesellschaftssystem geradezu lechzen.

So wie ich vor etwa 15 Jahren, kommen inzwischen immer mehr Menschen darauf, dass der Fisch vom Finanzsystem her stinkt. Manche linke Forscher erkennen ausgehend von dieser richtigen Intuition dann einen (falsch verstandenen) »Kapitalismus« oder ein (falsch verstandenes) »Zinsproblem« als Ursache der seit 2008 ja nun offen erkennbaren Malaise; und bekämpfen leider die so segensreiche Institution des Marktes selbst, der aber heute nur noch eine vollpolitisierte und vollmanipulierte Farce ist. Andere analysieren gründlicher und erkennen das zutiefst planwirtschaftlich-totalitäre ungedeckte Geldsystem der Zentralbanken als Ursache nicht nur der gewaltigen finanziellen, sondern eben inzwischen auch als Ursache der gesellschaftlichen Verwerfungen bis hin zu Bürgerkriegen und Kriegen…

(Entschuldigung für den Fettdruck, aber das ist ein ganz wichtiger, stimmiger Satz, den man zehnmal unterstreichen kann, aus einem längeren Interview mit Peter Boehringer, dem Vorstand der Deutschen Edelmetall-Gesellschaft und Initiator der international stark beachteten Bürgerinitiative »Holt unser Gold heim!«)