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Wahlerfolge der AfD – Drei Handreichungen

gauland_henkelDie Alternative für Deutschland ist mit einem Paukenschlag in die Landtage von Erfurt und Potsdam eingezogen. Und für jeden AfD-Mandatsträger fliegt einer der Etablierten raus. Die Hoffnung konservativ und freiheitlich gesinnter Menschen hat sich damit erfüllt, dass endlich auch Abgeordnete jenseits des rotgrünen Einheitsbreis in die Parlamente einziehen können. Ohne angesichts solch zweistelliger Wahlerfolge direkt ins Meckern zu fallen, sollte nun von allen Wohlwollenden darauf geachtet werden, dass die AfD-Neulinge auch wirklich der mehrheitlich konservativen Basis folgen und sich nicht schnellstmöglich anpassen, um „dazuzugehören“.

Den Mandatsträgern und ihren Wählern sei daher ein Kompass empfohlen, der sie nicht ins seichte Wasser der ominösen „Mitte“ treiben lässt. Es bedarf gewisser Maximen, Leitlinien, Grundsätze! Der Göttinger Historiker und JF-Publizist Karlheinz Weißmann hat beispielsweise einen unverzichtbaren Grundlagentext über die Frage nach dem „Konservativen Minimum“ verfaßt. Er zieht zu Felde gegen die Entleerung des Begriffs „konservativ“, benennt authentisch konservative Ideen und grenzt den Konservativen damit ein für alle Mal von denen ab, die nur beim Essen und beim Konzertbesuch ein bißchen konservativ tun – oder in der Wahlkabine die CDU wählen und denken, sie haben das bürgerliche Deutschland auch nur einen Schritt voran gebracht.

Die Erfahrungen, die etwa die ehrbaren Männer und Frauen von „Linkstrend stoppen“ in der Union machten, dürfen sich in der AfD der kommenden Monate nicht wiederholen. „Erfahrung ist für den Konservativen die Leitlinie des Handelns.“ Wird dies beachtet, können sich die Fraktionen der AfD in Sachsen, Thüringen und Brandenburg mutig der „Phalanx gegen den Zeitgeist“ anschließen. Mehr noch: Sie können die Speerspitze derselben werden! Denn „Phalanx gegen den Zeitgeist“ nennt der Germanist Günter Scholdt in seinem ebenso wichtigen Buch „Das konservative Prinzip“ die Kreise, die publizistisch oder aktivistisch (d. h. auch: parlamentarisch!) gegen den linken Mainstream arbeiten. Scholdt spricht wohl jedem, der politisch unterwegs ist, aus der Seele:

Denn es gibt sicherlich auch heute erheblich mehr Nonkonformisten, als dies bekannt ist, gewiß viele Tausende. Man stößt allerdings in der Regel erst auf sie, wo man selbst bereit ist, Farbe zu bekennen. Sie sind nicht ganz leicht zu finden, da man ihnen systematisch mediale Plattformen verweigert. Dennoch füllen sie ihre Funktion wie einst die Inneren Emigranten als Leuchttürme in finsterer Nacht. Daß sie existieren, daß man nicht alle eingeschüchtert oder zum Verstummen gebracht hat, ist eine große Ermunterung. Schließlich bedarf ihrer von Zeit zu Zeit auch der robusteste Außenseiter zur Bestätigung, daß sein Kurs nicht gänzlich falsch justiert ist.

Zehntausende AfD-Wähler können jetzt mit dem Gefühl leben, nicht alleine mit ihren Ansichten zu sein. Das hilft! Und Scholdt hilft, den Kompass einzustellen. Den Mut müssen die Aktiven der AfD und vor allem ihre Abgeordneten aber selbst aufbringen.

Jeden von ihnen und all ihren Menschen im Umfeld sollte man schließlich ein Büchlein von Erik Lehnert in die Sakko-Tasche stecken, wann immer sie auf dem Weg zur Arbeit im Landtag sind. Der Philosoph und Geschäftsführer des „Instituts für Staatspolitik“ räumt in seiner Überlegung „Wozu Politik?“ ein, dass Mut der unverzichtbare Faktor ist, Verantwortung auch im politischen Bereich zu übernehmen.

Bestellmöglichkeit der Bücher:

» “Das konservativen Minimum” von Karlheinz Weißmann (8,50 €)
» “Das konservative Prinzip” von Günter Scholdt (8,50 €)
» “Wozu Politik?” von Erik Lehnert (8,- €)

(Foto oben: Alexander Gauland, Spitzenkandidat der brandenburgischen AfD, spricht nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse zu den Parteimitgliedern)