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TV-Tipp: Bernd Lucke vs. Yasmin Fahimi bei Illner

illnertv„Thüringer Wendehälse – Tabubruch für die Macht?“ So titelt das ZDF für den heutigen Polittalk um 22.15 Uhr bei Maybrit Illner. Mindestens so interessant wie das Thema an sich dürfte dabei das direkte Aufeinandertreffen von Bernd Lucke und SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi werden, die erst kürzlich noch die AfD als „Demagogen im Schlafrock“ und in Anlehnung an Schäuble als „Schande für Deutschland“ bezeichnet hatte. JETZT mit Video der Sendung!

Das ZDF schreibt zur Sendung:

Es sind denkwürdige Zeiten für Deutschland. Während Land auf Land ab 25 Jahre Mauerfall gefeiert werden, die Bilder aus der Prager Botschaft und vom Brandenburger Tor Ost wie West rühren, bringt sich der erste linke Ministerpräsident in Stellung. Zwar stehen Koalitionsverhandlungen und Mitgliederentscheide der Parteien in Thüringen noch aus. Doch Bodo Ramelow ist auf dem Sprung, in Thüringen Chef einer rot-rot-grünen Regierungskoalition zu werden. Ein Skandal? Oder normal? Brechen SPD und Grüne ein jahrzehntelanges Tabu, nur um an die Macht zu kommen? […]

Es könnte ausnahmsweise mal eine spannende Sendung werden. Zu den eingeladenen Gästen zählen neben Lucke und Fahimi: Dietmar Bartsch (Die Linke), Werner Schulz (Grüne), Markus Söder (CSU) und Matthias Jung (Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen). Im Anschluss an die Sendung um 23.15 Uhr gibt es einen Chat mit einem der Gäste.




Unterberger: Wirksame und unwirksame Strategien gegen die Asylflut

Europas weitaus größte Herausforderung ist heute die unerwünschte millionenfache Zuwanderung. Diese ist noch weit explosiver als die vielen ungelösten wirtschafts- und währungspolitischen Fragen und als das Wiedererwachen des russischen Expansionismus. Die Asylfrage ist der öffentlich am stärksten beachtete Teil dieser größten Völkerwanderung der Geschichte, freilich nicht der einzige. Besonders große Sorgen macht der Asylwerberstrom vor dem Hintergrund zweier in den letzten Wochen rapide angewachsener Bedrohungen. Das ist einerseits die unheimliche Explosion der medizinisch noch unbehandelbaren Ebola-Epidemie in Afrika. Das sind andererseits die blutigen Massaker und Massenvertreibungen durch den „Islamischen Staat“ IS im Nahen Osten… (Fortsetzung auf Andreas Unterbergers Blog!)




Rentenschmarotzerin Andrea Nahles

imageAndrea Nahles wurde 1970 geboren. Damit ist sie Teil des letzten Ausläufers der großen Babywelle der 60er Jahre, die sich aktuell in einem für sie optimalen Stadium befindet: noch nie in der Geschichte Deutschlands hat eine Alterskohorte so wenige Kinder versorgen müssen und so viele Geschwister gehabt, um die Eltern zu versorgen. Diese Generation der DINKs („Double income no kids“) beutet den Rest der Gesellschaft in bisher nie gekanntem Ausmaß aus. Während Ehepaare mit zwei oder drei Kindern im Durchschnitt mehrere 100.000 € Netto-Zusatzkosten auf sich nehmen, um diese künftigen Rentenzahler aufzuziehen, genießen DINKs das Leben auf andere Weise, rein materiell gesehen verbrauchen sie weit mehr Ressourcen als sie selber produzieren. Im Alltag heißen solche Menschen auch Schmarotzer… (Fortsetzung siehe Achse!)




Stuttgart: Philologenverband kritisiert Sexualpädagogik – Kultusminister Stoch empört

saur_storchDie Diskussion um den Bildungsplan schlägt weiter hohe Wellen. Haben erst am Sonntag 3000 Bürger in Stuttgart ihren Unmut über den grün-roten Bildungsplan auf die Straße getragen und jetzt das. Dem Kultusminister wird einfach keine Ruhe gegönnt. Konnte er sich am Sonntag noch über den satirisch anmutenden „Rosa Detlef“-Preis für sein Homo-Trans-Bi- und Lesben-Engagement freuen, so schäumt Andreas Stoch (kl. Foto r.) aktuell wieder in der heutigen Online-Ausgabe des Focus.

Bernd Saur (gr. Foto), Gymnasiallehrer und Landeschef des Philologenverbandes Baden-Württemberg, wandte sich im Focus offen gegen Pläne, Kinder im Schulunterricht zu übersexualisieren. Er sprach schnörkellos über die Inhalte, die Kindern und Jugendlichen vorgesetzt werden soll und teilweise schon vorgesetzt wird. Themen wie Spermaschlucken, Dirty Talking, Oral- und Analverkehr und sonstige Sexualpraktiken inklusive Gruppensex-Konstellationen, Lieblingsstellung oder die wichtige Frage „Wie betreibt man einen Puff“, sollen in den Klassenzimmern diskutiert werden. Das sprengt eindeutig den Rahmen dessen, was Kindern zugemutet werden darf, so Saur.

Markus Frohnmaier von der Jungen Alternative (AfD) nahm erst kürzlich in seiner Rede auf die angesprochenen Inhalte auf der „Demo für alle“ unter großem Beifall Bezug:

Stoch ist empört

Art und Weise der Kritik sind für Stock nicht hinnehmbar. Er antwortet in einem offenen Brief, ebenfalls im Focus. Es wäre unverantwortlich und unfair, wie sich Saur zu dem Thema sexueller Vielfalt geäußert hätte, beklagte sich Stoch. Außerdem empörte er sich, dass er von fachlicher Seite noch nie solch drastische Worte vernommen habe.

Bundesverband der Philologen stärkt Saur den Rücken

Der Bundeschef des Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nahm Saur in Schutz. „Den inhaltlichen Grundansatz teile ich“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Meidinger zufolge gebe es Sexualforscher und „interessierte Gruppen“, die ihre Handreichungen zu sexueller Toleranz in die Lehrpläne einspeisen wollten. Daraus gebe es „eindeutig“ auch Einflüsse in die erste, später überarbeitete Version der Lehrpläne im Südwesten.

Demokratischer Offenbarungseid von SPD und Grünen

Die SPD-Landtagsfraktion forderte den Vorstand des Philologenverbands in Baden-Württemberg auf, sich von Saur zu distanzieren und zu entschuldigen. Solange dies nicht geschehe, werde die Fraktion nicht mehr mit dem Verband reden, teilte Fraktionschef Claus Schmiedel mit. Es sei ein „beträchtlicher Schaden in der Öffentlichkeit“ entstanden. Die Bildungsexpertin der Grünen, Sandra Boser, sagte: „Was Bernd Saur von sich gibt, ist ekelhaft.“

Der Diskussion ging folgender Focus-Artikel voraus:

In einigen Ländern, so auch in NRW und Niedersachsen, werden derzeit neue Formen der Sexualpädagogik heiß diskutiert.

Unzumutbare Themen für Kinder

Dildo, Taschenmuschi, Vibrator, Handschellen, Aktfotos, Vaginalkugeln – was Gender-Sexualpädagogen, neoemanzipatorische Sexualforscher und andere postmoderne Entgrenzer unseren Kindern unter dem Siegel einer „Sexualpädagogik der Vielfalt“ vorlegen wollen, ist unsäglich. Lederpeitsche und Fetische wie Windeln , Lack und Latex wollen sie als Lehrgegenstände in die Bildungspläne integrieren.

Themen wie Spermaschlucken, Dirty Talking, Oral- und Analverkehr und sonstige Sexualpraktiken inklusive Gruppensex-Konstellationen, Lieblingsstellung oder die wichtige Frage „Wie betreibt man einen Puff“ sollen in den Klassenzimmern diskutiert werden. Das sprengt eindeutig den Rahmen dessen, was Kindern zugemutet werden darf.

Kommentar

Stoch ist empört über die Art und Weise der Kritik. Auch das ist typisch für die Diskussion um den Bildungsplan. Mangels Argumenten, diesen verteidigen zu können, wird Gegnern des rot-grünen Bildungsplans vorgeworfen, sich falsch ausgedrückt oder die Thematik nicht verstanden zu haben. Kurz, der Kultusminister hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und ist über jeden Zweifel erhaben. Da grenzt es dann auch schon an Majestätsbeleidigung, eine andere Meinung oder was noch viel schlimmer ist, eine andere Überzeugung zu haben und sich zu erdreisten, diese auch noch öffentlich zu vertreten. Dass die SPD jetzt nicht einmal mehr mit Andersdenkenden reden möchte, kommt einem demokratischen Offenbarungseid gleich. Und „ekelhaft“, wie Sandra Boser – Bildungsexpertin der Grünen – die Worte Saurs bezeichnete, sind nur die Unterrichtsinhalte, die den Kindern und Jugendlichen aufgetischt werden sollen. Gab es da nicht noch etwas? Ja genau! Eine Politik des „Gehörtwerdens“ wurde uns versprochen – aber da haben wir sicherlich auch etwas ganz falsch verstanden.

Am kommenden Samstag, den 25.10., demonstrieren die „Besorgten Eltern“ in Augsburg und am 15.11. auch in Dresden. Weitere Infos gibt es bei www.besorgte-eltern.net




Gleichgeschaltete volkspädagogische Presse

journaEs ist seltsam: Viele junge Leute wollen Journalisten werden, im Ansehen der Bevölkerung aber steht dieser Beruf auf einem Abstiegsplatz: Nur Politiker haben ein schlechteres Image. Woher kommt das? Ist dieser schlechte Ruf wohl erworben? Wer die Zeitungen aufmerksam liest, wird sich kaum wundern. Wenn man die Fernsehnachrichten verfolgt, wird das Glaubwürdigkeitsproblem der Journalisten sogar noch deutlicher: Nahezu täglich kann der aufmerksame Beobachter feststellen, wie da manipuliert wird, wie Fakten zurechtgebogen und Tatsachen ideologisch aufbereitet werden – nach dem Motto: Wenn die Wirklichkeit nicht meiner Einstellung entspricht, umso schlimmer für die Wirklichkeit.

[…] Immer öfter, so ist zu beobachten, haben wir es in den Medien mit einem missionarischen Berufsverständnis zu tun, das geprägt ist von einer volkspädagogischen Haltung, die ihr Glaubensgebäude als allein selig machend ansieht und all jene ruinieren will, die nicht ihrem Glauben folgen. Der Chef der Berliner Agentur Scholz und Friends, Wolfgang Bok, meint, in deutschen Redaktionen habe sich die „Generation G“ durchgesetzt – G steht für „Greenpeace, Gender und Gerechtigkeit“. Man kann auch sagen: Zeitgeist oder Mainstream, dem sogar ehemals seriöse Zeitungen wie die „Frankfurter Allgemeine“ inzwischen erlegen sind… (Auszüge aus einem Artikel von Detlef Kleinert in der österreichischen PRESSE!)




Zonenwachtel Merkel: „Der Islam gehört zu Deutschland, so wie Wulff es gesagt hat“

imageBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zieht Parallelen zwischen der Wiederherstellung der deutschen Einheit und der Integrationspolitik. Deutschland werde weltweit für die Bewältigung der Wiedervereinigung nach vielen Jahren der Teilung bewundert, sagte die CDU-Parteichefin am Mittwoch bei einer Veranstaltung zum Thema Zuwanderung in Berlin. „Deshalb glaube ich, dass wir genauso das Potenzial und die Möglichkeiten haben, ein tolles Integrationsland zu sein“, sagte sie.

Merkel verwies dabei auf ihren eigenen Lebenslauf. Nach dem Fall der Mauer habe sie sich als Ostdeutsche auf Neues eingelassen und für eine politische Laufbahn entschieden, sagte sie. An Einwanderer gerichtet sagte Merkel, sie dürften sich auch von „kleinen Widrigkeiten“ nicht davon abhalten lassen, ihre Ziele zu verfolgen. Sie sei damals als „Zonenwachtel“ beschimpft worden. Darüber sei sie nicht glücklich gewesen.

Merkel betonte erneut, dass der Islam zu Deutschland gehöre, „so wie der Bundespräsident Wulff es gesagt hat“. Sie bezeichnete den Aufruf der muslimischen Verbände gegen Hass und Gewalt vor dem Hintergrund islamistischen Terrors als „wichtiges Signal“. (Die tut nicht so, die ist so blöd! Quelle FAZ! Erfreuen Sie sich an den Leser-Kommentaren unterhalb dieses Textes!)

Wer sich die komplette 20-minütige Rede von Merkel zum Islam antun will, kann das hier tun (Danke an Babieca für den Hinweis):




Minimale Abschiebezahlen locken weitere Flüchtlinge nach Deutschland

imageDeutschland schiebt nach Angaben der Bundesregierung zu wenige Flüchtlinge ab. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte auf Anfrage der „Welt“: „In der Durchsetzung der Ausreisepflicht besteht derzeit ein erhebliches Vollzugsdefizit.“ Viele Menschen würden „dauerhaft im Bundesgebiet verbleiben, auch wenn sie unter keinem Gesichtspunkt – auch nicht humanitär – für ein Aufenthaltsrecht infrage kommen“.

Die geringe Zahl der Abschiebungen ist nach Angaben des Ministeriums ein Hauptgrund für die stark angestiegenen Flüchtlingszahlen. In Übereinstimmung mit Erkenntnissen auf EU-Ebene gehe man davon aus, dass das „bestehende Vollzugsdefizit im Bereich der Aufenthaltsbeendigung ein wesentlicher Sog-Faktor nach Deutschland ist“. Auch Schleuser würden raten, einen Asylantrag in der Bundesrepublik zu stellen, weil Abschiebungen hierzulande „oftmals nicht durchgesetzt“ werden.

Ende Juni hielten sich nach Angaben des Sprechers rund 143.000 Ausreisepflichtige in der Bundesrepublik auf, obwohl ihr Asylantrag bereits abgelehnt wurde. Laut Statistik der Bundespolizei wurden im ersten Halbjahr 2014 dagegen nur etwa 5700 Personen abgeschoben. Laut Innenministerium werden in Deutschland in etwa so viele Personen zurückgeführt wie in Norwegen. In Großbritannien erfolgten hingegen mehr als doppelt so viele Abschiebungen wie hierzulande…  (Fortsetzung in der WELT!)




Großer Bild- und Videobericht zur ‚Demo für alle‘

dfa_aufm„Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder“, stand auf einem Banner, hinter dem sich am Sonntag in Stuttgart knapp 3000 Demonstranten einreihten. Es war somit die größte der jetzt schon dritten „Demo für alle“ und fünften Demonstration insgesamt, auf der gegen den umstrittenen Bildungsplan der grün-roten Landesregierung von Baden-Württemberg demonstriert wurde.

(Von PI-Stuttgart)

Schon einen Tag vor der eigentlichen Demonstration fand am 18.10. im Stuttgarter „Alten Schloss“ eine Informationsveranstaltung vom Organisator der „Demo für alle“ statt. Die Initiative Familienschutz lud zur Podiumsdiskussion zum Thema: „Sexuelle Vielfalt und Gender Mainstreaming in der Schule“. Zu diesem Angebot fand sich bereits eine dreistellige Zahl an Zuhörern ein.

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Am Sonntag füllte sich der Schillerplatz zwischen Altem Schloss und Stiftskirche in der Stuttgarter City wohl auch deshalb mit so vielen Menschen, weil zum einen deutlich wurde, dass die grün-rote Landesregierung in arroganter Art und Weise sich bisher noch nicht einmal konkret mit der Petition auseinander gesetzt hat, und zum anderen, weil die Petitionsinitiative zum ersten Mal offiziell zur Demo einlud.

Zum Auftakt spielte auf der Bühne eine Band, während immer mehr Menschen auf den Platz strömten. Die Polizei schützte mit mindestens 500 Beamten die Bürger erfolgreich vor den dieses Mal besonders aggressiv agierenden Gegendemonstranten. Der Schillerplatz war von allen Seiten mit Absperrgittern gesichert. In Richtung Schlossplatz sammelten sich die meisten der zwischen 100-200 meist linksradikalen Gegendemonstranten.

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Sie versuchten, die Veranstaltung mit Triller-Pfeifen und Sprechchören zu stören, was ihnen aber dank Polizei, des großen Abstands und der eingesetzten Technik nicht gelang. Auf der Bühne standen internationale Redner aus Politik, Kirche und sich dem Familienschutz verpflichtet fühlende Organisationen und Akteure.

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Hedwig von Beverfoerde von der „Initiative Familienschutz“ eröffnete die Kundgebung und übergab das Mikrofon an Karin Maria Fenbert, Geschäftsführerin von Kirche in Not Deutschland. Sie warnte in einer engagierten Rede vor der politischen Agenda der Gender-Ideologie und schloss mit dem Ausruf „Vater, Mutter, Kinder, Familie voran“.

Direkt im Anschluss sprach die Christin Engül Köhler von der Initiative „Zukunft-Verantwortung-Lernen. Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“.

„Wir Eltern in Baden-Württemberg möchten, dass Bildung bildet und nicht verbildet“, sagte sie unter dem Applaus Tausender. Sie nahm Bezug auf einen jüngst in der FAZ erschienen Artikel, in dem beschrieben wird, wie Grenzen in der Sexualpädagogik übertreten werden. Sie forderte die Landesregierung auf, mit der angekündigten „Politik des Gehörtwerdens“ Ernst zu machen. Gabriel Stängle, der Petitionseinreicher und Initiator der Petition gegen den Bildungsplan, dem sich fast 200.000 Menschen anschlossen, ließ Grüße übermitteln.

Einen Gruß von Millionen Franzosen überbrachte Jérôme Brunet, der Sprecher von „La Manif Pour Tous“. Er rief zum Widerstand gegen Versuche der Dekonstruktion der Familie, der Abstammung und der sexuellen Komplementarität auf.

Ein weiterer Gast aus dem europäischen Ausland war Magda Czarnik aus Polen von der Bewegung „Stoppt Sexualisierung unserer Kinder!“ Sie überbrachte Solidaritätsgrüße aus Polen und lobte die Stuttgarter Demonstranten für ihre Standhaftigkeit und ihren Mut und berichtete von der Arbeit und den Erfolgen ihrer Bewegung, die bis ins polnische Parlament hinein reicht. Sie hielt ihre Rede auf Deutsch.

Ilya Limberger, der Erzpriester der Russisch-Orthodoxen Kirche Stuttgart, sprach sich gegen ein Relativieren der traditionellen Familie aus. Er erwähnte Artikel 15 und 16 der Landesverfassung und die darin enthaltene Aufforderung, Unstimmigkeiten in der Bildungspolitik nicht gegen den Willen der Eltern zu gestalten. „Der Wille der Eltern ist zu berücksichtigen“, so Limberger.

Der CDU-Politiker Karl-Christian Hausmann las aus einem Brief des CDU-Fraktionsvorsitzenden Peter Hauk zum Sachstand Bildungsplan. Hauk ließ mitteilen, dass er „einen Gesinnungslehrplan entschieden ablehne“.

Schon im Vorfeld war Druck auf die teilnehmenden Redner aus der CDU ausgeübt worden.

Christoph Scharnweber vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU in Heilbronn (EAK) ermutigte die Eltern, sich nicht entmündigen zu lassen. Er forderte die Anwesenden auf, Widerstand zu leisten. „Weil Widerstand momentan parlamentarisch nicht möglich ist“, rief er dazu auf „außerparlamentarisch – wie mit dieser Demonstration – Widerstand zu leisten“.

Anna Schupeck von der AfD Baden-Württemberg betonte, dass die Werte- und Geschlechtererziehung zuallererst Aufgabe der Eltern ist. Sie kritisierte die Benachteiligung christlicher und anderer Privatschulen und sprach sich gegen die Genderideologie aus.

Mit dem Statement, „Vernunft statt Ideologie“ eröffnete Markus Frohnmaier von der AfD Baden-Württemberg und Vorsitzender der Jungen Alternative (JA), seine mitreißende Rede. „Jegliche Umerziehungsversuche aus politisch korrekter (!) Motivation sind entschieden abzulehnen“, sagte er und schloss mit dem Aufruf: „Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Vernunft und nicht die Ideologie Einzug in das Klassenzimmer und in die Köpfe unserer Kinder erhält!“

Nach Ende der Reden rief die Veranstaltungsleiterin von Beverfoerde dazu auf, sich beim anschließenden Demozug nicht von Gegendemonstranten provozieren zu lassen und nötigenfalls die Polizei zu Hilfe zu rufen. Die Demonstration ist mittlerweile weitestgehend professionalisiert, trotzdem lassen es sich viele nicht nehmen, eigene Plakate zu gestalten und mitzuführen. Hier eine kleine Auswahl der Plakate von ‚Demo für alle‘ und mitgebrachter Plakate:

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Die Polizei hielt gleich zu Anfang den Weg zwischen Altem und Neuem Schloss souverän frei.

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Der imposante Zug aus fast 3000 Demonstranten konnte so ungehindert in Richtung Charlottenplatz ziehen.

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Die Gegendemonstranten begleiteten den Demozug parallel und mussten sich aufgrund der Unterzahl immer wieder von Neuem aufstellen.

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Hier der gesamte Demozug in einem Stück auf Video.

Eine der größten Kreuzungen von Stuttgart, der Charlottenplatz, wurde abgesperrt.

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Zwischendurch der Stinkefinger. Wahrscheinlich sucht er einfach nur Kontakt und weiß nicht wie er es sagen soll.

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Und dann hatten die Berufsdenunzianten ihren großen Auftritt. Der Württembergische Kunstverein bezichtigte die Demonstranten mit einem gezeigten Riesenbanner nicht nur pauschal einer Phobie, sondern griff gleich ganz tief in die Mottenkiste. Folgendes ist genauso platt wie hilflos: Wer wirklich keine Argumente mehr hat, und ganz arg böse auf den politischen Gegner ist, der holt was hervor? Richtig – die Nazikeule!

Direkt vor der Staatsgalerie standen die Herren und auch einige Damen. Ganz mutig und in SA-Uniformen mit Armbinde, klatschten drei der „Künstler“ rhythmisch im Takt. Daneben riefen ein paar Kapuzenmänner im Ku-Klux-Klan-Stil: „Kommt hierher, hier seid ihr richtig“.

An der Mauer zur Kunstgalerie hingen zwei Fahnen mit dem Zeichen des „Bösen“. Darauf das Symbol für weiblich und männlich in den „verräterischen“ Farben rosa und blau.

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Den Vogel schoss allerdings die Pforzheimer Zeitung ab, die die Herren in Naziuniform so fotografierte, dass sie vom Leser mit den Bildungsplangegnern verwechselt werden konnten. Als Bildunterschrift war zu lesen: Gegner des grün-roten Bildungsplans demonstrieren in Stuttgart. Mit einem großen Aufgebot hat die Polizei Übergriffe zwischen Bildungsplan-Befürwortern und -Gegnern in Stuttgart verhindert.

Der zweite Satz suggeriert, dass Bildungsplangegner von der Polizei angeblich daran gehindert werden mussten, nicht übergriffig zu werden. Tatsächlich traf das nur auf die Gegendemonstranten zu, was der Leser der PZ so aber nicht erfahren dürfte. Daneben standen die Damen des Kunstvereins und outeten sich, wie sie sich heute noch eine Hausfrau oder/und Mutter vorstellen. Attraktiveres konnte man hingegen im Demozug entdecken.

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Als das „Schauspiel“ vorbei war, wurde in einer 180 Grad-Kehre in Richtung Staatstheater die Straßenseite gewechselt. Besonders beeindruckend war dabei der Blick auf den nicht enden wollenden Zug.

Kurz vor Erreichen des Ziels sammelten sich die Gegendemonstranten dann noch einmal, um Randale zu machen. Es wurde beobachtet, wie Linksradikale mit Tüchern gegen die Polizei-Pferde schlugen, um sie in Unruhe zu versetzen. Wie die Polizei später bekannt gab, wurden acht Platzverweise ausgesprochen. Vereinzelt wurden auch Demonstranten angegriffen, was aber durch die bereitstehende Polizei stets zügig beendet werden konnte. Die Polizei stellte mehrere Gegenstände sicher, darunter Textilien zur Vermummung. Auch Böller, zwei Taschenmesser, Sturmhauben und Quarzhandschuhe wurden beschlagnahmt. Später sind zudem Polizisten von linken Gegendemonstranten angespuckt und die Personalien der Urheber festgestellt worden. Klappstühle flogen und drei Körperverletzungen wurden zur Anzeige gebracht. Außerdem bewarfen einige der Gegendemonstranten den Demo-Zug mit Stinkbomben, vermutlich mit Butter- und Essigsäure.

Am Abend zuvor wurde das Gebäude der Russisch-Orthodoxen Jugend (ROJ) im Stuttgarter Westen an zwei Seiten mit der Parole „ROJ = Homophobes Pack“ beschmiert. Mitte der Woche wurden die Schmähungen schon wieder überstrichen. Ein Bekennerschreiben mit Fotos wurde auf linksradikalen Internetseiten veröffentlicht. Natürlich berichtet die Presse, wie in solchen Fällen üblich, nicht über den Vorfall.

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Natürlich wurden auch Transparente und Plakate am Rande der Demo von den Tätern und Gegendemonstranten gezeigt. Hier eine Auswahl:

Am Staatstheater erwartete die Demonstranten ein großes Polizeiaufgebot, um die gewaltbereiten Gegendemonstranten in Schach halten zu können, darunter auch Mitglieder von Verdi.

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Am angrenzenden See gingen einige der Gegendemonstranten in Wasser. Pech für die Regenbogenfahnenträger und den Clown, dass, als sie mitten im See waren, plötzlich die Wasserfontäne in die Höhe schoss. Unfreiwillige Komik fürs Publikum.

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Zu dieser Szene passte die nicht weit davon stattgefundene „Zeremonie“.

Preis für den Minister: „Rosa Detlef“

Zum Zeitpunkt der Demo wurde dem baden-württembergischen Kultusminister Andreas Stoch (SPD) im Beisein von Ministergattin Tülay Schmid vom schwulen Pfarrer Axel Schwaigert (Salz-der-Erde-MCC-Gemeinde) unweit vom Veranstaltungsort der „Rosa Detlef“ überreicht. Verbunden mit der Preisverleihung wurden indirekt „Nazivergleiche“ in Richtung der Bildungsplangegner gezogen. Der Preis erinnere in seiner Form an den „rosa Winkel“, wie ihn in der Nazizeit Homosexuelle zu tragen hatten. Und Pfarrer Schwaigert sprach in diesem Zusammenhang von Hass, der nur wenige Meter entfernt gegen Schwule gezeigt werde. Dem Minister wurde mit dem Preis für seinen Einsatz rund um die Themen Homo-, Bi- und Transsexualität gedankt.

„Wir kommen wieder“

Mit Sprechchören wie: „Wir kommen wieder“ und „Kretschmann, wir sind hier“ wurde das Signal gegeben, das war nicht das letzte Mal, dass wir da waren.

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Zum Abschluss gab es dann, schon in guter Tradition, den gemeinsamen Countdown, um zeitgleich die blauen und rosa Luftballons in den Himmel aufsteigen zu lassen. Auch sollte dadurch den Forderungen gegenüber der grün-roten Landesregierung bildhaft Nachdruck verliehen werden.

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Dass nicht nur in Stuttgart Bürger aufgewacht sind und den Entwicklungen nicht weiter tatenlos zusehen wollen, zeigen deutschlandweit stattfindende Aktionen.

Kommenden Samstag, den 25.10., demonstrieren die „Besorgten Eltern“ in Augsburg und am 15.11. auch in Dresden. Weitere Infos gibt es bei www.besorgte-eltern.net