reimannDÜSSELDORF. Unter dem Titel „Wieviel EU braucht Europa“ lädt die Junge Alternative NRW zur Podiumsdiskussion in das Leonardo Hotel Düsseldorf. Im März empfing die Parteijugend bereits den britischen EU-Kritiker Nigel Farage in Köln zu einer vielbeachteten Veranstaltung.

„Diesmal möchten wir die Schweizer Perspektive kennenlernen“, erklärte Sven Tritschler, der Landesvorsitzende der AfD-Jugendorganisation. „Trotz großen Drucks haben die Schweizer eine EU-Mitgliedschaft entschieden abgelehnt. Sie haben sich bis heute direkte Demokratie, Freiheit und Selbstbestimmung auf die Fahne geschrieben und in unseren Augen damit eine gewisse Vorbildfunktion auch für Deutschland.“

Der Landesverband hat zwei junge und bekannte Gesichter aus der Schweizer Politiklandschaft für die Veranstaltung gewinnen können:

Lukas Reimann wurde 2007 im Alter von 24 Jahren für die Schweizerische Volkspartei (SVP) in den Nationalrat gewählt und gehört diesem seither ununterbrochen an. Er bezeichnet sich selbst als „radikal-liberal“ und tritt entschieden gegen die Mitwirkung der Eidgenossenschaft bei UNO, NATO oder EU ein. Seit April 2014 ist er Präsident der AUNS (Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz).

Der Schweizer Nationalrat erklärte vor seinem Auftritt: „Mit der AfD und der Jungen Alternative verbindet mich vieles: Das Bekenntnis zur direkten Demokratie, zu einer soliden Währungs- und Finanzpolitik und gegen einen europäischen Superstaat. Schön, dass sich auch in Deutschland eine politische Kraft etabliert, die diese Themen aufgreift. Ich freue mich auf spannende Gespräche in Düsseldorf.“

Andri Silberschmidt ist 20 Jahre alt und Präsident der Jugendorganisation der Schweizer FDP (Jungfreisinnige) im Kanton Zürich. Neben der schweizerischen verfügt er auch über die deutsche Staatsbürgerschaft und gilt nach seiner dreijährigen und steilen Karriere als Hoffnungsträger der Schweizer Liberalen. Silberschmidt engagiert sich besonders für einen schlanken Staat, niedrige Steuern und scheut dabei keine Konflikte mit den Parteigranden.

Der Jungfreisinnige erklärte im Vorfeld: „Als Doppelbürger kenne ich beide Staatssysteme Deutschlands und der Schweiz von innen und bin fest überzeugt, dass die EU und auch Deutschland mehr Schweiz wagen sollte. Ich freue mich, mit liberalen Ideen die Jungen Alternative zu Denkanstößen anzuregen, wie ein freiheitliches Europa unter Beibehaltung der regionalen Werte und Gesinnungen erfolgreich sein kann.“

(Pressemitteilung der Jungen Alternative für Deutschland)


Weiterführende Links:

» Blick: Reimann besucht AfD – Euro-Hasser unter sich
» PI-Interview mit Lukas Reimann (Video)
» PI: „Lucke distanziert sich von SVP“

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23 KOMMENTARE

  1. Oh oh, da werden aber wieder einige Distanzierungen, Rügen und vielleicht sogar Parteiaussschlüsse fällig. Ausgerechnet wieder in NRW! Der „liberale“ Pretzell ist sicherlich not amused. Denn in der Partei mit „Mut zur Wahrheit“ ist schließlich nur die politkorrekte Wahrheit der Parteioberen gemeint, die das Mainstreamsurfen in Richtung Fleischtöpfe nicht gefährdet.

    Aus rein pragmatischen Gründen würde ich der AfD bzgl. der Distanzierungen zu einer „white list“ statt einer „black list“ raten … also natürlich nur falls das nicht zu rassistisch klingt. Man hinterlegt dort einfach alle Parteien, Organisationen und Bürger von denen man sich nicht distanziert. Das spart Arbeit, und die Liste wäre auch viel übersichtlicher.

  2. #2 toll_toller_tolerant (09. Okt 2014 22:34)

    die Liste wäre auch viel übersichtlicher.

    Die Liste ist schnell geschrieben:

    CDU
    CSU
    SPD
    Grüne

  3. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schaeuble-ueber-afd-schande-fuer-deutschland-a-996347.html

    „Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht“: Finanzminister Schäuble macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung für die AfD.
    Bei einer Podiumsdiskussion nannte er sie „Schande für Deutschland“.
    Die AfD sei eine Gruppierung, „die hemmungslos alles demagogisch missbraucht, was man missbrauchen kann“, sagte er damals.
    Am 30. März 2013 zählte die Partei 4589 Mitglieder, zum Zeitpunkt der aktuellen Zählung gehörten 19.885 Menschen der AfD an.

  4. Jetzt müßte der Lucke die jungen AfD’ler doch ausschließen, da er doch die SVP laut eigener Aussage verachtet.

  5. Noch eine Propagandasendung der GEZ-Medien,
    die keiner braucht!

    Das Geschwafel der Gestikulierer habe ich
    abgeschaltet als der Satz fiel:
    „Das müssen wir ernst nehmen“.

  6. 4 Bruder Tuck (09. Okt 2014 22:46)

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schaeuble-ueber-afd-schande-fuer-deutschland-a-996347.html

    “Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht”: Finanzminister Schäuble macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung für die AfD.
    Bei einer Podiumsdiskussion nannte er sie “Schande für Deutschland”.

    —————————-
    Kann doch mal passieren das man im Eifer die Tastatur zu oft drückt.
    Richtigstellung :
    Finanzminister Schäuble macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung für die Deutschen.
    Und dann noch die erstaunliche Selbstkritik:

    Bei einer Podiumsdiskussion nannte er sich “Schande für Deutschland”.

  7. So, die Spielwiese für die AfD-Basher ist wieder eröffnet.

    Auf geht’s, ihr dürft. Aber dann, husch husch, wieder ins Bettchen.

  8. „Der “liberale” Pretzell ist sicherlich not amused.“

    Saudummes, unwissendes Gewäsch der frustrierten, verbitterten PROleten und FREIHEITler hier! Warum sollte sich Pretzell, der bei dem Treffen mit Nigel Farange damals im März dabei war, diesmal distanzieren?

  9. Und was die Distanzierungen gegenüber PRO und NPD betrifft, auf die hier angespielt wird: Auch der große Michael Stürzenberger hat sich, was hier in dem Zusammenhang wohl absichtlich verschwiegen wird, von PRO und NPD distanziert. Ist er jetzt deshalb auch phöse?

  10. Ist doch prima,wenn die jungen Konservativen sich treffen,miteinander reden,Gedanken austauschen,Pläne schmieden und Strategien entwerfen.Man nehme noch welche von der FPÖ ins Boot,damit alle Deutschsprachigen beisammen sind und Netzwerke knüpfen können.Denn diese Netzwerke werden in Zukunft Gold wert sein.
    Und seid bloß richtig aufmüpfig,ihr Grünschnäbel,das ist das Vorrecht der Jugend!

  11. Tipp an die AfD Jugend: Sich von Grün distanzieren!
    Das ist meine Masche, die ich stets betone bei Gesprächen. Manche gucken da aber komisch!
    Dabei ist das mindestens so wichtig wie sich von Nazis zu distanzieren. Oder von Heuschrecken oder so.
    Die Wähler der AfD sollten nicht befürchten müssen, dass sie „begrünt“ werden. 🙂

    Im Ernst: Eine solche Stellungnahme gehört oben auf die Facebook-Seite!

  12. Marcus Pretzell ist laut Wikipedia ein weißer Corpsier. Als ein Mann aus einer schlagenden Studentenverbindung sollte er etwas mehr Rückgrat unter Beweis stellen! Als Buxe habe ich meine fünf scharfen Mensuren (mag für manchen Corpsier nicht genug sein) geschlagen. Scharfe Mensuren sollen zur Nervenstärke erziehen, doch dies sehe ich bei einem Pretzell ganz und gar nicht.

  13. Der Prof. Dr. Lucke meint es sicherlich gut, aber seine Jungsters, die AfD-Jugend, machen es gut! Und nur das entscheidet letzten Endes.

    Don Andres

  14. #10 freiheitlich1 (09. Okt 2014 23:19)

    Saudummes, unwissendes Gewäsch der frustrierten, verbitterten PROleten und FREIHEITler hier!

    Da ich weder „PROlet“ bin noch „FREIHEITler“ kann ich wohl nicht gemeint sein. Aber danke für den Versuch einer Beleidigung.

    Warum sollte sich Pretzell, der bei dem Treffen mit Nigel Farange damals im März dabei war, diesmal distanzieren?

    Ja, warum wohl? Das ist angesichts dieser Vorgänge in der Tat eine gute Frage. Meine Theorie ist ja, dass Pretzell ein rückgratloser Opportunist ist, der heute hü und morgen hott ruft, wenn es ums Anbiedern an den politkorrekten Mainstream geht. Was ist Ihre Theorie?

  15. #4 Bruder Tuck (09. Okt 2014 22:46)
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schaeuble-ueber-afd-schande-fuer-deutschland-a-996347.html
    “Ich mag sie nicht, und sie mögen mich nicht”: Finanzminister Schäuble macht keinen Hehl aus seiner Ablehnung für die AfD.
    Bei einer Podiumsdiskussion nannte er sie “Schande für Deutschland”.

    AfD ändert zwar am System von wenig bis nichts,
    aber die Angst der etablierten Politkaste um ihre Posten und Pfründen,
    die sich schon bis Hysterie steigert,
    ist entzückend.

  16. #20 Schüfeli (10. Okt 2014 02:03)

    AfD ändert zwar am System von wenig bis nichts,
    aber die Angst der etablierten Politkaste um ihre Posten und Pfründen,
    die sich schon bis Hysterie steigert,
    ist entzückend.
    –______
    Das System werden die nicht ändern. Allein schon die Anwesenheit und der Erfolg wird einiges wieder aus der Linken Ecke in die richtige Richtung Rücken.
    Die Grünen waren, trotz der wenigen Stimmen, seit Ihrer Gründung ein Stimmungsmacher und heute durch die vielen Länderparlamente Entscheidend im Bundesrat. Durch die SED ging es noch ein wenig weiter links.
    Um an der Regierung zu bleiben musste die CDU weiter nach Links Rücken und Themen adaptieren um Dauerhaft Rot / Grün zu verhindern.
    Dadurch hat die Ihre Ideale und das Gesicht verloren.
    Das Volk wurde dadurch ebenfalls links eingelullt.
    Die AFD ist alleine schon dadurch so wichtig um eine Stimme aus der richtigen Richtung zu sein. Wenn die AFD so stark wie jetzt bleibt oder stärker wird, muss die CDU zwangsläufig auch einige Themen der AFD adaptieren.
    Dir Grünen werden eher in Richtung Real gehen und sich anpassen.
    Was 30-40 Jahre links gerückt wurde, ist nicht in Monaten gerade zu Rücken .
    Dazu hat sich vieles zu Fest verankert .
    Durch die derzeitigen Ereignisse wird einiges beschleunigt werden.
    Die AFD tut gut daran gemäßigt und sachlich aufzutreten. Gerade in so unruhigen Zeiten möchte der Michel Sicherheit. Das stärkt die CDU.
    Zu harte Töne gegen Ausländer , Muslime usw. sind fehl an Platz.
    Sachlich aber bestimmt. Das kann nur die Richtung sein

  17. Passend der Auszug aus dem Bild Bericht den Last Patriot eingestellt hat

    Innenexperte Stephan Mayer (40, CSU) zu BILD: „Wir müssen alles tun, um einen Religionskrieg in Deutschland zu vermeiden. Wer zur Gewalt aufruft, muss damit rechnen ausgewiesen zu werden.“

    Die gleichen Worte gestern von der GDP
    Wer Gewalttätig ist muss ausgewiesen werden

    Solch Töne gab es vor einem halben Jahr noch nicht. Das wäre undenkbar gewesen.

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