roehl_schirrmWolfgang Röhl (Bild l.) hat jetzt in einem Artikel auch den verstorbenen FAZ-Chef Frank Schirrmacher angegriffen, der das Blatt immer mehr nach links gewendet hatte. PI hatte Wagenknecht-Freund Schirrmacher damals öfters als linkes Irrlicht und aufgeblasenen Schaumschläger kritisiert. Jetzt schreibt Röhl, daß die FAZ selbst nach einem halben Trauerjahr Schirrmachers Hinterlassenschaften nun offenbar scheibchenweise entsorgt. Der von ihm vor drei Jahren inthronisierte Feuilletonchef Nils Minkmar („Stellt endlich die Systemfrage!“) wurde just zum „Europa-Kulturkorrespondenten“ des Blattes verändert.

Leider fängt Röhls Artikel ein bißchen umständlich an, weil er sich erst mit dem Gastrokritiker Jürgen Dollase beschäftigt, aber dann kommt er auf Schirrmacher, und sein Fazit:

Nein, Schirrmacher war alles andere als ein Glücksfall für die „FAZ“. Das haben inzwischen wohl auch die meisten Blattverantwortlichen kapiert. Der „FAZ“ geht es nicht gut, aus unterschiedlichen Gründen. Nicht nur, gewiss aber auch wegen Schirrmachers Linksdrall. Wenn das Mündel Vormund sein will, das Feuilleton also immerzu großmäulig konterkariert, was im Brotteil des Blattes steht, bemerkt der Leser das irgendwann. Und rächt sich durch Konsumverzicht.

Die Rede von PI schon lange! Ob die FAZ aber tatsächlich wieder konservativer wird, muss bezweifelt werden.

Like
Beitrag teilen:
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.
Jetzt den PI-NEWS-Telegram Kanal abonnieren!

22 KOMMENTARE

  1. Die Rede von PI schon lange! Ob die FAZ aber tatsächlich wieder konservativer wird, muss bezweifelt werden.
    ——————————————–
    Die FAZ wird genauso wenig wieder konservativ werden wie der Spiegel investigativ. Weshalb beide Gazetten auf der Abschussliste der aufgeklärten Leserschaft stehen!

  2. Die „taz“ druckt ja auch nicht Akif Pirinçci.

    Hehe, und die „Achse des Guten“ auch nicht mehr, seit „Das Schlachten hat begonnen“. Das geht jetzt aber nicht gegen Wolfgang Röhl, der mir von allen Achse-Autoren der mit Abstand liebste ist: ungemein witzig und scharfsinnig.

  3. Die FAZ wird genauso wenig wieder konservativ werden wie der Spiegel investigativ.
    #1 Athenagoras

    Was würde ein wirklich „investigativer“ SPIEGEL aus der NSU-Sache machen!
    Der Staat würde in seinen Grundfesten erschüttert!

  4. Glaubt den Versprechungen nicht. Falsche Ausrichtung muss, zumindest von denjenigen, die sie für falsch halten, bestraft werden. Nur so kann die Presse wieder in den nächsten Jahrzehnten – es wird ein langer Weg bis die 68er aussterben – zu ihren eigentlichem Aufgaben, objektiv zu berichten, zurückgeführt werden.

  5. Sorry OT.. Wichtig!

    Genauso krank und kaputt wie das BW-Material ist der dt. Staat! Wer kauft schon kaputte Schrott-Flugzeuge…? Natürlich die BW… Nur sie lässt sich verarschen und der doofe Steuerzahlter zahlt und dt. Soldaten sterben weil Politiker korrupt und unfähig sind.

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Bundeswehr-Airbus A400M:

    Neuer Transportflieger kommt mit vielen Mängeln

    Das neue Transportflugzeug der Bundeswehr kommt endlich, kann aber wenig: Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wird der Airbus A400M vorerst weder auf Pisten noch in Krisengebieten landen. Der wichtige Raketenschutz kommt erst 2016.

    Berlin – Der neue Transportflieger der Bundeswehr geht mit Defiziten bei wichtigen Fähigkeiten für ein militärisches Transportflugzeug in Betrieb. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wird der erste Flieger vom Typ A400M, auf den die Bundeswehr seit Jahren wartet und der kürzlich seinen ersten Testflug absolvierte, mit schweren Mängeln ausgeliefert. So ist die Maschine laut einer vertraulichen Unterrichtung für den Bundestag nicht in der Lage, Soldaten oder Material aus der Luft abzusetzen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-airbus-a400m-transportflieger-kommt-mit-vielen-maengeln-a-1001695.html

  6. Wolfgang Röhl (Bild l.) hat jetzt in einem Artikel auch den verstorbenen FAZ-Chef Frank Schirrmacher angegriffen, der das Blatt immer mehr nach links gewendet hatte.
    ++++

    Röhl weiß, dass eine linksorientierte FAZ pleite machen wird!

  7. #3 Biloxi (08. Nov 2014 17:55)

    Was würde ein wirklich „investigativer“ SPIEGEL aus der NSU-Sache machen!
    Der Staat würde in seinen Grundfesten erschüttert!
    —————————————-
    Ja, und was würde ein wirklich investigativer SPIEGEL aus der Edathy-Affäre machen?
    Wo – zum Teufel – steckt der überhaupt? 🙂

  8. Kulturberichterstattung war das nicht mehr. Bis man da auf einen guten und informativen Artikel stieß, musste man sich durch einen Wust von Stuss durcharbeiten, und das bedeutete, dass man nie auf einen guten und informativen Artikel stieß. Das sind Schreiber, die nie ihr Oberschülergehabe zugunsten soliden Handwerks abgelegt haben. Zu nennen wäre hier der lange unter S für das Feuilleton verantwortliche Bahners, der seine Artikel selbst nicht verstanden haben dürfte. Seit ich die PAZ lese, die FAZ lese ich als einstmals treuer Leser schon lange nicht mehr, bin ich über das deutsche Kulturgeschehen wesentlich besser ins Bild gesetzt.

  9. Mal dumm gefragt: Gibt es überhaupt noch eine eher konservative Tageszeitung? Ich ertrage gerade noch die Stuttgarter Nachrichten, aber sonst……wüste Ödnis!
    Wäre für Tipps dankbar!

  10. Ich glaube, die Öffnung der FAZ nach links hatte irdische Gründe; es dürften die sich im freien Fall befindenden Auflagen gewesen sein und es ging um das Erschließen neuer Lesergruppen.
    Immerhin kann die Prantl-Prawda als Stammblatt für den als Integrationsbeauftragten verbeamteten Sozialoekologen relativ stabile Verkaufszahlen vorweisen und an diese Zielgruppe wollte die FAZ heran.

  11. Ich hatte die faz seit 1976 abonniert. Ohne faz wäre ich nicht geworden, was ich jetzt bin (politisch!).
    Diese zeitung hatte mir eine sichere grundlage geliefert und immer weiter nach oben gebracht. Durch die fehlerbehaftete redaktionspolitik habe ich den sicheren grund seit einiger zeit verloren,
    aber
    rechtzeitig
    PI
    gefunden.
    Dieser halt ist viel sicherer als alles, was die faz in der letzten zeit mir geboten hat.
    Inzwischen habe ich endlich die kündigung auf den weg gebracht. Allein, wenn ich dran denke, wieviel geld ich hätte sparen können…

  12. Die Rede von PI schon lange! Ob die FAZ aber tatsächlich wieder konservativer wird, muss bezweifelt werden.

    Es ist völlig unerheblich, ob die FAZ (jetzt) ‚wieder‘ konservativer wird oder nicht … – das ist wie mit der Jungfräulichkeit: Wenn sie einmal weg ist … ist sie weg. Und bleibt weg. Da hilft auch kein ‚kosmetisches Zunähen‘ mehr. ‚Konservativismus‘, der – bei entsprechendem Zeitgeist und dadurch steigender Auflagenhöhe – auch mal durch ein paar Jahrzehnte Linkschic abgelöst werden kann, ist nicht nur keiner – er war es auch nie! Das ist das Problem des (wirklich) Echten – es kann sich nicht anpassen an linksradikale Zeitumstände – es muß dann eben einfach vergehen. Oder bestenfalls ein Mauerblümchendasein führen, aber es muß sich eben treu bleiben, sonst ist es nicht mehr was es ist. Und genauso hat Schirrmachen gezeigt, daß die FAZ in Wirklichkeit eben niemals wirklich konservativ war, sondern immer ökonomisch, und das heißt: ökonomisch erfolgreich. Sie war in Wirklichkeit schon immer was sie heute noch ist: Jederzeit bereit schon heute die Anpassung von morgen zu finden, die den maximalen ökonomischen Erfolg verspricht. Ein Blatt für Wirtschaftslenker – keins für Charaktermenschen.

  13. Schirrmacher, ein überschätzter Ideologe.
    Den Unsinn, den er über das Internet geschrieben hat, fand im Zeitungsmilieu selbstverständlich Anklang:

    http://www.welt.de/kultur/article5272862/Das-Internet-macht-unser-Hirn-kaputt.html

    Das Internet ist nichts als eine Informationsquelle, die es ermöglicht, Dummschwätzer, wie Sharietta ISlamka und Konsorten mit wenigen Netzzugriffen zu widerlegen.

    Anstatt Ideologie in die FAZ zu pumpen, hätte deren Sachlichkeit geschärft werden müssen. Der Leser sucht Informationen, sachliche Kommentare, aber keine linken Ideologien.

    Schade um die FAZ, die NZZ und wie sie alle heissen …

  14. Kürzlich hat mich die FAZ als Ex-Leser angerufen, ob ich nicht ein „unwiderstehliches“ Wiedereinstiegsangebot nutzen wollte. Da habe ich denen klipp und klar gesagt, dass ich um die übliche „alternativlose“ Linkspropaganda zu hören, kein Geld für ein teures Zeitungsabo auszugeben bräuchte. Da bekäme ich über das staatliche Zwangsfernsehabo schon genug davon mit.

    Ich habe den Eindruck, die notieren und registrieren solche Antworten durchaus und möglicherweise bekommen die so etwas sogar öfter zu hören…

    Ob ein Reagieren darauf das sterbende Produkt Zeitung retten kann ist allerdings fraglich. Nicht fraglich ist allerdings, dass unter unseresgleichen mehr Leser zu rekrutieren wären, als unter den weit überwiegend geistigen und materiellen Habenichtsen, die in Scharen in dieses Land einwandern, auch weil die Printmedien es herbei schreiben, statt endlich mal vernehmbar „das Boot ist voll“ zu skandieren…

  15. „Die Rede von PI schon lange! Ob die FAZ aber tatsächlich wieder konservativer wird, muss bezweifelt werden.“

    Hier liegt der Übergang von einer Stammesgemeinschaft zu einer Vertragsgemeinschaft (mit dem politisch korrekten Mainstream) vor. So etwas stellt eine unumkehrbare Degeneration dar, und das überlebt die Gemeinschaft nicht lange. Die äußeren Anzeichen dafür sind schon sichtbar.

    ich persönlich fleddere schon mal an der Leiche, indem ich nur noch im Internet die Rubriken Sport und „Essen und Trinken“ lese.

  16. Nicht nur das „Übel Schirmacher“. Nicht einmal personell wird sich die FAZ erneuern, da sind Unsäglichkeiten wie Bahners (nicht nur der) vor. Inhaltlich so weit abgedriftet wie die Prantl-Prawda, ein (wirtschaftlich) längst bankrottes linkes Hetzblatt, das von einem Stuttgarter Verlag vor der Insolvenz bewahrt wurde. Aus welchem Grund eigentlich? Einem ökonomischen? Inhaltiche können es nicht sein.

Comments are closed.