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Kassel: Marokkaner beleidigt jüdischen Kagida-Demonstranten – Teilnehmerzahl verdoppelt

[1]Am Montag, den 15.12.2014 um 18:30 Uhr, war es auch in Kassel wieder soweit. Das Bündnis „Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“ [2], KAGIDA, hatte aufgerufen. Der Platz füllte sich diesmal zunehmender und trotz der immer wieder gleich lautenden Berichterstattung der örtlichen Medien waren es diesmal auf dem Abendspaziergang ca. 160 Teilnehmer – also doppelt so viele wie am vorigen Montag.

(Von Vincent)

Die Presse überschlägt sich mittlerweile in Beschimpfungen und Verleumdungen gegenüber der immer stärker werdenden Bewegung, die sich aus der gesellschaftlichen Mitte entwickelt. Dass es sich tatsächlich um eine breite Bewegung der Mitte handelt, konnte man am Publikum sehen. Von Schülern bis älteren Menschen, vom Rechtsanwalt bis zum einfachen Arbeiter, und auch einige Bürger mit türkischen Wurzeln waren vertreten.

Der Veranstalter Michael Viehmann wies gleich zu Beginn seiner Rede auf die gesellschaftlichen Missstände hin. Er warb noch mal für die Inhalte der Kagida/Pegida-Bewegung und trug die 19 Punkte des Positionspapiers [3] vor. Viehmann betonte, dass die Punkte nicht nach Reihenfolge zu werten seien. Ihm persönlich geht es vor allem darum, „eine Veränderung in Deutschland herbeizuführen, durch mehr Demokratie. Wir fordern die Regierung auf, den Bürgern mehr Gehör zu schenken und nach Schweizer Vorbild endlich Volks- und Bürgerentscheide zuzulassen.“

An die Medien gerichtet rief Viehmann durch das Mikrofon: „Das Schwingen mit der Nazikeule bringt keinem etwas. Gewalttätige Gegendemonstranten der Antifa werden stillschweigend ignoriert.“ Man habe auch keine Lust mehr, sich durch die Medien an der Nase herumführen zu lassen, die eine angebliche Islamisierung schlichtweg leugnen. Dabei hatte z.B. der Spiegel in Heft 13/2007 [4] die stille Islamisierung Deutschlands sogar als Titelaufhänger gebracht. „Machen das heute ganz normale Bürger bei KAGIDA, dann sind das plötzlich böse Rechtspopulisten“, so Viehmann.

Als weiterer Redner am Mikrofon erschien der Sprecher des Kreisverbandes Kassel-Stadt der Alternative für Deutschland (AfD) und Rechtsanwalt Manfred Mattis. Er betonte nochmals, wie wichtig es ist, in einer Demokratie für Meinungsfreiheit und demokratische Werte einzustehen. In seiner von vielen beklatschten Rede erinnerte er auch an seine persönlichen Erfahrungen, die er mit der Einführung des Euros hatte. Seine Kritik wurde seinerzeit belächelt, viele Mahner wurden damals als Ewiggestrige bezeichnet. Dass der Euro in seiner jetzigen Form gescheitert ist, erkennt mittlerweile fast jeder, der sich dem Thema mit Sachverstand nähert.

Ein Redner der Friedensbewegung betonte, dass es nicht um eine pauschale Verurteilung von Muslimen geht, sondern um den radikalen menschenfeindlichen Islam. Eine Diskussion über Rechts oder Links würde nur die Ursachen verschleiern, wer hier die Verantwortung trägt für die Flüchtlingswellen. Er kritisierte die Waffenlieferungen und verordnete recht ausführlich, dass er die Mitschuld bei der amerikanischen Regierung sehe, die Demokratie notfalls auch mit Folter und Gewalt in die Welt tragen will. Auch Deutschland würde sich leider all zu oft unkritisch in einer Allianz mit den Amerikanern befinden.

Während sich der Abendspaziergang der KAGIDA in Bewegung setzte, machten sich die 400 Polizisten bereit, den Aufzug zu sichern. Zeitgleich wurde dann von einer dem Antifaspektrum zugeordneten Gruppierung der Spaziergang begleitet und mit Parolen wie „Nie wieder Deutschland, Kein Volk, keine Heimat!“ und anderen oft sehr zweifelhaften Rufen angefeindet. Der durch ein enges Spalier geschützte Spaziergang ließ sich aber davon nicht provozieren und reagierte mit einer witzigen Gegenreaktion. Auf den Ruf „Nazis raus!“, stimmte man diesen mit ein so dass hier alle „Nazis raus!“ riefen. Das führte zu einer skurrilen Situation. Eine Türkin mit christlichen Wurzeln konnte nicht fassen, wie ihr geschah. „Ich bin echt entsetzt wie man hier von Deutschen, die sich Antifa nennen, als Türkin, die gegen eine zunehmende Islamisierung auf die Straße geht, als Nazi beschimpft wird!“, so die Demoteilnehmerin im Gespräch.

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Gegen Ende des Spazierganges kam es zu einer Aktion, die gut die derzeitige Situation in Deutschland beschreibt und das Schweigen und die Feigheit der etablierten Parteien versinnbildlicht.

Ein Pärchen aus den Reihen der Gegendemonstranten griff immer wieder verbal die Demoteilnehmer an und kamen diesen bedrohlich nahe. Der Mann dieses Pärchens, der sich später als Marokkaner entpuppte, schrie und beleidigte die Demonstranten. Als er einen älteren Mann (ca. 75 Jahre) erblickte, sprach er ihn direkt an und rief: „Du scheiss Nazi!“

Der alte Mann ging einige Schritte auf den Schreihals zu und sagte ihm: „Mein lieber Herr, ich bin kein Nazi, denn ich bin ein Jude!“
Was jetzt geschah war unfassbar! Denn das schien den Marokkaner noch mehr in Rage zu bringen. Er brüllte jetzt so, dass jeder es hören konnte: „Euch sollte man zuerst vergasen!“

Ein Polizist zuckte sichtlich geschockt zusammen und griff ein und bot dem älteren Mann an, eine Strafanzeige zu machen. In diesem Zusammenhang wurden auch die Personalien festgestellt.

Der Veranstalter bot seine Mithilfe an und unterstützte die Strafanzeige. Zu den genauen Ermittlungen und ob es nun zu der Strafanzeige gekommen ist, können wir aktuell noch nichts sagen, aber wir bleiben natürlich dran.

Ungeheuerliche Zustände, die von der Presse nicht beschrieben und schlichtweg geleugnet werden. Wie kann es sein, dass Juden sich so was anhören müssen? Wie kann es sein, dass türkische Christen sich als Nazis beschimpfen lassen müssen? Meinungsfreiheit darf in Deutschland nicht zur Mutprobe werden!

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Nachtrag:

Mit einer Resolution haben sich die Kasseler Stadtverordneten am Montagabend einstimmig für ein „weltoffenes Kassel“ ausgesprochen. Sie wenden sich dabei gegen „menschenverachtendes Gedankengut“ von, Überraschung: KAGIDA! Mit diesem Trommelfeuer der etablierten Parteien wird hier auf kritische Menschen eingeprügelt, die man scheinbar gerne vorverurteilt, ohne sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Für uns ein klares Zeichen am 22.12. weiterzumachen: Gewaltfrei und vereint gegen Glaubenskriege auf fremden Boden – für Frieden, Demokratie und Meinungsfreiheit!

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» HNA-Artikel [7] zur Kagida-Demo

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