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Kretschmann will „Selbstreinigung des Islam“

kretschmannDer in letzter Zeit doch etwas „rebellisch“ anmutende grüne Landesvater Winfried Kretschmann (Foto) aus Baden-Württemberg trägt noch im alten Jahr wieder einmal zur Aufregung innerhalb seiner Partei und auch bei den Islamfunktionären im Lande bei. Hat der in seiner Studentenzeit beim „Kommunistischen Bund Westdeutschland“ aktive – und dennoch den katholischen Glauben praktizierende Winfried Kretschmann Ambitionen seine bräsige Partei neu aufzustellen oder kann man die obige Verlautbarung aus Stuttgart/Berlin nur als eine neuerliche und raffinierte Taktik verstehen?

(Von cantaloop)

Ein recht aktueller Artikel in der „Zeit-online“ gibt Aufschluss.

Berlin (dpa) – Angesichts der Krisen in der arabischen Welt hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann eine „Selbstreinigung des Islam“ angemahnt. Es sei Aufgabe aller Religionen, „sich selbst zu reinigen von menschenrechtsfeindlichen Strömungen“, sagte Kretschmann dem Berliner „Tagesspiegel“. „Das gilt auch für den Islam.“ In der arabischen Welt, dem „Kulturland des Islam“, hätten sich fundamentalistische Strömungen ausgebreitet, die in Gewalt und Terror ausarteten. „Medial vielfach verbreitet entstehen dadurch leicht Vorurteile und Ängste gegenüber dem Islam.“

So vernünftig und liberal sich diese Aussage des Grünen im ersten Moment auch anhört, so kritisch muss man in der Interpretation und Analyse damit umgehen. Denn sicher ist nur Eines; Kretschmann repräsentiert mit seinen doch relativ konservativen Ansichten innerhalb seiner Partei nur eine ganz kleine Minderheit von überwiegend süddeutschen Akademikern, welche aus der Praxis wissen, dass in dieser sehr innovativen Region des Landes die Uhren etwas anders ticken und man dort nicht so radikal linke Politik, wie beispielsweise in NRW oder den andern roten Bundesländern, fordern und praktizieren kann.

Auch den Tübinger Boris Palmer und auch den Freiburger OB könnte man in diesem „rechten“ Kreis der Grünen verorten – bei denen Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren zu sein scheint.

Wie aber nicht anders zu erwarten, ist dann die ebenfalls im Artikel thematisierte „Annäherung“ an Pegida doch durchaus wieder von grüner Parteiräson und typisch linker Überheblichkeit sowie Arroganz geprägt:

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Politik zum Dialog mit den Anhängern der islamfeindlichen Pegida-Bewegung aufgerufen. „Wir müssen mit ihnen reden und sie von etwas Besserem überzeugen“, sagte Kretschmann dem Berliner Tagesspiegel. Aufklärung sei „das einzige Mittel“, denn Ängste und Vorurteile von Menschen könne man nicht verurteilen.

So ähnlich hat sich ja auch der aus Baden stammende Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geäußert – man muss es den Leuten nur richtig „erklären“, dann verstehen sie irgendwann schon, dass es gut für sie ist, wenn der Islam eines Tages Deutschland dominiert. Bis dahin allerdings werden Schäuble, Kretschmann und Konsorten längst nicht mehr unter den Lebenden weilen und somit sind sie auch nicht mehr direkt von den Konsequenzen ihrer verantwortungslosen Politik betroffen. Bestenfalls noch ihre Familien und sofern vorhanden, ihre Kinder.

Aber ansonsten gilt für 2015 ein politisches „Weiter so“ für alle Grünen, Linken und ihre Claqueure im Lande, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie ihre islamophile Einstellung zu Gunsten des immer deutlicher hervortretenden Volkswillen neu überdenken. Vorher werden eher Wasserwerfer und Schlagstöcke gegen bürgerliche Demonstranten aufgefahren und alles niedergeknüppelt, was nicht der staatlich verordneten Doktrin entspricht. Das würde dann auch ganz sicher von den „breiten Bündnissen gegen Rechts“ befürwortet werden.