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Pakistan: Taliban schlachten 132 Kinder ab

talibanGestern drangen mehrere bewaffnete Taliban in eine Schule im pakistanischen Peshawar ein und hinterließen eine Spur des Grauens. Wie heute bekannt wurde, starben bei dem Massaker rund 150 Menschen, darunter 132 Kinder. Peshawar gilt als Al Kaida-Hochburg. Ein Taliban-Sprecher begründete den Angriff gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters so: „Wir haben die Schule ins Visier genommen, weil die Armee unsere Familien ins Visier genommen hatte. Wir wollen, dass sie unseren Schmerz spüren.“ Zum Zeitpunkt des Angriffs hatten sich rund 400 Schüler in der Aula aufgehalten.

(Von L.S.Gabriel)

Das Motiv für die erst nach stundenlangen Feuergefechten mit der Armee beendete Attacke war wohl die Militäroffensive im nordwestlichen Grenzgebiet zu Afghanistan, wo gezielt die Taliban im Visier der Armee sind. Zuerst habe es geheißen, dass die Kinder gar nicht das Ziel gewesen seien, sondern ausschließlich Militärangehörige. Ein Militärsprecher erklärte jedoch, das Ziel sei es von Anfang an gewesen „unschuldige Kinder zu töten“. „Sie wollten überhaupt keine Geiseln nehmen“, wurde General Asim Saleem Bajwa von pakistanischen Medien zitiert.

Die Bild berichtet:

Die Mörder kletterten vom angrenzenden Friedhof über eine Umgrenzungsmauer auf das Schulgelände und begannen, aus allen Rohren zu feuern, während sie auf die Klassenräume und die Aula der Schule zustürmten. [..]

Ein 14-jähriger Junge berichtete, die Täter hätten einer Lehrerin in den Kopf geschossen, die Leiche in Brand gesetzt und gerufen: „Gott ist groß!“. Anschließend seien die Taliban in Klassenräume und andere Teile der Schule gerannt. Er selbst habe sich tot gestellt und so überlebt, sagte der 14-Jährige.

Die Täter gingen laut Augenzeugen von Klassenraum zu Klassenraum und erschossen Kind für Kind, insgesamt 141 Menschen. „Die meisten Schüler starben durch Kopfschüsse“, berichtete Pakistans Informationsminister Mushtaq Ahmed Ghani. Die Kugeln wurden aus nächster Nähe abgefeuert.

Auch eine Sprengstoffweste soll gezündet worden sein.

Seit Jahren wüten die Taliban in Pakistan und Afghanistan. Die in Pakistan nun wieder zugelassene Todesstrafe für derartige Taten wird die Korantreuen aber wohl nicht im Geringsten abschrecken. Warum auch, den Anhängern des Todeskultes ist ja das Sterben näher als das Leben.

Und was passierte danach? Das weltweite Taqiyya-Distanzieren begann: „Das war eine unmenschliche und unislamische Tat, die in keiner Weise zu rechtfertigen ist“, wird die iranische Außenamtssprecherin Marsieh Afcham zitiert. Wie zum Hohn erklärten auch die afghanischen Taliban, es verstoße gegen „Grundsätze des Islam”, Unschuldige, Frauen und Kinder vorsätzlich zu töten und gaben sich ebenso betroffen wie das „Islamische Emirat Afghanistan”, das den Betroffenen sein Beileid aussprach.

Und Ijad Amin Madani, Generalsekretär der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), erklärte, es handle sich um einen „entsetzlichen und sinnlosen terroristischen Angriff“ und es gäbe keine Rechtfertigung im Namen des Islams solche Gewalt auszuüben.

Nein, natürlich nicht. Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun. Islam ist Frieden, das wird uns täglich bei derartigen oder anderen barbarischen Akten bewiesen.