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Die großen Verdunkler

Sie wollen den Kölner Dom verdunkeln – wie im Krieg. Haben wir Krieg? Zum Glück nicht – oder? Wer ist der Feind? Einige zeitgeistkritische Personen sind der Feind, die trotz übelster Angriffe, trotz Spott, Beschimpfungen und groß angelegter medialer Desinformation, trotz aggressiven Gegendemonstranten bei ungemütlichem Wetter für Überzeugungen ihren Hintern auf die Straße bewegen, die den Herrschenden nicht passen.

(Von Selberdenker)

Ja, für dieses „Arsch huh“ muß man wirklich hart gesotten sein!
Doch haben wirklich diese Demonstranten, diese erste Demo in Köln dazu geführt, dass man den Dom verdunkeln möchte? Ist es wirklich „Köln“, das da die Schalter drückt?

An den Schalthebeln

Irgendjemand hat über Facebook dazu aufgerufen, am Montag, den 5. Januar, während der angemeldeten Kögida-Demo das Licht auszuschalten. Man wolle so ein „Zeichen von Menschlichkeit“ gegen „rechtsradikales und menschenunwürdiges Gedankengut“ erreichen. Das ist natürlich immerhin freundlicher, als Demonstranten zu beschimpfen oder mit Flaschen zu bewerfen. Jeder Jeck ist Herr seines eigenen Lichtschalters.

Doch der Kölner Dom gehört nicht denen, die gerade die Macht über den Schaltkasten haben. Genau so ist es eigentlich auch mit der Dresdner Semperoper, die deren opportunistische Hausmeister gegen Pegida ebenfalls ausgeknipst haben.

Ich habe nichts gegen Gegendemonstranten, wenn sie friedlich bleiben. Das ist Demokratie. Ich habe auch nichts gegen Leute, die sich edelmütig zwei Stunden die Wohnung mit Kerzen erhellen, um gegen „Rassismus“ ein Zeichen zu setzen, weil sie es nicht besser kapieren wollen. Sowas kann ja auch gemütlich sein und bestimmte Leute spirituell weiterbringen.

Ich finde es bedenklich, wenn wenige mächtige Personen sich anmaßen, darüber entscheiden zu können, wofür oder wogegen zu demonstrieren gut oder böse ist und wenn diese Personen dann ihre Machtfülle dazu benutzen, den Eindruck zu erwecken, stellvertretend für eine ganze Großstadt einem Weltkulturerbe für die Dauer der unerwünschten Demo den Saft abzudrehen. Auch die Kirche hat sich da wieder dem herrschenden Zeitgeist angebiedert – wie leider zumeist in ihrer Geschichte. Ja und Amen zu dem, der die Macht hat.

Wo ist deren Solidarität mit den durch den IS – und andere islamische Mörder – massenhaft abgeschlachteten Christen? War die Dombeleuchtung deshalb eine einzige Minute ausgeschaltet? Pegida hat das schon mehrfach thematisiert und möchte Ähnliches in Deutschland, wo der Islam an politischem Einfluß gewinnt, verhindern. Sind sie deshalb „Meschenfeinde“?

Zeitgeist wird zum Ungeist

Es gibt kaum eine größere Geringschätzung von Demonstrierenden in einer Stadt, als ihre eigenen Wahrzeichen gegen sie einzusetzen. Änhänger von Pegida mussten sich schon fast alles bieten lassen und sind trotzdem gekommen. Köln ist ein Zentrum des linken Klüngels und es wird den Abweichlern hier besonders schwer gemacht werden, darauf kann man sich verlassen. Es wird viel Polizei nötig sein – nicht wegen den Demonstranten, sondern, weil die Demonstranten vor den tatsächlichen „Chaoten“ (Bezeichnung von Pegida durch den aktuellen Bundespräsidenten Gauck) – vor den Gewaltbereiten unter den Gegendemonstranten geschützt werden müssen.

Es bleibt dabei: Die Stärke von Pegida ist Gewaltfreiheit. Es wird noch härter werden, als in Dresden – und deshalb werden sich Opportunisten nur unter den Gegendemonstranten finden. In Köln wird schon lange gesellschaftlich lieber beleuchtet, was den Herrschenden passt. Wer abseits der so beleuchteten Pfade tappt, geht äußerst unbequem. Diskutiert wird erst garnicht – gerade in Köln fünktioniert reine Dämonisierung bestens. Dazu wird man von der Komplettsammlung der karnevalistischen und linkskabarettistischen Superkölnerschaft noch musikalisch und künstlerisch bestens unterhalten – alles für lau und ohne Angriffe, mit dem Oberbürgermeister und technisch professionell organisiert – klar, dass da Tausende kommen.

„Arsch huh“

– das war mal eine berechtigte Reaktion auf Angriffe gegen Ausländer. Heute geht es aber nicht mehr um Gewalt gegen Ausländer – und natürlich auch nicht um Gewalt durch Ausländer. Heute geht es nur gegen Andersdenkende, die man nicht so nennt, sondern sie einfach zu „Menschenfeinden“ dämonisiert.

Zurück zu den Eingangsfragen: Die verdunkeln den Dom nicht wegen einigen Demonstranten. Ich glaube, die Mächtigen haben Angst davor, dass es mehr werden, dass die Leute merken, dass auch andere, nicht radikale Leute, wie sie denken. Sie haben Angst um ihre Macht. Deshalb ist es auch nicht ganz „Köln“, das da den Dom verdunkelt – sondern nur die Patschhand irgendeines Laien der Mächtigen.

Die drei Affen

Pegida wird dämonisiert. Deshalb geht man mit der Bewegung auch um, wie die drei Affen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen).
Das funktioniert aber nicht, weil der Stempel „böse“ auf Pegida nicht passt. inzwischen hat der dritte Affe seine Hand vom Maul genommen und damit begonnen, böse zu schimpfen. Das bringt aber niemanden weiter, weil die zwei anderen Affen sich nicht bewegt haben.

Eines verbindet deshalb Pegida und seine Ableger in anderen Städten: Ihre Gegner (ver)urteilen sie, ohne lesen oder zuhören zu wollen.