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CSU-Gauweiler biedert sich in der 4. Moschee an Extremisten und Hassprediger an

gauweilerIst es Naivität? Unwissenheit? Oder eiskalte Berechnung eines Politikers, der rückgratlos auf der Zeitgeist-Welle surft und sich von solch einem Auftritt einen Sympathie-Bonus bei den Buntmenschen verspricht sowie sich die Wählergunst einer rasch wachsenden „frommen“ Bevölkerungsgruppe sichern möchte? Der stellvertretende CSU-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler (Foto links) dackelte am 16. Januar in die berühmt-berüchtigte „Vierte Moschee“ nach München-Freimann, um nach dem islamischen Terror-Anschlag von Paris „für ein Miteinander der Religionen und Kulturen“ zu werben.

(Von Michael Stürzenberger)

Das ist ungefähr genau so lächerlich, als wenn man nach der Reichskristallnacht in die Münchner NSDAP-Zentrale gegangen wäre, um sich dort für ein Miteinander mit den Juden einzusetzen. Gauweiler ließ sich auf der Bühne vom zwielichtigen Imam Ahmad al-Khalifa (Foto Mitte) umarmen, bei dem 2009 eine umfangreiche Razzia durchgeführt wurde. Daneben stand ein Salafist, der in einer Hass-Predigt die Tötung von Mohammed-Beleidigern gefordert hatte.

abouhalimaDie Vierte Moschee war jahrzehntelang der Stützpunkt der Muslimbrüder für ganz Europa. Von hier wurden die Pläne gestrickt, Europa zu islamisieren. In seinem Buch „Die Vierte Moschee“ hat der Journalist Ian Johnson die Strippen aufgedeckt, die von München aus gezogen wurden. In diese Moschee ging auch einer der Islam-Terroristen, die 1993 den ersten Anschlag auf das World Trade Center in New York mit sechs Toten und 1000 Verletzten durchführten: Mahmud Abouhalima (Foto) fühlte sich bei Ahmad al-Khalifa genauso wohl wie jetzt offensichtlich Peter Gauweiler. Es gibt ein Video des unsäglichen Auftritts, zu dem der SPIEGEL berichtet:

Ein Video auf YoutTube zeigt die Szene. Gott habe die Menschen „unterschiedlich gemacht“, sagt der Protestant. „Wir müssen lernen, dass der Unterschied ein Wert ist.“ Man wolle keinen „multikulturellen Einheitsmenschen“.

Al-Khalifa übersetzt die Worte Gauweilers, der später über religiös motivierte Gewalt spricht. In der Vergangenheit habe die Gewalt „wie ein Fieber“ einzelne Gläubige krank gemacht. „Und wir wissen, dass wir immer einen Weg finden müssen aus dieser Gewalt“, sagt Gauweiler. Dies sei nur „in gegenseitiger Fürsorge und Unterstützung“ möglich. Auch der Mann neben al-Khalifa lauscht bedächtig den Worten Gauweilers. Hat Gauweiler ansatzweise eine Ahnung, wer der Mann im weißen Gewand ist?

Es ist der tunesische Salafist Béchir Ben Hassan, der die Tötung all jener fordert, die den Propheten Mohammed beleidigen:

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Das Video mit der Botschaft des Hasspredigers wurde am 11. Januar bei Youtube hochgeladen, fand also vor dem Besuch Gauweilers in der Vierten Moschee statt:

Ahmad al-Khalifa, mit dem sich Gauweiler so vertraut gibt, war schon Imam Idriz bei der Erlangung seiner Aufenthaltserlaubnis 1993 behilflich. In seiner Moschee und seiner Privatwohnung wurde 2009 eine umfangreiche Razzia durchgeführt, da man enge Kontakte zu Terroristen vermutete. Es sollen auch Gelder zur Unterstützung krimineller Vereinigungen zweckentfremdet worden sein. Der zwielichtige Ibrahim El-Zayat, heimlicher Chef der Muslimbrüder in Deutschland, war auch im Visier der Ermittler. Die Abendzeitung berichtete:

Ahmad al-Khalifa, wortgewaltiger Prediger und Chef der Moschee in Freimann, zeigte sich am Dienstag ziemlich einsilbig. Polizei und Staatsanwaltschaft stellten um sechs Uhr morgens seine Wohnung und die Moschee sowie drei weitere Objekte in München und Garching auf den Kopf. Die Ermittlungen richten sich gegen Ahmad al-Kalifa und sechs weitere Beschuldigte, darunter auch den Vorsitzenden der Islamischen Gemeinden in Deutschland (IGD), Ibrahim el Zayat. Ihnen werden enge Kontakte zum islamistischen Terror nachgesagt.

khalifa

So einen Umgang pflegt also der stellvertretende CSU-Vorsitzende, während sich sein Parteigenosse und Münchens Zweiter Bürgermeister Josef Schmid mit Imam Idriz duzt und die Realisierung dessen Islamzentrums nach allen Kräften unterstützt. In dem Video ist zu sehen, wie unerträglich schleimig sich Gauweiler anbiedert. Er murmelt andächtig „Allahu Akbar“ und versichert den anwesenden Mohammedanern, dass der Islam zu Deutschland gehöre:

Hier der Bericht des SPIEGEL über diesen gespenstischen Auftritt Gauweilers.

Kontakt:

» peter.gauweiler@bundestag.de