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Sachsen: „Leonardo Hotel“ wird Asylunterkunft

hotel_leonardoDas Leonardo-Hotel in der sächsischen Kreisstadt Freital liegt in malerischer Landschaft 15 Autominuten von Dresden entfernt. Es verfügt über 160 Zimmer und kann den meist an wärmeres Klima gewöhnten neuen „Gästen“ unter anderem mit einer Sauna dienen. Dass das zwar wesentlich mehr ist als die neuen Bewohner je hatten, wird wohl nichts daran ändern, dass diese Unterkunft bestimmt nicht genehm sein wird. Denn wie die Erfahrung lehrt, ist nur innerstädtischer Wohnraum gewünscht und die „öde Provinz“ wird bei den „neuen Deutschen“ vermutlich auch hier auf Widerstand stoßen. Doch der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist im Zugzwang, bis Ende April werden zu den aktuell bereits 1000 Einquartierten noch 294 hinzukommen.

(Von L.S.Gabriel)

Um die ungebetenen Herrschaften nicht zu verärgern, ist es Landrat Michael Geisler wichtig, nach Möglichkeit die „Asylbewerber dezentral unterzubringen“.

Wie „Dresden Fernsehen“ berichtet, bedauert er:

Auf Grund der Asylpolitik des Bundes und der gegenwärtig im Freistaat geübten Praxis werden wir diesen Weg so nicht mehr vollumfänglich gehen können. Der Freistaat ist auf Grund überfüllter Erstaufnahmeeinrichtungen zu keinem Kompromiss bereit. So werden wöchentlich die Flüchtlinge mit Bussen in die Landratsämter gefahren. Wir wissen bereits heute, dass die Aufnahmekapazitäten bei uns bis Mai erschöpft sind. Außergewöhnliche Ereignisse bedürfen außerordentlicher Maßnahmen. Das Spitzengespräch beim Sächsischen Innenminister war diesbezüglich sehr ernüchternd. Ich fordere mehr Unterstützung für die Kommunen bei der Lösung dieser schwierigen Aufgaben.

Was denn das für „außerordentliche Maßnahmen“ sein werden, hat er nicht gesagt, aber noch wolle man „Notunterkünfte in Turnhallen des Kreises verhindern“. Deshalb wird eben nun das luxoriöse Hotel gemietet und statt zahlender Gäste darf nun der Steuerzahler für die Gäste bezahlen.

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sucht zur dauerhaften Anmietung Immobilien, welche entweder als Wohnheim nutzbar sind oder zu einem solchen hergerichtet werden könnten. Die Objekte sollen zur Unterbringung von Asylbewerbern genutzt werden. Darüber hinaus sucht der Landkreis Grundstücke, die sich zur Aufstellung von Containern eignen. Interesse besteht auch an Angeboten zur eigenständigen Errichtung von Wohnheimstandorten. Zudem sucht der Landkreis Wohnungen zur dauerhaften Anmietung.

Zur „dauerhaften Anmietung“ wird Wohnraum gesucht. Das Märchen von den „vorübergehenden Maßnahmen“ haben alle noch denkenden Bürger ohnehin nicht geglaubt. Beinahe täglich gibt es mittlerweile Meldungen von auf Steuerkosten angemietetem Wohnraum oder gar von beschlagnahmtem Gemeingut (bald wohl auch Privateigentum). Deutschland verkommt zunehmend zu einem riesigen „Flüchtlings“lager und alle sind „gekommen, um zu bleiben“. Mehr als 200.000 Asylanträge gab es 2014, allein im Januar 2015 waren es nun schon 25.042 Anträge.

Im Ausgleich dazu wandern immer mehr Deutsche ab, allein im vergangenen Jahr zogen mehr als 140.000 Deutsche fort. Das sind aber in der Regel gut ausgebildete Stützen der Gesellschaft, die nichts als raus wollen. Was an deren Stelle als „dringend benötigte Fachkräfte“ zu uns kommt, ist wohl am besten in der Kriminalstatistik abzulesen.

Hier ein Rundgang durchs Hotel Leonardo: