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Bonn – 4. Integrationskonferenz: „Teilhabe für Flüchtlinge von der ersten Minute an“

bonn_altes_rathaus [1]Am 20. März fand im Alten Rathaus die vierte „Bonner Integrationskonferenz [2]“ statt. Da die Themen „Flüchtlinge“, „EU-Zuwanderer“, „Rolle der Religionen“, „gewaltbereiter Salafismus“ sowie „Rassismus“ und „Diskriminierung“ auch in Bonn Dauerbrenner sind, war der Saal brechend voll. Fazit der Konferenz: Die illegalen Invasoren können jubilieren – die Integrations- und Flüchtlingsindustrie forderte eine „Teilhabe für Flüchtlinge von der ersten Minute an“. Seid willkommen, Millionen, der deutsche Doof-Michel zahlt alles!

(Von Verena B., Bonn)

Angesichts der großen Teilnehmerzahl freute sich die UmvolkungsIntegrationsbeauftragte Coletta Manemann (Grüne) darüber, dass „hier Vertreter aller Gruppen der Stadtgesellschaft miteinander diskutieren, die sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen“. In den acht Workshops wurde fleißig diskutiert.

Der General-Anzeiger [3] berichtet:

[..] Die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen laufe in Bonn aktuell wirklich gut, hatte Gabriele Al-Barghoui von der Caritas zur Freude der Verwaltung konstatiert. „Aber einiges hat uns überrollt. Wir sind alle von der großen Zahl der Flüchtlinge überfordert“, gab die Fachdienst-Mitarbeiterin zu. Viele neu Hinzugekommene müssten sich deshalb „wie Nussschalen auf hoher See“ fühlen, obwohl man ja eine enorme Mobilisierung an Solidarität auch aus der Bevölkerung verzeichnen könne.

Der Fehler liege für sie in den strukturellen Gegebenheiten: Es vergingen für Flüchtlinge oft wertvolle Jahre, bis Ausbildung und Beschäftigung beginnen könnten. „Integration muss von Anfang an laufen. Jeder Flüchtling muss sofort Alltagskompetenz aufbauen können“, forderte Al-Barghoui. Zustimmung fand sie bei Almut Schubert von der evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit. „Flüchtlingskinder müssen so schnell wie möglich in Schulen. Dafür müssen unsere Schulen flexibler reagieren und sich weit mehr öffnen“, sagte Schubert.

Carmen Martinez-Valdes vom Verein Ausbildung statt Abschiebung, der derzeit 20 allein geflüchtete Jugendliche sprachlich auf die Schule vorbereitet (der GA berichtete), nannte alarmierende Zahlen: Seit Monaten fehlten in Bonn für 50 Kinder der Sekundarstufe I, also bis 15 Jahre, Schulplätze, sowie für 30 Jugendliche der Sekundarstufe II, also ab 16 Jahre. „Bildung, Teilhabe und Partizipation muss es in Bonn aber auch für diese 80 jungen Leute, also von der ersten Minute ihres Aufenthalts an, geben“, forderte Martinez-Valdes unter großem Beifall.

Da erinnern wir uns doch noch an einen Spruch des ehemaligen Bundesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland mit einer starken Nähe zum türkischen Nationalstaat, Kenan Kolat (SPD), der seinen Religionsgeschwistern empfahl: „Lieber Partizipation statt Integration“.

Auf dem Ausbildungssektor sei Bonn dank verschiedener Ratsbeschlüsse aber Vorreiterstadt. Die jungen Flüchtlinge erhielten eine Chance, lobte sie dann. „Hilfen müssen aber auf Augenhöhe gegeben werden. Und Bonns Ausbilder sollten ruhig etwas mutiger werden und es mit diesen jungen Leuten probieren.“ Zudem würde sie sich für Bonn – vergleichbar mit Köln und Düsseldorf – endlich ein Therapiezentrum für traumatisierte Menschen wünschen.

Bonn und neuerdings auch „Good Godesberg“ tut einiges für die künftigen „Neudeutschen [4]“, die das deutsche Volk ersetzen sollen: So sucht die Stadt Bad Honnef jetzt gemeinnützige Träger, die Asylsuchenden eine Beschäftigung anbieten. Diesen Menschen bedeute es viel, ihre Arbeitskraft einzusetzen und ihre Begabungen und Fertigkeiten im Rahme einer für sie geeigneten Arbeit bei staatlichen, kommunalen oder gemeinnützigen Trägern einzubringen. Der Beueler Verein „Abenteuer Lernen“ bietet in Zusammenarbeit mit der „Beueler Initiative gegen Fremdenhass“ den Flüchtlingsfamilien Freizeitaktivitäten wie Werken, Basteln und Experimentieren an. Am letzten Samstag, dem „Internationalen Tag gegen Rassismus“, zeigte die Arbeiterwohlfahrt auf dem Bad Godesberger Theaterplatz Präsenz und ließ respektvoll rund 200 bunte, antirassistische Luftballons mit anhängenden Friedenstauben in den Himmel steigen.

Inzwischen warnen die in Panik geratenen NRW-Städte [5] davor, dass die Unterbringung von Flüchtlingen und Turnhallen und Kulturstädten auf Jahre hin notwendig werde.

Mit dem erwarteten Anstieg auf bundesweit 500.000 Flüchtlinge in diesem Jahr [6] drohten massive Bürgerproteste und ein Zusammenbruch der Willkommenskultur, befürchtet der Präsident des NRW-Städte- und Gemeindebundes, Eckhard Ruthemeyer. Das Land müsse dafür sorgen, dass abgelehnte Asylbewerber umgehend in ihre Heimat zurückgebracht würden.

Feststellbar ist auch ein rasanter Anstieg des Flüchtlingsstroms aus dem Armenhaus Europas, dem Kosovo [7]. Tausende packen dort ihren Rucksack und flüchten nach Deutschland, wo Milch und Honig für alle bunten Wirtschaftsflüchtlinge fließt und alle Forderungen nach Versorgung und angenehmer Unterkunft schnellstmöglich erfüllt werden. Andere Länder, wie zum Beispiel Griechenland, können einen derartigen standardisierten Komfort für Flüchtlinge leider nicht bieten und drohen damit, uns alle ihre Flüchtlinge zu schicken [8], wenn wir nicht endlich ihr Land wieder mal vor dem Konkurs retten.

Seinerzeit hatten die Grünen einmal die Einführung einer „Integrationssteuer [9]“ gefordert. Hinzukommen könnte jetzt ein „Flüchtlingssoli“ – zahlbar selbstverständlich nur von der Integrations- und Flüchtlingsindustrie, die am meisten von den „Neubürgern“ profitiert.

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