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Einbrecherschutz bald steuerlich abzugsfähig?

einbrecherInnenminister Thomas de Maizière hat insgesamt steigende Einbruchszahlen gemeldet, die allerdings nicht in allen Bundesländern zutreffen. Dabei hat er vorgeschlagen, dass der Einbau von Sicherheitsfenstern und ähnliche Maßnahmen gegen Einbrecher steuerlich absetzbar gemacht werden sollen. Andere Politiker haben sich zustimmend geäußert. Der Kauf einer Pistole dürfte nicht dazugehören. Da Rheinland-Pfalz immer noch keine Zahlen gemeldet hat, kommt die gesamte Bundesstatistik erst später.

Warum in Bayern und Baden-Württemberg die Zahlen dramatisch steigen und in NRW und Thüringen zurückgehen, ist nicht klar. Ist NRW schon ausgeraubt, mußten die Einbrecher deshalb weiter nach Süden? Oder haben NRW und Thüringen die Statistiken mal wieder frisiert? Oder melden manche Leute Einbrüche gar nicht mehr?

Der Vizepräsident der Industrie-und Handelskammer Dortmund, Joachim Punge, hat sich jedenfalls gemeldet und in einem offenen Brief angedroht, demnächst selber Steuerabzüge vorzunehmen, wenn der Staat nicht mehr gegen die Verbrecher tut. Was ihm und seiner Familie in den letzten acht Jahren so widerfahren ist, kam hoffentlich in die Statistiken:

Drei Autos wurden gestohlen, eins aus der Garage, eins bei einem Trickdiebstahl, und zuletzt der Wagen der Tochter. Zweimal wurde im Privathaus eingebrochen, dreimal im Büro, zweimal der Wagen der Frau aufgebrochen und die darin befindlichen Navigationsgeräte gestohlen. Ihm wurde am Stadion das Portemonnaie entwendet und seiner Tochter das Handy geraubt.

Der offene Brief ist unter diesem Artikel verlinkt!