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Istanbul: Linksterroristische Geiselnahme blutig beendet – Staatsanwalt tot

istanbul [1]Am Dienstagnachmittag drangen zwei bewaffnete Mitglieder der verbotenen linksterroristischen Vereinigung „Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front“ (DHKP-C) in den Justizpalast in Istanbul ein und nahmen Staatsanwalt Mehmet Selim Kiraz (Foto) als Geisel. Kiraz war der Chefermittler im Fall Berkin Elvan. Der Jugendliche war während der Gezi-Park-Unruhen 2013 [2] von einer Tränengaskartusche tödlich am Kopf getroffen worden. Die Geiselnehmer forderten die Bekanntgabe der Namen jener Polizisten, die für den Tod Elvans verantwortlich waren, berichtet die APA [3]. Die Beamten sollten ein öffentliches Geständnis ablegen. Außerdem verlangten sie die sofortige Einstellung aller Verfahren gegen linke Demonstranten, die wegen des getöteten Jugendlichen auf die Straße gegangen waren.

(Von L.S.Gabriel)

Nach neun Stunden Nervenkrieg beendete die Polizei das Geiseldrama gewaltsam, dabei wurden die Geiselnehmer erschossen. Der Staatsanwalt wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert, wo er wenig später seinen schweren Verletzungen erlag.

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Sofort nach Bekanntwerden der Geiselnahme verhängte die türkische Rundfunkbehörde RTÜK aus „Gründen der nationalen Sicherheit“, wie es sich für eine Diktatur gehört, eine Nachrichtensperre für die Fernsehberichterstattung.

Erdogans schwarze AKP-Miliz ging während der Proteste um den Gezipark im Sommer 2013 mit äußerster Brutalität vor (PI berichtete [6]). Es ist gut möglich, dass der Tod des Jugendlichen zumindest billigend in Kauf genommen wurde, dennoch ist diese Art das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen geprägt vom linken Terror gegen jede Art der Staatsräson.

Schüsse im Justizpalast:

Hier ein Videobericht von Euronews:

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