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Berlin: JewGiDa/BärGiDa-Protest gegen Hass-Konferenz der Hamas-Unterstützer

bärgidaTrotz öffentlicher Ankündigung der Veranstalter der Solidaritätskundgebung für Israel, JewGiDa/BärGiDa wegen des Vorwurfs des Rassismus und Antisemitismus nicht Willkommen zu heißen, entschlossen sich sechs Mitglieder die Kundgebung zu besuchen.

(Von Ramona Thoms)

Um nicht unnötig zu provozieren, ließen wir unsere üblichen Schilder und Erkennungszeichen zu Hause. Schon als wir vom Treffpunkt Treptower Park in Richtung Kundgebung liefen wurden wir beobachtet. Besonders Leonie, sie trug ein schönes weißes Kleid und einen weiß-blauen Schal und Sam, der wie immer seine Kippa trug, wurden von einem jungen Mann beäugt, aber dazu später mehr.

Anmeldung der Spontandemo gegen die Hasskonferenz der Hamas-Unterstützer

Beim Erreichen der Kundgebung, waren wir über die geringe Teilnehmer Zahl von ca. 150 Personen überrascht. Volker Beck, von der Partei Die Grünen war vor Ort, gemeinsam mit der SPD und Antifa. Es dauerte nur ein paar Minuten bis man uns missbilligend begutachtete. Uns war sofort bewusst, dass man uns erkannt hatte. Über den Lautsprecher, wurden wir aufgefordert, die Kundgebung zu verlassen und den Teilnehmern wurde erklärt, dass man Jewgida/Bärgida keine Plattform bieten wolle. Wir reagierten überrascht ob der heftigen Reaktion uns gegenüber, auch weil die Polizei sofort aufgefordert wurde unsere Gruppe vom Veranstaltungsort wegzuführen. Ein Teilnehmer kam auf uns zu und beschimpfte uns als Rassisten, die sie hier nicht haben wollten. Diese Aussage brachte mein Blut in Wallung und ich erklärte, dass zwei Mitglieder unserer Gruppe jüdische Mitbürger seien und wollte wissen, wie man diese als Antisemiten und Rassisten beschimpfen könne? Die Antwort war nur eine verächtliche Handbewegung.

Da wir nicht gekommen waren, um zu provozieren verließen wir den Platz und meldeten bei der Polizei eine Spontandemonstration an. In freundlicher Atmosphäre wurden die nötigen Absprachen getroffen. Unter Polizeischutz wurden wir zu unserem Kundgebungsort geführt. Schon auf dem Weg dorthin mussten wir uns Beleidigungen seitens Pro-Palästinenser-Demonstranten gefallen lassen. Wir wurden auf eine Wiese geführt. Dort hatten sich palästinensische Demonstranten postiert, die uns auch sofort entdeckten. Ich erkannte den jungen Mann wieder, der Leonie und Sam am Bahnhof auffällig gemustert hatte. Über ein Mikrophon wurde unsere Gruppe von ihm, insbesondere Sam, während der Dauer unserer zweistündige Kundgebung verbal attackiert.

JewGiDa.BaerGiDa.2015.04.25.Hamas.Hasskonferenz.Berlin_pi.00

Die üblichen verachtenden Aussagen über den Staat Israel nahmen wir stoisch hin. Angelockt von den Anti-Israel-Slogans, wie u.a. „Kindermörder Israel“, „Faschistenstaat Israel“, und „Deutschland liefert an Israel die Waffen, mit denen unsere Frauen und Kinder getötet werden“, sammelten sich immer mehr Menschen auf der Gegenseite, die uns etwas später versuchten zu bedrängen. Die Polizei schützte uns, was die Menge umso mehr in Rage brachte. Daraufhin wurden auch die Beamten dafür, dass sie uns schützten beschimpft und bedrängt, was die erfahrenen Polizisten aber nicht aus der Ruhe brachte.

Plakat: Wir lieben Israel

Fazit: Ohne den massiven Polizeischutz hätte es definitiv körperliche Übergriffe, denen wir uns allein nicht hätten erwehren können, seitens der palästinensischen Demonstranten auf unsere Gruppe gegeben. Dieser Tag zeigte, der Wunsch und Wille zur Auslöschung Israels, sowie zur Islamisierung Deutschlands und Europas wird von vielen Muslimen geteilt. Denn wie so oft wurde beides vom Sprecher und vielen Demonstranten auch hier immer wieder laut und mit bedrohlichem Unterton in unsere Richtung gerufen.

Hier der friedliche Protest von JewGiDa und BärGiDa:

Hier Islamfaschismus, Judenhass und Israelfeindlichkeit: