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Paris: Islam-Anschlag auf Kirchen verhindert

terror [1]Wie erst heute bekannt wurde, vereitelten die französischen Behörden bereits am vergangenen Sonntag einen Terroranschlag auf Kirchen im Großraum Paris. Laut „Le Monde [2]“ wurde der 24-jährige algerische Informatikstudent, Sid Ahmed Ghlam (Foto) im Pariser Vorort Villejuif unmittelbar vor Ausführung der Tat unter Terrorverdacht festgenommen. Innenminister Bernard Cazeneuve erklärte, es sei mindestens ein Anschlag auf eine Kirche geplant gewesen. Der Algerier stand bereits 2014 unter Beobachtung, da er versucht haben soll nach Syrien in den Dschihad zu reisen. Derzeit stehen 1500 Personen unter diesbezüglicher Beobachtung. Dennoch ist es aber wohl nur der Ungeschicktheit des Täters zu verdanken, dass er den Sicherheitskräften ins Netz ging.

(Von L.S.Gabriel)

Beim Versuch, ein Fahrzeug zu entwenden, soll der Mann am Sonntagmorgen die 32-jährige Fitnesslehrerin Aurélie Châtelain getötet haben. An der Aufklärung des Falles wurde mit Hochdruck gearbeitet. Bei diesem Raubüberfall habe der Terrorist sich aber selber ins Bein geschossen. Da er unter erheblichem Blutverlust litt, musste er eine Ambulanz rufen. Die Ärzte meldeten daraufhin den Behörden eine Schussverletzung. Die dann gefundene Blutspur führte zum Fahrzeug Ghlams, worin die Ermittler ein „Kriegswaffenarsenal“ fanden. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs und der Wohnung fanden die Beamten unter anderem eine als gestohlen gemeldete Sig-Sauer-Pistole, eine schusssichere Weste, Munition und eine Kalaschnikow, außerdem Dokumente, die auf den Anschlag auf zwei Kirchen schließen ließen.

Nach den islamischen Terroranschlägen auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo [3] in Paris und einen jüdischen Supermarkt in Porte de Vincennes [4], östlich von Paris hatte Frankreich seine Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft. Präsident François Hollande mobilisierte 10.000 Soldaten zur Stärkung der inneren Sicherheit [5], zusätzlich waren 5000 Polizeibeamte zum Schutz jüdischer Einrichtungen abgestellt worden. Im Großraum Paris gilt immer noch die höchste Terrorwarnstufe.

Premierminister Manuel Valls sprach von einer in Art und Umfang beispiellosen terroristischen Bedrohung, der Frankreich in den letzten Wochen zu trotzen hatte und zeigte sich erfreut, dass der Anschlag diesmal verhindert werden konnte.

Natürlich ist der Erfolg in diesem Fall Anlass zur Erleichterung. Fakt ist aber doch, dass es eben nur Zufall oder die Dummheit des Täters war, die dazu beigetragen hatte. Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Islamterrorist einen Anschlag ausführt, und dass es sich mit Sicherheit irgendwann um eine christliche Kirche oder gar einen großen „prestigeträchtigen“ Dom handeln wird auch. Die Strategie, die Dschihadisten nicht ausreisen zu lassen, ist mit Sicherheit die falsche.

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