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TV-Tipp: Flüchtlinge – Gerettet, um zu bleiben?

illnerDie Mittelmeertoten der vergangenen Tage füllen die Gazetten. Von der völlig irren Idee die illegalen Einwanderer de facto direkt daheim abzuholen und nach Europa zu bringen, bis zum Versenken der Schlepperboote und der einzig sinnvollen Aufforderung Australiens, Europa solle sich die australischen Push-back-Aktionen auch zu eigen machen ist zu lesen. Von unterlassener Hilfeleistung Europas ist ebenso die Rede, wie von Beihilfe zum Schleppertum. Bei Maybritt Illner, heute Abend im ZDF um 22.15 Uhr werden Fragen gestellt, wie: Wie viele Flüchtlinge kann Europa, wie viele Deutschland aufnehmen? Wer stellt die Milliarden zur Verfügung, die ihre Unterbringung, Betreuung und Integration kosten? Jetzt mit Video!

(Von L.S.Gabriel)

Die richtigen Fragen werden, zumindest in der Ankündigung zu Sendung, aber nicht gestellt. Wer sind diese Menschen überhaupt, die da kommen? Ist es nicht so, dass weniger die in den Heimatländern verfolgten, als vielmehr die Verfolger sich auf den Weg nach Europa machen? Auf den mittlerweile zahllosen Bildern Angekommener sind kaum Familien, Frauen und Kinder zu sehen. Bei der Mehrzahl, der illegal nach Europa eindringenden Personen handelt es sich um junge, kräftige, meist gewaltbereite Männer. Warum darf die „Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union” (Frontex) nicht ihre Arbeit machen und die Grenzen der EU vor illegalen Übertritten sichern? Wer sind die Nutznießer des EU-Gebotes, dass die Insassen der Schlepperboote nur in Richtung Europa „gerettet“ werden dürfen?

In der Sendungsbeschreibung heißt es:

Mit ca. 500.000 Asylbewerbern rechnen deutsche Länder und Kommunen allein für dieses Jahr – ohne eine Ausweitung der Rettungsmaßnahmen. Freie Unterkünfte gibt es bereits jetzt kaum noch, viele der aufnehmenden Gemeinden sehen sich überfordert, die Zahl der ausländerfeindlichen Übergriffe auf Unterkünfte steigt. [..] Reicht es, Kriegsflüchtlingen nur vorübergehend Schutz zu gewähren, um sie dann wieder in ihre umkämpften Länder zurückzuschicken? Wer darf kommen, um zu bleiben?

Die Gäste sind:

Katrin Göring-Eckardt (Bündnis ’90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag fordert vom Bund die Mittel für „Flüchtlinge“ auf eine Milliarde Euro zu verdoppeln.

Wolfgang Bosbach (CDU), Vorsitzender des Innenausschusses im Deutschen Bundestag wies vor kurzem die Forderung der Bundesländer nach mehr Geld für die Unterbringung von Flüchtlingen zurück. Es gebe eine klare Vereinbarung für die Finanzverantwortung von Bund und Ländern. Der Bund stelle ohne rechtliche Verpflichtung den Ländern 2015 und 2016 je 500 Millionen Euro zur Verfügung. Die Verantwortung der Verteilung obliege den Ländern, so Bosbach.

Christopher Hein, Direktor des Italienischen Flüchtlingsrates (CIR) fordert den „Flüchtlingen“ einen legalen Weg in die EU zu ermöglichen.

Franziska Giffey (SPD), Bezirksbürgermeisterin Berlin-Neukölln hatte sich als Schulrätin für sogenannte „Willkommensklassen“ in den Schulen ausgesprochen, wo die „Flüchtlings“kinder gemeinsam (trotz de facto keiner deutschen Sprachkenntnisse) mit den deutschen Kindern unterrichtet werden sollten.

Wolfgang Bauer (Die Zeit), hatte sich syrischen „Flüchtlingen“ angeschlossen, die versuchten von Ägypten nach Italien zu gelangen.

Jean-Marce Banoho, kam 1997 aus Kamerun, leitet ein integratives Flüchtlings-Wohnprojekt und macht bei den Deutschen einen „latenten Rassismus“ aus.

Leider lässt diese Gästeliste wieder einmal weniger Diskussion, sondern mehr das Zuspielen von gutmenschlichen Worthülsen und Betroffenheitsbekundungen erwarten. Die den Kern treffenderen und sachlich der Wahrheit entsprechenden Kommentare erwarten wir uns da eher von unseren Lesern.

Und so können Sie sich an der Sendung beteiligen:

» Per Email: maybrit-illner@zdf.de
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Video der Sendung: