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Erste „Flüchtlinge“ in Tröglitz eingetroffen

imageGut zwei Monate nach dem Brand in der geplanten Asylbewerberunterkunft in Tröglitz sind die ersten drei „Flüchtlings“-Familien von geplanten 40 Personen aus Syrien und Indien im kleinen, skandalumwitterten Ort in Sachsen-Anhalt angekommen. Attraktive Scharia-Kopftücher und -Hidschabs werden also jetzt und künftig das bunte Tröglitz noch bunter gestalten.

(Von Verena B., Bonn)

Am Donnerstag, zwei Tage nach ihrem Umzug in den 2.700 Einwohnern zählenden Ort, sind die Familien ins Landratsamt des Burgenlandkreises nach Naumburg gekommen. Sie wurden vom früheren Bürgermeister Markus Nierth (Foto) über den Brand in der frisch sanierten Flüchtlingsunterkunft Anfang April informiert, bei dem die zuständigen Behörden zunächst einmal systemkonform einen „rechtsextremistischen Hintergrund“ bekannt gaben. Inzwischen wird vermehrt in Richtung Versicherungsbetrug (PI berichtete) – ermittelt.

Die Bürgerstimme enthüllt hierzu noch weitere pikante Details:

(..) Auch wenn nur das Dach der Unterkunft abbrannte, haben Tausende Liter Löschwasser die Wände so durchnässt, dass man wohl bis auf weiteres nicht mehr von bezugsfertigen Wohnungen sprechen konnte. Wobei nasse Wände in diesem Gebäude nichts Ungewöhnliches darstellen.

Die Sanierung hatte sich außerordentlich lange hingezogen, mindestens zwei Jahre – Indiz für eine prekäre Finanzlage des Bauherrn. Allein am Dach soll länger als ein Jahr herumsaniert worden sein. Die Handwerkerfirmen kamen und gingen, sollen schlecht oder gar nicht bezahlt worden sein, angelieferte Balkontüren verschwanden vom Baugrundstück nach und nach auf unerklärliche Weise, der Dachstuhl soll im Winter 2013/14 über Monate nur mit Bauplanen abgedeckt gewesen sein, weswegen die letzten Mieter auszogen, weil an den Innenwänden das Wasser herunterlief und nichts dagegen unternommen wurde.

Auch Dachdecker X machte seine ganz speziellen Erfahrungen. Er arbeitete am Tröglitzer Asylheim als Subunternehmer von Dachdecker Y, sah allerdings nie das vereinbarte Geld für seine Leistungen und brach seine Arbeit vorfristig ab, nachdem ihm Dachdecker Y drohte. Dachdecker Y wiederum sitzt für die CDU im Zeitzer Stadtrat und kennt nach Aussagen von Anwohnern den Besitzer des abgebrannten Asylheims recht gut. Dieser soll „ein Wessi“, als Vermieter „ein ganz Übler“ und überdies ein „ehemaliges hohes Tier“ der Firma Südzucker sein, die in Zeitz eine Zuckerfabrik betreibt. Außerdem soll das Tröglitzer Asylheim nicht seine einzige Immobilie in der Umgebung von Zeitz sein, in der es auf ominöse Weise zu einem Feuer kam.

Wie dem auch sei – Dachdecker X wurde von Dachdecker Y um eine Geldsumme geprellt, die zwar hoch genug war, um sich darüber zu ärgern, aber zu niedrig für einen Prozess, von dem ein Anwalt Dachdecker X abriet, „um die Nerven zu schonen“.

Da Dachdecker X damals ohnehin einen anderen Auftrag hatte, vergaß er die Angelegenheit. Bis zum 27. April 2015. Da bekam er überraschend einen Anruf von Dachdecker Y, welcher meinte, die Kripo hätte vor, ihn in der Sache um das abgebrannte Tröglitzer Asylheim zu befragen. Dachdecker Y, der möglicherweise mehr zu verbergen hat, als ihm lieb sein kann, wollte sich plötzlich mit Dachdecker X über den Inhalt seiner Aussage gegenüber der Kripo „abstimmen“, was Dachdecker X ablehnte.

Ach ja, und dann demonstrierte da am 1. Mai ja noch die Antifa in Tröglitz. Und zwar gegen (!) Ausländer in Tröglitz. Unter dem Motto „Raus aus der Scheiße, rein in die Stadt. Tröglitz denen, die‘s verdienen!“ marschierten die Internationale und ihre linkspopulistischen Einpeitscher dafür auf, dass Asylbewerber nicht in einer solch „menschenfeindlichen Umgebung“ wie Tröglitz, sondern in einer Großstadt ihrer Wahl untergebracht werden. Obwohl die Organisatoren der ehemaligen Tröglitzer Abendspaziergänge Sorgen hatten, dass alles friedlich bleiben würde, ergingen sich die Linksfundamentalisten in ein paar „Nie-wieder-Deutschland“-Rufen und dem Bekunden, sich aus purer „Feindschaft gegen die Dorfgemeinschaft“ ihr heiteres Stelldichein gegeben zu haben.

Nachdem also nun auch die jungbolschewistischen Provokateure vor Ort ihre bekannte Farbe bekennen durften und somit über Tröglitz fast alles von fast jedem gesagt wurde, hofft die Stadt endlich wieder auf ruhigere Gefilde. „Bei uns war es immer so ruhig, bevor die Nierths das Ding so hochgekocht haben. Jetzt muss endlich wieder Ruhe einkehren“, fasst Steffen Thiel den einzigen Wunsch der Tröglitzer zusammen. Gut – fast den einzigen. Denn wer das Haus in der Thälmannstraße angezündet hat, will man schon noch wissen. Erst recht, seit sich Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt am 26. April an die Öffentlichkeit wandten und um Hinweise baten, Hinweise darauf, wer etwas zu dem halbvollen Kraftstoff-Kanister sagen könnte, den man am Tatort gefunden haben will.

Mit diesem sollen der oder die Täter in der Nacht von Karfreitag auf Karsamstag in das Haus eingedrungen sein. Sollen – gäbe es da nicht einen Umstand, den offenbar kaum einer bedachte, der den Tatort bei Tag besichtigte: Bei Nacht sind die Zugänge zum Haus von den Straßenlaternen quasi „taghell“ erleuchtet, wie ein Anwohner berichtet. Niemand könne in der Nacht in das Haus eingedrungen sein – nicht, ohne zu riskieren, gesehen zu werden. Weshalb nicht wenige Tröglitzer sich sicher sind: An dem Brand ist etwas faul. Das war keine dämliche ad-hoc-Brandstiftung, sondern ein professionell durchgezogener Plan.

Professionell durchgezogen war auch der Plan Markus Nierths, zurückzutreten. Schon als er im Januar, nach der Veröffentlichung seines sorgenvollen Artikels im Elsterauer Heimatblatt, von der Antifa gefragt worden war, ob er jetzt ein Nazi wäre – was Markus Nierth zu Recht als Drohung aufgefasst hatte – äußerte er Bedenken, ob er der Sache gewachsen wäre und dachte laut darüber nach, sein Amt hinzuschmeißen. Dass es dann noch zwei Monate dauerte, bis es dazu kam, lässt sich durchaus als die (medienwirksame) Suche nach dem richtigen Zeitpunkt interpretieren.

Seinen Rücktritt vom 5. März zelebrierte er dann als spontane Entscheidung. Genau das war sie aber nicht. Ausbaden mussten es die Tröglitzer, die von ihrem Ortsbürgermeister als vermeintliche Ursache des Rücktritts missbraucht wurden, ohne es je gewesen zu sein.

Auch wenn dies alles nur einige Puzzleteile der ganzen Wahrheit sind, so wird dennoch klar: Naziland ist abgebrannt. Dem Argument der angeblich so „pöhsen braunen“ Dorfgemeinschaft wird Stück für Stück der Boden entzogen, und es offenbart sich das übliche Ränkespiel aus politischen und wirtschaftlichen Krähen, die einander kein Auge aushacken, sondern bis zuletzt lügen.

Jetzt kümmert sich der perfekt dressierte Untertan Nierth („Davon wird sich Tröglitz nie erholen“) nicht nur um seine eigene neunköpfige Familie, sondern auch um die sechs afghanischen Neuankömmlinge. Ehefrau Susanna, die als „weltoffene“ Tanzlehrerin in der ihrem Gatten gehörenden „Tanzakademie Lindenhof Burtschütz“ arbeitet (wo sie unter anderem auch „Traumtänzer“ ausbildet), steht ihrem Mann als Patin zur Seite. Jetzt kann sie endlich auch mal glänzen und macht außerdem noch gute Werbung für die Traumtänzer-Schule ihres Gatten.

Das edle Paar war schon mit den Asylsuchenden einkaufen und übt mit ihnen die ersten deutschen Worte. Die Flüchtlinge brächten so viel mit, sagt Herr Nierth, so viel Dankbarkeit, Herzenswärme und Kreativität, um ihr Leben anzupacken. „Und was uns Deutschen auch guttut: Sie bringen eine neue Lebensfreude mit – trotz allem, was sie schon erlebt haben.“

Dankbarkeit ist es auch, was die „frisch gebackenen Tröglitzer“ am Donnerstag äußerten. Sie wollen sich etwas aufbauen, übersetzt Dolmetscherin Effat. Schnell Deutsch lernen. Freundschaften im Ort schließen. „In Afghanistan war lange Krieg, und es gab keine Gelegenheit für Frauen, die Schule zu besuchen“, übersetzt Karg. Das wollen sie hier nachholen. Bald soll der Deutschunterricht starten. Die Kita und die Schule in Tröglitz bereiten sich auf die neuen Schützlinge vor. Auch der Fußballverein TSV Tröglitz, der dringend neue Talente sucht, will sich um die Männer kümmern.

Eine verfassungsfeindliche Moschee gibt es allerdings noch nicht in Tröglitz – aber die kann ja noch gebaut werden, wenn mehr Neubürger kommen. Bis dahin müssen diese in das ca. 35 km entfernte Leipzig fahren. Dort können sie sich von dem berühmten Sheik Hassan Dhabbag, Vorsitzender und frommer Imam der vom Verfassungsschutz beobachteten Al-Rahman-Moschee, der als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Salafistenszene gilt und den demnächst ein Verfahren wegen Volksverhetzung erwartet, koranisch belehren lassen.