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Was die AfD von den Schwedendemokraten lernen kann – und was eher nicht

schwedendemokratenDieser Tage hat PI einen Beitrag der Frage gewidmet, wie es nach dem Abgang Bernd Luckes mit der AfD weitergehen wird. In den Kommentaren wurden viele optimistische Parallelen zu erfolgreichen Protestparteien in anderen Ländern Europas gezogen, zum Beispiel der der FPÖ oder des Front National. Es sollte sich also lohnen, einen Blick über die Ostsee zu werfen, wo das schwedische Pendant zur AfD, die Schwedendemokraten, die Politikszene aufmischt.

(Von Schwedenhappen)

Die Schwedendemokraten unter ihrem Vorsitzenden Jimmie Åkesson (Foto) und seiner rechten Hand Mattias Karlsson sitzen mit knapp 13% der Stimmen im schwedischen Parlament, sind nach Meinungsumfragen dabei, ihre Position weiter stark auszubauen, und haben mit ca. 17.500 Mitgliedern im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ein Mehrfaches der Mitglieder der AfD. Insbesondere aber haben die schwedischen Altparteien mit dem sogenannten Dezemberübereinkommen eine Art informelle Allparteienkoalition gegen die Schwedendemokraten gebildet. Manche sagen auch, sie hätten einen unerklärten Ausnahmezustand verhängt. Grund genug also für eine nähere Betrachtung.

Betrachten wir zwei getrennte Aspekte, von der Zusammensetzung der Mitgliederschaft bis hin zum unvermeidlichen Nazistempel. An erster Stelle steht dabei jeweils eine These, es sind alles in allem fünf Thesen zur Entwicklung der AfD aus schwedischer Sicht:

These 1: Bei der Zusammensetzung der Mitgliedschaft wird sich die AfD den Schwedendemokraten annähern. Das wird sowohl eine Stärke als auch eine Schwäche sein und die Parteiführung vor die Herausforderung stellen, bestimmte Fehler der Schwedendemokraten zu vermeiden.

Diese These folgt aus den sich im Gange befindlichen Parteiaustritten besonders arrivierter, bildungsbürgerlicher Mitglieder der AfD. Das Dolchstossgejaule dieser Kreise nach der erfahrenen Niederlage kann nicht über ihre Feigheit angesichts der weiter verstärkten Hetzkampagne gegen die AfD hinwegtäuschen. Aber wie dem auch sei werden diejenigen, die übrig bleiben oder neu eintreten, wie bei den Schwedendemokraten vor allem Kleinbürger sein. Der Vorteil darin besteht in einer höheren Widerstandsfähigkeit gegen Verfolgungen als bei der Lucke-AfD. Die Schwedendemokraten haben hier jedenfalls schon einiges durchgemacht – bis hin zu einer immer noch unaufgeklärten Attacke auf einen Jugendfunktionär, der Monate später allem Anschein nach aufgrund der Spätfolgen des Angriffs starb.

Der Nachteil besteht in einer intellektuellen Ausdünnung. An der Unwilligkeit und Feigheit des „Bildungs“bürgertums (zeugt es eigentlich von besonderer Bildung, wenn man untätig dabei zusieht, wie das eigene Land vor die Hunde geht?) wird so schnell nichts zu ändern sein. Also sollte die Parteiführung vor allem den Nachteil im Auge behalten und einen Kern von Personen in der Partei zu halten versuchen, die kompetent sind was Programmatik, das Auftreten gegenüber den Medien und die Führung der Partei anbelangt. Das werden oft ältere Politiker sein oder aber relativ junge, denen der Elan und die Unbekümmertheit der Jugend zueigen ist. Deshalb sollte die AfD der Jungendarbeit besondere Aufmerksamkeit widmen.

Das Beispiel der Schwedendemokraten ist hier ein abschreckendes, denn sowohl die Führung der Partei als auch die Jungendarbeit lassen stark zu wünschen übrig. Die Führungsriege besteht fast zur Gänze aus akademischen Leichtgewichten und der Jungendarbeit fügte man kürzlich schweren Schaden zu, als man einige talentierte Jungpolitiker aus der Partei ausschloss, weil sie der Führung zu konservativ und augenscheinlich auch zu gut, nämlich besser als sie, ausgebildet waren.

These 2: Die Einwanderungsfrage ist ein absolutes Gewinnerthema.

Die Einwanderungsfrage ist so sehr mit den Schwedendemokraten verknüpft, dass ihre politischen Gegner sie immer wieder als Ein-Punkt-Partei titulieren. Die Schwedendemokraten fahren hier seit langen Jahren einen sehr sachlichen Kurs, der darin besteht, dass die Einwanderung stark zu reduzieren und Flüchtlingen im Nahbereich ihrer Herkunftsländer zu helfen sei. Dabei werden auch immer wieder Kriegsflüchtlinge genannt, diese Gruppe beziehen die Schwedenemokraten also mehr oder minder explizit in ihr Konzept mit ein. Das alles hat den Aufstieg der Schwedendemokraten wesentlich getragen. Vieles spricht dafür, dass die AfD weiter Boden gut machen könnte, wenn sie die Einwanderung mehr in den Mittelpunkt stellen würde.

These 3: Wirtschaftsliberalismus und Sozialstaatsgedanke können miteinander harmonieren, wenn man die Kosten der Einwanderung reduziert.

Die Schwedendemokraten bezeichnen sich als sozialkonservativ. Damit ist gemeint, dass sie Schweden gerne wie zur Zeit der alten, patriotischen Sozialdemokratie der Zeit vor dem 1986 ermordeten, linksradikalen Regierungschef Olof Palme hätten. Sozialpolitische Fragestellungen spielen tatsächlich eine große Rolle bei den Schwedendemokraten. Sie werden dabei nicht müde zu betonen, dass die Kosten für die Einwanderung den schwedischen Sozialstaat zerstören und wie viel besser dieser Sozialstaat doch sein könnte, wenn man die Einwanderung und ihre Kosten reduzierte. Außerdem könne man dann immer noch soviel Geld abzweigen, dass man im Nahbereich mehr Flüchtlingen helfen könne als Einwanderern in Schweden. Auch dieser Argumentationslinie haben die schwedischen Altparteien, außer Humanitätsduselei, rein gar nichts entgegenzusetzen.

Trotzdem sind die Schwedendemokraten gleichzeitig zu einem gewissen Grad wirtschaftsliberal. Das ist kein Problem angesichts der enorm hohen Staatsquote in Schweden und dem staatlichen Regulierungswahn, dem sich die schwedische Wirtschaft wie die der gesamten EU ausgesetzt sieht. So sind die Schwedendemokraten gegen Quotenregelungen für die Vorstände von Aktiengesellschaften und gegen Extrasteuern auf die enorm hohen Gewinne schwedischer Banken. Die Position zur Bankenbesteuerung wird sicher als sehr opportunistisch erscheinen, hat aber sicher nicht dabei geschadet, dass es Anzeichen dafür gibt, dass Führungskreise der schwedischen Wirtschaft den Schwedendemokraten gewisse Sympathien entgegenbringen. Die AfD müsste das nicht alles genauso machen aber im Prinzip sollte es ebenso funktionieren können.

These 4: Regionale Unterschiede im Zuspruch für die Partei lassen sich zu ihren Gunsten ausnutzen.

Keine Partei wird jemals überall den gleichen Zuspruch haben und was die Ex-DDR für die AfD ist, ist Südschweden für die Schwedendemokraten. Der Vorteil hieran ist, dass regionale Hochburgen als Experimentierfeld und Eisbrecher für den Rest des Landes dienen können. Die Schwedendemokraten entschuldigen sich nicht für ihre starke Stellung in Südschweden, wo die Wahlergebnisse deutlich über denen im Rest des Landes liegen. Ebenso wenig sollte die AfD sich nicht für ihre relative Stärke in Ostdeutschland entschuldigen und stattdessen betonen, dass alle Probleme letztlich überall die gleichen sind.

These 5: Fürchte nicht den Nazistempel, bleibe sachlich.

Im Gegensatz zur AfD heben die Schwedendemokraten tatsächlich eine problematische Vergangenheit. Das kommt daher, dass ihre Wurzeln zu einem gewissen Teil – aber nicht ausschließlich! – im gewaltbereiten Skinhead-Milieu der 90er Jahre liegen. Heutzutage ist davon nichts zu spüren, denn Altmitglieder aus dieser Ecke sind längst zu bierbäuchigen Familienvätern mit Hypothek und Volvo mutiert, denen man höchstens noch eine gewisse doppelbödige Aura anmerkt.

Trotzdem werden die politischen Gegner nicht müde, auf die Vergangenheit abzustellen, und der Partei bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit den Nazistempel aufzudrücken. Aber, wie man so schön sagt, schlechte Werbung ist besser als keine Werbung. Dem Erstarken der Schwedendemokraten hat es nicht geschadet. Die Schwedendemokraten sind unbeirrt auf ihrer sachlichen Linie geblieben, und das ist das Geheimnis ihres Erfolges. Die Zeit arbeitet für sie, wenn sie auch gegen Schweden arbeitet.




Afrika im Regionalzug Kufstein – Rosenheim

mit-regionalzug-von-kufstein-nach-rosenheim109 unerlaubt eingereiste Personen hat die Bundespolizei am Donnerstag (9. Juli) in Rosenheim in Gewahrsam genommen. Die Afrikaner fuhren mit einem Regionalzug von Kufstein aus in Richtung München. Am Rosenheimer Bahnhof beendeten die Bundespolizisten die Reise der Eritreer, Äthiopier, Sudanesen und Somalier. Sie konnten keine Papiere für den Aufenthalt in Deutschland vorweisen.

Nach ersten Erkenntnissen wurde die Regionalverbindung gezielt gewählt, um die grenzüberschreitende Etappe möglichst unbehelligt durchführen zu können.

Nach der völlig ungehinderten Reise durch zwei sichere Dublin-Staaten wartet man in lässiger Freizeitkleidung auf den Shuttle-Bus zum Zwischenquartier (Foto). Dieses befindet sich in der Turnhalle der Bundespolizei, die zum Turnen keine Zeit mehr hat. Anschließend werden die vorgeblich Minderjährigen für das V.I.P-Asyl aussortiert. Der Rest darf sich auf einen Besuch der Landeshauptstadt München freuen (PI berichtete). Bis dahin rollt der nächste Zug mit Invasoren ein. Alltag in der Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Mit Österreich halten sich die „Flüchtlinge“ gar nicht mehr auf. Österreich ist am Limit. Das Erstaufnahmelager Traiskirchen platzt aus allen Nähten, wie die österreichische Presse schreibt:

3200 Menschen im Lager, 1200 ohne Bett, 1840 in festen Unterkünften untergebracht. 1500 davon sind minderjährig, davon 900 bereits zum Verfahren zugelassen. Die Flüchtlingszahlen sind vor rund zwei Monaten sprunghaft angestiegen. 350 neue Asylanträge pro Tag gibt es in ganz Österreich. Erwartete Flüchtlinge nächstes Jahr: 70.000 aus Syrien, Irak, Somalia und Afghanistan.

Für 1800 Personen ist das Lager zugelassen. Journalisten, die zum ersten Mal in das Lager durften, wurden von allen Seiten bestürmt:

„Ich schlafe seit zwei Wochen im Freien, bitte helfen Sie mir“, sagt Mustafa, 25, Syrer.

„Ich bekomme zu wenig Pampers für mein Kind“, sagt Amira, 22, Irakerin.

„Das unter dem Baum ist mein Platz mit meinen Freunden. Einer passt immer auf, dass mir keiner was klaut. Ich will weg“, Mohamed, 27, Syrer.

„Ich habe oft Hunger. Wir müssen oft stundenlang auf Essen warten“, Ahmed, 18, Somalia.

„Wann weiß ich, ob ich bleiben darf? Bitte, können Sie nachfragen?“, Ali, 21, Syrer.

Offenbar sind die „Flüchtlinge“ Besseres gewohnt.

Ein größeres Polizeiaufgebot muss die auf dem Gelände befindliche Asylberatung der Diakonie bewachen:

Erst auf mehrfache Nachfrage werden die Journalisten zum Haus 17 geführt, vor dem etliche Polizeibeamten postiert sind. Hier befindet sich die Rechtsberatungsstelle der Diakonie. Die Mitarbeiter mussten zuletzt die Beratungszimmer durch die Fenster verlassen, weil der Ansturm so groß war, dass sie durch die Tür nicht mehr hinauskamen.

Ein passendes Sinnbild für das, was aktuell mit Europa passiert.

weitere Links:

» Bildergalerie Traiskirchen
» Kioskbetreiber in der Landesaufnahmestelle Meßstetten angegriffen
» Messerstecherei in Asylbewerberunterkunft in Werne
» Asylbewerber aus Angola, Gambia und Nigeria dealen in Ulm
» Tunesische Taschendiebe bereichern Bahnfahrgäste in München
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Papst entschuldigt sich bei Indigenen

papst-in-suedamerika Ich bitte demütig um Vergebung, nicht nur für die Vergehen der Kirche an sich, sondern auch für Straftaten, die gegen die einheimischen Völker während der sogenannten Eroberung von Amerika verübt wurden. Ich möchte uns auch an die Abertausenden Priester erinnern, die sich der Logik des Schwertes kräftig widersetzt haben mit der Macht des Kreuzes. Es gab Sünden, und sie waren reichlich. Aber wir haben uns niemals entschuldigt, weshalb ich nun um Vergebung bitte. Aber wo es Sünden gab, und wo es viele Sünden gab, da war auch eine mächtige Gnade, verstärkt durch die Männer, die die einheimischen Völker verteidigten. (Aus der Rede von Papst Franziskus in Bolivien)




AfD-„Erwecker“: Falsche Propheten?

luckeNach nur 36 Stunden konnten die schlechten Verlierer des AfD-Bundesparteitages um deren abgewählten ehemaligen Vorsitzenden Bernd Lucke schon das Ergebnis ihrer Online-Umfrage zum Verbleib in der AfD und zur Neugründung einer „AfD2.0“, besser wohl einer „FDP/CDU 2.0“, in einer Rundmail der „Erwecker“ an alle „Erweckten“ verbreiten.

(Von Hinnerk Grote)

Hier die von den „Erweckern“ bekannt gegebenen Zahlen:

Die Antworten zum Verbleib in der AfD:

1.507 = 59,03 %: Ich habe die AfD bereits verlassen oder werde dies definitiv in Kürze tun.
638 = 24,57 %: Ich werde die AfD verlassen, falls Bernd Lucke austritt.
124 = 4,77 %: Ich werde in der AfD bleiben.
328 = 12,63 %: Ich bin noch unentschlossen.

[…]

Die Frage zweite spannende lautete:
„Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie eine „Neugründung der AfD“ (unter Vermeidung der gemachten Fehler) befürworten würden“ (hier waren Mehrfachnennungen möglich).

Die Antworten:

1.948 = 75,01 %: sind für die Gründung einer neuen Partei zu gründen, die die Ziele der ursprünglichen AfD verfolgt.
1.849 = 71,20 % würden aller Voraussicht nach in einer solchen Partei Mitglied werden
1.131 = 43,55 % würden sich aktiv am Aufbau beteiligen
1.231 = 47,40 % würden eine solche Partei im Rahmen ihrer Möglichkeiten finanziell unterstützen
387 = 14,90 % würden sich an eine rParteigründung nicht beteiligen.

Diese Zahlen haben jedoch keinerlei Aussagekraft, da sich an der Umfrage nicht etwa nur AfD-Mitglieder, sondern alle Sympathisanten der „Erwecker“ beteiligen durften. Es wird manipuliert ohne Ende, um die AfD unter ihrer neuen Parteichefin Frauke Petry in ein schlechtes Licht zu rücken. Keine Frage, dass diese Zahlen von den Lügenmedien begierig aufgenommen und verbreitet werden, um die AfD für tot zu erklären.

Eine besonders hässliche Form des Nachtretens zeigen die Wahlverlierer mit dem sich anschließenden Aufruf an alle AfD-Mitglieder, unverzüglich ihren Austritt zu erklären:

Die 5 Europaabgeordneten Bernd Lucke, Ulrike Trebesius, Hans-Olaf Henkel, Bernd Kölmel und Joachim Starbatty haben sich auf der Basis dieses Ergebnisses bereit erklärt, für den Neustart grundsätzlich zur Verfügung stehen.

Daher ermutigen wir alle, die noch Mitglied der AfD sind, unverzüglich ihren Austritt zu erklären.

Dies ist ein wichtiges Signal auch an viele AfD-Mitglieder, die nicht dem Weckruf angehören, aber nach Essen mit dem Gedanken spielen, die AfD zu verlassen.

Die einzig denkbare Reaktion auf ein derart parteischädigendes Verhalten kann nur der sofortige Parteiausschluss aller Unterzeichner des „Weckrufs“ sein. Dass Mandatsträger, sei es im Europäischen Parlament oder in den Landtagen und Bürgerschaften, nach dem Austritt oder Ausschluss aus der AfD ihre Mandate, die sie nur durch die unermüdliche Arbeit vieler Unterstützer erlangt haben, zurück geben, sollte eine Frage der Ehre sein. Die Lücken, die sie hinterlassen, werden sich recht schnell füllen. Denn die AfD besteht nicht nur aus Lucke und seinem Gefolge, sondern aus einer Vielzahl engagierter Mitglieder, denen das Wohl Deutschlands mehr am Herzen liegt, als irgendwelche Statements vom professoralen Elfenbeinturm.

Da wir jedoch auch immer bemüht sind, die Beweggründe der Gegenseite zu betrachten, uns zu fragen, welcher Teufel sie reitet, möchten wir an dieser Stelle auf eine Veröffentlichung des Herrn Prof. Dr. Lucke hinweisen, die unter dem Titel „Fiscal Impact of Trade Liberalization: The Case of Syria“ erschienen ist. Man beachte die Liste des „Research Teams“. Eine gewisse Zuneigung des werten Professors zum islamischen Unrechtsstaat Saudi Arabien dürfte wohl kaum zu leugnen sein. Da wird dann auch so manche seiner Aussagen zum Islam verständlich.

Wie „Die WELT“ berichtet, ruft Lucke inzwischen zur Gründung einer neuen Partei unter dem Namen „Neustart 2015 (NS 2015)“ auf. Dies scheint jedoch keine Folge der Niederlage beim Bundesparteitag in Essen zu sein, sondern viel mehr von langer Hand vorbereitet. Denn die Domain für Luckes „NS 2015“ wurde bereits am 18. Mai (!!!) registriert.

Dies sollte allen, die sich den „Erweckten“ anschließen wollen, zu denken geben. Sie werden die AfD nicht zerstören. Die wahre AfD wird eher gestärkt und unter neuer und auch menschlich kompetenter Führung aus diesem Streit hervorgehen.




Video: Ein Dorf wehrt sich gegen Asyl-Irrsinn

Überall in Deutschland werden die Bürger derzeit mit dem massiven Zustrom sog. „Flüchtlinge“ vor vollende Tatsachen gestellt. Vor allem im Osten wird diese Entwicklung von den authochtonen Bewohnern oft nicht einfach so hingenommen. Exemplarisch zeigt dieses bewegende Video eine Demonstration vom 30. Juni einer recht jungen Bürgerinitiative aus dem Landkreis LDS (Brandenburg), die sich durch die zunehmende Ansiedlung von Asylanten über die Köpfe der Einwohner hinweg gegen die sich in ihrer Eingenart verändernde Heimat wendet.




NRW-Innenminister Jäger (SPD) schafft weitere 6.000 Aufnahmeplätze für Asylforderer

asylHeute findet im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags eine Sondersitzung statt, die nur einem Thema gewidmet ist: „Aktuelle Notsituation der Flüchtlingsaufnahme in Nordrhein-Westfalen“. Die CDU beantragte diese Sondersitzung, nachdem die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Dortmund vorübergehend einen Aufnahmestopp verhängt hatte. Die Oppositionspartei wirft der rot-grünen Landesregierung Tatenlosigkeit vor. Währenddessen würden Flüchtlingen, die vor Krieg und Terror geflohen seien, unhaltbare Zustände zugemutet. Am Donnerstag war zur großen Überraschung bekannt geworden, dass im Bochumer Stadtteil Weitmar ein Containerdorf mit 22 Einheiten auf einer Friedhofserweiterungsfläche eingerichtet werden soll. In Witten sollen Flüchtlinge vorübergehend in leerstehenden Ladenlokalen untergebracht werden.

(Von Verena B., Bonn)

Der erwartete Anstieg auf mehr als 100.000 „Flüchtlinge“ 2015 zwingt NRW zum drastischen Ausbau der Aufnahmeeinrichtungen des Landes. Wie Innenminister Ralf Jäger (Foto, SPD) verlauten ließ, stockt das Land die Kapazitäten von 12.000 Plätzen in zentralen Unterbringungseinrichtungen auf. Ende 2015 startet in Essen eine neue Erstaufnahme-Einrichtung mit 800 Plätzen. CDU-Innenexperte Andre Kuper schätzt die aktuelle Lücke auf 7.000 Plätze. Jäger muss jetzt zur Notlage in den Flüchtlingsheimen Stellung nehmen und bringt selbstverständlich ein fertiges Konzept mit.

Laut Auskunft des Bonner General-Anzeigers können sich folgende Städte durch Erhöhung der Plätze für Neubürger auf verstärkte Bereicherungen durch dankbare potenzielle Fachkräfte freuen:

• Bielefeld: 200 auf 450 Plätze
• Bad Berleburg: 140 auf 500 Plätze
• Burbach: 70 auf 500 Plätze

Zentrale Unterbringungseinrichtungen sind geplant in:

• Bad Salzuflen: 350 ab September 2015 bis März 2016
• Bielefeld: 500 Plätze
• Euskirchen: 320 Plätze (Teilinbetriebnahme Oktober 2015)
• Hamm: 500 Plätze (Teilinbetriebnahme: August 2015)
• Mönchengladbach: 800 Plätze (Teilinbetriebnahme Juli 2015)
• Olpe: 40 Plätze auf 400 Plätze
• Neuss: 800 Plätze (Teilinbetriebnahme Januar 2017)
• Wegberg: 500 Plätze
• Düsseldorf: muss noch konkretisiert werden.

Jäger will darüber hinaus „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen“, um die Verweildauer der Flüchtlinge in den Landeseinrichtungen auf vier Wochen zu begrenzen. Diesem Versprechen vertrauen alle Bürger, die noch an den Weihnachtsmann glauben. Offenbar hat Herr Jäger keine Ahnung von den real existierenden Zuständen, wonach die Bearbeitung des Asylantrags von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten oder Jahren dauern kann. Letzteres ist als realistisch anzusehen, da die mit der Antragsbearbeitung beauftragten Stellen hoffnungslos überlastet sind.

Neuen Platz in den Übergangsheimen schaffen kann die Asylindustrie allerdings, wenn sie fordernden Großfamilien oder Einzelflüchtlingen eine so genannte „Aufenthaltsgestattung“ erteilt. Dann haben diese das Recht auf eine vom Steuerzahler finanzierte eigene Wohnung (sofern sie dem Flüchtling zustehenden Standard entspricht) und können das Übergangsheim triumphierend verlassen.

Die CDU nannte den zuständigen Innenminister Ralf Jäger (SPD) überfordert. Außerdem warf sie der Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) vor, sie schweige zu der Tatsache, dass derzeit mehr als 3.000 der 14.000 Plätze in den Unterkünften wegen grassierender Magen-Darm-Erkrankungen oder Windpocken unter Quarantäne stehen.

Es gibt überall noch so viele Aufnahmekapazitäten für „Flüchtlinge“. In Bonn böte sich der Marktplatz vor dem Rathaus an. Noch optimaler wäre der schöne Freizeitpark in der Rheinaue. Dann müssten allerdings die zahlreichen muslimischen Großfamilien weichen, die dort halal grillen. Da eine Vertreibung der Plus-Deutschen aber unzumutbar ist, wird man dort wohl kein Containerdorf für Besatzer einrichten.




Neu übersetzt: Jean Raspails Roman zur Asylflut

imageVor wenigen Tagen wurde der französische Schriftsteller Jean Raspail 90 Jahre alt. Der unermüdliche Streiter für ein abendländisches, christliches Europa hat über 20 Romane veröffentlicht und ist in Frankreich ein Star des politisch inkorrekten Spektrums, aber auch weit darüber hinaus. In Deutschland kennt man ihn u.a. von seinem Roman zur Flüchtlingsflut: „Das Heerlager der Heiligen“. Das Buch wurde seit den 1980er Jahren auch auf Deutsch vertrieben, aber zahlreiche Stellen wurden damals entfernt, und die Übersetzung war an vielen Stellen regelrecht merkwürdig.

Der Verlag Antaios von Götz Kubitschek kündigte nun erstmals eine vollständige deutsche Ausgabe des legendären Romans an. Martin Lichtmesz, der mit seinem Aufruf zur Verteidigung des Eigenen seine Leser begeisterte, schloss die Neuübersetzung Ende Juni ab, wie er auf dem Online-Blog der konservativen Zeitschrift „Sezession“ bekannt gab.

Der Roman selbst erschien bei unseren französischen Nachbarn erstmals 1973. Damals ahnten nur wenige, wie es einst um Europa stehen wird. Debatten wurden geführt, ob das Raspail-Szenario ernsthaft möglich wäre. Denn das „Heerlager der Heiligen“ erzählt von der rasenden Überfremdung des Kontinents und den ausbleibenden oder peinlichen Reaktionen der westlichen Politiker, Kirchen, NGOs, Journalisten usw.

Raspail hat mit seinem unnachahmlichen Ton die Zustände im Stile einer Karikatur dargestellt. Doch wer sich heute in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien umsieht, der weiß: Die Wirklichkeit ist noch schlimmer als die Befürchtungen des Romans! Jean Raspail gelingt es im „Heerlager“, die verschiedenen Ebenen der Massenüberfremdung und der Kritik an ihr zusammenzuführen. Und der Übersetzer Lichtmesz ergänzt in seinem sogenannten „Werkstattbericht“:

Man kann den Wahnsinn, der den Westen etwa in Form von Multikulturalismus, „Gender“-, und Selbstabschaffungspolitik befallen hat, nur dann verstehen, wenn man ihn als pseudoreligiöses Phänomen begreift – ein Grund, weshalb rationale Argumente dagegen ohnmächtig sind. Raspail lokalisiert an der Wurzel dieser Entwicklung eine Mischung aus Ressentiment, Regression und einem säkularisierten, utopischen Messianismus.

Wie der Verlag bekanntgab erscheint das Buch Ende kommender Woche. Wer direkt bei Antaios vorbestellt, erhält zum Buch noch einen Bonus: ein von Lichtmesz gezeichnetes Bild, das Raspail am Wochenende zum Geburtstag geschenkt bekam und in einem Dankesbrief in höchsten Tönen lobte – zeigt es doch die Landung der Flotte mit über 800 000 Asylanten an der Küste bei St. Tropez …

Man darf gespannt sein auf diese Zeichnung, diesen Sensationsroman, auf das Gesamtpaket, auf die Reaktionen des Publikums!

Bestellinformationen:

» Jean Raspail: „Das Heerlager der Heiligen“ (416 Seiten, 22 €)




Al-Quds in Berlin: Hass-Marsch gegen Israel betrifft uns alle – auch Schwule wachen auf

aqAm Samstag machen in Berlin wieder zigtausende Moslems zum al-Quds-Tag mobil, um ihrem Hass auf Israel freien Lauf zu lassen. Gunnar Schupelius hat es in seinem Kommentar in der Berliner Zeitung auf den Punkt gebracht: Dieser Hass beträfe uns alle, denn er sei übergreifend gegen die gesamte freie, westliche, nicht-moslemische Welt gerichtet. Schließlich verkörpert Israel all das, was das der Islam zutiefst ablehnt: Freiheit und Demokratie.

(Von Michael Stürzenberger)

Gunnar Schupelius schreibt in seinem Kommentar:

Am Samstag zieht, wie jedes Jahr nach dem Ramadan, wieder der al-Quds-Marsch über den Kurfürstendamm. Es handelt sich um eine ferngesteuerte Veranstaltung aus Teheran. Der erste Führer des iranischen Gottesstaates, Ajatollah Khomeini, erfand den al-Quds-Tag 1979. Seitdem wird er weltweit begangen. Al-Quds bedeutet auf Arabisch „Jerusalem“. Getrommelt wird am al-Quds-Tag für die Eroberung dieser Stadt und die Vernichtung des Staates Israel, in dem sechs Millionen Juden leben. (..)

Die al-Quds-Propaganda ist eingekleidet in eine so wahnwitzige Demagogie und so ungeheure Lügen, dass ein Joseph Goebbels noch davon lernen könnte. Aufgerufen wird unter der Überschrift „Friede und Gerechtigkeit“ (www.qudstag.de). Dann wird erklärt, dass „die Zionisten“ nicht nur „Palästina“ besetzt halten wollten, sondern das Ziel verfolgen, die gesamte muslimische Welt zu spalten. (..)

Dann wendet sich „Imam Khamenei“, der Diktator des Iran, „im Namen Allahs, des Allerbarmers“ an „alle jungen Menschen in Europa und Nordamerika“. Er erklärt ihnen, dass Israel der Vasall Amerikas sei und die USA außerdem einen weltweiten „faschistischen Islam“ aufgebaut hätten. Damit meint Khamenei so ziemlich alle islamischen Staaten außer dem eigenen. (..)

Warum zitiere ich den selbst ernannten Herrscher aus Teheran so ausführlich? Weil seine Worte deutlich machen, dass mit dem Kampf gegen Israel, der heute wieder auf dem Kurfürstendamm offen propagiert wird, mehr gemeint ist, als nur der Kampf gegen Israel. Es ist der Krieg gegen den Westen, gegen die freien Länder, auch gegen die Demokratien Europas, der hier in den Köpfen vorbereitet werden soll.

Hier der sehr lesenswerte Kommentar von Gunnar Schupelius „Der Hass-Marsch gegen Israel meint uns alle“. So langsam sollte es auch der letzte politisch falsch Indoktrinierte begreifen, dass die Feinde der zivilisierten Menschheit nicht in Tel Aviv oder Washington sitzen, sondern in Mekka, Teheran, Islamabad, Doha, Kabul, Ankara etc.pp.

Im Herbst 2009 war ich zusammen mit meinem Freund und Kameramann Peter in Israel, um dort eine TV-Reportage über das Leben in einer freien, demokratischen und toleranten Gesellschaft zu filmen. Jerusalem wollen die Moslems komplett für sich erobern, um danach ganz Israel in eine islamische Diktatur zu verwandeln (bisher 82.000 Zuschauer auf Youtube):

Die Schwulen in Berlin scheinen es auch so langsam begriffen zu haben, dass es ihnen an die eigene Wäsche geht, und rufen am Samstag um 13:30 zu der Solidaritätskundgebung für Israel und die iranische Freiheitsbewegung auf. Aber sie haben ihr Zielfernrohr noch nicht scharf justiert und reden immer noch politisch korrekt von „islamistisch“:

Seit 1979 gibt es jedes Jahr weltweit Al-Quds-Aktivitäten. Dabei beziehen sich die islamistischen Veranstalter auf den Aufruf des damalige iranischen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini, der seine Anhänger zur „Befreiung“ Jerusalems und zur Vernichtung Israels aufforderte. Auch in Berlin findet dieses Jahr wieder eine entsprechende Veranstaltung statt.

Los gehts morgen um 13:30 Uhr auf dem Wittenbergplatz. Das wäre vielleicht einmal eine Möglichkeit, um über die politischen Grenzen hinweg für ein gemeinsames Ziel zu demonstrieren. Aber vermutlich wollen sich die 16 beteiligten Organisationen, darunter u.a. das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA), die Amadeu Antonio Stiftung sowie der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) vom vermeintlichen „Rechtspopulismus“ abgrenzen. Noch.

Ich bin am Montag als Redner zur Bärgida nach Berlin eingeladen und freue mich, dort wieder viele Freunde und Mitstreiter zu treffen. Berlin war für mich zehn Jahre lang regelmäßiger Anlaufpunkt, da mein Bruder Bernd dort bis 1995 im Chor der Deutschen Oper sang. Er war homosexuell, links und politisch sehr engagiert, wäre also sicher morgen zu dieser Demonstration gegangen. Leider hat er seinen Kampf gegen die heimtückische Krankheit Aids 1995 verloren. Am 14. August jährt sich sein Todestag zum 20. Mal, daher sehe man es mir nach, wenn ich jetzt im Rahmen dieses Artikels an ihn erinnere.

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Wenn Bernd noch lebte, würde er sich vermutlich auch an unserer Aufklärungsarbeit über den Islam beteiligen, da er trotz seiner linken Überzeugungen in der Lage war, objektiv zu analysieren. In seinem letzten halben Lebensjahr habe ich ihn in Berlin so gut es ging unterstützt. Seine Kollegen sorgten für einen bewegenden Abschied, indem sie bei seiner Trauerfeier den Gefangenenchor aus Nabuccho sangen:

Bernd war ein typischer 68er, glaubte an die scheinbare „Gerechtigkeit“ des Sozialismus und versuchte überall die Gesellschaft zu verbessern. So verweigerte er beispielsweise den aus seiner Sicht verachtenswerten „Kriegsdienst“ und leistete Zivildienst. Jahre später meldete er sich dann doch noch freiwillig zur Bundeswehr, um dort Widerstand zu organisieren.

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Er steckte voller Energie, war aber leider durch den damaligen 68-er Zeitgeist fehlgeleitet. In Berlin hat er breite Spuren hinterlassen: Als Sänger im Chor der Deutschen Oper in Berlin, wo er viele gemeinsame Aktionen und Ausflüge organisierte, als Gründer des ersten schwulen Berliner Volleyballvereins „Vorspiel“, als unermüdlicher Organisator von Sportveranstaltungen und Stadtteilfesten, als Initiator von Platzbenennungen wie beispielsweise des Meyerinckplatzes und als kommunikationsfreudiger Vernetzer sowie Vermittler.

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Obwohl Bernd mir als Bruder sehr nahestand und ich seine Homosexualität akzeptierte, würde ich die heutige regelrechte Propagierung des Schwulseins genauso verurteilen, auch wenn er noch leben würde. Wenn man Kindern in der Schule einzureden versucht, dass Homosexualität etwas völlig Normales sei und es ihnen gar eintrichtert, die persönliche Ablehnung dieser Form der Sexualität würde auf einer „Neurose“ gegen das eigene Geschlecht beruhen, ist es höchste Zeit, gegenzuwirken. Auch die idiotischen „Unisex“-Toiletten müssen unverzüglich wieder verschwinden. Wenn ein Transsexueller noch ein Glied besitzt, soll er aufs Männerklo, wenn es wegoperiert ist, aufs Damenklo. Fertig. Man muss nicht alle psychischen Verwirrungen auch noch unterstützen. Es gäbe noch viel zu dem Gender-Wahnsinn zu sagen, aber das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

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Unvergessener Bruder, am Samstag und am Montag läufst Du sicher im Geiste in Berlin mit:

(Musik: Ritchie Blackmore)




Bayern: Amokläufer – mehrere Tote

amokIn Tiefenthal im Landkreis Ansbach hat ein zunächst als „18-Jähriger“ Bezeichneter auf mehrere Menschen geschossen. Die Polizei Mittelfranken berichtet der Täter schoss in Leutershausen-Tiefenthal aus einem silbernen Mercedes-Cabrio heraus auf eine Frau. Die 82-Jährige verstarb unmittelbar darauf, der Fahrer flüchtete. Kurze Zeit später wurde in Rammersdorf, unweit des ersten Tatortes, auf einen Fahrradfahrer geschossen. Auch hier verstarb das Opfer noch am Tatort. Ein Landwirt und ein weiterer Kraftfahrer wurden beschossen bzw. mit der Schusswaffe bedroht. Nach ersten Erkenntnissen blieben beide allerdings unverletzt. „Man geht von einer Tat im Familienbereich aus“, sagte ein n-TV-Reporter. Die erschossene Frau soll möglicherweise mit dem Täter verwandt sein. Aus der Pressekonferenz: Der Täter soll Bernd G. heißen und 47 Jahre alt sein. Er soll bisher nicht kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten sein und legal zwei Pistolen besessen haben (Waffenbesitzkarte). » Liveticker beim Focus




Video: Pressekonferenz mit Frauke Petry

Der neue AfD-Parteivorstand um Frauke Petry will sich heute zum künftigen Fahrplan der Partei äußern. Phoenix überträgt die Pressekonferenz (PK) live ab 12.30 Uhr. Sobald das Video der PK auf Youtube verfügbar ist, werden wir es hier einbetten.




Genießt die Eurokrise – der Frieden wird furchtbar

Jene zynische Bemerkung konnte vielerorts in Deutschland gegen Ende des Zweiten Weltkrieges gehört werden, dass man ja den Krieg genießen solle, denn der anschließende Frieden würde sicher bitterer. Heute wäre ein ähnliches Bonmot genauso angebracht, denn entgegen aller gespielten Überraschung ob der „unvorhersehbaren“ Ereignisse in Griechenland darf man getrost davon ausgehen, dass in den Schubladen der wahren Entscheider bereits wohl dokumentiert bereitliegt, was über Jahre in Hinterzimmern ausbedungen wurde: Eine umfassende Neuordnung der monetären und finanziellen Verhältnisse innerhalb der Bundesrepublik Deutschland für die Zeit nach dem unabwendbaren Kollaps der Kohlschen Währungsunion.

(Von Heidelberger Denker)

Das behauptete Fehlen solcher Planungen ist eine augenscheinliche politische Lüge und im Zusammenhang mit der geführten und durch politische Entscheider fremdgesteuerten öffentlichen Wahrnehmung zu sehen. Denn stünden die derzeitigen Machthaber planlos vor vollendeten Tatsachen, drohten sie ja schließlich noch ihren Preis zu verlieren, nämlich ihre Macht und Kontrolle über die Gesellschaft. Da es sich beim Euro nun nicht um die erste europäische Gemeinwährung handelt und das Scheitern der „Lateinischen Münzunion“ 1926 zumindest den gebildeteren Eurokraten bekannt sein sollte, haben sicher sogar die optimistischsten Euro-Architekten den ein oder anderen Gedanken an eine „Exit-Strategie“ verschwendet.

Das Wissen um diese Strategie und die konkrete Durchführung eines deutschen Ausstieges aus der Gemeinschaftswährung wird allerdings wie ein arkanes Geheimwissen behandelt. Sehr erhellend ist in dieser Angelegenheit der Umgang mit dem Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn und Roland Tichy, dem ehemaligen Chef-Redakteur der Wirtschaftswoche. Waren beide ehemals lautstarke und wohlgelittene Vertreter eines kantigen marktliberalen Profils, mussten sie einen hohen Preis dafür zahlen, aus der medialen Einheitsfront auszuscheren. Es mutet schon seltsam an, dass die Öffentlichkeit über die dramatischen Risiken aus den TARGET-II-Salden – und ihren katastrophalen Folgen für den Fall eines Ausscheidens Deutschlands aus dem Währungsverbund – nicht von den Bundespolitikern oder wenigstens den Bundesbänkern aufgeklärt wurde, sondern dass es dafür einen einsamen Mahner auf weiter Flur in Form von Sinn gebraucht hat. Infolgedessen wurde Sinn medial kaltgestellt und fand ein breiteres Publikum wohl hauptsächlich noch in seiner von Tichy gestützten Kolumne in der Wirtschaftswoche. Tichy’s bissig kritische Haltung zur Euro-Krise wiederum wurde auch ihm zum Verhängnis, so dass er mittlerweile durch die zuverlässiger eingeschätzte Lebensgefährtin der Politk-Talkerin Anne Will ersetzt wurde, die die verwilderte Wirtschaftswoche wieder stramm auf Kurs bringen soll. Hans Werner-Sinns ehrlicher Kommentar zur Einwanderungsfrage in der hitzigen letzten Dezemberwoche 2014 – geradezu als Kontrapunkt zur Ansprache von Kanzlerin Merkel – war wohl sein Eingeständnis, dass er an den politischen Mainstream keinen Anschluss mehr würde finden können. Tichy muss sich indes als paläo-liberaler Lobbyist in einem schrecklich eingerichteten Bonner-Büro verdingen.

Warum also wird die Öffentlichkeit von den Machthabern so bewusst desinformiert gehalten, warum werden diejenigen medialen Figuren kaltgestellt, die dieses Informationsembargo auch nur ansatzweise durchbrechen?

Man könnte dahinter die Staatsräson vermuten, eine gewisse Sorge um die Legitimität der Bundesrepublik, die durch ein Scheitern der Gemeinschaftswährung beschädigt werden könnte. Ob eine solche Erwägung aber tatsächlich ausschlaggebend ist, erscheint vor den politischen Realitäten mehr als fragwürdig. Es gibt gegenwärtig nämlich keine Fundamentalkritik an der politischen Ordnung, die auch nur ansatzwesie befähigt wäre, eine glaubhafte Alternative anzubieten. Der überwiegende Teil aller politischen Diskussion – selbst der extremeren Spektren – bewegt sich in den engen Grenzen der verfassten Ordnung wie der politischen Korrektheit. In den Parlamenten lässt sich seit geraumer Zeit eine Erstarrung der Machtverhältnisse beobachten, die wohl auf mittlere Sicht zu einer permanent rot-schwarzen Regierungskonstellation führen wird. Die Einrichtungen der „wehrhaften Demokratie“ haben sich höchst effizient eingespielt und sind in der Lage, jede aufkeimende Bedrohung spielend zwischen gut bezahlten V-Leuten und 5-%-Hürde zu zermalmen. Die Rolle der Medienlandschaft darf dabei als durchaus staatstragend bezeichnet werden, wobei die genauen Verhältnisse eine eigene detaillierte Betrachtungen verdienten, die hier nicht geleistet werden soll.

Tatsächlich dürfte das politische System der BRD einen Euro-Kollaps ermangels einer glaubwürdigen Alternative, die so schnell gar nicht aufkeimen kann, genauso unbeschadet überstehen wie die Kanzlerschaft Merkel es tun wird.

Wenn also nicht Revolution und Blut auf den Straßen die Sorge der Mächtigen ist, was treibt sie dann um? Nun, wahrscheinlich haben sie sich den schrecklichen Ausspruch von Rahm Emanuel, einem engen politischen Weggefährten des US-Präsidenten Barack Obama, zu Herzen genommen: „You never let a serious crisis go to waste. And what I mean by that it’s an opportunity to do things you think you could not do before.“ Sinngemäß: Lass Dir keine gute Krise durch die Lappen gehen – im „Notstand“ kriegt man so manches durch…

Tatsächlich liegt also der wahre Grund für die offensichtliche Tabuisierung der Frage danach, was nach einem Ende der Währungsunion hier in Deutschland geschehen sollte, vielmehr darin, dass schon ein für das Establishment sehr günstiger „alternativloser“ Plan X bereit steht.

Die Frage nach dem Inhalt dieses Plans X wird und wurde verständlicherweise in den staatstragenden und staatsverbundenen Medien nicht gestellt. Selbst in sehr kritischen Kreisen wurde nach Kenntnisstand des Autors nur wenig zusammengetragen, was einen verlässlichen Rückschluss auf den Inhalt und die Zielsetzung dieser Planungen zuließe.

Sehr wahrscheinlich ist es so, dass bereits nach diesem Plan gehandelt wird, wie einige Anomalien nahelegen. Mit ziemlicher Sicherheit wird nach der bevorstehenden Währungsreform eine gewisse Konversion von Euro-Guthaben von Privatpersonen in die Neuwährung durchgeführt werden. Höchstwahrscheinlich werden Guthaben und Barmittel dabei bis zu einer willkürlich gesetzten Grenze von wahrscheinlich 10.000 Euros 1:1 konvertiert, um danach degressiv auf niedrige Tauschverhältnisse abzusinken, bspw. 1:2 bis 25.000 Euros, 1:5 bis 50.000 Euros, etc. Diese Maßnahme ist gut geeignet, von unten nach oben zu verteilen, da der relative Anteil von Barmitteln am Vermögen mit zunehmendem Vermögen abnimmt, andererseits aber eine überwiegende Mehrheit über keine großen Barmittel und Guthaben verfügt. Auf diese Weise würde so vor allem das erklärte Feindbild Nummer 1 der Eliten, die autochtone Mittelschicht, enteignet werden, während Besitz von Sachwerten, Papieren, Immobilien und Produktionsgütern zunächst unangetastet bliebe.

Durch die extrem unausgeglichenen Besitzverhältnisse von zuletzt genannten Titeln und Gütern zwischen Mittel- und Oberschicht, würde diese Entscheidung de facto einen großen Teil des gesellschaftlichen Ausgleiches nach dem Zweiten Weltkrieg rückgängig machen. Damit nicht genug: Vermögende Kreise verfügen im Gegensatz zur Mittelschicht über große Mengen an Devisen und Edelmetallen, die sie nach einer derartig quotierten Währungsreform (die ja aufgrund der bis dahin gewaltig ausgedehenten Euro-Umlaufmenge „alternativlos“ sein wird) ungemein liquide machen wird, wodurch sie ihren Anteil am Volksvermögen noch einmal sehr günstig werden aufstocken können. US-Amerikanische Investoren mit ihren vergleichsweise harten Dollars werden sich sicherlich auch nicht zweimal bitten lassen, am großen Fressen teilzunehmen, so dass zudem riesige Volksvermögenswerte nach Übersee wechseln werden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass der deutsche Gesetzgeber sich genötigt sah, zum 1.1.2014 die Mehrwertsteuer auf Silber-Bullion mehr als zu verdoppeln. Silber, auch bekannt als „Gold des kleinen Mannes“, ist ein gegenwärtig im historischen Mittel deutlich unterbewerteter Wertspeicher, der durch die moderaten Einstiegskosten so gut wie jedem zum Kaufkrafterhalt offenstand. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg schwangen sich die Reichsmark 5er ob ihres hohen Silbergehalts zur begehrten Ersatzwährung auf. Während der Gesetzgeber es also heute nicht für nötig hält, die Unze Gold-Bullion zu 1.100 Euros steuerlich zu belasten, legt er auf die kleine Silber Unze zu ca. 15 Euros eben 19% MWST. Man könnte das fast als politisches Werkzeug begreifen, Mittel- und Unterschicht am Kaufkrafterhalt durch Edelmetalle zu hindern.

Der Schweizer Franken war seit je eine beliebte Fluchtwährung der Vermögenden und daher war sein Wechselkurs immer auch ein Barometer für die Hitzigkeit der Lage. Die plötzliche Veränderung des Währungspaares Euro/CHF hin zur Parität dieses Jahr, die durch eine unvorhersehbare Aktion der Schweizer Notenbank bedingt wurde, hat alle deutschen Besitzer von CHF schlagartig deutlich vermögender gemacht. Ob und wie diese Aktion mit der Europäischen Zentralbank koordiniert wurde, ist Gegenstand von Spekulation.

Tatsächlich erscheint es also so, dass bereits Maßnahmen ergriffen worden sind, die massive gesellschaftliche Verschiebungen zur Folge haben werden, falls es zu einerm quotierten Wechsel in die neue Währung kommen wird. Alle künftigen politischen Vorstöße in eine solche Richtung sollten daher äußerst kritisch beäugt werden.

Doch ob es nun zur doppelten Vermögensverschiebung durch Quotierung und Besitzunterschiede in Sachwerten kommt – oder bloß der unterschiedliche Besitz von Edelmetallen, Fremdwährungen und Sachgütern den Unterschied macht, eines wird sicher erzeugt werden: politischer Unmut und innergesellschaftliche Spannungen.

Und die müssen ja irgendwohin. Die Bild-Zeitung wird sicher nicht müde werden, die ganzen „Krisen-Gewinnler“ anzuprangern: Studenten mit Silberschatz, die jetzt im zwangs-liquidierten Leasing-Porsche herumfahren, kauzige Münzsammler, die zu Krösussen wurden und vor allem diese ganzen verdammten Immobilienbesitzer. Haben die sich doch oft locker der Kredite entledigt und sitzen jetzt in handfesten Vermögenswerten. Die Politik wird in tränenreichen Ansprachen darauf verweisen, dass die Katastrophe der Währungskrise uns als „Volk“ alle gleichermaßen getroffen hat und wir das jetzt „solidarisch“ gemeinsam durchstehen müssten.

Und da gibt es ja noch ein anderes Problem: Die ganzen „Geduldeten“, bis zum Tag X sicher ein paar Millionen, die immer noch kein Stück vom Kuchen der Mittelschicht abbekommen haben und doch auch ihren Anteil an Deutschland brauchen, damit sie hier heimisch werden können.

Vulgo wird das heißen: Lastenausgleich 2.0. Auf jede Immobilie 30 % Zwangshypothek in der Neuwährung, rückzahlbar zu 1 % das Jahr. Der Erlös wird unter den „Geduldeten“ und anderen Mittellosen ausgeschüttet. Das schlägt ziemlich viele Fliegen mit einer Klappe: Die ausgemachten „Krisengewinnler“ werden als Sühneopfer dargebracht, die katastrophale Vermögenslage der „Geduldeten“, die aus eigener Kraft wohl nur äußerst selten zu Wohneigentum oder Vermögenswerten kommen werden, schlagartig gebessert, die einheimische Mittelschicht weiter in Richtung Lohnsklaverei gedrückt, und durch die vielen Zwangsversteigerungen der Immobilien von all jenen, die in der schwierigen wirtschaftlichen Lage nach dem Euro die Tilgung nicht leisten können, gibt es auch noch günstig was abzustauben.

Dies sind grobe Skizzen von möglichen Entwicklungen, die auf die eine oder andere Weise bereits geplant und fixiert sind und auf die eine oder andere Weise verwirklicht werden oder auch nicht. Die große Kunst ist es, sich nicht vom aufregenden Schattentheater täuschen zu lassen, sondern die wichtigen Fragen zu stellen.
Kritische Betrachtung verdient dabei vor allem die Frage nach den Plänen für die Zeit nach der Krise und den Weichen, die bereits dorthin gestellt wurden. Nur so werden sich Antworten auf der individuellen Ebene für das eigene Wohlergehen finden lassen und nur so kann an einer breiten Abwehrhaltung gegen diese Planungen gearbeitet werden.

Abschließend erscheint es mehr als naiv, zu glauben, dass so eine „gute Krise“ vergeudet wird. In diesem Sinne wird man sich sicher noch mit einem warmen Gefühl in der Magengegend an Tsipras und Varoufakis erinnern, denn wirklich schrecklich wird erst, was nach der Krise kommt.




Bilderrätsel (Jetzt mit Auflösung)

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Was sieht man hier? Gründlich überlegen! Auflösung: PI-Leser „Energy“ (Kommentar #4) hat Recht – es handelt sich um eine provisorische Moschee in der englischen Kleinstadt Skipton (Grafschaft North Yorkshire).

Hier noch ein zweites Bild:

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So sieht der Standort ohne Moscheezelt aus (Danke an Babieca!):

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