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Asylindustrieware – bestellt und geliefert

Man hat Gaddafi weggebombt und Libyen seinem Schicksal überlassen. 150 Stämme und 200 Milizen konkurrieren um die Macht. Muslimbrüder und IS mittendrin. Erdöl ist als Einnahmequelle weggebrochen. Heute verdient man mit Menschenschmuggel sein Geld.

In einer Reportage im Focus erfährt man, dass es eine funktionierende Küstenwache im Failed State Libyen nicht mehr gibt. Der Küstenwart, den die Reporter treffen, hat weder ein Schiff, noch Waffen.

Fast alle Bewohner von Garabulli seien am Menschenhandel beteiligt, erzählt der Küstenwart. Die Schlepper hätten ihm zunächst Geld geboten fürs Wegschauen und ihm dann mit dem Tod gedroht. Mittlerweile würden nicht nur die Banden an den Flüchtenden verdienen, sondern auch die Milizen: „Sie finanzieren damit ihren Krieg.“

Merkel hilft ihnen mit unserer Marine dabei. Es steht zu befürchten, dass die islamischen Milizen mit dem Schleusergeschäft zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: sie finanzieren sich nicht nur über den kriminellen Menschenexport, sondern können auf bequeme Weise Terroristen an die Strände Europas spülen.

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Weiter im Focus:

Mehr als drei Jahre nach dem Sturz und der Ermordung des Diktators Muammar al-Gaddafi ist Libyen zerrissen, als Staat gescheitert.

Zugleich breiten sich im Land Dschihadisten aus, die mit dem sogenannten Islamischen Staat verbündet sind.

Libyens Ölproduktion ist eingebrochen. Die größte Ressource des Landes sind nun die Träume der schätzungsweise 600 000 Flüchtenden, die hier auf eine Überfahrt nach Europa warten.

Dieses Geschäft funktioniert nur, weil am anderen Ende ein bereitwilliger Abnehmer steht!

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Ein Menschenhändler will uns erklären, wie sein Gewerbe funktioniert, wenn wir ihm Anonymität garantieren. Er ist etwa 30 Jahre alt, Vater von drei Kindern und soll hier Mohammed heißen. Wir treffen ihn in der Abenddämmerung bei einer Hütte an der Küste von Garabulli.

„Hier wird die Ware gelagert“, sagt er. Die Ware? „Ja, hier sammeln wir die Flüchtlinge.“ Wenn ruhiges Meer vorhergesagt ist, gibt Mohammed einen Code aus, und Helfer holen die Passagiere. Um drei oder vier Uhr morgens besteigen sie die Boote. „Sie bekommen einen Kompass, der ihnen den Norden anzeigt“, erzählt Mohammed. „Einem, der erfahren scheint, drücken wir das Steuer in die Hand, und ab geht es nach Lampedusa.“ Die Flüchtlinge bleiben sich selbst überlassen, niemals würde einer der Schleuser mitfahren.

Das „Geschäftsrisiko“ übernehmen Handelsschiffe, die italienische Küstenwache und die deutsche Marine. Sie fischen regelmäßig die „Warensendung“ tot oder lebendig aus dem Meer.

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Zu den wichtigen Jobs gehört es, den Fischern Boote abzukaufen oder das Geld zu kassieren. 1500 Euro für eine Überfahrt, die oft tödlich endet. „Die Hintermänner siehst du hier nicht“, meint Mohammed. „Es ist wie bei der Mafia.“

Passend dazu erklärt das Migazin, „Mafia“ sei ein arabisches Wort.

Zehn Prozent ihrer Einnahmen, so sagt Mohammed, zahlen die Schlepperbanden den islamischen Brigaden – jenen „Ordnungskräften“, die das Gebiet kontrollieren und den Europäern beweisen sollen, dass die Machthaber in Tripolis die illegale Migration in den Griff bekommen.

Gut möglich, dass diese „Ordnungskräfte“ den Rest ihrer Einnahmen aus dem Steuersäckel der Europäer beziehen. Doch auch diese „Ordnungskräfte“ sind Teil des erpresserischen Schleppersystems, wie Gefängnisinsassen dem Focus berichten.

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Wer es im ersten Anlauf nicht auf eines der „Lampedusa-Boote“ schafft, muss noch einmal 2000 Dollar nachlegen – oder verrottet in einem Loch.

Einige Brigadisten begleiten uns zu einem der Gefängnisse für Migranten. Es liegt in Sawiya, 50 Kilometer westlich von Tripolis. Mehr als 800 Menschen sind hier eingesperrt.

Der Direktor zieht nervös an seiner Zigarette. Zuerst zeigt er uns ein Blatt. Es ist die Liste seiner Insassen, getrennt nach ihrer Herkunft. 300 Nigerianer, 197 Eritreer, 106 Somalier sind darauf verzeichnet. Mit seinem Schlüsselbund öffnet er mehrere Türen.

In einem stickigen Raum kauern etwa 200 Männer. Sie haben kaum Platz, sich zu bewegen. Eine Reihe schmutziger Matratzen liegt auf dem Boden. Durch das kleine Fenster oben an der Wand fällt nur wenig Licht.

Amir, ein 22-jähriger Eritreer, darf sprechen. Seit vier Monaten lebt er im Lager Sawiya. In seinem Land hat er Ingenieurwesen studiert. In klarem Englisch berichtet Amir, dass viele Gefangene unter Krätze leiden, Malaria oder Leishmaniose. Aber es gebe weder Ärzte noch Medikamente.

„Ich habe keine Verbrechen begangen, ich will nur ein besseres Leben“, sagt er. Er habe Tausende Kilometer zurückgelegt und Kameraden in der Wüste sterben sehen. Er habe zwei Schlepper bezahlt und sei drei Monate in einer Grotte versteckt worden. Eines Nachts sollte er auf ein Boot steigen. Nach wenigen Meilen fiel der Motor aus. Seitdem ist er hier. „Libysche Soldaten schlagen uns mit Metallstöcken“, klagt Amir an. „Oft und ohne Grund.“ Sie würden für seine Freilassung Geld von ihm verlangen, 2000 Dollar. Doch er besitzt nichts mehr.

Amir ist „Ausschussware“. Mit 22 Jahren weggeworfen. Afrika muss mit jungen Ingenieuren geradezu gesegnet sein, dass man sich das leisten kann. Doch auch die „Ausschussware“ bringt noch gutes Geld, wie der Gefängnisdirektor verrät:

Und leise, damit die Brigadisten es nicht hören, fügt er an, er habe Angst, dass nachts bewaffnete Schlepper kommen und die Migranten holen, als Sklaven für die Ziegelfabriken oder als Geiseln, um von ihren Familien Geld für eine erneute Bootsfahrt zu erpressen. „Die Banden“, sagt der Direktor, „wollen ihre Ware wiederhaben.“

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Nach dem Erdöl nun also Sklaven, menschliche „Handelsware“. Europa als bereitwilliger Abnehmer. In Italien angekommen, wird die möglicherweise hochinfektiöse „Ware“ zum „Asylbewerber“ umdeklariert.

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Dann geht es auf verschlungenen Pfaden in das größte Sklavenabnehmerland, wo die „Ware“ das Etikett „dringend benötigte Fachkraft“ erhält.

Ein großer Staatsbetrieb sortiert die kostenlos angelieferte „Rohware“ in verschiedene „Qualitäten“. Ein aufwändiges Unterfangen, denn 80 Prozent der „Ware“ ist undeklariert. Name, Herkunft, Alter unbekannt. Daher dauert die Sortierung oft mehrere Jahre. Vor der Sortierung wird die Ware gerecht verteilt. Das Bundesland, das auf diesem Wege die meiste „Rohware“ erhält, steckt rund 15.000 Euro pro Jahr in jedes kostbare „Einzelstück“. In „fehlerhafte Rohware“ wird noch einmal extra investiert.

Nach diesem langwierigen Sortiervorgang lagert der überwiegende Teil unter dem Etikett „Geduldete“ erst einmal auf unbestimmte Zeit auf Halde. Die Lagerung erfolgt spätestens dann „dezentral“ und die Lagerkosten gehen vom Bundesland vollständig über auf die Gemeinden.

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Manchmal kommt es bei der Weiterverarbeitung der menschlichen „Handelsware“ zum Stocken, dann wird improvisiert. Dann muss der volkseigene Betrieb Kapazitäten erhöhen. Was kein Problem ist, da man unbegrenzt Zugriff auf Steuermittel und staatliche Infrastruktur hat. Asyl gilt in allen seinen Facetten als Staatsauftrag, auch wenn es den zugrundeliegenden Anspruch nur zu maximal 2 Prozent erfüllt. Es müssen mehr Turnhallen, Kasernen, sanierte Sozialwohnungen und -pädagogen her. Der VEB Asyl will sich weiter professionalisieren, mietet, pachtet und kauft Immobilien auf. Monatlich wird ein Geschäftsbericht veröffentlicht.

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Gerne beteiligen sich auch die Privatwirtschaft (Handwerker, Hoteliers, Sicherheitsdienste, Catering, Zubehörlieferanten) sowie die Kirchen am Geschäft. Sie alle sagen, der Bedarf an weiterer „Rohware“ sei noch lange nicht gedeckt. Die Branche boomt. Möglicherweise ist der VEB Asyl bereits einer der größten Arbeitgeber bundesweit.

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Die Nachlieferung kostenloser „Rohware“ ist durch Islam-Terrorismus und Wohlstandsgefälle weiterhin garantiert. Nur im Winter kommt es zu Lieferungsengpässen, wenn es auf dem Mittelmeer besonders gefährlich wird und „Ware“ auf dem Versandweg verloren geht. Dann erheben sich die europäischen Selbstanklagen zum Konzert: Man habe noch nicht genug getan! Merkel lässt nun die „Rohware“ direkt vor den Küsten Libyens abfischen.

Doch manchmal nützt auch das nichts. Für christliche „Ware“ ist die Überfahrt doppelt gefährlich, wie die FAZ beschreibt:

Noch vor dem jüngsten Zwischenfall nahe Sizilien, wo Muslime Christen über Bord warfen, konnte man den Dschihad auf dem Meer beobachten: Die Küstenwache nahm nigerianische Schlepper fest, die nach Aussage von Überlebenden während eines Sturmes, als ihre christlichen somalischen Passagiere zu beten begannen, mehr als ein Dutzend ins Wasser stießen und ertrinken ließen.

Libyens Exportschlager boomt indes weiter. In 600.000 weitere „Exportartikel“ wurden bereits afrikanische Familienersparnisse investiert. Sie stehen an Libyens Stränden bereit zum Transfer. Der ein oder andere wird die Überfahrt zusätzlich mit seinem Leben bezahlen.

Was hätten diese junge Männer alles mit dem Startkapital ihrer Familien anfangen können? Afrika ist groß und ein boomender Kontinent, die kreativen Fachkräfte (Bild ganz oben) werden dringend selbst gebraucht.

Doch dann bricht für Afrikas Failed States wohl die wichtigste Einnahmequelle weg: das Schleusergeschäft. Ein Geschäftsmodell, für das es sich lohnt, über Leichen zu gehen, so groß ist der Sog des gierigen, nimmersatten Absatzmarkts.

Update: In Libyen soll eine Million Menschen nur auf die passende Gelegenheit warten, um mit Hilfe von Schleppern auf völlig überfüllten Booten das gelobte Nordufer zu erreichen. (FAZ)

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Das Video stammt aus der stets Europa anklagenden globalen Asylindustrie und zeigt die Reste der libyschen Küstenwacht in ihrer Hilflosigkeit. Die daran anschließenden Videos zeigen die Zustände in Libyens Migrantengefängnissen: