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Erpresst die DITIB Schutzgeld? Video + TV-Tipp

ditib-vorstandsmitgliedNach gemeinsamen Recherchen von Report München und der FAZ gibt es bei der Ditib Funktionäre, die offen mit dem Islamischen Staat sympathisieren. Die Ditib ist ein Ableger der staatlichen Religionsbehörde Dyanet der Türkei. Sie unterhält in Deutschland zahlreiche Moscheen.

Die Zentrale des Ditib-Dachverbands befindet sich in Köln. Ein in den ARD-Tagesthemen ausgestrahltes Kurz-Video dokumentiert den Zusammenhang zwischen einem Ditib-Vorstandsmitglied in Dinslaken und dem IS. Ditib-Chef Bekir Alboga wird mit entsprechenden Bildern konfrontiert (Foto). „Wir werden das nicht mehr zulassen“ sagt er. Doch das Dinslakener Vorstandsmitglied ist nach wie vor im Amt.

In Baden-Württemberg sollen bereits fünf Ditib-Mitglieder in den Dschihad aufgebrochen sein. Der Verfassungsschutz stellt fest, dass es der Ditib offenbar an Kompetenz mangele, mit dem Salafismus umzugehen.

Die Ditib wäre nicht die Ditib, wenn sie darauf nicht sofort mit einem Ruf nach Geld reagieren würde. Ein seriöses Eigeninteresse besteht offenbar nicht. Es wird verhandelt wie auf dem Basar. Offen droht Alboga damit, dass die Ditib „allein auf ehrenamtlicher Ebene“ nichts machen könne.

Eine islamische Schutzgelderpressung, vorgetragen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Juli 2015? Dabei ist die Ditib als gemeinnützig anerkannt. Das türkische U-Boot profitiert also bereits vom deutschen Staat.

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» FAZ: Dschihadisten in DinslakenMit dem Gestus der Salafisten
» BR-Video: Cyber-Dschihad