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Unsere täglichen MUFL gib uns heute

minderjaerige-unbegleiteteDa hatten die Beamten von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim aber Glück, dass ihnen diese wertvolle Ladung nicht durch die Lappen ging. 20 afrikanische MUFL auf einen Schlag! Für die Asylindustrie winkt ein Bomben-Geschäft. Diesen Jugendlichen widmet der deutsche Staat seine ganze Aufmerksamkeit.

Die Bundespolizei Rosenheim berichtet:

Die Rosenheimer Bundespolizisten, die am Montagmorgen (20. Juli) ihren Dienst angetreten haben, fanden in der Dienststelle bereits rund 160 unerlaubt eingereiste Personen vor. Sie wurden in der Sporthalle der Bundespolizei-Liegenschaft behelfsmäßig untergebracht, nachdem sie am Abend und in der Nacht zuvor in Gewahrsam genommen worden waren. Über das Wochenende verteilt hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim etwa 570 illegale Grenzübertritte registriert.

Alleine in drei Fernreisezügen aus Italien trafen die Beamten am Sonntag rund 30, 50 und 90 Personen an, die keine Papiere für die Einreise beziehungsweise den Aufenthalt in Deutschland mitführten. Es handelt sich um Männer, Frauen und Kinder aus bis zu 20 verschiedenen Ländern. Die meisten von ihnen stammen ursprünglich vom afrikanischen Kontinent. Viele berichteten von einer lebensgefährlichen Schleusung über das Mittelmeer, die pro Person tausende Dollar gekostet hätte.

Die unerlaubt Eingereisten mussten in Rosenheim den jeweiligen Zug verlassen. Sie wurden mit Polizeibussen vom Bahnhof zur Dienststelle der Bundespolizei gefahren. Nachdem sie in der Bundespolizei-Sporthalle provisorisch untergebracht, versorgt und registriert worden waren, konnten sie von dort aus zur Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München weitergeleitet werden. In etwa 20 Fällen wurde das zuständige Jugendamt eingeschaltet, da es sich um Minderjährige handelte, die ohne Eltern oder sonstige Verwandte unterwegs waren.

Es geht es zur ersten Station der MUFL: die Inobhutnahme. Danach für mehrere Monate weiter in ein „Clearinghaus“. Alleine die Diakonie betreibt 400 Clearingstellen in ganz Bayern. Dann kommen die MUFL in  Wohngruppen oder Pflegefamilien.

Jetzt, wo die MUFL im Bundesgebiet frei verteilbar sind, muss man sehen, dass auch jeder etwas von den Minderjährigen hat. In Bayern lassen sich im Schnitt 60.000 Euro im Jahr mit einem afrikanischen Jugendlichen verdienen. Falls da keine Kapazitäten mehr frei sind, gibt es zum Beispiel das Christophorus Jugendwerk in Freiburg für 335 Euro pro Tag, macht 120.600 Euro im Jahr. Man sieht an diesen Dimensionen, wieviel Stellen die Asyl- und Sozialindustrie mit jeder Zugladung frischer MUFL aus dem Stand heraus kreiieren kann. Die Stellen sind nicht etwa befristet:

stellenangebot-asylindustrie

Es ist geradezu unglaublich, welche Aktivitäten der deutsche Staat für Kinder aus dem Ausland entwickelt. Ein paar Beispiele aus dem schier endlosen Angebot:

Die Clearingstelle der Caritas Magdeburg hat bereits an 500 MUFL verdient. Dafür tun sie natürlich auch etwas. Zum Beispiel wird nach den „Vorstellungen, Wünschen, Zielen und Perspektiven in Deutschland“ gefragt:

Bei der Klärung dieser Fragen bedienen wir uns der Hilfe eines Dolmetschers. […] Alle Informationen werden dokumentiert und dem Vormund sowie dem Jugendamt zur Verfügung gestellt. […] Die Zusammenarbeit mit dem Vormund ist während des gesamten Clearingverfahrens sehr intensiv und geprägt durch regelmäßige Besuche und Fallbesprechungen in unserem Haus. […] Da die Jugendlichen während des Aufenthaltes in der Clearingstelle noch nicht zur Schule gehen können, bieten wir täglich Deutschunterricht an. […]  Analphabeten machen wir mit dem Alphabet und den Zahlen vertraut, sodass das Fundament für ein zukünftiges Leben gelegt wird.

Nach dem Clearing geht es direkt hochprofessionell weiter. Beispiel Saarland:

Nach durchgeführtem Clearing wird ein Persönlichkeitsprofil des unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings mit sozialpädagogischen, juristischen, psychologischen und ethnologischen Aspekten im Clearinghaus erstellt. Damit werden seine individuellen Hilfe- und Unterstützungsbedarfeseine und Aufenthaltsperspektiven im Hilfeplanverfahren (§ 36 SGB VIII) organisiert und dargestellt. Dabei steht das ausdifferenzierte Spektrum der Jugendhilfeangebote zur Verfügung. Eine enge Zusammenarbeit mit den Migrationsfachdiensten (z.B. Jugendmigrationsdienste) ist weiterhin erforderlich. Insbesondere muss sichergestellt sein, dass therapeutische Angebote auch bei der dezentralen Unterbringung (weiter) bestehen.

Eine dezentrale MUFL-Unterbringung gibt es zum Beispiel bei der Diakonie in Düsseldorf-Kaiserswerth. Hier gibt es vier Plätze für deutsche Kinder und 12 für MUFL:

Zusätzlich zu der seit vielen Jahren bestehenden Wohngruppe für vier Jugendliche in der Düsseldorfer Innenstadt, bieten wir nun im Liddy-Dörr-Haus zwölf Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen ein differenziertes und umfassendes Clearingverfahren und eine interkulturell geprägte pädagogische Begleitung an. […] Die Zusammenarbeit von erfahrenen Sprach- und Kulturmittlern mit unserem interdisziplinären Team ermöglicht es, auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen und dem Auftrag der Clearingstelle gerecht zu werden. Wir unterstützen die Jugendlichen in der Bewahrung und Fortführung ihrer kulturellen und religiösen Praktiken und begleiten sie in der Verarbeitung ihrer Fluchterlebnisse. […] Unsere Einrichtung wurde nach Liddy Dörr benannt. Als Missionsschwester der Kaiserswerther Diakonissen wirkte sie fast 30 Jahre in Ostafrika, am Fuße des Kilimandscharo.

Ja, das waren noch Zeiten als die Schwestern christlich missionierend in Afrika unterwegs waren…

In einer BAMF-Broschüre aus dem Jahr 2008 liest man am Beispiel Nürnberg, wie solche Wohngruppen organisiert sein sollen. Damals wußte man wahrscheinlich noch nichts von den Ausmaßen, die die Sache annehmen würde. Oder doch?

Die Wohngemeinschaft wird rund um die Uhr von einem Sozialpädagogen betreut, und die Jugendlichen erhalten eine umfassende bedarfszentrierte Hilfe sowie Sprachunter¬richt und Hausaufgabenhilfe. Nach Bedarf kann auch psychosoziale Beratung, Begleitung und Therapie sowie eine Rückkehrberatung angeboten werden. Zudem stehen Freizeitan¬gebote zur Verfügung, und der Verein unterhält Kontakte zu örtlichen Sportvereinen.

Dumm für jedes Kind, das in Deutschland geboren ist. Von solch einem kostenlosen staatlichen Service können deutsche Familien nur träumen. In NRW gibt es sogar schon eine „Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge“, die beobachtet, ob der deutsche Gutmenschenstaat alles richtig macht:

Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW begrüßt die überfällige Umsetzung einer jugendhilfegerechten Behandlung von UMF und beobachtet verstärkt den sich entfaltenden Prozess in NRW.

In Berlin kann keiner meckern, da ist alles vorbildlich und kultursensibel organisiert:

Fast alle wohnen in Einzelzimmern, die einfach aber funktional mit eigenem Kühlschrank eingerichtet sind. Geschwister oder Bewohner gleicher Nationen werden auch in Doppelzimmern einquartiert. Die Älteren ab 16 versorgen sich selbst, wofür sie eine „Hilfe zum Leben” pro Tag erhalten. Dazu gibt es alle zwei Wochen ein kleines Handgeld für alle sonstigen Anschaffungen wie z.B. Bekleidung. Die Kinder bis 14 Jahre werden vollversorgt. Jeder Schüler bekommt morgens ein Esspaket. [..] Das EAC-Team besteht in beiden Einrichtungen aus insgesamt 54 MitarbeiterInnen, darunter zum Teil muttersprachliche ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen, die im Kontext der interkulturellen Pädagogik arbeiten. In sieben Gruppen arbeiten fünf Sozialarbeiterinnen, vier Sozialarbeiter, 18 Erzieherinnen und 20 Erzieher. Sie verfügen über Sprachkompetenzen von Arabisch über Kurdisch bis Vietnamesisch. Rund ein Jahr braucht es, bis die neueingestellten ErzieherInnen SozialarbeiterInnen neben ihrer Kernkompetenz alle Aspekte eines Clearingverfahrens erfasst haben und zum Wohle des Betroffenen fehlerfrei anwenden können. Gremienarbeit in Fachverbänden sowie Fortbildungsmaßnahmen wie „Interkulturelle Kommunikation“ oder „Zwischen Asylrecht und Jugendhilfe“ sind auch von entscheidender Bedeutung für die Arbeit. Traumatisierten Kindern und Jugendlichen steht im Haus ein Psychologe zur Verfügung. Durch regelmäßige Qualitätsdialoge zwischen dem Auftraggeber Land Berlin, hier also der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, und dem EAC-Team wird die Qualität der Arbeit überprüft und bestätigt.

In Bremen ist mit den MUFL einiges schief gelaufen (PI berichtete). Und das bei einem Betreuungsschlüssel von 1:2. Vielleicht sollte man die Fortbildung für die SozialpädagogInnen noch ausweiten?


mufl-bremen


Natürlich braucht dieser Zweig der Asylindustrie auch einen eigenen Bundesfachverband:

Der B-UMF ist ein eingetragener Verein, der von einem dreiköpfigen Vorstand geleitet wird. In Berlin sitzt die Bundesgeschäftsstelle, in der unser Team tätig sind. Insgesamt besteht der Verband aus über 200 Mitgliedern, darunter ca. 50 Organisationen. Der B-UMF verfolgt dabei verschiedene, aber miteinander verknüpfte Ziele. […] Wir unterstützen junge Flüchtlinge für ihre Anliegen einzutreten, ihre Stimme zu erheben – sei es im Rahmen von Fachtagungen, Kundgebungen, in unserer Geschäftsstelle oder in der Mitarbeit an Publikationen. […] Einige Politiker quer durch alle Parteien sind sich mittlerweile bewusst geworden, wie dringlich unserer Anliegen ist – aber leider sind sie noch in der Minderzahl. Darum bemühen wir uns aktiv darum, die Anliegen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge immer wieder den beteiligten politischen Parteien nahe zu bringen. Nur so lassen sich wirksame Veränderungen der Gesetzeslage erzielen.

Und wir bemühen uns aktiv darum, die Anliegen deutscher Familien immer wieder den beteiligten politischen Parteien nahe zu bringen! Nur so lassen sich wirksame Veränderungen der Gesetzeslage erzielen. Diese sind mehr als notwendig, sollen deutsche Kinder nicht zu Bürgern zweiter Klasse werden.

Der Befehl zum reichhaltigen Verplempern von Geld zur künstlichen Steigerung des Dienstleistungssektors kommt direkt aus der EU-Zentrale, dient der Senkung der Leistungsbilanz und damit dem Zusammenhalt der auseinanderdriftenden Eurozone. Wenn der Staat so großzügig ist, dann sollte er auch reichlich in deutsche Kinder investieren und vor allem die deutschen Familien steuerlich entlasten!

Den MUFL ist das Betüddeln mit Clearing, Therapien, Schule und Ausbildung übrigens lästig. Sie wollen lieber so schnell wie möglich Knete machen. Denn dafür wurden sie losgeschickt: