Undankbares Volk

imageGerade hatte nun Gabriel die Flüchtlingsunterkunft Heidenau besucht und staatsmännisch verkündet, er wolle das rechte Pack wegsperren. Doch die demütige Reaktion des deutschen Michels blieb dieses Mal aus. Offensichtlich nutzen die ständigen Stigmatisierungen sich langsam ab. Gabriel erhielt andere Reaktionen, als er sie wohl erwartet hatte. Der Merkur berichtet:

Nach dem Besuch von Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel in der Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau sieht sich die SPD-Zentrale mit einer Masse an rassistischen Pöbeleien konfrontiert. Seit Gabriels Besuch habe „der rechtsradikale Mob das Willy-Brandt-Haus mit menschenverachtenden Anrufen, E-Mails und Kommentaren überschwemmt“, sagte SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

„Mitarbeiter, Politiker und die SPD wurden beschimpft, beleidigt und bedroht, Hass und Hetze über Flüchtlinge ausgegossen.“ Die fremdenfeindlichen und rassistischen Äußerungen hätten mittlerweile dramatische Ausmaße angenommen.

[…] Nach Angaben der SPD gingen seitdem etwa 300 Mails „mit zum Teil menschenverachtendem Inhalt“ in der Parteizentrale ein. Die Mitarbeiter hätten auch etwa 150 Anrufe entgegengenommen, in denen Beleidigungen, Beschimpfungen und Bedrohungen ein nicht mehr erträgliches Ausmaß angenommen hätten, wie ein Sprecher sagte. „Wir prüfen eine Anzeige in 14 Fällen allein aufgrund der E-Mails.“

Offensichtlich ist es dabei noch nicht einmal geblieben. Aktuell berichten die Medien von einer Bombendrohung gegen die SPD-Parteizentrale in Berlin. Das Gebäude wurde geräumt.