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Gelsenkirchen: Eishalle wird Asylunterkunft

emscherHereinspaziert, hier geht noch was! Die zu den ärmsten Städten des Ruhrgebiets gehörende Stadt Gelsenkirchen rüstet mit letzter Kraft auf, um der Flüchtlingsinvasion Herr zu werden. Sie opfert jetzt ihre schöne Emscher-Lippe-Eissporthalle (Foto), um dort eine Erstaufnahmestelle für Asylforderer einzurichten. Das gab die Stadt am Freitagmorgen voller Stolz bekannt. „Wie bereits erwartet, hat die Bezirksregierung Münster stellvertretend für die Landesregierung heute die Stadt Gelsenkirchen nachdrücklich gebeten, im Wege der Erstaufnahme kurzfristig Unterbringungsmöglichkeiten für 300 Flüchtlinge zu schaffen“, heißt es in der Mitteilung.

(Von Verena B., Bonn)

Die Eishockeymannschaft „Schalker Haie“ muss ausweichen. Für ihren Trainingsbetrieb werden Alternativen in Nachbarstädten geprüft. Über eine Absage oder Verlegung geplanter Veranstaltungen werde die Stadt kurzfristig informieren. Für eine Zuweisung in dieser Größenordnung kämen derzeit nur noch mehrere Turnhallen oder eben die Emscher-Lippe-Halle in Betracht, berichtet die WAZ.

Um den Schulsportunterricht nicht noch mehr zu beeinträchtigen, habe sich die Stadtverwaltung für die Emscher-Lippe-Halle entschieden, zumal diese über eine ausreichende Fläche und entsprechende sanitäre Anlagen verfüge.

Für die Gelsenkirchener ist die Eissporthalle aber noch weit mehr als nur eine Sportstätte: Regelmäßig finden dort auch kulturelle Veranstaltungen statt, unter anderem treten bekannte Köche und Comedians wie Paul Panzer auf. Am 2. Oktober sollte der beliebte Dieter Nuhr auftreten, obwohl er ja nach Ansicht verfassungsfeindlicher und humorloser Muslime ein „Hassprediger“ ist, und am 24. Oktober Volker Pispers. Die beiden können jetzt wahrscheinlich zu Hause bleiben. Den Gelsenkirchenern dürfte nunmehr ohnehin der letzte Funke Humor abhandengekommen sein.

Geben und teilen ist ja etwas Wunderbares, kann aber auch gewisse Nachteile haben. Nachdenklich stimmte uns diesbezüglich der Kommentar eines bibelfesten Lesers, der nachhaltig über den Heiligen Sankt Martin nachdachte: Als der edle Ritter dem armen Bettler im kalten Winter die Hälfte seines Mantels schenkte, wurde es noch kälter, und weil der halbe Mantel die beiden Männer nicht ausreichend wärmte, mussten sie leider beide erfrieren!