1

München außer Kontrolle

A2München ist die Drehscheibe Süd in der Verteilung der Invasoren. Alleine am Samstag sollen am Hauptbahnhof 13.000 dieser Menschen angekommen sein. Dort verselbständigte sich gestern das „Flüchtlings“-Chaos von Stunde zu Stunde. Die Massen wurden in Sonderbussen in das Verteilungslager in der Münchner Messestadt Ost gekarrt, wo zwei Hallen befüllt werden. PI gelang dank aufgeschlossener „Flüchtlings“-Helfer vor Ort ein Blick hinter die Kulissen.

(Von media-watch)

Am Nachmittag diskutierten am Hauptbahnhof aufgebrachte Münchner die Situation:

„Es ist unvorstellbar, dass hier Flüchtlinge ankommen, in Taxis steigen und keiner weiß, wohin sie fahren!“

Zielorientiert wollen sie nicht zur Auffangstelle und auch nicht in den Bus zum Verteilerzentrum Messestadt Ost.

„So verhält sich nur jemand, der eine Informationen hat und gebrieft ist“,

sagt uns ein anderer Münchner, der gerade vorbei kommt. Beinahe stündlich setzten sich von dort Busse zur Auffangstelle in der Messestadt Ost in Bewegung.

A1

Wir entschlossen uns, das dortige Lager näher anzusehen. Vorbei am Sicherheitspersonal durch die Eingangsschleuse bot sich uns ein Bild wie Sodom und Gomorrha: Überall türmen sich auf den Tischen Lebensmittel, die dann nach „Gebrauch“ in verachtungsvoller Weise zusammen mit Spielzeug oder Plastikmüll herumliegen. Man hat nicht das Gefühl, dass wir es mit Menschen zu tun haben, die uns Kultur bringen. Viele Menschen, denen man auf den ersten Blick ansieht, dass sie nie eine „Bereicherung“ für unser Land sein werden. Davon konnten wir uns auch hautnah überzeugen. Wir sahen im Unterschied zum Münchner Hauptbahnhof zwar vereinzelt Familien, dennoch überwiegend viele junge Männer. Junge entschlossene Männer, die uns nicht an traumatisierte „Flüchtlinge“ erinnern, sondern eher an Männer mit einem Marschbefehl.

Was uns besonders stutzig gemacht hat, war ein „Flüchtling“, der ankam und ein Taxi suchte. Vorbei an der Security und der medizinischen Kontrolle erklärten uns die Helfer am Infostand bereitwillig, dass sich der „Flüchtling“ jederzeit ein Taxi nehmen kann. Keine Anstalten dahingehend, dass sich der „Flüchtling“ erst einmal registrieren lassen muss. Wir trauten unseren Augen nicht. Das offenbart uns, dass die Münchner Verteilerstation und das gesamte System keinerlei Überblick mehr über die Menschen hat, die hier bereits durchgeschleust wurden. Sie haben überhaupt keine Ahnung, wer hier ist. Sie arbeiten an einem Risiko, das für uns Münchner und unser Land immer größer und unkalkulierbarer wird.

Was wir sehen, bestätigt unsere Annahme, dass sich dieses System auch keine Mühe machen wird, diesen Zustand zu ändern. „Die sollen sich erst einmal ausruhen“, wurde uns gesagt. Und dann geht´s weiter. Wie wir von einer Helferin erfahren haben, werden in den nächsten 24 Stunden noch über 3000 „Flüchtlinge“ erwartet. Dreitausend Menschen, von denen wir nicht wissen, woher sie kommen, wohin sie wollen und was ihre Motivation ist, ihr Land im Stich zu lassen. Dafür hat man sich bereits gerüstet, erzählte sie uns stolz, und dass sie dafür bereits eine eigene Halle mit Feldbetten bereitgestellt haben:

muenchen_asyl

Wie wir beim Rundgang gesehen haben, hat auch das Syrische Konsulat (Foto unten) seine feste Ecke in der Messehalle bezogen. In der Konsulatsecke herrscht reichlich gähnende Leere. Von Andrang keine Spur. Um nicht zu sagen: Andrang gleich null. Wieso, fragten wir uns.

A7

Andrang gab es hingegen an den Essensausgabestellen. Gedränge gab es auch an den Steckdosen, an denen Handys und Tabletts zum Aufladen hingen. Was uns auffiel: Es gibt kaum Registrierstellen, wir haben keine gesehen. Nur ärztliche Helfer. Am Eingang der Messehalle bekommen die Ankömmlinge rote oder grüne Bändchen. Rot bedeutet krank, hat Fieber oder ähnliches. Grün bedeutet „gesund“. Wir gehen weiter.

A6

Wir sehen ein Klavier, gespendet von der Münchner Röntgen Realschule. Darauf klimpern Kinder. Ein Zettel verweist auf eine Facebookgruppe „Musiker für Flüchtlinge“. Angesichts des Chaos, das in den Hallen herrscht, ist dieses Klavier mit seiner auf arabisch und englisch angeklebten Aufforderung „Spiel mich“ geradezu grotesk. Vielleicht stimmen dort demnächst einige der Invasoren die Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“ an.

A5

Während wir uns in der Halle umsehen, fahren zeitgleich laufend Busse vom Münchner Hauptbahnhof vor. Mit derselben Regelmäßigkeit kommen „Flüchtlinge“ heraus, die gleich in Taxis einsteigen und davonfahren. Keiner weiß wohin.

muenchen_asyl2

Festentschlossen direkt zu einem Taxi zusteuern? Wie geht das? Das ist kein Flüchtlingsverhalten, sondern ein Verhalten vergleichbar mit einem Manager oder einem Beauftragten, der seinem Marschbefehl folgt. Einige „Flüchtlinge“ stärkten sich im Auffanglager, sammelten Informationen und stellten sich dann an die Autobahn, um per Auto-Stop weiterzukommen.

Was blüht uns in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten?

Hier ein Video aus der „Asyl-Halle“ in München: