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Islam-Terror in Paris: Wetten, dass…?

imageDer Tag ist noch jung, die Walze der Einlassungen und des medialen Aufruhrs hat sich noch nicht mit vollem Schwung in Bewegung gesetzt. So bietet sich die Gelegenheit einer noch unbefangenen Prognose, was in den nächsten Stunden und Tagen auf uns zukommt. Viel Phantasie braucht es dafür freilich nicht. Wir ahnen es schon.

(Von Marcus)

Zunächst geben alle wichtigen Häupter mit betretener Miene Ihrem Entsetzen Ausdruck und bekunden, dass dies ein Anschlag auf die Zivilisation, die gemeinsamen Werte etc. ist. So weit sind wir ja schon. Auch in den Medien nichts als Entsetzen und Pietät. Diese Phase des betroffenen Innehaltens wird benötigt, damit Politik und Medien sich sortieren können.

Alsdann kommen die Ermahnungen, dass „die Gesellschaft“ sich nicht spalten lassen dürfe. Dann nämlich hätten die Terroristen ihr Ziel erreicht. Gemeint ist mit „der Gesellschaft“ das große interkulturelle Dialogexperiment, in das unsere Gemeinwesen de facto transformiert worden sind.

Alle Kommentatoren werden sich bemüßigt fühlen, ihre Deutung des Geschehens zur Schau zu stellen und sich gegenseitig zu überbieten. Eine Talkshow jagt die andere. Um das Thema „Islam“ wird man nicht herumkommen. Erst vereinzelt, dann unisono und mit zunehmender Wucht wird uns eigehämmert, dass dies nichts mit dem Islam zu tun habe, dass dies nur eine kleine Minderheit etc. – wir kennen das.

Landesväterlich und –mütterlich wird uns „die Politik“ nebst medialer Dressurelite ermahnen, niemanden unter „Generalverdacht“ zu nehmen. Um dem vorzubeugen seien jetzt Zeichen der „Solidarität“ zu setzen. Bald schon wird sich Gauck mit Moslemführern zum Gruppenbild arrangieren. Minister aller Parteien werden in die Moscheen pilgern und den Moslemgemeinden auf Socken ihre Aufwartung machen.

Spätestens Anfang kommender Woche haben wir den Eindruck, dass Muslime und alle Migranten in Deutschland die eigentlichen Opfer sind – und zwar eines unsäglichen deutschen Rassismus. Die Huffington Post wird uns schon bald mit Episoden des „Alltagsrassismus“ eindecken („Muslima erlebt in der U-Bahn DAS“).

Der „Experte“ wird gleich mitgeliefert, der erklärt, dass „Vorurteile“ seit den Attentaten „besorgniserregend“ zunehmen und „gesellschaftsfähig“ werden.

Natürlich müssen bei solchen Ereignissen auch die „Künstler“ ihren qualifizierten Beitrag zur Belehrung des Volkes leisten. Freuen wir uns auf die „Toten Hosen“, „Til Schweiger“ und irgendeinen ehemaligen Tatort-Kommissar als moralische Autoritäten im Staatsfernsehen.

Ohnehin sei die größte Gefahr jetzt die, dass die „Hetzer“ und das „Pack“ von Pegida und Afd die Attentate und deren Opfer „missbrauchen“ um die „irrationalen Ängste“ der Bevölkerung gegen unsere ausländischen Mitbürger zu lenken. Ihnen dürfe man nicht das Feld überlassen.

Die nächsten Demos von Pegida und Afd dürften Anlass zu Lichterketten der Gutmenschen sein, die „Gesicht zeigen“ wollen. In den Medien wird man die melancholisch in das Licht der Kerzchen getauchten Weltschmerzantlitze den „Gesichtern des Hasses“ von „Aufmärschen“ der „Fremdenfeinde“ gegenüberstellen.

Als besondere Würze kommt noch die aktuelle „Flüchtlingskrise“ zu aller Aufregung hinzu. Aber, so wird man uns auseinandersetzen, Frankreich hat anders als Deutschland kaum Flüchtlinge aufgenommen. Also darf kein Zusammenhang zwischen Flüchtlingszustrom und terroristischer Gewalt „konstruiert“ werden. Zudem ist das „menschenverachtend“.

Heraus kommt nach allen Belehrungen, Deutungen, Expertenmeinungen und allerlei kuriosen Gedankensprüngen dieses Resümee: Um so etwas in Zukunft zu verhindern, müssen „wir“ unbedingt noch mehr „Flüchtlinge“ aufnehmen.

Wetten, dass…?