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„Seehofer, machen Sie sich nicht mitschuldig!“

imageSehr geehrter Herr Ministerpräsident, ich schreibe Ihnen, da ich als Bürger dieses Landes ansonsten keine nennenswerten Möglichkeiten habe, mich politisch zu artikulieren. Sie wissen natürlich, warum ich Ihnen gerade heute schreibe. Sie können sich auch denken, daß die Sorgen der Menschen, die sie zu beschützen haben, nach den Anschlägen von Paris nicht kleiner geworden sind. Meldungen wie die, daß die Regierung offiziell zugibt, den Überblick über die Anzahl und Herkunft der – nach wie vor unvermindert – illegal ins Land strömenden Menschen völlig verloren zu haben, oder wie die, daß einige der Attentäter tatsächlich unter den „Flüchtlingen“ waren, die in Europa angekommen sind, erschüttern weiter das Vertrauen in diese Regierung.

(Offener Brief von Yorck Tomkyle an Horst Seehofer)

Dazu trägt auch die Tatsache bei, daß schwere Waffen offenbar auf unseren Autobahnen von Kriminellen und Terroristen in größerem Stil transportiert werden. Denn wie anders konnten die Massenmörder von Paris zu ihren Waffen kommen als daß die Auftraggeber mehrere Waffenkuriere losgeschickt haben? Die Tatsache, daß die bayerische Polizei einen von ihnen erwischt hat (der sich auch ziemlich dämlich angestellt hat) ist daher wenig beruhigend.

Merkel sagte am Morgen des Attentatstages, sie habe alles im Griff. Bitter fühlt man sich am Abend an jemanden erinnert, der auch mal vom Endsieg schwadronierte, als der Feind schon längst vor den Toren der Hauptstadt stand. Herr Ministerpräsident, es wird der Tag kommen, an dem auch bei uns solch ein Anschlag verübt werden wird. Sie wissen das und wir da draußen wissen das auch. Spätestens dann wird Merkel dafür auch direkt verantwortlich gemacht werden. Es wird der Tag kommen, an dem deutsche Kinder mit blutverschmierten Händen Pappschilder hochhalten werden auf denen steht „Mama Merkel, hilf uns!“

Wollen Sie wirklich, daß neben Gabriel auch Ihr Name auf diesen Schildern erscheint? Jeder, der diese „Politik“ von Merkel mitträgt, macht sich mitschuldig an dem, was da auf uns zukommen wird. Und die Menschen im Land wissen das auch. Lassen Sie nicht zu, daß Sie und die CSU mit in diesen Strudel gerissen werden und handeln Sie endlich anstatt zu reden und ein paar halbherzige Projekte auf den Weg zu bringen, die nichts bringen.

Oder ist es so, daß die Regierung sowieso damit rechnet, daß wir alle in Zukunft immer mal wieder ein paar Gewaltakte werden ertragen und aushalten müssen nach dem Motto „Europa und die Menschlichkeit sind uns das ja wohl wert“? Ist es so, daß unsere Regierung es schon aufgegeben hat, uns überhaupt nur schützen zu wollen?

Die Gerüchte in der Bevölkerung über Mütter, die mit ihren Töchtern zur Polizei gehen, die nichts anderes zu tun hat, als sich darum zu kümmern, daß nichts an die Öffentlichkeit kommt oder von Vätern, die zur Presse gehen, die – entgegen ihrem Credo von einer freien und unabhängigen Presse – ebenfalls nichts anderes zu tun hat, diese Gerüchte verstärken das Mißtrauen gegenüber dem Staat und seinen Stützen.

Ein Staat, der irgendeine Flüchtlinge-sind-nicht-krimineller-als-Deutsche-Statistik als Beruhigungspille vom BKA anfertigen läßt, von der jedem sowieso klar ist, daß sie entsprechend frisiert wurde. Möglicherweise aber müssen die Ergebnisse selbst dieser Statistik nun etwas überarbeitet werden – schließlich waren einige der Massenmörder von Paris ja auch „Flüchtlinge“ und eine dreistellige Zahl von Opfern hatte ja selbst der NSU scheinbar nicht.

Was muß noch passieren, damit wenigstens Sie erkennen, daß jetzt endlich gehandelt werden muß? Daß platte Worthülsen nach dem Motto „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“ nichts bringen? Die Zeit dieser Regierung läuft ab. Merkel hat in der ersten Krise ihrer Regierungszeit, die sie nicht aussitzen konnte, bewiesen, daß sie völlig unfähig ist, in so einer Situation die Regierungsgeschäfte dieses Landes zu führen. Sie hat abgewirtschaftet und Sie wissen das auch.

Sorgen Sie dafür, daß sie endlich den Weg frei macht für jemanden, der das Prädikat „Regierungschef“ verdient und der nicht nur in Schönwetterzeiten in der Lage ist, einen Bundeskanzler darzustellen. Wenn es so weitergeht, dann wird Paris bald auch in Deutschland sein und wir alle werden dann wissen, wem wir das zu verdanken haben. Sie haben es in der Hand, das zu verhindern. Tun Sie es.