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Wer sind die Spalter, wer die Kriegstreiber? Für ein selbstbestimmtes Deutschland!

image [1]Ein russischer Jet wurde von der türkischen Armee, einem Mitglied der Nato, am äußersten südlichen Zipfel der Türkei, an der Grenze zu Syrien abgeschossen. Dazu einige Gedanken.

(Von Selberdenker)

Welche Interessen verfolgt Erdogans Türkei? Der sunnitische Islamist Erdogan hat unzweifelhaft ideologische Schnittstellen mit den sunnitischen Barbaren des IS. Ideologisch sind sie zumindest potentielle Verbündete. Erdogans Ziehvater, der türkische Islamist Erbakan, strebte offen die „Islamische Ordnung“ an und wird mit den Worten zitiert: „Wir werden ganz sicher an die Macht kommen, ob dies jedoch mit Blutvergießen oder ohne geschieht, ist eine offene Frage.“ Die Methoden unterscheiden sich vielleicht – aber auch der Islamist im Anzug, Türkensultan Erdogan, strebt nach Islamisierung – und mit ihm sehr viele, leider zu viele Türken.

Gegen den IS scheinen sie alle zu kämpfen: Russland, Amerika, Frankreich, die Türkei, die Kurden, andere Rebellengruppen und Assad. Erdogan gibt vor, sich als NATO-Mitglied am Kampf gegen den IS zu beteiligen. Sein „Kampf gegen den Terror“ ist jedoch ein doppeltes Spiel. Eines seiner Hauptanliegen ist, meiner Einschätzung nach, der Kampf gegen die Kurden, eine Schwächung der Kurden, die gleichzeitig Erdogans Hassgegner und mit Abstand die tapfersten und vielleicht die effektivsten Gegner des IS sind.

Vor Monaten erreichte der islamistische Sunnit Erdogan, wie durch Wunderhand, eine Freilassung türkischer Geiseln aus den Händen des sunnitischen „Islamischen Staates“. Wie das erreicht wurde, ist geheim. Da wird es längst Kanäle und Verbindungen geben, von denen die Öffentlichkeit nichts erfährt.

Russland, als nicht islamische Nation, die noch einen Präsidenten „mit Eiern“ [2] besitzt, macht im Sinne des eigenen Landes Politik – was keine Bewertung der Mittel sein soll. Russland ist zusätzlich nicht nur das größte, sondern auch eines der am stärksten von Rohstoffen unabhängigen Ländern der Welt. Putin wird von Erdogan allein deshalb als Gegner wahrgenommen. Ein Gegner, der nicht wie die weiche, feminisierte, hochideologisierte und in Abhängigkeit geratene EU, nach seiner Pfeife tanzt und ihm alles durchgehen lässt.

Vielleicht ist auch ein Konflikt der Nato mit Russland im Sinne des türkischen Sultans. Doch: Die islamisierte Türkei wird niemals ein überzeugter Verbündeter des Westens sein. Sie benutzen einander nur. Die NATO benutzt die Türkei als strategischen Stützpunkt, die Türkei benutzt die NATO als geopolitisches Druckmittel, als Geldgeber und vielleicht als Fuß in der Tür zu einer EU-Mitgliedschaft, die die Islamisierung Europas noch weiter beschleunigen würde. Realistisch betrachtet wird das Ziel dieser islamistischen Türkei stets Machtzuwachs (auch durch Islamisierung) sein. Als Natopartner halte ich diese Erdogan-Türkei deshalb schlicht für ein faules Ei.

Politisch denke ich, dass Russland richtig handelt, wenn es den IS bekämpft und zum Zusammenschluß der Weltgemeinschaft in diesem Kampf, zu diesem Zweck, aufruft. Auch aus Frankreich sind ähnliche Töne zu hören. Eine Verbrüderung Europas mit Russland, speziell Deutschlands mit Russland, ist jedoch seit Beginn des letzten Jahrhunderts eine der größten strategischen Befürchtungen der USA, weil ein derartiges Bündnis die Machtposition der USA ernsthaft gefährden könnte.

In einem Vortrag beim „Chicago Council on Global Affairs“ betonte der US-amerikanische Politologe George Friedman, dass die USA dafür sorgen müssten, dass dies nicht geschieht. Auf die Frage, ob der islamistische Terror Hauptbedrohung für die USA sei, gab er die entsprechende Antwort:

Das gesamte Video [3] gibt nüchtern bemerkenswerte strategische Überlegungen im Sinne der USA wieder. Zum Beispiel auch, dass die USA ausserhalb der NATO aktiv ist, die, durch Länder wie die Türkei, wenig handlungsfähig ist.

„In all of this the US acted outside the context of NATO, because NATO has to have a 100% vote (any country can veto anything). And the turks will veto it – just for giggles.“

(In all diesen Fällen handelten die USA ausserhalb des Kontextes der NATO, weil die NATO Einstimmigkeit für ihre Entscheidungen benötigt (jedes Land kann bei jeder Entscheidung sein Veto einlegen). Und die Türken werden ihr Veto dagegen einlegen – für ein Kichern.)

Man mag davon halten, was man will. Lernen sollte man daraus in jedem Fall, dass es in der Welt um knallharte Machtspiele geht. Die USA handeln eiskalt im Sinne der USA, die Türkei handelt eiskalt im eigenen Interesse. Wenn man amerikanische Machtpolitik anspricht, muß das keine Ablehnung Amerikas oder einer freiheitlichen Werte bedeuten.

Es soll nur anregen, sich wieder auf die eigenen Interessen zu besinnen und hinter politische Fassaden zu blicken. Wir normalen Bürger müssen damit rechnen, dass hinter Politikersprüchen, hinter „uneingeschränkten Solidaritätsbekundungen“, hinter „Wir sind Charlie“ oder „Wir sind Paris“ oder „Refugees Welcome“ keine edlen Ziele, sondern knallharte politische Interessen stehen, von denen wir nicht wissen, ob sie uns letztlich nutzen oder schaden.

Wir müssen hinter die Ereignise blicken, wenn wir erkennen wollen, wer aus was seinen Nutzen zieht. Wir dürfen nicht länger Reflexen folgen, die man uns einimpfen will. Es gibt immer tausend Meinungen, tausend Interpretationen.

Besonders wir Deutschen sollten damit aufhören, Führern und Ideologien zu folgen, wir sollten wieder unsere eigene Birne benutzen, uns nicht künstlich in „rechts“ oder „links“ dividieren lassen, was nur das freie Denken blockiert. Wir sollten wieder damit anfangen, zu definieren, was wir eigentlich wollen, wohin wir gehen wollen – als Deutschland, als Deutsche. Momentan funktioniert die deutsche Mehrheit wieder einfach nur und lässt sich satt treiben. Wir dürfen uns vor allem nicht spalten lassen in diesen Zeiten, wo die Gesellschaft gespalten werden soll.

Vielleicht können wir uns auf ein Minimum einigen: Wir wollen in Deutschland – in unserem Deutschland – friedlich leben, uns unser freies Denken nicht verbieten oder einschränken lassen und uns die Regeln des Zusammenlebens demokratisch selbst geben.Das sollte Maxime unseres Denkens und Handelns werden!

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