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Kirchen in Deutschland – wohlgenährt und feige

Niemand kann heute sagen, er habe nichts gewußt. Nichts von den Massakern des Islam in den Ländern Afrikas, nichts von den massiven Christenverfolgungen und -tötungen im Nahen Osten, nichts von der grausamen Folterung von Christen in Nordkorea, nichts vom Abschlachten „Ungläubiger“ im Sudan oder in Indonesien. Nichts von den Morden an Priestern in Südamerika. Und nichts von Christenverfolgung in deutschen Flüchtlingsheimen. Jeder muß sich die Frage gefallen lassen, was er getan hat, um diesen Aggressionen ein Ende zu bereiten. Aus Feigheit oder Bequemlichkeit geschwiegen?

(Von Peter Helmes)

Verständlich, daß viele verfolgte Christen – besonders aus dem Nahen Osten – vor ihren Peinigern flüchten, um nicht abgeschlachtet zu werden. Das sind echte Flüchtlinge, denen unser Schutz zu gelten hat. Aber die in ihren Ländern zurückgebliebenen verfolgten Christen brauchen unsere Unterstützung dort: durch direkte Hilfen und gelebte Solidarität. Daran mangelt es in unserem „sicheren“ Land.

Wo bleibt der Aufschrei?

In Deutschland herrscht eine hohe „Protestkultur“. Es wird gegen (selten für) alles Mögliche demonstriert, gejammert und geklagt – eine Paradedisziplin grünroter „Gutmenschen“. Doch gerade sie messen offenbar mit zweierlei Maß. Sie prangern z. B. die Verfolgung und Unterdrückung tibetischer buddhistischer Mönche an, schweigen aber sehr laut, wenn es um die Unterdrückung, Verjagung oder Ermordung von Christen geht. Für verfolgte Christen auf die Straße zu gehen, ist wohl nicht chic und schon gar nicht „politisch korrekt“.

Das Schweigen der christlichen Kirchen

Reden wir gar nicht lange drum herum: Das Christentum in Europa verdient den Namen nicht mehr. Während in Afrika, Lateinamerika und Teilen Asiens der Glaube blüht – und nicht von den Phantasien europäischer Kirchenmenschen „beflügelt“ wird – stehen die evangelische und die katholische Kirche hierzulande vor dem Niedergang. Zwei große Herausforderungen sind es, die den Trend befördern: der Islam und die Verunsicherung über das, was heute (bei uns) das Christentum noch bedeutet. Sie müßte jeden Sonntag von den Kanzeln unserer Kirchen herabtönen, die Klage für die Verfolgten und Unterdrückten, die Anklage gegen ihrer Verfolger und Peiniger. Die nur noch wenigen in ihren Ländern verbliebenen Geistlichen sind enttäuscht, verzweifelt – und im privaten Gespräch auch erzürnt. Sie wollen einmal einen Besuch eines „Kirchenoberhauptes“, um den Gläubigen dieser Länder Mut zu machen. Aber unsere Kirchenführer bleiben lieber zuhause und faseln von einer waffenfreien Welt des Friedens und der Liebe. Der Glaube kennt keine Grenzen – die Naivität wohl auch nicht (Frau Käßmann weiß, wovon ich rede).

Anbiederung an den Islam

Evangelische und katholische Geistliche übertreffen sich, statt „Front zu machen“ gegen den Islam, in einer Verwässerung der Lehre, in der Anbiederung an den Zeitgeist – und in der Anbiederung an den Islam. Bleibt schon die Frage unbeantwortet, wieviel (und welchen) Islam unsere Gesellschaft verkraften kann, so finden wir erst recht bei den Kirchen keine Orientierung mehr, sondern zeitgeistige Pseudo-Orientierungen. Daß „der Islam zu Deutschland gehört“, ist zur Standard-Formel geworden, ohne daß wichtige kirchliche (und politische) Instanzen auch nur den Versuch unternommen hätten, diese Behauptung einer Beweisführung zu unterziehen.

Streitbare Christen – Mangelware

Christen verunsichert das, weil für Sie GOTT der dreieinige, unteilbare Gott aller ist, dessen Sohn Jesus heißt – und nicht „Prophet“, wie Mohammed. Zumindest in diesem Punkte wären die Kirchen gefordert, nicht nur ein klares Wort zu reden, sondern den christlichen Glauben streitbar und offensiv zu verkünden und gegen Angriffe gerade auch durch die unchristlichen Lehren des Koran zu verteidigen. Kirche hat den Auftrag zu missionieren, die Menschen vom wahren Glauben der Liebe zu überzeugen und den von Haß geprägten Islam auch so zu nennen. Genau dies tut die Kirche nicht, im Gegenteil! Die Kirche versagt.

Die katholische Kirche steht dem kaum nach. Kardinäle, Bischöfe und Amtsträger pilgern zu den muslimischen „Brüdern im Geist“, als ginge es um die Verehrung des gleichen Gottes. Christliche Grundlehre ist jedoch, daß Gott unteilbar ist. Allah und GOTT sind nicht gleich – was offensichtlich einige Kirchenfürsten vergessen haben. Warum pilgern sie nicht in die Flüchtlingsheime in unserem Land und kommen ihren bedrängten Glaubensbrüdern und –Schwestern zu Hilfe?

Die alljährlich wiederholten Schulderklärungen über das Versagen der Kirche gegenüber den Juden in der nationalsozialistischen Diktatur sind unglaubwürdig, wenn man nicht (in unserer Demokratie!) Solidarität auch mit den eigenen Glaubensgeschwistern übt. Schon jetzt ist es peinlich, dass zwar weltliche Medien und Politiker wie Volker Kauder vielfach ihre Sorge über Christenverfolgung in Deutschland geäußert haben, sich aber bisher kein einziger Kirchenleiter beispielhaft solidarisch gezeigt hat.

Herr Landesbischof Bedford-Strohm und Präses der EKD, es ist wohlfeil, zu Weihnachten im Münchner Hauptbahnhof unter medialem Halleluja mit den Flüchtlingen einen Gottesdienst zu feiern und, Eminenz  Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, wortmächtig von der Kanzel Solidarität mit den Verfolgten zu predigen! Aber im Dom oder im Bahnhof ist es verhältnismäßig warm und geschützt. WARUM FEIRN SIE NICHT DEN GOTTESDIENST DRAUßEN IN EINEM LAND DES NAHEN OSTENS? Warum setzen Sie kein Zeichen und beweisen der ganzen Welt, daß wir Christen zusammenstehen müssen? Wieder einmal haben Sie eine Chance vertan.

(Im Original erschienen auf Conservo)