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Stuttgart: Libyer zahlen keine Klinikumkosten

Wieder einmal vernehmen wir verstörende Kunde aus der mittlerweile grünlinks dominierten Landeshauptstadt der fleißigen Schwaben und Badener. Das einst erfolgreich wirtschaftende Katharinenhospital in Stuttgart kann sein veranschlagtes Defizit in 2015 um weitere sechs Millionen auf nunmehr knapp 26 Millionen Euro „erhöhen“. Obgleich in das Klinikum in den letzten Jahren fast eine Milliarde Euro(!) investiert wurden, fährt der Verbund seit langer Zeit nur tief-rote Zahlen ein. Jetzt erfährt der geneigte Leser auch endlich weshalb.

(Von cantaloop)

Der amtierende Klinik-Chef Ralf-Michael Schmitz, der es offenbar „gut“ mit Privatpatienten aus dem Maghreb meinte, muss jetzt um seinen gut dotierten Posten (400.000.-€ p.a) zittern. Die ausstehenden Zahlungen aus Libyen in Höhe von neun Millionen Euro werden „sicher noch eintreffen“, so lässt er über seine Sprecherin Ulrike Fischer ausrichten. Na also – dann wird ja doch noch alles gut. Der mitverantwortliche grüne „Krankenhausbürgermeister“ Werner Wölfle (seit 2011 im Amt) ist leider in dieser Causa aktuell gar nicht zu sprechen.

BILD-Stuttgart berichtet (falsch geschriebenes „Lybien“ und „Lybier“ von PI übernommen):

Blauäugig: Das Klinikum versorgte Patienten aus Lybien für 28,4 Mio. Euro, zahlte sogar Taschengeld und Essens-Zuschüsse aus. Jetzt fehlen 9 Mio. Euro, weil die Lybier offenbar gemerkt haben, dass man in Stuttgart auch ohne zu zahlen gut behandelt wird.

So sieht es leider sehr oft aus, wenn Grüne und Sozialdemokraten zusammen „wirtschaften“ – am Ende wird einmal mehr der Steuerzahler die Liquidation der offenen Rechnungen übernehmen müssen. Was sind denn schon schlappe 26 Millionen Euro, denken sich die Klinikum-Verantwortlichen sicher, das gibt die Stadt Stuttgart für Flüchtlinge doch innerhalb weniger Wochen aus.

Vielleicht sollten die Baden-Württemberger diesen kleinen Fauxpas bis März 2016 nicht vergessen – denn Wahltag ist Zahltag.