1

Fallstudie: Ehrenmord an der Jesidin Hannaa S.

jesiden_ehrenmordNun, liebe Zuschauer zu einem Fall, bei dem die Polizei sich ganz sicher ist, es geht um Mord, einen so genannten „Ehrenmord“. Das ist, wenn ein Mensch durch die eigenen Angehörigen getötet wird, um eine verletzt geglaubte Ehre wieder herzustellen. Fast alle Täter sind nicht in Deutschland geboren. Sie bringen Vorstellungen aus ihrem Kulturkreis mit, die weder mit unserer Moral, noch mit unserem Recht vereinbar sind. Im Mittelpunkt unseres Falls steht diese Frau Hannaa [kl. Foto] aus dem Irak. Am 30.03. stellte die Sendung Aktenzeichen XY-ungelöst einen Mordfall vor, der viele Eigenheiten aus dem Denken und der „Kultur“ von Jesiden wiedergibt. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Sendung wie „Aktenzeichen XY-ungelöst“, die ungelöste Kriminalfälle aufklären will, auf keine relevante Information verzichten darf.

(Von Sarah Goldmann)

„Aktenzeichen“ gibt grundsätzlich ein sehr authentisches Bild vom jeweiligen Fall. So auch hier. Es entstand ein „Sittenbild“, das sicher nicht für alle Jesiden gilt. Aber weil es Teil deren „Kultur“ ist, Teil der festgefügten Denk- und Handlungsweisen dieser Religion, darf man annehmen, dass nicht nur die im Fall vorgestellten Jesiden so denken (und u. U. auch so handeln würden).

Im Falle der Jesidin Hannaa S. erhalten wir folgende Informationen (hier ab Minute 48:20):

– Fast alle Täter sind nicht in Deutschland geboren

– Sie bringen Vorstellungen aus ihrem Kulturkreis mit, die weder mit unserer Moral, noch mit unserem Recht vereinbar sind. (siehe oben, Intro):

– Mit 15 wurde Hannaa gegen ihren Willen verheiratet (50:51)

– nach jesidischem Recht gehört die Frau dem Mann. Er kann mit ihr praktisch tun, was er will, erst nach einer Scheidung ist sie frei (54:15)

– In Deutschland hat man sie komplett abgeschottet. Sie durfte die Wohnung nicht verlassen, bekam kein Geld (50:56)

– Der Ehemann verprügelte seine Frau (49:54)

– Hannaa war bei der Polizei, die aber nicht viel machen konnte. (51:10)

– Hannaa nimmt sich eine Anwältin, um Scheidung, Sorgerecht für die Tochter und Unterhalt durchzusetzen (53:57)

– sie verlässt mit ihrer Tochter den Mann

– nach jesidischem Recht bleiben die Kinder nach einer Trennung immer beim Vater (53:48)

– die leiblichen Söhne halten zu ihrem Vater, gehen auf Distanz zur Mutter (53:42)

– Ihr Mann verfolgt sie. Sie muss von einem Frauenhaus ins andere ziehen. (51:18 / 51:41)

– Hannaa will ihr Hochzeitsgeschenk (von beiden Familien) aus Gold behalten (54:39), der Mann will alles zurück (54:55)

– Das Oberhaupt der Familie sitzt im Irak und entscheidet von dort über Hannaas Schicksal (51:26)

– sie erhält anonyme Drohungen (56:00): Man werde sie schlachten wie einen Esel, wenn sie nicht Gold und Kind herausrückt (56:32)

– Die deutsche Polizei kann nichts machen. Die Familie geht sehr sorgfältig vor, sie hinterlassen keine Beweise (56:43)

– der deutsche Richter entscheidet gegen Hannaa. Er sagt, es ist besser, wenn Hannaas Tochter bei ihrem Vater aufwächst (57:49)

– Hannaa wird schließlich ermordet, denn sie hat gegen folgende Punkte der Ehre verstoßen (1:05:35):

Lösung aus der traditionell geprägten Familie (es gibt nichts Wichtigeres als die Familie), sie ist westlich orientiert (lernt Mann im Internet kennen, hat einen Job), sie hat Sprachkurse belegt „und ähnliches“, hat die 5-jährige Tochter und das Hochzeitsgold beim Auszug mitgenommen, und sich einen nichtjesidischen Freund zugelegt;

– 4 Tatverdächtige sind aus dem familiären Umfeld: Ehemann, ältester Sohn, zwei Schwager (1:05:22)

– es fehlt die Leiche, die Tatverdächtigen schweigen (1:06:30). Man kann ihnen den Mord bislang nicht nachweisen, deshalb bleibt der Fall ungeklärt.

Inwieweit sich das im Fall dargestellte jesidische Denken verallgemeinern lässt, könnten unsere Sozialwissenschaften vielleicht herausfinden. Vermutlich wollen sie das aber nicht. Da die meisten Jesiden als „Flüchtlinge“ nach Deutschland gekommen sind, genießen sie sakrosankten Sonderstatus.

Eine Wissenschaft, die von Merkel oder ihren geistigen Lakaien geleitet wird oder zumindest von deren Interessen abhängig ist, darf dann nichts Unangenehmes mehr über diese Bevölkerungsgruppe herausfinden. Das darf dann gerade mal noch eine Fahndungssendung.