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AfD antwortet auf SpOn-„Gastbeitrag“ von Maas

maasafdBundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat mal wieder einen Gastbeitrag auf Spiegel-Online geschrieben. Wobei, „Gast“ kann man ja schon fast gar nicht mehr sagen nach seiner Islam-Verherrlichung am 4.6.15 und seiner Pegida-Schelte am 23.10.15 auf SpOn. Aber, sei’s drum. Diesmal also ein „Gastkommentar“, in dem er die AfD als „nationalistisch, autoritär und frauenfeindlich“ bezeichnet. Wir veröffentlichen eine auf Facebook publizierte Entgegnung des AfD-Kreisverbands Ravensburg auf den SpOn-Stammautor.

Seit den jüngsten Landtagswahlerfolgen der AfD ist der etablierte Politbetrieb aufgescheucht wie ein Hühnerstall, in den man den Fuchs hineingelassen hat. Von Angela Merkel über Olaf Scholz und Sigmar Gabriel bis Heiko Maas fühlen sich nun alle in öffentlichen Selbsttherapie-Sitzungen genötigt, etwas über den richtigen Umgang mit uns von sich zu geben. Immerhin ist der Grundtenor fast aller Wortmeldungen die Aufforderung, mit der Hetze und üblen Nachrede gegen uns aufzuhören und sich endlich programmatisch mit uns auseinander zu setzen. Angeblich sei dies erst jetzt möglich, da wir zuvor ja nur über Programme der AfD-Landesverbände verfügt hätten.

Ein Höhepunkt dieser neuen Strategie ist der Gastbeitrag von SPD-Justizminister Maas auf Spiegel-Online. Der Saarländer, der in seiner Midlife-Crises gerade seine Familie verlassen hat und mit einer Schauspielerin durchgebrannt ist, schafft es dort tatsächlich, einen mehrspaltigen Artikel ohne Forderung nach Einsatz des Verfassungsschutzes abzusondern. (Damit entlarvt er seine diesbezügliche Forderung übrigens als üble Hetze seinerseits.) Dafür teilt er aber sonst ganz ordentlich aus. Für ihn geht es in Sachen AfD um nicht mehr und nicht weniger als die Frage, ob wir ein „modernes und weltoffenes Land [bleiben], oder […] eine Nation verkniffener Spießer [werden], die ihr Heil in der Vergangenheit sucht?“ Das AfD-Programm sei „der Fahrplan in ein anderes Deutschland, in das Deutschland von vorgestern“.

Weiter meint er, dass es „schwer“ sei, „mit Menschen zu diskutieren, die Fakten ignorieren, überall „Elitenbetrug“ oder „Lügenpresse“ wittern und ihre Realität aus den Verschwörungszirkeln des Internets zusammenklauben“. Nun, wenn er dies für problematisch hält, sollte er vielleicht erst einmal bei sich selbst anfangen. Es beginnt schon mit der für einen Minister peinlichen Unkenntnis der deutschen Geschichte: so bezeichnet er diese pauschal und insgesamt als „trübe Vergangenheit“. Weiter unterstellt er uns, die EU auflösen zu wollen, dabei ist unser Anliegen klar, wie das der stärksten Parteien in immer mehr europäischen Ländern, die EU zu reformieren und auf ihren für alle nützlichen Kern als Wirtschaftsunion zurück zu führen. Nichts hat der Akzeptanz der EU mehr geschadet als die von Sozial- und Christdemokraten befeuerte EU-Brüsseler und leider inzwischen auch EZB-Frankfurter Übergriffigkeit.

Darüber hinaus kreidet er uns ausgerechnet in Zeiten, wo hunderte „junge Deutsche“ im Irak und Syrien in den „Heiligen Krieg“ ziehen, an, „zum Blutsrecht von 1913“ zurückkehren zu wollen – zu einem Staatsbürgerschaftsrecht, das vor allem auf der Abstammung eines Einwohners fußt. Ja, hat sich das neue Staatsbürgerschaftsrecht, dass unterschiedlos jedem, der in Deutschland geboren ist und dessen Eltern seit acht Jahren legal hier leben, den deutschen Pass zuspricht, denn seiner Meinung nach bewährt?! – Man musste sogar die Erlaubnis des Doppelpasses nachschieben, damit es nicht gänzlich zum Ladenhüter wurde. Und wem nützt eine Staatsbürgerschaft, die immer öfter weder von dem damit Beschenkten noch durch die „Ureinwohner“ als „einendes Band“ empfunden wird?! – Doch wohl nur der eingewanderten Kriminalität!

Ansonsten wittert Herr Maas noch „biologistischen Rassismus“, wenn die Sorge vor dem in vielen (Groß-)Stadtteilen schon greifbaren „ethnisch-kulturellen Wandel“ formuliert wird. – Dass auch die Erosion unseres Bildungssystems und die Ausbreitung der Kriminalität damit im Zusammenhang steht, kommt ihm freilich nicht in den Sinn. – Oder er sieht durch uns die Religionsfreiheit bedroht, wenn wir keine stadtbildprägenden Moscheen möchten. Doch sollten es funktionale Zweckbauten für eine Religion mit ungeklärtem Verhältnis zum westlichen Wertekanon, nicht auch tun?!

Weiter kreidet Heiko Maas uns an, gegen die Erbschaftssteuer zu sein. Nun, eine Gesellschaft, in der sich wieder jeder zwei Kinder leisten kann und will, kommt auch weitgehend ohne Erbschaftssteuer aus, kann sie doch auch auf ständig neue Wellen von meist besitzlosen Einwanderern verzichten. In einer solchen Gesellschaft, wie die AfD sie anstrebt, kann die Besitzverteilung auch über Generationen im Lot bleiben. Nicht zu vergessen: Werte, die von Familien geschaffen wurden, entstanden aus Versteuertem. Und Grunderwerbsteuer verteuert auch für die „kleinen Leute“ den Wohnungserwerb!

Am frechsten ist in dem Meinungsbeitrag aber die Behauptung des SPD-Politikers, dass die AfD „die Frau an den Herd und den Mann auf die Jagd“ schicken wolle und damit „frauenfeindlich“ sei. Es ist vielmehr das Leitbild unseres Politik-Mainstreams, das frauenverachtend ist und darüber hinaus Kleinstkinder schon nach dem ersten Lebensjahr in „staatliche Aufzuchtstationen“ zwingen will. Sogenannte „moderne“ Politiker sollten sich dringend von ihrer einseitig durch Karrierefrauen geprägten Weltsicht lösen und mit den 80 Prozent Frauen reden, die – zumindest so lange ihre Kinder klein sind – nur arbeiten, um zu überleben. Für diese Frauen muss es mehr Freiräume sowie gesellschaftliche Anerkennung geben – und mindestens eine ordentliche Rente!

Nein, Herr Maas, so werden Sie uns nicht beikommen! – Das, was Ihresgleichen aus unserem Deutschland gemacht hat, ist nicht „weltoffen und liberal im Innern, gute Nachbarn und friedliche Partner nach außen“. Längst marschiert eine von Ihnen mit aufgehetzte „rote SA“ in Ihrem angeblich so „liberalen“ Land gegen uns Andersdenkende. Und der nicht nur für Griechenland zum Fluch gewordenen Euro oder die angestrebte Einwanderer-Zwangsverteilung in Europa haben auch nichts mit „guter Nachbarschaft“ zu tun! Ein Deutschland, das dem übrigen Europa immer öfter wie ein Geisterfahrer erscheint, der ihm aus Richtung Berlin entgegen kommt, ist alles andere als „modern“, sondern tatsächlich gestrig.

Ja, die AfD steht für ein „anderes Deutschland“, das sich wieder auf seine Wurzeln, seine Stärken und seine Toleranz für andere europäische Mentalitäten und Gesellschaftsordnungen besinnt. Was Herr Maas mit „Rückwärtsgewandtheit“ verwechselt ist in Wahrheit ein „zurück in die Zukunft“.


(Im Original erschienen auf der Facebook-Seite der AfD-Ravensburg)