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Eurovision-Contest soll „Worldvision“ werden

Schwedische Journalisten sind begeistert. Nach dem industriellen Musik-Albtraum des European Song Contest, ESC, in Stockholm soll dieser politisch missbrauchte „Wettbewerb“ die Globalisierung voranbringen. Eurovision kann „Worldvision“ werden, jubeln sie, denn so können sie mit ihrem Valium-Journalismus den immer offensichtlicher werdenden Niedergang im Land und in Europa übertünchen. Derartige Pläne sollen die EBU und ESC-Veranstalter hegen. Die EBU ist das Netzwerk der European Broadcasting Union, ein Zusammenschluss von 73 Rundfunkanstalten in Europa, Nordafrika und dem Nahen Osten. Dieses Netzwerk EBU hat schon am Freitag vor dem ESC-Spektakel angekündigt, alles zu tun, um einen Sieg des russischen Beitrags zu verhindern. Der britische „Mirror“ zitiert eine Quelle mit den Worten: „Die European Broadcasting Union weiß, wie unpopulär ein russischer Sieg wäre und dass sie alles tun wird, was möglich ist, um anderen favorisierten Ländern zum Sieg zu verhelfen.“

(Von Alster)

Zum ESC müssen wir noch nachtragen, dass der von unseren Zwangsgebühren bezahlte Wettbewerb eindeutig zum Vehikel des Kalten Krieges umfunktioniert wurde. Das ist keine Verschwörungstheorie, denn nicht nur die Tweets des bekannten Hardliners und Transatlantikers Carl Bildt machen das offenkundig. In einer aktuellen Stellungnahme forderte außerdem die Berliner Regierungsberaterin Susan Stewart, eine Osteuropa-Expertin der vom Kanzleramt finanzierten Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), den Ausschluss Russlands aus dem Europarat. „Das Vorgehen der russischen Regierung gegen die Krimtataren und das Verbot ihres Medschlis, einer politischen Organisation, machten es in Verbindung mit anderen Maßnahmen unmöglich, die russische Mitgliedschaft im Europarat weiterhin zu rechtfertigen“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme aus der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Krimtataren durch die offene Politisierung des Eurovision Song Contest (ESC) europaweit neue Aufmerksamkeit erhalten.

Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“, DWN, veröffentlichten Tweets vom schwedischen Hardliner.

Bildt war schwedischer Premier und Außenminister und spielt hinter den Kulissen in der EU und der Nato eine wichtige Rolle. Er gilt vielen als Verbindungsmann zu den US-Neocons, die den Kalten Krieg in Europa gegen Russland vorantreiben.

Einer seiner vielen Tweets lautet:

„Globen arena explodes! Tension extremely high – and then Ukraine beats Russia. Slava Ukraina!“ (Die globale Arena explodiert! Spannung extrem hoch – und dann schlägt die Ukraine Russland. Slava Ukraina! Ruhm sei der Ukraine!)

Das Jamala-Jammerlied der Ukraine über die Deportation im Jahr 1944 erzählte nichts von der NS-Kollaboration, die der Deportation vorausging. Jeder zehnte der sunnitischen Krim-Tataren stand laut Historikern 1942 auf der Krim unter Waffen – an der Seite des NS-Reichs. Den von den Krimtataren unterstützten Deutschen fielen auf der Krim bis zur Befreiung der Halbinsel vom NS-Terror mehr als 200.000 sowjetische Soldaten und Partisanen, 20.500 Militär- und 8.000 Zivilgefangene, 38.000 Juden sowie Tausende Roma zum Opfer.

Inzwischen bemüht sich der türkische Osmane Recep Erdogan, die Krim ins anvisierte Groß-Osmanien zurückzuholen. Mit türkischer Hilfe führt eine Guerilla-Truppe Sabotage-Aktionen auf der Halbinsel durch. Lenur Islymanow, der selbsternannte Führer der militanten Krim-Tataren berichtet, dass sie bereits finanzielle Unterstützung von türkischer Seite erhalten haben und sie bald in die ukrainischen Kräfte eingeglieder werden. Es sind bereits die faschistischen Grauen Wölfe aus der Türkei auf der Halbinsel gesichtet worden.

In Israel haben begabte Sänger in der Comedy Show „Eretz Neheeret“ den ESC auf die Schippe genommen. Vielleicht können sie ja bei der zukünftigen Worldvision-Veranstaltung teilnehmen. Ein Ohren- und Augenschmaus.

ABBU represents „Boomzi Boom Boomzi Bam“: