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Gabriel: Kampf gegen Rechts soll SPD retten

gabrielDer SPD schwimmen die Felle davon. Aktuell liegt die Partei bei unter 20 Prozent in der Wählergunst. SPD-Chef Sigmar Gabriel (Foto) hat nun ganz offensichtlich akute Untergangsangst. In einem Spiegel-Gastbeitrag, in dem er sich mit dem Angstgegner „rechtspopulistische Bewegungen“ auseinandersetzt, hyperventiliert er nach einem Schulterschluss der Mitte-Links-Parteien im Kampf gegen Rechts. „Deutschland braucht jetzt ein Bündnis aller progressiven Kräfte“, schreibt er und fordert insgesamt „mehr Kampfbereitschaft der demokratischen Linken“, um der „aggressiven Herausforderung“ durch rechte Kräfte entgegenzutreten.

Auch Merkel hat Schuld an seinen Nöten: Sie habe die CDU politisch entkernt und dieser damit die „Bindekraft ins Milieu“ genommen, denn: „Es war eine der großen historischen Leistungen der Union, vielen alten Nazis und Deutsch-Nationalen in der jungen Bundesrepublik eine politische Heimat gegeben zu haben“, so der Vizekanzler wörtlich.

Gabriel greift auch den Philosophen Peter Sloterdijk und den stellvertretenden Sprecher und Programmkoordinator der AfD Baden-Württemberg, Marc Jongen an:

Sloterdijk sei ein „rechter Ideologielieferant, der sich in verschwurbelte Rhetorik flüchtet und nach jedem antidemokratischen Affektausbruch so tut, als könnte er kein Wässerchen trüben“, so Gabriel.

Aus seinem Seminar komme nun der smarte Ideologe der AfD, der „schafpelzweich darüber philosophiert, warum die amtierende Bundesregierung die Deutschen zu ‚Knechten von Einwanderern‘ mache“, schreibt der SPD-Chef mit Blick auf die Äußerungen des AfD-Politikers und Sloterdijk-Schülers Marc Jongen.

Marc Jongen hatte in einem Interview mit der ZEIT gesagt: „…man [Deutschland] macht sich vielmehr zum Knecht von Einwanderern, um die man einen Willkommenskult zelebriert, obwohl sie ganz auf eigene Faust zu uns gekommen sind.“ Darauf spielt Gabriel nun an und verortet genau da den Gegner. „In Europa müssen progressive Parteien und Bewegungen füreinander bündnisbereit und miteinander regierungsfähig sein“, der Gegner der Demokratie stehe rechts. „Wir müssen klare Kante zeigen“, so Gabriel panisch.

Mit den wieder zu bindenden „Nazis“ sind natürlich in erster Linie die AfD-Wähler (und das ganze Pack) gemeint. Und mit Nazis kennt sich Gabriel aus: „Diese ganzen Sprüche kenne ich nur zu gut: von meinem Vater – und der war ein unverbesserlicher Nazi“, schreibt er.

Gabriel steht das Wasser bis zum Hals, er tritt und rudert wild um sich und würde jetzt wohl sogar seiner Großmutter auf den Kopf steigen, um nicht in der absoluten Unmaßgeblichkeit zu ertrinken. Ernst zu nehmen ist dieses aufgeregte, ängstliche Gegacker jedenfalls nicht mehr, das ist einfach nur noch peinlich und unwürdig. (lsg)