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Köln: Opus Dei-Pfarrer knickt vor Woelki ein

Dr. Volker Hildebrandt [1]Wenn ein Mann des Wortes, ein Pfarrer, seine Predigt zu einem Thema online stellt, dann sollte man wohl annehmen dürfen, dass er das meint, was er da geschrieben hat. Und weiter sollte man aus dem veröffentlichten Text dann wohl auch zitieren dürfen, auch auszugsweise. PI verlinkt immer auf die Quellen, so auch in dem in Frage stehenden Fall. Jeder kann das dann überprüfen und einige unserer Leser tun dies regelmäßig bei unseren Beiträgen. Der Opus Dei-Pfarrer von St. Pantaleon in Köln, Dr. Volker Hildebrandt [2] (Foto), hatte sich in einer Predigt etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt. Die war nämlich – wie es sich für Opus Dei gehört – an der Wahrheit orientiert und in einem Anflug von Ehrlichkeit dann auch noch veröffentlicht worden.

PI zitierte am 27.6. folgenden Textausschnitt: [3]

[…] Anders der Muslim. Für ihn äußert sich die Religion im Gesetz. Nach muslimischer Überzeugung kann man Gott letztlich nur im Gesetz begegnen. Damit ist folgerichtig jeder gottlos, der nicht nach dem muslimischen Gesetz der Sharia lebt. Hier wird deutlich, warum eine solche Religion dazu führen kann, und gegenwärtig leider viel zu oft dazu führt, auch in unseren Flüchtlingsunterkünften in Köln, sobald sich die Möglichkeit dazu ergibt, jeden zu unterdrücken, wie einen Sklaven zu behandeln und ggf. sogar zu töten, der nicht shariagemäß lebt. Dieser fundamentale Unterschied zwischen den großen Religionen und Kulturen ist dringend zu klären. […]

Noch einmal, das ist Pfarrer Hildebrandts Text, nicht unserer. Wir haben ihn in dem Glauben zitiert, dass ein erwachsener Mann, mit Doktorgrad, Pfarrer, Opus Dei, papsttreu, weiß, was er schreibt und dass man ihn ernst nehmen kann und muss, wenn er es veröffentlicht.

Der Mann Gottes hat augenscheinlich Ärger bekommen, nicht von seinem Obersten Geistlichen Chef, der dürfte einverstanden gewesen sein. Das politische Köln oder das geistliche Establishment der katholischen Kirche war vermutlich empört, dass der nach Deutschland importierte Christenhass (vielleicht sogar in Kardinal Woelkis goldenem Götzen-Boot) in all seinen barbarischen Ausprägungen offen zur Sprache kommt.

Dies könnte schließlich auf Fehler in der Politik der unfehlbaren geliebten Führerin verweisen, also Kritik an Merkel und ihrem Erzengel bedeuten. Gotteslästerung gewissermaßen.

Nun ist es schon mal ungerecht, dass man dem Hildebrandt vorwirft, dass andere aus seinem öffentlichen Text zitieren. Er hat uns ja nicht dazu aufgefordert und kann nichts dafür, dass PI ihn zitiert. Wir haben ihm ja sogar zugestimmt. Aber das stört ihn jetzt. Und er reicht die Schuld weiter oder versucht es zumindest.

Wer also ist schuld, dass Pfarrer Dr. Hildebrandt in einem unbedachten Moment die Wahrheit gesagt hat? Er selbst? Natürlich nicht er selbst, da müsste er ja zu seinen eigenen geäußerten Gedanken stehen. Soviel Stehvermögen hat der Mann aber nicht. Und so schiebt er die Verantwortung für seinen missratenen (wir meinen: gelungenen) Text PI zu oder versucht das zumindest. Und zwar so:

PI habe nicht aus seiner Predigt zitiert, sondern nur aus „Predigtgedanken“. Tatsächlich, beim Lesen ist uns das nicht aufgefallen und Gedanken lesen können wir auch nicht. Außerdem wussten wir nicht, dass das ganz anders gemeint ist, wenn es nur „Predigtgedanken“ sind.

Geht aber noch besser: Es war nur ein „Vorab-Entwurf“ von Predigt-Gedanken. Auch das haben wir übersehen. Und wir hatten übersehen, dass es nur „eine ins Unreine entworfene Äußerung aus seinem Vorab-Entwurf“ war, die wir für seinen Predigttext hielten. Wie unaufmerksam, Nostra Culpa, hätte man wohl sehen müssen, dass das unrein ist, oder? Allerdings stellt sich die Frage, warum eine „ins Unreine entworfene Äußerung“ aus einem „Vorabentwurf“ von „Predigtgedanken“ zu einer Predigt so ganz anders ausfällt als die ursprüngliche Intention und warum er es dann überhaupt schon dem geneigten Lesepublikum vorsetzt, das Teufelszeug.

Damit er nicht erneut sagt, wir hätten nur die ins unreine entworfene Äußerung eines Vorabentwurfs seiner Mailgedanken zu einer Mail an PI zitiert, geben wir hier gerne seine Mail an uns völlig ungekürzt wieder:

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer Webseite berichten Sie unter dem Titel „Köln: Kritik an Woelkis Flüchtlingskurs wächst“ (http://www.pi-news.n et/2016/06/koeln-kritik-an-woelkis-fluechtlingskurs-waechst/) über eine vermeintlich „mutige Predigt“ von mir und instrumentalisierten ganz gegen meine Intention eine ins Unreine entworfene Äußerung aus einem Vorab-Entwurf von Predigtgedanken. In aller Form widerspreche ich dem, was Sie dort geschrieben haben.

Was Sie auf dieser Ihrer Webseite behaupten, ist darüber hinaus auch sachlich voller Fehler. Und es spiegelt nicht im Entferntesten wider, was mich bewegt und motiviert, auch einmal zu aktuellen Fragen Stellung zu nehmen. Meine Intention geht uneingeschränkt in genau die gegenteilige Richtung, wie sie sich dann in all den unsäglichen Leser-Kommentaren zu dem sachlich falschen Bericht kundtut.

Ich bitte und fordere Sie hiermit auf, Ihren Beitrag unverzüglich zu löschen und sich angemessen für Ihren schlechten Stil zu entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen!

Das tun wir natürlich nicht. Wir bieten ihm aber an, auf PI eine Gegendarstellung zu schreiben, das ist der übliche Weg bei Meinungsverschiedenheiten. Ansonsten lassen wir Sie, Dr. Hildebrandt, mit ihrem traurigen Gewissen allein. Vor der Welt haben Sie ja immerhin schon bereut, viel schöner als es sich der Kaiser seinerzeit vom Luther auf dem Reichstag von Worms erträumt hätte. Sie schreiben aktuell auf der Seite Sankt-Pantaleon [4]:

Liebe Mitchristen und Freunde von St. Pantaleon!

Meine im Folgenden vor einigen Tagen veröffentlichten Gedanken und Äußerungen sind ganz gegen meine Intention auf einer Web Seite unter dem Titel „Köln: Kritik an Woelkis Flüchtlingskurs wächst“ instrumentalisiert worden. In aller Form widersprechen ich dem, was dort geschrieben steht.

Was auf dieser Webseite behauptet wird, ist auch sachlich voller Fehler. Es spiegelt nicht im Entferntesten wider, was mich bewegt und motiviert, auch einmal zu aktuellen Fragen Stellung zu nehmen. Meine Intention geht uneingeschränkt in genau die gegenteilige Richtung, wie sie sich dann in all den unsäglichen Leser-Kommentaren zu dem sachlich falschen Bericht kundtut.
Ich habe insofern ungewollt daran mitgewirkt, weil mir in der oft vorgegebenen Eile in zwei Absätzen Fehler unterlaufen sind. Das tut mir leid und ich bitte hiermit um Nachsicht und Vergebung, sollte ich damit falschen Vorstellungen Vorschub geleistet haben. Diese Absätze habe ich aus dem Text entfernt und werde sie korrigiert und dann hoffentlich unmissverständlich hier wieder veröffentlichen.

Wir verzeihen Ihnen, Pfarrer Hildebrandt. Allerdings sollten Sie sechs Male auf Knien um Woelkis schmuckes Flüchtlingsboot kriechen und dabei jedes Mal den Rosenkranz beten und am Ende dann sagen: „Das war nur eine ins Unreine entworfene Äußerung eines Vorabentwurfs“. Nur zur Vorsicht, damit niemand etwas falsch versteht.

Kontakt:

Katholisches Pfarramt St. Pantaleon
Pfarrer Dr. Volker Hildebrandt
Am Pantaleonsberg 10a
50676 Köln
Tel.: 02 21 / 31 66 55
Fax: 02 21 / 31 91 30
sankt.pantaleon@outlook.de [5]

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