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FDP-Lindner bettelt um Toleranz der Muslime

bettel_lindnerNeuerdings geht FDP-Chef Christian Lindner (Foto), der, wie einige andere Politiker auch, plötzlich aus dem Tiefschlaf erwacht ist, auf Distanz zu jenen, die sagen, dass der Islam zu Deutschland gehört (man braucht dringend Wählerstimmen von den „Dödels“ und dem „Pack“, um nicht komplett in der Versenkung zu verschwinden). „Das ist mir zu pauschal. Das kann als kritikloses Nebeneinander verstanden werden“, sagte Lindner der WAZ. Er sei überzeugt, dass auch Muslime sich – wie die katholische Kirche – der Kritik an ihren Glaubensinhalten stellen müssten.

(Von Verena B., Bonn)

Bereits im Jahr 2014 gab Lindner in Beantwortung der Mail eines PI-Lesers zum Besten, dass „in Zukunft Millionen Muslime in Deutschland leben werden, die sogar unsere Staatsbürgerschaft besitzen. Für deren Integration brauchen wir eine Antwort. Sie muss im Bestehen auf den Werten des Grundgesetzes und der Einbeziehung in den Arbeitsmarkt gründen. Ausgrenzung ist keine Option: Es stellt sich ja gar nicht mehr die Frage, ob der Islam (in Zukunft) zu Deutschland gehört. Er ist da und wird in Großstädten teilweise bald die Mehrheit der Bevölkerung unter 45 Jahren stellen. Auf diese Realitäten muss man sich einstellen.“

Die jungen Liberalen der FDP (JuLis) hatten 2014 in ihrem aktuellen Profilbild auf Facebook, das die Symbole der drei sogenannten Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam abbildet, in Verbindung mit den Worten „Junge Liberale. Lebe Freiheit! Unser Glaube ist die Toleranz“ zur Toleranz gegenüber dem Islam aufgerufen. Dazu hatte damals die Bürgerbewegung Pax Europa e.V. öffentlich Stellung bezogen.

Jetzt, mit neuem, ergänzendem Haarschmuck, kommt der selbst ernannte Hobby-Islamkritiker Lindner zu umwerfenden Erkenntnissen. Die WAZ berichtet:

[…] „Man muss klar sagen, dass besonders konservative oder gar radikale Interpretationen des Koran eben nicht zu Deutschland passen und hier nicht toleriert werden. Das Grundgesetz gilt auch hinter der verschlossenen Wohnungstüre“, so Linder. Von den Millionen Muslimen, die in Deutschland bestens integriert seien, dürfe man erwarten, dass sie „noch entschlossener auf Radikale in ihren Reihen einwirken“.

Lindner kritisiert außerdem die Rolle des Moscheeverbandes Ditib und des Zentralrats der Muslime. Weil die Regierung Erdogan über Ditib Einfluss auf Türken in Deutschland nehme, müsse die Rolle, die Ditib beim islamischen Religionsunterricht in NRW spielt, „neu geprüft werden“. Sollte sich der Verband nicht von Ankara distanzieren, müsse Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) „noch vor Beginn des neuen Schuljahres Konsequenzen ziehen“.

Keine „blickdichten Parallelwelten“

Über den Zentralrat der Muslime sagte Lindner: „Er darf nicht nur Anwalt der Gläubigen in Deutschland sein, sondern muss stärker Anwalt unserer gemeinsamen Gesellschaft gegenüber den Gläubigen werden.“ Der FDP-Vorsitzende forderte darüber hinaus, Koranschulen intensiv durch den Verfassungsschutz beobachten zu lassen. „Blickdichte Parallelwelten“ dürften gar nicht erst entstehen.

Toleranz, findet der Liberale, dürfe auch von den Muslimen in Deutschland eingefordert werden: „Es ist nicht angebracht, jede Praxis der Religionsausübung in unserem Land zu akzeptieren, wenn sie gegen unsere freiheitliche, vielfältige und weltoffene Werteordnung verstößt. Wir müssen daher auch von der muslimischen Gemeinschaft Toleranz einfordern gegenüber Frauen und anderen Religionen.“

Wenn ein Imam der Lehrerin seines Sohnes den Handschlag verweigere, sei das nicht Ausdruck von Religionsfreiheit, sondern von Frauenfeindlichkeit. An einer Berliner Privatschule hatte es einen solchen Fall gegeben. „Das darf nicht bagatellisiert werden, sondern muss offensiv argumentiert und möglicherweise auch sanktioniert werden, weil es in unserem Kulturkreis mindestens eine Beleidigung ist.“

Diese Forderungen hindern die scheinheiligen Moslembrüder von der Bonner FDP aber nicht, die Vergrößerung der radikal-fundamentalistischen Al-Ansar-Moschee in Bad Godesberg zu befürworten, wofür wir sehr dankbar sind, denn Islam ist, trotz allem Terror, bekanntlich Frieden und Schweine können fliegen. Nix hat mit nix zu tun und „den“ ISlam gibt es nicht!