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Hans-Peter Raddatz: Das Dilemma der terrorfreien Immigration

raddatzKaum war die Druckertinte auf dem unlängst erschienenen Pilotartikel der neuen Kultserie über den Islam, der in die totalitäre Zukunft zurückführt, getrocknet, da knallte auch schon das nächste Gewaltereignis ins westliche Haus, vorliegend ins Münchner Olympia-Zentrum. Der Pilotartikel hatte über die zwanghaften Sprachregelungen berichtet, die die herrschende Staatsideologie über den „Frieden des Islam“ entwickelt, um dessen Anhänger über den Hebel der Religionsfreiheit für den Koran zu einer sakrosankten Kraft für den im Zweifel gewaltsamen Strukturwandel in Deutschland und Europa zu machen. So ausgestattet, ließ sich am neuerlichen Praxisfall studieren, wie mechanisch die politmedialen Akteure die Sprachreflexe „in der Tat“ einsetzten und ihre islamozentrische Mentalität offenbarten.

Natürlich drängt sich zunächst die Frage auf, wieso wir schon von Anbeginn von „Kultserie“ reden, wo doch die Kult-Begrifflichkeit eigentlich erst zur Geltung kommen kann, wenn sich ein Sachverhalt über längere Zeit als politkulturell nachhaltig erweist und mit entsprechend stabilen Spruchweisheiten und Ritualen in einer größeren Gruppe von Menschen verankert. Dies trifft nun in besonderem Maße auf die Islamdoktrin der EU-geführten Staaten, speziell Deutschland zu. Mit zwei Dritteln hat das Land den Löwenanteil der islamischen Immigration mitsamt deren Kosten und Gefahren übernommen und seine Identität im „Kulturdialog“ zu einem kultartigen Engagement ausgebaut, das sich mit aggressiver Selbstgerechtigkeit gegen Kritik abschottet und der „Anständigkeit“ der rotbraunen Vorläufer fatal zu ähneln beginnt.

Dieser Neo-Kult bedingt, dass seine Vertreter in den Zuwanderern Allahs umso sicherere Heilsgaranten erkennen, je konsequenter sie die staatliche Freiheit für den Koran nutzen, der in vielen Passagen die Bekämpfung und Beseitigung der Ungläubigen, also der einheimischen Bürger legitimiert und so zur Radikalisierung der Institutionen beiträgt. Insofern dieser Kontext spätestens seit dem 9/11-Anschlag, endgültig „orientiert“ am OIC-Manifest von 2005, ins Zentrum der EU-Politik und ihrer Staaten gerückt ist, haben die „Verantwortlichen“ zwangsläufig die Funktion von Salon-Islamisten übernommen, die ihre Ämter scheindemokratisch maskieren, aber für den islamzentrierten Wandel einsetzen.

Solcherart als Kultserie etabliert, treten wir in die Diskussion der islamischen Kultmerkmale ein und kehren zum Münchner Anschlag zurück, der im politmedialen Funktionsapparat erwartungsgemäß die im Pilotartikel skizzierten Reflexe zur Wahrung und Förderung des quasi-religiösen Staatsumbaus auslöste. Dass diese Wertung, speziell nach dem Axt-Angriff des 17jährigen Attentäters von Würzburg, eher untertrieben ist, ließ sich an der Einstufung des Münchner Täters ablesen, eines 18jährigen Deutsch-Iraners, der wie sein Vorgänger, gemäß dem ideologischen Zwangsmuster, über seine Motive angeblich „Rätsel“ aufgab.

Die Lösung des „Rätsels“ liegt indes offen zutage und braucht nur ausgesprochen zu werden. Denn wie alle Mörder im Namen Allahs hatte auch dieser Täter, bevor er im Bereich des Einkaufszentrums neun Personen, darunter etliche Jugendliche, erschoss, seine Tat mit dem kultischen Weiheruf Allahu akbar (Allah ist der Größte) eingeleitet. Diese Generalformel bzw. Patentlizenz des Islam zur „Ausmerzung“ islamwidriger Elemente überträgt bereits mit einfachem Aussprechen die magische Kraft Allahs auf den Akteur. Sie befreit von jeder Verantwortung, weil sie den Tätern etwaigen, aber unwahrscheinlichen Skrupel nimmt, indem es allein Allahs Gnade ist, die ihre Hirn- und Handfunktionen führt (Koransure 8:17).

Dass die Eliten der Euro-„Demokratien“ diesen Zusammenhang kollektiv verschweigen, erklärt die Abschaffung der Orientalistik, deren Expertise solch unbequemes Wissen vermitteln könnte. Sie beweisen zugleich die Loyalität mit der lenkbaren Gewalt des Islam und ihre Bereitschaft, für die Installation dieses ergiebigen Heilsobjekts Allahs Willen zu vollstrecken, eine beliebige Zahl von Bürgern über die Klinge springen zu lassen (s.u.). Die Religionsfreiheit wird zur „demokratischen“ Gewaltlizenz, die die früheren Rechtsschranken überwindet, so dass die Turbo-Immigration von 2015/16 die einflussreiche Gnade Allahs in Gestalt sprunghaft ansteigender Gewalt an den Ungläubigen deutlich werden ließ.

(Aus der Kultserie: Mit dem Islam zurück in die totalitäre Zukunft. Weiterlesen bei Gudrun Eussner)