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Um wen trauert der Helferkreis?

trauerDer „Helferkreis für Flüchtlinge Ochsenfurt“ trauert (siehe Screenshot oben von heute). Um wen trauern die Flüchtlingshelfer? Es sind zwar durch den islamischen Attentäter Riaz Khan Ahmadzai alias IS-Kämpfer Muhammad Riyad fünf Menschen schwerst und zum Teil lebensgefährlich verletzt worden, doch haben bislang alle Opfer überlebt. Um wen also trauern die Helfershelfer? Um den erschossenen IS-Kämpfer?

Nach Lage der Dinge muss man davon ausgehen, dass in Gaukönigshofen bei Ochsenfurt nicht nur Flüchtlingshelfer, sondern regelrechte Flüchtlingsstreber am Werke waren. Man hat die Fülle der Aktivitäten akribisch auf der Gemeinde-Webseite des 3000-Seelen-Dorfes dokumentiert. Noch bevor die „Flüchtlinge“ dort eintrafen, wurde bereits vom katholischen Pfarrer beschlossen, ihnen eine evangelische Kapelle für islamische Gebete zur Verfügung zu stellen:

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Nachdem die sehnsuchtsvoll erwarteten „Flüchtlinge“ in Form einer  Jungmännerschar endlich eingetroffen waren, bekamen sie von den Grundschülern Geschenke überreicht. Auf dem Bild ist auch der IS-Mörder Riaz/Riyad zu sehen:

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Leider war die schöne Zeit mit den islamischen Jungmännern schnell vorbei, denn die Unterbringung im „Haus der Jugend“ war nur ein Provisorium. Die „Flüchtlinge“ wurden dann weiterverteilt. Doch anscheinend sehnten sich die Gaukönigshofener Helfer und Helfer*innen nach ihren „Flüchtlingen“ und umgekehrt, wie aus einem Tagebucheintrag der Gemeinde vom Mai 2016 deutlich wird (zum Vergrößern anklicken):

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So kamen die Flüchtlingsstreber wohl auf die Idee, zumindest einen der Jungmänner als Pflegekind ins Dorf zurückzuholen. Der Kinderpflegedienst des Landkreises Würzburg machte es möglich:

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IS-Kämpfer Riaz/Riyad kam also ins Dorf zurück und zwar zu einer als „tolerant“ und „engagiert“ bekannten Familie in Gaukönigshofen:

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Um die Ecke ging der IS-Schläfer zur Mittelschule. Gestern Abend gab es dort eine Elternversammlung wegen des Attentats. Die Schule wurde bislang von der Lokalpresse als „Integrationsmaschine“ gefeiert.

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Bundesinnenminister de Mazière ist derweil hektisch mit der Aufarbeitung von Widersprüchen beschäftigt. Der IS-Schläfer gab sich bei seiner Ankunft als 16-jähriger Afghane aus. Als der IS sein Kampf-Video in Umlauf brachte und die Spurensicherung sein Zimmer durchsuchte, mussten die Behörden sich korrigieren. Sprachexperten stufen den Asylbetrüger mittlerweile als Pakistaner ein und gefunden wurden pakistanische Papiere.

Das wiederum passt nicht zur schnell kolportierten Psycho-Legende, der Tod eines afghanischen Freundes habe das Gaukönigshofener Pflegekind innerhalb von zwei Tagen in den Turbo-Dschihad getrieben.

De Mazière möchte die These von der Turbo-Radikalisierung gerne stützen, weil es nicht sein kann, dass auf der von Merkel freigegebenen Flüchtlingsroute IS-Kämpfer einwandern. Politisch gesehen ist es günstiger, wenn sich jemand im dunklen Deutschland radikalisiert anstatt in einem hochspirituellen Islamland. Dann kann man noch mehr Geld für Flüchtlinge und ihre Traumatherapie ausgeben ohne dass die Bevölkerung rebelliert. Der deutsche Staat zahlt bislang für die 70.000 MUFL jährlich 4,2 Milliarden Euro. Kindergeld ist im Vergleich dazu mit noch nicht einmal einer halben Millarde Euro ein Klacks.

Der Innenminister muss die Sache schnell vom Tisch haben. Die Öffentlichkeit soll an einen toten Phantomfreund in Afghanistan glauben. Jeder, der schon mal einen nahestehenden Menschen verloren hat, weiß wie leicht man da zur Axt greift, um seiner Trauer Ausdruck zu verleihen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass einer Familie aus Hongkong in einer Regionalbahn bei Würzburg die Schädel gespalten wurden, weil zeitgleich in China ein Sack Reis umfiel:

Nach eigenen Angaben war der junge Mann Afghane. Nach Einschätzung von de Maizière gibt es auch keinen Anlass, daran zu zweifeln. Gegen die Annahme, dass es sich um einen Pakistaner handele, spreche der Hinweis, dass möglicherweise ein auslösendes Motiv für den Angriff der Tod eines Freundes in Afghanistan gewesen sein solle.

Der Ministerlogik zufolge rangiert der Fall „zwischen Amoklauf und Terror„. Nicht Fleisch und nicht Fisch. Da hat sich der jugendliche Hindukusch-Flüchtling so viel Mühe gegeben, hat mit zwei Waffen gleichzeitig gekämpft, hat gendergerecht die Frauen nicht verschont und dann wird das vom deutschen Staat noch nicht einmal als astreiner islamischer Märtyrertod anerkannt. De Mazière hat die Messlatte für „echten Terror“ höher gehängt. Was für die einheimische Bevölkerung als Beruhigungspille gedacht ist, könnte von weiteren IS-Schläfern durchaus als Ansporn verstanden werden.