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500 Millionen Europäer leben jetzt unter derselben Sicherheitsbedrohung wie Israel

terrorZum ersten Mal seit dem kalten Krieg hat die deutsche Regierung einen „zivilen Abwehrplan“ eingeleitet, damit etwaigen Notfall Situationen, die aufgrund von Terrorismus entstehen, begegnet werden kann. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, dass der Plan auf solche Fragen reagiert wie: „Wie schützen Sie sich gegen Angriffe mit biologischen oder chemischen Waffen? Wohin kann die Regierung fliehen, wenn es einen Angriff gibt?“

Der letzte zivile Verteidigungsplan war 1989 aufgelegt worden; das war vor dem Fall der Berliner Mauer und zu einer Zeit, als die NATO gegen einen möglichen Krieg mit der Sowjetunion rüstete, erinnert die FAZ.

Es gibt nur eine weitere Demokratie, die diese Art Belagerung durch Terror erfahren hat, und die bereits auf dieselbe Herausforderung reagieren musste: der Staat Israel.

Im Jahr 1973, während des Yom Kippur Krieges, gab es in israelischen Kaufhäusern Szenen eines Massenansturms durch Scharen von Hausfrauen, die nach Dosennahrung, Mineralwasser und Kerzen Ausschau hielten. Im Jahr 1991 wiederholten sich dieselben Szenen. Zudem gab es damals die Bedrohung eines Angriffs mit chemischen oder biologischen Kampfstoffen, weil im Irak Saddam Husseins waren die mit Pockenviren und mit Anthrax bestückten Raketen eine Realität, mit der gerechnet werden musste. Dann folgte 2011-2012 die Sorge wegen nuklearer Waffen, als Israel kurz davor war, eine Entwaffnung der Atomreaktoren Teherans durchzuführen.

Nachdem Israel dämonisiert und aus der westlichen Familie der Nationen ausgeschlossen wurde, muss jetzt Europa erfahren, was die Israelis in den vergangenen 70 Jahren erduldet haben.

Ein Lastwagenfahrer, der in Nizza Zivilisten ermordet? Das ist in Jerusalem bereits viele Male geschehen. Ein Angriff mit einer Axt in einem Zug in Deutschland? Das ist in Jerusalem bereits viele Male geschehen. Ein Massaker in Restaurants in Paris? Das ist bereits vielfach in Haifa und Tel Aviv geschehen. Ein Angriff auf dem Flughafen in Brüssel? Das hat sich bereits auf dem Ben Gurion Flughafen ereignet.

Der jüdische Staat hat die gesamte Reichweite der terroristischen Greueltaten, die Europa in den letzten paar Jahren erlebt hat, bereits selbst erfahren.

2013 startete Frankreich eine militärische Operation in Mali, und Monsieur Hollande sagte, dass „man keinen Terrorstaat an der Türschwelle von Europa dulden dürfe.“ Die Entfernung zwischen Bamako und Paris? 6.266 km. Als Israel sich gegen Hamas Raketen verteidigt hat, demonstrierte Europa gegen die „israelische Aggression“. Die Entfernung zwischen Gaza und Israel? 1 Kilometer.

Beenden wir doch diese beschämende Heuchelei. Der islamische Terror unterscheidet nicht zwischen einem Zug in Würzburg und einer Trambahn in Jerusalem. Wäre es für Europa nicht besser, die kleine israelische Garnison als Teil von uns zu betrachten.

Israels Sicherheit ist die Sicherheit von 500 Millionen Europäern. Die Verteidigung Israels muss ausdrücklich verkündet werden. Wir sollten stolz sein, zu sagen, dass wir alle Juden sind, dass wir alle Israel sind.

(Das englische Original von Giulio Meotti erschien bei Arutz Sheva7, Übersetzung von Renate)