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Calais: Invasoren greifen Polizei an

calais01 [1]Nur wenige Stunden bevor die Polizei die Räumung des Illegalenlagers, genannt der „Dschungel“, in der französischen Hafenstadt Calais [2] nahe des Eurotunnels nach Großbritannien räumen will, eskalierte die Gewalt und entlud sich einmal mehr der Frust und die Wut der Eindringlinge auf die Polizei. Die Lückenpresse titelt: „Polizei feuert Tränengas-Granaten auf Flüchtlinge“ (BILD [3]) oder fast wortgleich n-tv [4] „Polizei feuert Tränengas auf Flüchtlinge“. So entsteht offenbar gewollt der Eindruck, die „nach Frieden suchenden Geflohenen“ wurden von den Beamten grundlos attackiert. Aber die gewalttätigen Invasionshorden hatten, wie schon des Öfteren, im Lager Feuer gelegt und bewarfen die Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen und allem was zur Hand war. Die Polizei reagierte mit Tränengasgranaten und riegelte alles ab.

Update: Livestream der Räumung des Lagers [5]

(Von L.S.Gabriel)

Schon seit Monaten kommt es immer wieder zu Ausschreitungen im Lager, in dem offenbar das Gesetz des Stärkeren regiert. Die hygienischen Umstände gleichen denen der Dritten Welt (PI berichtete [6]) und die Frustration bei den überwiegend jungen alleinreisenden Männern ist groß. Viele von ihnen versuchen seit Monaten vergeblich illegal durch das Entern von Lastkraftwagen nach Großbritannien zu gelangen.

calais_angriff [7]

Nun, da die Stadt, nach schon mehreren Anläufen [10] in den vergangenen Jahren, die Räumung endgültig durchsetzen will ist die Wut unermesslich, denn damit rückt die illegale Weiterreise nach England in noch weitere Ferne. Mit ihren Angriffen wollten die sogenannten „Flüchtlinge“ die Vorbereitungen auf die Räumung am Montagmorgen sabotieren.

Die Behörden hatten zuvor Koffer verteilt und die Menschen aufgefordert ihre Sachen zu packen. Die 7000 bis 10000 überwiegend aus Afghanistan, dem Sudan und Eritrea stammenden Eindringlinge sollen in den kommenden drei Tagen auf mehrere staatliche Einrichtungen verteilt werden. Insgesamt werden 1200 Polizisten die Räumung sicherstellen.

Nicht wenige haben den „Dschungel“ jetzt auf eigene Faust verlassen. Sie wollen entweder in der Nähe des Tunnels und des Fährhafens nach Großbritannien bleiben oder haben sich auf den Weg gemacht Richtung Grenze, um weiter zu reisen. Wohin wohl?

Hier ein Video der Krawalle:

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