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Linke Forscherin sieht Nazicodes in Edeka-Spot

edekaDie Psychiatrien sind voll mit Menschen, die Stimmen hören, Dinge sehen, die außer ihnen keiner sieht, Zusammenhänge erkennen, wo es keine gibt, sich von Menschen und deren geheimen Zeichen verfolgt fühlen. Aber nicht alle sind in Behandlung. Die Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung, Sabine Bamberger-Stemmann (kl. Foto l.) zum Beispiel läuft nicht nur frei herum, sie wird auch noch von geistig ähnlich förderbedürftigen Redakteuren der Lynchpresse als Expertin dafür, was mit unserer (Nazi)-Gesellschaft nicht stimmt, zitiert. Aktuelles Ziel der Spezialistin für Minderheiten ist Edeka. Die Kette hat einen, wie wir meinen, schönen Weihnachtswerbespot geschaltet. Darin kommt u. a. ein PKW mit dem Kennzeichen „MU-SS-420“ vor, das kann nur Autobahn sein.

(Von L.S.Gabriel)

Der Spot zeigt die Hektik der Vorweihnachtszeit und was wir meinen noch alles zu „müssen“. Es geht darum, dass das Wesentliche dabei oftmals zu kurz kommt, dass man es aber nicht aus den Augen verlieren „sollte“. Daher gibt es neben dem Kennzeichen „MU-SS-420“ auch ein „SO-LL-3849“. Derart harmlose Gedanken hat aber eine Nazijägerin nicht. Das linksverstrahlte Gehirn der BessermenschIn konstruiert daraus Folgendes:

• SS. Die Buchstaben sind aufgrund ihres eindeutigen Bezugs zur NS-Zeit in Kennzeichen verboten.
• 420: Adolf Hitler hatte am 20.4. Geburtstag. Je nachdem in welcher Weise das Datum geschrieben wird, kann das Geburtsdatum auch als 4/20 geschrieben werden.
• Die Zahl 84 ist im rechtsradikalen Milieu ein Code für „Heil Deutschland“. Das H ist der achte Buchstabe im Alphabet, das D der vierte.
• 3 und 9: Die Zahlen stehen für „Christliche Identität“, im Umkehrschluss bedeutet das in rechten Kreisen Antisemitismus

Der Erklärung Edekas mit Hinblick auf die Sinnhaftigkeit von SO-LL und MU-SS glaubt Bamberger-Stemmann ebenso wenig, wie an einen Zufall. Dazu sagt sie dem Manager-Magazin:

Diese rechtsextremen Codes sind leicht im Internet recherchierbar. Werbung für rechtsradikale Produkte und Ideen nutzt die Codes oft. Die Verwendung in einem nicht diesen Kreisen angehörigen Spot ist erschreckend. Ich glaube nicht an einen Faux pas. [..] Angesichts der Häufung von rechtsradikalen Codes ist das verharmlosend und unglaubwürdig. Sowieso vermittelt der Spot besonders am Anfang eine heile Welt und transportiert Werte, die auch für die Neue Rechte stehen. Die Kinder spielen zum Beispiel auch eine altmodische Version von „Mensch ärgere dich nicht“. [..] Wenn die Nutzung der Codes nicht Absicht ist, dann zeigt sich darin doch ein tiefstes Unverständnis der deutschen Historie. Es ist erschütternd, dass einem so großen Konzern wie Edeka so etwas unterlaufen kann.

Was muss einem Menschen widerfahren sein, der eine gesunde funktionierende Familie, die in der Vorweihnachtszeit gemeinsam bäckt, liest und Brettspiele spielt als rechtsradikal einstuft? Und wenn „christliche Identität“ auch rechts-außen verortet ist schlagen wir vor, die CDU schnell zu verbieten, auch wenn sie nur mehr auf dem Papier christlich sein mag.

Des Weiteren wären dann noch Namen wie Siegfried Huber, Anne Hausner, Susanne Schneider usw. von der Praxis eigener Monogramme auszuschließen. Auch die Abkürzungen „SH“ für Schleswig-Holstein und „HH“ für Hamburg müssen weg, ebenso gilt es das Wort „Deutschland“ zu verbieten. Und da viele Schulabgänger ohnehin nicht mehr rechnen können, wird es wohl auch nicht ins Gewicht fallen die Zahlen 24, 42, 84 und 88 einfach zu streichen. Dieser Beitrag enthält aufgrund der deutschen (Nazi)-Rechtschreibung mehrmals ein Doppel-S und heute ist der 24.11.. Die Quersumme aus diesem Datum ist acht, der Beitrag hat insgesamt acht Absätze – das ergibt nach Logik der selbsternannten „Rechts“-Expertin mehrfach das Zeichen für die nationalsozialistische Schutzstaffel und den „Geheimcode“ für den Hitlergruß. Wir werden uns aber weder vom heutigen Datum noch der Gliederung dieses Beitrages distanzieren. Denn wir sind es nicht, die unter Beobachtung gestellt gehören.

Wer überall Nazis und geheime Codes sieht, sollte sich weniger über andere, als über das eigene Denken und seine geistige Gesundheit Sorgen machen. Oder wie Broder es ausdrückt: „Je länger das Dritte Reich zurück liegt, umso heftiger wird der Widerstand gegen Hitler und die Seinen.“ Wir wünschen allen Nazibesessenen und sich von alten Zeiten verfolgt Fühlenden und ganz besonders Frau Sabine Bamberger-Stemmann, gute Besserung.

Hier der „rechtsradikale“ Werbespot:

Kontakt:

Sabine Bamberger-Stemmann
Universität Hamburg, Fakultät für Geisteswissenschaften
Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg
Tel.: +49 40 42823 4803
Fax: +49 40 42838 4830
E-Mail: sabine.bamberger-stemmann@bsb.hamburg.de


(Hinweis an unsere Leser: Wir bitten Sie bei Schreiben an die Kontaktadresse, trotz aller Kontroversen in der Sache, um eine höfliche und sachlich faire Ausdrucksweise.)