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Akif Pirinçci: Liebe Margarete Stokowski

Margarete StokowskiDu bist der lebende Beweis dafür, warum Frauen an den Herd gehören. Aber vermutlich kannst du nicht einmal kochen. Oder anders ausgedrückt: Vermutlich kannst du so gut kochen wie du schreiben kannst. Der Beleg für das Letztere ist deine neueste Kolumne auf SPON mit dem irgendwie, irgendwo frech sein sollenden Titel „Nazis weglabern„. Man merkt, daß du dir ein paar Tricks von männlichen Profis abgeguckt hast und dich bemühst, die Technik des jeden Scheiß küchenphilosophisch erklärenden Kolumnisten zu imitieren, was beim Leser einen So-hab-ich-es-bis-jetzt-gar-nicht-betrachtet-Effekt auslösen soll. Allein es geht völlig in die Hose, weil in dem Text sowohl Stringenz als auch Originalität, insbesondere jedoch der Mutterwitz fehlen.

Zusammengefaßt geht es darin um die epochal neue Forderung, daß diejenigen, die so wie du Geschwätzwissenschaften studiert haben, die allgegenwärtigen Nazis durch ihr hyperintelligentes Geschwätz demaskieren sollten:

Ich will, dass überall da, wo die Rechten stärker werden, Leute, die die sogenannten Laberfächer studiert haben, sich daran erinnern, was sie da an der Uni eigentlich die ganze Zeit gelernt haben … Wir haben gelernt, Argumente und Metaphern auseinanderzunehmen, wir wissen, warum Begriffe wichtig sind und nicht Schall und Rauch, wir kennen historische Beispiele dafür, wo bestimmte Entwicklungen hinführen können, wir kennen andere, mögliche Gesellschaftsmodelle und am besten kennen wir auch noch ein paar Utopien. Wir sollten das alles benutzen, und zwar jetzt.

Diese Erkenntnis ist so unfaßbar dumm, daß du als Strafe dafür lebenslänglich ein Dirndl und ein Schild um den Hals mit der Aufschrift „Ich bin halt nur eine Frau“ tragen müßtest. Denn, liebe Margarete, was glaubst du, was all diese grün-links versifften Medienfritzen, die exakt das schreiben, was du forderst, sonst studiert haben? Schwermaschinenbau? Oder Astrophysik? Und was glaubst du, was diese Minderbegabten sonst den lieben langen Tag tun, als jeden, der die gigantische Analphabeteninvasion kritisiert, zum wiederauferstandenen Adolf zu denunzieren und fleißig an seiner Existenzvernichtung zu arbeiten? Dein Appell ist so nötig wie der, man möge für Vögel spezielle Flugzeuge bauen, damit sie auch in den Genuß des Fliegens kommen. Deine feuchten Träume sind bereits Realität.

Aber der Reihe nach. Deinen Text beginnst du wie es sich für eine Kolumne gehört mit einem Schwank aus deiner Jugend, nämlich mit einer Klausur im Schlußfolgern, die du vor knapp elf Jahren an der Uni geschrieben hättest. Es wird jedoch im Weiteren überhaupt nicht ersichtlich, was diese Anekdote mit dem Nazi-Thema verbindet. Soweit ich es verstanden habe, geht es darin um ein philosophisch-mathematisches Paradoxon mit Katzenschwänzen, und der Leser stellt sich auf eine launige Betrachtung von Logikfallen ein, in die er hineintappen kann. Darauf folgt jedoch etwas ganz und gar Unlogisches, was keine Sau versteht:

Der Tag der Klausur war auch der Tag, an dem meine Philosophielehrerin beerdigt wurde. Wegen ihr hatte ich das Studium angefangen. Und dann saß ich da mit dieser dreischwänzigen Katze und wusste nicht, ob das alles nicht vielleicht doch ein einziger riesiger Quatsch war.

Doch, Margarete, das war ein riesiger Quatsch, denn kein Mann würde seine Studiumwahl in Zweifel ziehen, nur weil gerade der Professor gestorben ist. Das tun nur solche als Frauenzimmer geborene Frauen wie du, die eine Berufsausbildung mit einem gefühligen Mösenkränzchen verwechseln. Wie aber die Überleitung zu den bösen Nazis hinbiegen? So:

Heute lese ich Nachrichten und habe das Gefühl, es gibt im Moment außerordentlich viele Erzählungen über dreischwänzige Katzen und zu wenig Leute, die erklären, was daran nicht stimmt. Spätestens mit Trumps Wahlsieg, aber eigentlich schon die ganze Zeit, seit die Rechten so sehr im Aufwind sind, ist die Zeit von dem gekommen, was gerne als „Laberfächer“ bezeichnet wird.

Ich kapiere immer noch nicht, was die „dreischwänzigen Katzen“ damit gemein haben sollen. Und glaub mir, ich bin im Erfassen von Texten ziemlich gut. Ich meine, natürlich erkenne ich, daß du daraus die jeden Augenblick bevorstehende Machtergreifung der Nazis in Deutschland und Trumps Wahlsieg in den USA schlußfolgern willst, aber wo um Himmelswillen ist da der logische Zusammenhang? Frauenlogik at its best!

„Laberfächer“ sind Geistes-, Kultur- oder Sozialwissenschaften, von denen oft behauptet wird, man würde da eigentlich nichts lernen, außer eben zu labern.

Gut, ausnahmsweise hast du mal recht, der Punkt geht an dich.

Was man in den sogenannten Laberfächern unter anderem lernt, ist auch schlauen Nazis etwas entgegenzusetzen. Ein Laberfach studiert zu haben, bedeutet auch, das Gelaber von anderen zu erkennen. Denn die neue Rechte sagt nicht: „Wir sind zutiefst menschenfeindlich und hassen Minderheiten, wir wollen uns einkapseln in eine Welt in der Größe des Uterus aus dem wir kamen, Mamiiii.“ Sie sagen das jedenfalls nicht wörtlich. Sie sagen es viel eloquenter und verdeckter und so, dass sich sehr viele Leute nicht schämen, ihnen hinterherzurennen.

Du schlauer Uterus du, wie du das mit der neuen Rechten voll durchblickt hast, alle Achtung! Ja, du hast vollkommen recht, Margarete, der gute Mensch ist nicht menschenfeindlich und haßt Minderheiten, zum Beispiel nicht die zwölfköpfige Minderheit von Toten und 52 Schwerverletzten letzten Weihnachten in Berlin, die von einer Ein-Mann-Minderheit vermittels eines LKWs zum „Auskapseln“ in eine viel größere Welt als in der Größe des Uterus entlassen worden ist. Auch sollte man die Minderheit der orientalischen Ficklinge nicht hassen, deren ehrbares Handwerk des Mumustechens sich gegenwärtig großer Beliebtheit erfreut. Schließlich sind sie ja völlig schutzlos, wenn sie ihren Schwanz rauspacken und ihn der ungläubigen Nutte reinrammen. Und nicht zu vergessen die allseits bewunderten Messer- und Axtartisten und Rückentretermagier, die in Ermangelung eines Zirkuszeltes ihre Kunst im Freien oder in der U-Bahn zum Besten geben müssen. Ganz zu schweigen von der täglich kleiner werdenden Minderheit in Millionenstärke, die uns in den folgenden Jahren aussaugen wird wie es eine Armee von Draculas nicht vermag.

Clever auch, wie du im Vorbeigehen die bei steuergeldgemästeten Kampf-gegen-Rechts-Institutionen sehr beliebte pseudomoralische Floskel fallen läßt, daß man sich schämen müsse, wenn man den braunen Teufeln hinterherrennt. Ach, Margarete, solche Gesinnungsnudeln wie du sind von der Regung Scham so weit entfernt wie Zuhälter vom Sakrament der Ehe. Wieso verlangst du von anderen etwas, was dir selbst völlig fremd ist? Und glaubst du wirklich, daß diese rechten Arschlöcher insgeheim „Mamiiii“ wimmern, weil die Moderne sie angeblich überfordert? Ist es nicht vielmehr so, daß Deinesgleichen „Papiiii“ schreit und damit den Staat meint, der euch Laberfachmäninnen ohne jeglichen Nutzen potemkinsche Laberstellen schaffen soll, damit ihr auf Kosten anderer den ganzen Tag sinnfreie Doofscheiße vor euch hinlabern könnt? Zum Beispiel diese:

Vielleicht ist ein Satz wahr, wenn er abbildet, wie die Welt ist, aber vielleicht geht das gar nicht. Vielleicht ist ein Satz wahr, wenn sich sehr viele Leute auf ihn einigen können, aber da kennen wir schlimme Gegenbeispiele. Vielleicht ist ein Satz wahr, wenn man ihn per Erleuchtung geliefert kriegt, aber das passiert selten. Vielleicht ist ein Satz wahr, wenn er sich mit möglichst wenig anderen Sätzen widerspricht, aber Widersprüche kriegt man nie ganz weg aus dem Leben.

Ja, vielleicht habe ich heimlich Scarlett Johansson gefickt, vielleicht aber auch ein Astloch im Garten. Und vielleicht bin ich Jesus, aber vielleicht auch Gott. Das Problem ist nur, daß die im Supermarkt es mir nicht abkaufen und stur Geld wollen, wenn ich ihren Schnaps haben möchte. Ich habe ihnen gesagt, daß ich ihnen ja was vorlabern könnte, doch auch das lehnten sie ab. Da haben es du und deine Laberfreundinnen natürlich gut. Ihr braucht irgendeinem debilen Politiker, der vom Beruf selber ein Parasit ist, was von Fremdenfeindlichkeit vorzulügen, und schon werdet ihr mit dem Geld anderer Leute zugeschissen.

Aber kurz nach seiner Amtseinführung wurde bekannt, dass Trump offenbar plant, die staatliche Förderung von Geisteswissenschaften und Kunst zusammenzustreichen. Ein Schachzug, den man von autoritären Regimen kennt. Trump macht das wohl nicht, weil sie ihn langweilen. Sondern weil er sich von ihnen bedroht fühlt, viel mehr als von einem Schlag ins Gesicht.

Ähm, das ist nicht ganz richtig, Margarete, ich meine, das ist komplett falsch, was du da wieder verzapfst. Natürlich kannst du nichts dafür, denn keiner von uns kann sich sein Geschlecht aussuchen. Ich korrigiere dich mal schnell. Die „Förderung von Geisteswissenschaften und Kunst“ ist in den USA im Gegensatz zu uns fast zu hundert Prozent privat über Stiftungen und große Spenden, insbesonders jedoch als knallhartes Geschäft geregelt. Von dem, was der dortige Staat für Kultur im weitesten Sinne ausgibt, würde hierzulande nicht einmal ein einziger Theaterintendant satt werden. Oder hast du schon einmal von einer amerikanischen Filmförderung oder einem staatlich bezahlten US-Philosophie-Professor gehört? Deshalb ist es völlig Banane, was Trump auf diesem Gebiet zusammenstreicht. Das merkt keine Sau. Auch deine Theorie, daß Trump sich von Geisteswissenschaften bedroht fühle, ist Quatsch mit Soße. Was glaubst du, wie ihm am Arsch vorbei geht, was solche Verwirrte wie du über ihn meinen? Vielleicht hast du es ja nicht mitgekriegt, aber neulich waren dort Wahlen, und rate mal, wer diese trotz der Warnungen von Großgeistigen deiner Provenienz gewonnen hat. Eher fühlt er sich davon bedroht, daß ihm eine Fischgräte im Rachen steckenbleibt. Und nein, Margarete, autoritäre Regime streichen die Geisteswissenschaften nicht zusammen. Im Gegenteil, sie fördern sie über alle Maßen wie hier bei uns in Deutschland, weil Geisteswissenschaften inzwischen gleichbedeutend mit grün-linkem Dreck, Islam-Gefurze und Gender-Scheiße sind, die camoufliert als freie Denke in die Ohren solcher Ideologieopfer wie du hineingeträufelt werden kann.

Aber wie gesagt, Margarete, kannst ja nichts dafür. Bist halt eine Frau.


(Im Original erschienen auf der-kleine-akif.de)




Ab 19.20 Uhr wird auf 3sat gegen PI gehetzt

Wenn fixe Vorstellungen und Vorurteile auf eine anders lautende Realität treffen, so tun sich viele schwer, das einfach hinzunehmen. Und wer einmal unter der Nazikeule begraben wurde, hat gefälligst alles dafür zu tun, dieses vollstreckte Urteil der linken Kämpfer gegen Rechts nicht Lügen zu strafen. PI spielt dieses Spiel bekanntlich nicht mit. Wir stehen zu und hinter Israel und machen das seit mehr als 12 Jahren deutlich. Deshalb haben wir auch eine Israelreise für unsere Leser organisiert. Ein Denunziant der linken Journaille hat sich unter die Teilnehmer gemischt (PI berichtete hier und hier) und was er „aufgedeckt“ hat, muss nun durch alle Kanäle getrieben werden. Heute Abend um 19.20 Uhr sendet deshalb das 3sat-Kulturzeit-Magazin einen Beitrag mit entsprechendem Titel „Netzportal ‚Politically Incorrect‘ – Undercover unterwegs in Israel mit den Islamhassern“. Hier geht’s zum Livestream.

» E-Mail: kulturzeit@zdf.de




Michael Klonovsky: Islamobolschewismus

Nun, ein Kandidat steht, wie man sagt, in den Startlöchern. Die zentrale politische Eigenschaft des Islam ist seine Weltmission, seine Unempfänglichkeit für andere Kollektive als das der Umma, sprich sein Internationalismus, seine Nichtakzeptanz von Völkern und Nationen als Letztbegründung kollektiver Identität. Für Teile der Linken ist der politische Islam insofern „anschlussfähig“. Gut, hier müssten sie einige Konzessionen machen, bisherige linke Betütelungskollektive wie die von Familienzwängen und Fortpflanzungsobliegenheiten emanzipierte Frau oder Homo-, Inter-, Trans- und Hypersexuelle blieben bei diesem Bündnis auf der Strecke. Aber wo gehobelt wird… Immerhin schlüge die Israel- bzw. Judenfeindschaft eine weitere Brücke zwischen den bislang so weit entfernten Ufern.

Der radikale Islam ist dem Jakobinertum und dem Bolschewismus durchaus verwandt. Er richtet seine Kriegserklärung an die westliche Welt, ihre Lebensart und ihre Wertvorstellungen, sowie an die Reste der bürgerlichen Gesellschaft. Er ist antikapitalistisch und lehnt vor allem das Finanzkapital radikal ab. Die Islamisten sind die Avantgarde eines potentiell weltumspannenden Emanzipationskollektivs. Mit den westlichen Linken gemeinsam haben sie den Auserwähltheitsdünkel, die Überzeugung, etwas moralisch Höherstehendes zu verkörpern, verbunden mit der deprimierenden Einsicht, dass die Welt doch macht, was sie will und sehr gut ohne sie auskommt, weil ihr Anteil an der materiellen Wertschöpfung minimal ist.

Ich habe an dieser Stelle schon einmal darüber räsonniert, inwieweit man den radikalen Islam als Islamobolschewismus bezeichnen könne: Es handelt sich um einen Aufstand der historisch Abgehängten, Zukurzgekommenen, sich gedemütigt Fühlenden und dabei zugleich von einer Heilsidee Durchglühten, eine von Kadern geführte Bewegung, die die Massen erfassen und in eine phantastische, vormoderne Märchenwelt hinein emanzipieren oder sogar erlösen will. Sie verheißt die Befreiung des revolutionären, durch die Idee rein gewordenen Kollektivs aus den Banden von Fremdbestimmung und Dekadenz, und sie nimmt tendenziell jeden auf, der bereit ist, ihr beizutreten und das Glaubensbekenntnis zu sprechen. Sie träumt von der Weltrevolution, von der Errichtung einer paradiesischen Globalkommune der Gleichen unterm grünen statt roten Banner. Offenbar ist diese solidarische Gemeinschaft der Kämpfenden und von einer gerechten Mission Erfüllten, diese Kommune der auserwählten Reinen, die mit der bisherigen, abgelebten, durch und durch verdorbenen Welt Schluss machen will, etwas, das auf viele junge Männer eine enorme Anziehungskraft ausübt. Es wird interessant sein zu beobachten, wer sich in diese Bewegung so alles einreiht, wenn sie erst einmal die offen terroristische Form hinter sich gelassen hat und anfängt, sich durch die schiere Zahl ihrer Anhänger und Sympathisanten zu etablieren, mit etwas Hintergrundterror zur Einschüchterung und Missionserleichterung. Wenn die AfD gegen die Scharia ist, warum sollten dann Leute wie Maas, Stegner et al. nicht wenigstens ein bisschen für sie sein? Wenn’s denn dem „Kampf gegen rechts“ dient?

(Im Original bei Michael Klonovskys Acta Diurna erschienen)




Die wahren Gründe der Masseneinwanderung

(Ein Begleittext zum Video von Jay Fayza kann bei The Rebel Media nachgelesen werden)




Zukunft inmitten von Ruinen?

Ein innerlich verfaulendes Europa, das an völliger Überfremdung, rücksichtsloser wirtschaftlicher Ausbeutung und Umweltzerstörung zugrunde geht – ist das noch schriftstellerische Fantasie? Wohl kaum! Eine solche „Zukunfts“vision liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor: der Roman „Mister“ des Briten Alex Kurtagic. Sieben Jahre nach seinem ersten Erscheinen schildert das voluminöse Werk nun auch dem deutschen Leser die Odyssee eines ganz normalen, gesetzestreuen Mannes, der als Geschäftsreisender von England nach Spanien kommt. Seine Erwartungen, innerhalb kurzer Zeit zu einem Deal zu kommen und zufrieden nach Hause zurückfliegen zu können, werden krass enttäuscht: Das wirtschaftlich heruntergekommene Gastland ist längst zu einem multikulturellen, multikriminellen Höllenloch verkommen.

Jeder vernünftige Bürger trägt mindestens zwei Sets an Brieftaschen und Handys bei sich, um bei den alltäglichen Überfällen auf offener Straße etwas herausgeben zu können und nicht anstandslos umgebracht zu werden. Wo immer Bargeld im Spiel ist, etwa bei einer ganz normalen Taxifahrt, wird routiniert betrogen – und begehrt der Abgezockte auf, ist ganz schnell ein Messer im Spiel.

Der Staat hat längst vor der Gewalt und Kriminalität kapituliert und begnügt sich damit, aus seinen verbliebenen „ehrlichen“ Bürgern so viel Geld wie möglich herauszupressen. Da der bargeldlose Geldverkehr über das Smartphone neuer Standard ist, weiß die Obrigkeit über jede noch so kleine Ausgabe und alle Privatangelegenheiten eines jeden Menschen haargenau Bescheid, und diese Daten werden rund um die Welt zwischen den Ländern ausgetauscht.

Die namenlose Hauptfigur, eben der „Mister“, findet sich schnell in einer alltäglichen, kafkaesken Entfremdung wieder, die ihn schnell an der Zukunft auch seines Heimatlandes zweifeln lässt. Als sich die Sicherheitslage drastisch zuspitzt, gerät er – als Fremder von jedermann misstrauisch beäugt – schnell zwischen die Fronten. Am Ende steht nur noch die Frage: Was tun, wenn ein „Weitermachen wie immer“ einfach nicht mehr möglich ist?

Der bildhafte und dennoch schneidend scharfe Stil Alex Kurtagics wird vielen aus seinem von Manfred Kleine-Hartlage empfohlenen Essayband „Warum Konservative immer verlieren“ von 2013 bekannt sein. Auch als Erzähler einer Romanhandlung, irgendwo zwischen „Heerlager der Heiligen“ und „Unterwerfung“, zeichnet Kurtagic warnende Bilder von schonungsloser Nüchternheit. Nur: Soll man da traurig seufzen oder grimmig lachen?

„Da lang gibt es ein Starbucks“, sagte sie und deutete mit dem Kopf leicht in die Richtung.

„Starbucks? Die sind noch da? Trotz der Situation in Amerika?“ fragte er überrascht und bewegungslos.

„Ja, warum nicht?“ sagte sie, auf freundliche Weise achselzuckend. „Euros sind besser als Dollars.“

„Aber mir wurde erzählt, dass Coca-Cola sich wegen der Hyperinflation aus Spanien zurückgezogen hat.“

„Ha!“ lachte sie und wies die Idee zurück, als sei sie blanker Unsinn. „Sie haben sich zurückgezogen, weil es in Spanien so viele Araber gibt, die alles Amerikanische hassen. Die Hyperinflation ist nur eine höfliche Ausrede.“

„Verstehe“, sagte er rundheraus und musste an den arroganten Kellner vorgestern im Restaurant denken – jenen Kellner, der ihm unverschämt einen Haufen Lügen aufgetischt hatte.

Bestellinformation:

» Alex Kurtagic: Mister, Neustadt a. d. Orla 2016. 527 Seiten, 24 Euro – hier erhältlich!




Nicolaus Fest: Mahnmale und Gehirnwäsche

Spaziergang am Mahnmal der Schande. Gerade dieses Denkmal taugt am wenigsten zur Perhorreszierung. Es ist kein Askaban der deutschen Geschichte, das die Erinnerungen an die schönen und großen Ereignisse der Historie ins Vergessen drückt; und es ist kein Urgrund der Probleme, die dieses Land umtreiben, sei es Islamisierung, Eurokrise, Einwanderung, Verfall des Parlamentarismus. Magische Kräfte hat das Stelenfeld Eisenmans nicht. Wer die Kinder und Schulgruppen betrachtet, die das Denkmal fröhlich und neugierig, aber nie bedrückt durchstreifen, kann am Sinn des Bauwerks zweifeln; einen Ort jugendlicher Traumatisierung sieht er jedenfalls nicht. Im Gegenteil stellt das Stelenfeld eine ganz andere Frage: Ob Mahnmale, besonders derart abstrakte, überhaupt noch funktionieren. Sind sie Garanten einer Erinnerungskultur, die den Weg in die Zukunft zeichnet? (Weiterlesen bei nicolaus-fest.de)




Diplomatie ist nicht das Fach von Martin Schulz

Martin Schulz soll nun der Kanzlerkandidat einer zurückhaltend ausgedrückt undiplomatischen Pöblerpartei werden, die ihr nicht genehme Länder und deren Politiker in den Jahren nach 2000 immer wieder scharf anging. Wer erinnert sich nicht an die Kavallerie gegen die friedliche Schweiz, die Kanzlerkandidat Steinbrück in Bewegung setzen wollte? Österreich wurde während der Amtszeit von Bundeskanzler Schüssel angegangen, Polen während der Präsidentschaft von Lech Aleksander Kaczynski. Auch Ungarn, Tschechien, Dänemark, die Niederlande bekamen wegen nicht genehmen Regierungen oder wegen nicht auf SPD-Linie liegenden Präsidenten ihr Fett weg. Und der italienische Oppositionsführer Beppe Grillo wurde von der SPD als Clown bezeichnet, genauso wie Ministerpräsident Berlusconi. Der Sozialdemokrat Stegner beleidigte die Schweizer als verblödet.

(Von Wolfgang Prabel)

Nach einer endlos langen Anti-Berlusconi-Tirade von Martin Schulz im Europäischen Parlament am 2. Juli 2003 verglich der damalige italienische Premierminister Silvio Berlusconi den EU-Parlamentspräsidenten mit einem KZ-Aufseher. «Signor Schulz, so che in Italia c’è un produttore che sta montando un film sui campi di concentramento nazisti: la suggerirò per il ruolo di kapò. Lei è perfetto!» (Herr Schulz, in Italien gibt es einen Produzenten, der einen Film über nazistische Konzentrationslager dreht. Sie empfehlen sich für die Rolle des Kapo. Sie sind perfekt!).

Auch die italienische Opposition kann nicht mit Martin Schulz. Am 12.5.2014 berichtete der Focus, daß der italienische Oppositionspolitiker Beppe Grillo im EU-Präsidentschaftswahlkampf eine Karikatur auf seinem Blog veröffentlichte, die Schulz als Nationalsozialisten mit Peitsche zeigte. Grillo, der des Öfteren mit scharfen Attacken auf Berlusconi auf sich aufmerksam gemacht hatte, schrieb in einem Eintrag auf seinem Internet-Blog der 5 Sterne, der damalige italienische Ministerpräsident habe nicht „völlig falsch“ gelegen, als er Schulz 2003 als „Kapo“ bezeichnet – und damit mit einem KZ-Wächter verglichen – habe.

2010 gab es einen weiteren Schulz-Nazi-Vergleich. Am 24. November berichtete die Alpenprawda SZ, daß der britische Europa-Abgeordnete Godfrey Bloom für einen Eklat gesorgt hätte. Der 61-Jährige von der europakritischen Partei UKIP störte eine Rede des SPD-Abgeordneten Schulz mit dem nationalsozialistischen Propaganda-Slogan „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“. Zu diesem Ausraster kam es, weil Schulz in der Debatte über die Zukunft des Euro-Stabilitätspaktes die Sonderrolle des nicht zur Eurozone gehörenden, aber trotzdem an der Diskussion teilnehmenden Vereinigten Königreichs kritisiert hatte. Wie zutreffend der englische Abgeordnete die Stimmung im Inselreich abgebildet hatte, zeigte sich Jahre später beim Brexit.

Und 2016 gab es in der Türkei Nazi-Vorwürfe gegen Schulz. Am 25.4.2016 berichtete die „Rheinpfalz“ über eine chaotische Politikshow im zwangsfinanzierten deutschen Staatsfernsehen und die Reaktion der Türken. Der Politiker Mustafa Yeneroglu, Regierungsabgeordneter der Nationalversammlung der Türkei und in Köln aufgewachsen, verlangte Respekt vor seinem Land. Es gehe bei der Böhmermann-Sache nicht um Meinungsfreiheit, sondern um gröbste Beleidigungen. „Herr Schulz, wenn jemanden ihnen unterstellen würde, pädophil zu sein und besondere Beziehungen zu Ziegen zu pflegen, dann darf man nicht mit Meinungsfreiheit kommen“, sagte er an den EU-Parlamentspräsidenten gewandt.

Am 5.5.2016 berichtete der Türkei-Korrespondent der „Welt“, Deniz Yücel, über die Entmachtung des anatolischen Ministerpräsidenten Davotoglu:

Unter den 27 konkreten Anklagepunkten findet sich der Vorwurf, Davutoglu habe nicht widersprochen, als der EU-Parlamentspräsident Martin Schulz Erdogan wegen dessen Reaktion auf die „ekelhaften Beleidigungen in einem Videoclip“ – gemeint: die Erdogan-Satire von Extra 3 – kritisiert habe. Schulz habe Davutoglu als seinen Gesprächspartner bezeichnet, was Erdogan als „Operation der deutschen Schule gegen die Türkei“ gedeutet habe. Doch Davutoglu habe den Präsidenten im Stich gelassen, als es galt, „diesen Naziverschnitt“ zurechtzuweisen.

Schulz zieht Nazivergleiche offenbar an, wie eine einzeln stehende deutsche Eiche den Blitz. Wenn es einmal passiert, ist es Zufall, bei zweimal muß man mißtrauisch werden, ab dem dritten Vergleich ist etwas dran.

Auch jüngst glänzte die SPD nicht durch Diplomatie. Bereits im September 2016, lange vor der Wahl in den Vereinigten Staaten, hatte sich Martin Schulz auf harte Ansage festgelegt, wahrscheinlich im trügerischen Vertrauen darauf, daß Hillary Clinton die Wahl gewinnen würde. Für den Fall, daß Trump gewählt werden würde, trompetete er in die Welt hinaus: „Dann sitzt an einer Stelle, an der es ein Höchstmaß an Verantwortungsbewusstsein braucht, ein offenbar verantwortungsloser Mann“, sagt er. „Trump ist nicht nur für die EU ein Problem, sondern für die ganze Welt.“

Am 19.12.2016 war Trump gewählt und Schulz steuerte in Deutschland höhere Weihen an. Außenminister oder Bundeskanzler wollte er werden. Plötzlich hatte er etwas Kreide gefressen: „Aber Donald Trump ist gewählt, er stellt gerade seine Regierung zusammen. Und er hat Anspruch darauf, dass man ihn nimmt als das, was er ist: der frei gewählte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wir sollten den Respekt, den Donald Trump und seine Regierung erwarten, auch an den Tag legen.“ Leider vergißt das Internet nicht einfach, was Schulz im September verkündet hatte.

Der Ton unterschied ihn zumindest von Außenminister Steinmeier, der zur Wahl nicht gratuliert hatte, und der Trump während des Wahlkampfs als „Haßprediger“ bezeichnet hatte. Der Fraktionsvorsitzende Oppermann vermutete öffentlichkeitswirksam, daß Trump nicht alle Tassen im Schrank habe.

Auch Sigmar Gabriel, der SPD-Chef, machte aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Trump ist der Vorreiter einer neuen autoritären und chauvinistischen Internationalen. Er ist auch eine Warnung an uns. Wir finden sie nicht nur mit Putin in Russland oder mit Erdogan in der Türkei, sondern auch mitten in Europa in Frankreich mit Le Pen, aber auch mit Sarkozy, in Polen mit Kaczynski, in den Niederlanden mit Wilders oder in Deutschland mit der AfD.“ Eine Qualifikation für das von ihm angestrebte Amt des Außenministers ist dieses Statement nicht. Vorsichtshalber sollte man Gabriel nicht einmal als Hausmeister im Auswärtigen Amt beschäftigen.

Früher war Diplomatie die Kunst, Kritik so zu üben, daß andere Staaten und Politiker nicht bloßgestellt und in die Enge getrieben werden. Es galt der Grundsatz, daß langfristige Vorteile nicht kurzfristigen Nutzenserwägungen, zum Beispiel in Wahlkämpfen geopfert werden. Es war bis etwa 2000 auch in Deutschland üblich, Innen- und Außenpolitik nicht stark zu vermengen, zumindest nicht so stark, daß die Außenbeziehungen beeinträchtigt wurden.

Bereits seit etwa 2000 hat man den Eindruck, SPD-Außenpolitiker schlafen nachts unter der Boxerzeitung. Es müßte eigentlich fast das gesamte Führungspersonal dieser Partei ausgewechselt werden. Es ist durchweg unterste Schublade.

Für die alte SPD gibt es zwei Varianten der Rettung. Die realistische: Marsmenschen landen und übernehmen die Parteiführung. Die phantastische: Die SPD wählt selber einen brauchbaren Vorstand.


(Im Original erschienen bei prabelsblog.de)




taz: An der Seite Donald Trumps

Es ist gar nicht so einfach mit der Demokratie. Im afrikanischen Gambia nicht, bei den deutschen Grünen nicht und auch nicht beim Machtwechsel in den USA. Wenn in diesen Tagen jemand ein Verfahren als besonders demokratisch lobt oder die Demokratie retten möchte, dann wird mir blümerant. Weil es häufig ein Hinweis auf das Gegenteil ist.

[…] Es geht darum, dass die Demokraten schlechte Verlierer sind. Donald Trump hat sich nicht an die Macht geputscht, er ist gewählt worden. Das seltsame Wahlsystem in den USA hat er nicht erfunden. Er ist auch nicht für Gesetze verantwortlich, die es ihm erlauben, zu sagen, was er sagt, und sich zu verhalten, wie er sich verhält. Ach, übrigens: Die Nato und TTIP nicht für der Weisheit letzten Schluss zu halten, ist ihm nicht allein vorbehalten. Einige meiner besten Freunde sahen das lange genauso – bis sie feststellen mussten, dass Donald Trump ihrer Meinung war.

Es macht keinen Spaß, sich auf die Seite von Trump zu stellen. Aber wer es ernst meint mit der Demokratie, muss das jetzt tun. Demos gegen ihn sind in Ordnung, natürlich. Aber es gibt – bisher – keinen Anlass, so zu reagieren, als habe der neue US-Präsident sich seines Staats bemächtigt. Das hat er nicht getan. Und die Veröffentlichung eines Dossiers aus ungesicherter Quelle, das schlüpfrige Vorwürfe gegen ihn enthielt, war ein Tiefpunkt der demokratischen Auseinandersetzung. […]

(Dass man mal auf die Idee kommen könnte, einen taz-Meinungsartikel weiterzuempfehlen! Respekt für Ihren Mut, Bettina Gaus)




BILD: AfD legt in Wählergunst auf 14,5 % zu

Eine aktuelle Umfrage des Instituts für neue soziale Antworten (INSA) im Auftrag der BILD-Zeitung, bei der vom 20.01. bis 23.01.2017 1992 Wahlberechtigte befragt wurden, hat ein überraschendes Ergebnis gezeitigt: Demnach hat die AfD nach der sogenannten „Skandal-Rede“ von Björn Höcke am 17. Januar in Dresden in der Wählergunst sogar noch zugelegt und war der einzige Gewinner in dieser Woche. Die AfD wäre mit 14,5 Prozent (ein Prozentpunkt mehr als vergangene Woche) komfortabel im Bundestag. Die CDU verliert im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt und kommt auf 32,5 Prozent. Die SPD steht unverändert bei 21 Prozent. Linke, Grüne und FDP kommen auf 11, 8,5 und 7,5 Prozent.




Österreich: Türke (14) vergewaltigt 13-Jährigen

Herzogenburg: Grauenhafte Vorfälle hat eine Sprecherin der Landespolizeidirektion NÖ auf NÖN-Anfrage bestätigt. Ein 14-jähriger Türke steht in dringendem Tatverdacht, zunächst eine 13-jährige Schülerin sexuell bedrängt und genötigt zu haben: „Als sie sich heftig wehrte, hat er in letzter Sekunde von ihr abgelassen“, heißt es seitens der Polizei. Am nächsten Tag war der Stadtpark in unmittelbarer Nähe der Bahnhofs-Haltestelle Herzogenburg-Stadt Schauplatz des nächsten Übergriffs: Der 14-jährige bedrohte einen 13-Jährigen mit einer Schere und vergewaltigte ihn brutal. Der mutmaßliche Täter und das Opfer besuchen die gleiche Schule. Nach der Anzeige-Erstattung hat die Exekutive den 14-Jährigen zunächst vorläufig festgenommen. Bei seiner Einvernahme zeigte er sich zwar geständig, jedoch keinerlei Anflug von Reue. Er wurde in der Folge verhaftet und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert: „Ein erschütternder Fall“, bringt es ein Polizist auf den Punkt.

Wie aufgrund der muslimisch-rassistischen Silvester-Pogrome bekannt wurde, werden Straftaten von „Flüchtlingen“ systematisch vertuscht: „Es gibt die strikte Anweisung der Behördenleitung, über Vergehen, die von Flüchtlingen begangen werden, nicht zu berichten. Nur direkte Anfragen von Medienvertretern zu solchen Taten sollen beantwortet werden.“ Trotz des absichtlichen Vertuschens nachfolgend wieder einige Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe durch Rapefugees, die es an die Öffentlichkeit geschafft haben. Dank des Asylanten-Tsunamis von vorwiegend jungen Männern im Alter von 18-35 Jahren gibt es in Deutschland im Jahr 2017 20 Prozent mehr Männer als Frauen. Abgeschoben werden Merkels Fiki-Fiki-Fachkräfte übrigens so gut wie nie. Inzwischen befinden sich über eine halbe Millionen abgelehnter Asylbewerber in Deutschland. #Merkelwinter

Schweinfurt: Zwei Frauen sind am frühen Sonntagmorgen in der Damentoilette einer Schweinfurter Bar von einer Gruppe Männer belästigt und zum Teil auch unsittlich berührt worden. Zwei Algerier im Alter von 22 und 24 Jahren wurden in diesem Zusammenhang vorläufig festgenommen. Ein weiterer im Alter von 24 Jahren leistete im Zuge der polizeilichen Maßnahmen Widerstand gegen die eingesetzten Beamten. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen sollen zwei aus Schweinfurt stammende Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren von Männern beim Toilettengang beobachtet worden sein. Dabei sollen die Täter laut Polizeiangaben über die Trennwände der jeweiligen Toilettenkabinen geblickt haben. In der Folge wurde die 23-Jährige noch im Bereich der Waschbecken und beim Verlassen der Damentoilette von zwei weiteren bislang unbekannten Männern unsittlich an der Brust berührt und gegen ihren Willen auf die Wange geküsst. Als die ersten Streifenbesatzungen der Schweinfurter Polizei bei dem Lokal am „Markt“ eintrafen, konnten zwei Algerier im Alter von 22 und 24 Jahren, die in einer Asylbewerberunterkunft in Schweinfurt untergebracht sind, als Tatverdächtige identifiziert werden. Es soll sich dabei um diejenigen handeln, die die Frauen zuvor beim Toilettengang beobachtet hatten.

Bochum: Offenbar weil seine Anmache nicht zog, hat ein Mann am Sonntagmorgen eine Frau (20) an den Haaren zu Boden gerissen. Die Frau war gegen 4:30 Uhr im KFC-Restaurant am Bochumer Hauptbahnhof, als der Mann hereinkam. Laut Polizei „umwarb“ er die Frau. Die interessierte sich dafür aber nicht – und zeigte ihm die kalte Schulter. Daraufhin packte der Mann sie an den Haaren und schleuderte sie auf den Boden. Die Frau verletzte sich beim Aufprall übel im Gesicht. Der Mann flüchtete nach dem Angriff in Richtung Innenstadt. Die Polizei sucht jetzt wegen Körperverletzung nach dem Mann. Laut Zeugen war er dunkelhäutig und trug eine rote Bomberjacke.

Chemnitz: Beim ersten Vorfall im Juni 2016 soll der Angeklagte eine Zeitungszustellerin nachts gegen 3:45 Uhr angegriffen haben. In diesem Fall wird ihm neben schwerem Raub auch sexuelle Nötigung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft hat der aus Pakistan stammende Mann die 52-Jährige ins Gebüsch gezerrt und versucht, ihr die Hose auszuziehen, um sich sexuell an ihr zu vergehen. Damit sie nicht schreit, habe er ihr einen spitzen Gegenstand an den Hals gedrückt und im weiteren Verlauf mehrere Schnittverletzungen zugeführt. Zudem soll er ihr das Handy aus der Hosentasche geklaut haben. Als ein Auto vorbeifuhr, ließ er von seinem Opfer ab und floh. Eine Polizeistreife wurde kurz danach auf die Frau aufmerksam. Die 52-Jährige befindet sich noch immer in psychologischer Behandlung: „Ich gehe anders durch die Welt. Ich fühle micht nicht mehr so frei wie früher, denn die Angst geht immer mit.“ Rund einen Monat später hat es eine damals 21-jährige Studentin getroffen. Sie ging in Joggingkleidung gegen 22 Uhr durch den Stadtpark Chemnitz an dem dunkelhäutigen Mann vorbei. Vor Gericht berichtete sie am Montag, völlig aufgelöst unter Tränen, wie er sie von hinten gepackt und ins Gebüsch geworfen habe. Mit einem Klappmesser habe er dann acht oder neun Mal auf sie eingestochen. Laut Anklageschrift waren auch lebenswichtige Organe betroffen. Sie sei mehrere Stunden notoperiert und anschließend in ein künstliches Koma versetzt worden. Noch immer würden sie ihre Verletzungen körperlich beeinträchtigen, sagte die Studentin. Sie tritt in dem Prozess, wie das andere Opfer auch, als Nebenklägerin auf. Auch sie habe seitdem Angst, alleine auf die Straße zu gehen, berichtete sie dem Gericht.

Osnabrück: Am frühen Samstagmorgen wurde eine junge Frau am Ickerweg von zwei unbekannten Männern sexuell belästigt. Die 18-Jährige ging gegen 3.30 Uhr über den Garagenhof an der Ecke zur Pommerschen Straße, als sich ihr die Täter unbemerkt von hinten näherten und sie dann festhielten. Das Opfer wurde daraufhin von dem Duo gegen eine Garage gedrückt und unsittlich angefasst. Die Frau konnte aber noch ihr Pfefferspray aus der Jackentasche ziehen und dieses gegen die beiden Angreifer einsetzen. Als die Männer daraufhin kurz von der Osnabrückerin abließen, nutze diese die Gelegenheit und rannte schnell weg. Die Täter waren über 180cm groß und hätten sich in einer fremden Sprache unterhalten.

Billstedt: Lena (11, Name geändert) war Dienstag in Billstedt auf dem Weg zur Schule, als der Täter über sie herfiel. Der etwa 35 Jahre alte Mann umklammerte das Mädchen und griff ihr in den Schritt. Jetzt läuft eine Großfahndung. Tatort war die Möllner Landstraße, Ecke Letternkamp. Um 7.15 Uhr ging die Schülerin Richtung U-Bahnhof Merkenstraße. Plötzlich kam ihr der kaum 1,70 Meter große, dickliche Mann entgegen. Er umklammerte ihren Oberkörper. Doch Lena wehrte sich und schrie um Hilfe. Daraufhin ließ der Täter von ihr ab und flüchtete in Richtung der Straße Oberschleems. Eine Autofahrerin wurde auf die Situation aufmerksam und kümmerte sich um das Mädchen. Eine Sofortfahndung brachte kein Ergebnis. Jetzt bittet die Polizei um Hinweise. Polizeisprecherin Tanja von der Ahé: „Der Mann hat ein „südländisches Erscheinungsbild“ , trug eine olivfarbene Jacke und eine schwarze Mütze mit orangefarbenen Streifen.“ Auch in Pinneberg wurde eine Schülerin Opfer einer Sexualstraftat. Am Montag entblößte sich ein etwa 18 Jahre alter Mann am Stadtwald „Fahlt“ vor dem 15-jährigen Opfer. Auch er hat laut Polizei ein südländisches Aussehen, trug eine graue Jogginghose und eine schwarze Jacke.

Röblingen am See: Weil ein 24-jähriger Asylsuchender eine junge Frau sexuell belästigt haben soll, ist in einer Gaststätte im Seegebiet Mansfelder Land (Landkreis Mansfeld-Südharz) eine Schlägerei ausgebrochen. Mehrere Gäste sahen, wie ein 24-Jähriger am Freitagabend eine 16-Jährige unsittlich berührte, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Daraufhin stellten die Männer den 24-Jährigen zur Rede. Es kam zu Tritten und Schlägen. Der Streit eskalierte. Ein 21-Jähriger wurde dabei mit einem Messer leicht verletzt – vermutlich von dem 24-Jährigen. Insgesamt waren bei dem Streit im Ortsteil Röblingen am See fünf Männer beteiligt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Vilsbiburg: Ein Jugendlicher hat im Landkreis Landshut zwei Mädchen belästigt. Der Vorfall ereignete sich gestern Mittag in einem Regionalzug zwischen Landshut und Vilsbiburg. Vor zwei 13 und 15-jährigen Mädchen öffnete der Jugendliche seine Hose. Kurz danach versuchte er die 13-Jährige zu streicheln und zu küssen. Erst als das Mädchen ihm die Hand wegschlug hörte er auf. Der arabisch oder türkisch aussehende Täter war etwa 17 Jahre alt und zirka einen Meter 80 groß. Er trug eine grüne Bomberjacke und eine Jogginghose. Die Mädchen stiegen in Vilsbiburg aus dem Zug aus, der Täter fuhr weiter.

Bruck an der Leitha: Großer Schock für eine junge Frau aus dem niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha: Als sie abends mit dem Zug von der Arbeit nach Hause fuhr, fielen zwei Männer im fast leeren Waggon über die 18-Jährige her. Das Opfer konnte sich losreißen, jetzt sucht die Polizei nach Zeugen.Der Vorfall ereignete sich bereits am 15. Dezember gegen 18.15 Uhr in der S60: Als die Frau kurz vor Götzendorf aufstand, packte sie ein Unbekannter plötzlich von hinten, ein zweiter Täter griff ihr brutal an die Brust. „Der einzige andere Passagier hat trotz meiner Hilfeschreie nur weggeschaut“, schildert das Opfer. Als der Zug hielt, konnte sich die 18-Jährige losreißen und fliehen. „Die beiden Männer sprachen Arabisch. Sie sollen vor der Tat durch lautes Lachen und Rauchen im Großraumabteil aufgefallen sein“, so die Polizei.

Dresden: Die Polizei sucht Zeugen zu einem Vorfall am Brühlschen Garten, bei dem eine junge Frau (21) sexuell bedrängt und belästigt wurde. Die 21-Jährige wurde von dem späteren Täter auf ihrem Heimweg an der St. Petersburger Straße im Bereich der Haltestelle Walpurgisstraße angesprochen. Anschließend begleitet er sie trotz mehrfacher Ablehnung auf ihrem Weg in Richtung Carolabrücke. In der Folge drängte er sie zunächst in Richtung Brühlscher Garten und drückte sie dort auf eine Bank. Er entblößte sich vor ihr, forderte sexuelle Handlungen und griff ihr unter die Kleidung. Letztlich ließ er von ihr ab und die 21-Jährige konnte flüchten. Dabei traf sie zwei Passanten, mit denen sie gemeinsam über die Brücke in Richtung Dresden-Neustadt lief. Letztlich lief sie mit einem weiteren Passanten bis zu ihrer Wohnung. Die Frau hatte ihm den Vorfall erzählt, woraufhin er sie aufforderte, Anzeige zu erstatten. Dies tat sie am Sonntagvormittag. Der Täter ist etwa 25 Jahr alt, etwa 175 bis 180 cm groß und von normaler Statur. Er wurde als arabisch aussehend, mit dunklerem Teint sowie kurzen schwarzen Haaren beschrieben. Er sprach deutsch mit Akzent oder englisch.