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Kratzen, stechen, spucken, beißen …

In einem bestimmten Alter ist der Mensch noch nicht in der Lage, seine Befindlichkeiten und Wünsche kultiviert mit anderen abzustimmen, zu verhandeln, zu argumentieren, nachzugeben, der Klügere zu sein. Im Kindergarten lernen die Kinder das langsam, nach der Schule schaffen es die meisten in unserer zivilisierten Gesellschaft. Ausnahmen bestätigen die Regel, eine heißt Anke Domscheit-Berg (Foto).

Domscheit-Berg behauptet, bei McKinsey als Unternehmensberaterin tätig gewesen zu sein, jetzt ist sie „Netz-Aktivistin“. Hadmut Danisch hat ihr angebliches berufliches Wirken geistreich hinterfragt. Politisch hat sich Domscheit-Berg öfter umgebettet, wenn es ihr am alten Platz zu ungemütlich wurde. So war sie ursprünglich bei den Grünen zu Hause, dann, als die Piraten groß wurden, bei diesen, und als die Piraten unter der McKinsey-Managerin immer mehr verloren, sprang sie bei den Linken ins Brett.

Mit welchen Argumenten setzt sich so eine auseinander, die ständig ihre politische Heimat wechselt, auf welchem Niveau agiert so jemand? Im Kommentarbereich bei PI waren die Kritiken katastrophal ob einer zur Schau gestellten Ahnungslosigkeit und Naivität bei Anne Will vor einem Jahr.

Doch die Anke kann auch anders und wir kehren zurück zum Ausgangspunkt der Überlegungen. Wer nichts zu sagen hat, der greift zu anderen „Argumenten“, bei der Domscheit sind es ihre Fingernägel. Und für den Einsatz ihrer Emanzen-Krallen erhielt sie jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 600 Euro. Die ZEIT berichtet:

Die Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg ist zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten sprach die frühere Piraten- und Grünenpolitikerin der Körperverletzung schuldig.

Anke Domscheit-Berg soll im Juni 2015 bei einer Mahnwache für im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge eine Polizeibeamtin mit ihren Fingernägel erwischt haben. Der Verletzung war ein Handgefecht um einen Blumenstrauß vorausgegangen. Das Gerangel führte zu einer kleinen Kratzwund. Dies habe aber auch die Polizistin als Lappalie angesehen.

Die Verteidigung will Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen. Domscheit-Berg, die bei der Bundestagswahl 2017 für die Brandenburger Linke kandidieren möchte, hofft auf einen Freispruch. Ursprünglich war ihr zur Last gelegt worden, bei der Mahnwache mit dem Blumenstrauß gegen die Kamera eines Polizisten geschlagen und einem weiteren Beamten mit den Blumenstielen durch den offenen Helm ins Gesicht gestochen zu haben.

Noch etwas fällt auf an Anke Domscheit-Berg. Ähnlich wie ihr „Netzaktivist-Kollege“ Sascha Lobo schmückt sie ihr Haupt gerne mit einem grell-roten Signalfeuer, um besser aufzufallen. Auch eine Möglichkeit, um fehlenden Intellekt zu kompensieren.