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„Ein brera“ – Es gibt keinen anderen Weg

„Ein brera“ – so stand es damals an der Hauswand in Jerusalem. Damals während des ersten Golfkriegs, als Saddam mit Scud-Raketen drohte und es in vielen Geschäften neben Lebensmitteln oder Kurzwaren auch Gasmasken zu kaufen gab. Diese zwei Worte, die man etwa mit „Es gibt keinen anderen Weg“ übersetzen könnte, versinnbildlichen die damalige Entschlossenheit der Israelis, sich auch diesem Gegner zu stellen, wenn es nötig sein würde. Es lag damals eine sonderbar gespannte Ruhe über dem Land, doch niemand zweifelte daran, dass alle bereit waren, ihr Land mit aller Härte und Konsequenz zu verteidigen. Der Rest ist Geschichte und soll hier auch nicht weiter erörtert werden.

(Von Yorck Tomkyle)

In diesem Jahr ist es an uns Deutschen, zu beweisen, dass wir bereit sind, für unsere Heimat einzustehen. Es wird auch für uns keinen anderen Weg geben, wenn wir unsere Heimat mit all ihrer Kultur, ihren Werten, Traditionen und ihrer Lebensart erhalten und schützen wollen. Es ist heute nicht militärische Gewalt, die uns bedroht, auch wenn der massive Anstieg von Terrorgefahr und anderen Gewalttaten im öffentlichen Raum in die Richtung eines zumindest molekularen Bürgerkrieges weist.

Die Gefahr, die uns droht, geht heute von denen aus, die vorgeben, uns demokratisch legitimiert zu führen – dem Establishment in Politik und Medien. Von denen, die die wachsende Zahl ihrer Gegner mit anschwellender Hysterie kontrollieren, diffamieren und isolieren und sich selbst Demokraten nennen, während sie alles tun, um das Prinzip der Demokratie weiter auszuhöhlen. Angesichts der Erfolge von Alternativen hierzulande und auch anderswo werden die Versuche, das etablierte System doch noch irgendwie zu retten, immer grotesker.

Den aktuellen Höhepunkt (weitere werden sicher folgen) markiert das Verhalten der Leitmedien gegenüber der eben noch hochgelobten Willkommenskanzlerin, das man getrost als Verrat bezeichnen kann. In den letzten Jahren hatte man das symbiotische Wechselspiel zwischen den führenden Medien und ihrer Regierungspolitik perfektioniert: je wichtiger die anstehende Entscheidung, umso schriller die Medien bei gleichzeitiger Funkstille im Kanzleramt. Später dann, als man sich dort sicher war, wohin die veröffentliche Meinung treiben würde, sprang man auf den Zug auf und gab das, was in den Redaktionsstuben ersonnen wurde, als „moderne Politik“ aus.

Jahrelang wurde die Kanzlerin im Gegenzug als besonnen gelobt. Gemeinsam bastelte das Establishment so am Mythos Merkel. Nun jedoch nimmt man entsetzt wahr, dass man zu weit gegangen ist. Man spürt den heißen Atem der Veränderung im Nacken und malt sich schaudernd aus, was das fürs eigene Hemd bedeuten würde. Man versucht zunächst das Übliche, um Missliebiges abzuservieren, stößt aber auf unerwartet heftigen Widerstand. Dann nimmt man wahr, dass auch andernorts der Wind of Change durch die entlaubten Wälder der Demokratie weht und sieht sich gezwungen, fieberhaft nach Auswegen zu suchen.

Doch statt diese Wälder wieder aufzuforsten, präsentiert man mit Martin Schulz, dem abgehalfterten Apparatschik aus Brüssel, das personifizierte Agent Orange der Demokratie. Dieser Mann steht genau für all das, was Viele nicht mehr wollen und sein Alleinstellungsmerkmal besteht darin, vordergründig nichts mit der hiesigen Politik (und damit vor allem der Migrationspolitik) zu tun zu haben. Schließlich war er ja in Brüssel, als hier die Grenzen geöffnet wurden.

Dass er das Versagen jener supranationalen Organisation repräsentiert, die die Großkrisen der letzten Jahre erst möglich gemacht hat, lässt man dabei einfach unter den Tisch fallen und hofft, dass der Wähler das angesichts der medialen Lobhudelei-Exzesse auch nicht bemerkt. Nur deswegen kann man ihn aktuell so erfolgreich als Heilsbringer anpreisen wie anno dunnemals den Herrn Obama. Gleichzeitig wird seine Kontrahentin plötzlich als seltsam müde und verbraucht dargestellt. Wenn sie überhaupt noch in den Medien vorkommt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie vom Establishment regelrecht fallen gelassen wurde.

Inzwischen besteht Grund zu der Annahme, dass sie tatsächlich einst als Totengräberin der Union in die Geschichte eingehen wird. Nichts zeigt die Hilflosigkeit und die Panik derer, die dieses Land und dessen Meinung verwalten, deutlicher, als der Hype um Martin Schulz, einen aufgeblasenen Ersatz-Heiland, der wie der Scheinriese bei Jim Knopf mindestens auf Merkel-Größe schrumpfen wird, wenn er gewählt werden sollte.

Hier wird eine weitere Mogelpackung inszeniert, die nichts anderes soll, als dem Establishment letztlich den Fortbestand zu garantieren. Lassen wir uns also nicht beirren: die Zeichen der Zeit stehen auf Wandel – wirklichen Wandel, keine Potemkinschen Dörfer. Dennoch werden nach der nächsten Wahl unabhängig von der Stärke der AfD entweder die aktuelle Amtsinhaberin oder der Herr Schulz aus Brüssel den Kanzler stellen. Man sollte sich aber angesichts dieser Aussichten nicht grämen – die Ergebnisse dieser Wahl werden den Wandel weiter voran- und das Establishment vor sich hertreiben.

Das realistische Primärziel der nächsten Wahl kann (noch) nicht sein, eine Regierung zu etablieren, die sich wirklich an den Interessen dieses Landes orientiert. Das Primärziel muss sein, dem Establishment klar zu machen, dass jeder Kanzler, der so gravierend gegen die Interessen des eigenen Landes handelt wie die aktuelle Amtsinhaberin, durch demokratische Wahlen aus dem Amt gejagt wird. Wenn das gelänge, wäre die erste große Schlacht gewonnen.

Merkel muss weg – ein brera.